Viagra Ersatz und Alternativen!


Potenzmittel zur Behandlung von Erektionsstörungen

Zwischen 25 und 30 % der Männer in Deutschland leiden an Erektionsstörungen oder haben Erektionsprobleme. Mit zunehmendem Alter tritt das Problem häufiger auf, doch Erektionsprobleme kennen keine Altersgrenzen und auch junge Männer leiden darunter. Die gängigste Behandlung von Erektionsstörungen sind medizinische Potenzmittel. Darüber hinaus gibt es auch eine Reihe von natürlichen Potenzmitteln. Einige davon sind seriös und werden in der Apotheke verkauft, andere sind im besten Fall einfach nur wirkungslos und im schlimmsten Fall gefährlich.

Die bekannteste Behandlung von Erektionsstörungen ist mit Abstand Viagra, was es zu der Behandlung mit der größten Nachfrage macht. Was viele allerdings nicht wissen: Es gibt zahlreiche Alternativen zu Viagra. 

In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Daten und Fakten zu den Viagra-Alternativen zusammen und erklären, welche Unterschiede es gibt. Dabei schauen wir uns ausschließlich die seriösen und Alternativen mit nachgewiesener Wirkung zu Viagra an.


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Viagra Alternativen für Männer


Alternativen zur Behandlung von Erektionsstörungen mit Viagra

Zwar ist die berühmte blaue Pille die bekannteste „Potenzpille“, jedoch gibt es darüber hinaus noch deutlich mehr, die genauso oder ähnlich wirken. 

Sildenafil – das Generikum

Seit das Patent für Viagra von Pfizer ausgelaufen ist, können hiervon Generika hergestellt werden. Generika enthalten den gleichen Wirkstoff, im Fall von Viagra-Generika ist das Sildenafil, und unterscheiden sich lediglich in leicht anders dosierten Hilfsstoffen. Generika sind immer deutlich billiger als das patentierte Medikament. Beide Medikamente, Viagra im Original und dessen Generika sind rezeptpflichtig. Sildenafil wirkt nach ca. 30 Minuten bis zu 1h und hält bis zu 4 Stunden an. 

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Cialis – die beliebteste Alternative 

Auch Cialis gehört zu den rezeptpflichtigen Potenzmitteln, die häufig als Alternative zu Viagra verschrieben werden. Im deutschen Sprachraum ist Cialis besonders beliebt. Cialis wird auch „die Wochenendpille“ genannt, da die Wirkung bis zu 36 Stunden anhalten kann. Auch Cialis gehört zur Gruppe der PDE-5 Hemmer und greift, genauso wie andere Potenzmittel, auf denselben Wirkmechanismus zurück. Der Unterschied liegt im Wirkstoff und der Wirkungsdauer. 

Der Wirkstoff in Cialis heißt Tadalafil. Die Wirkweise gleicht der von Viagra, nur die Wirkdauer und benötigten Dosierungen unterscheiden sich. Cialis wird als Cialis 20 mg und Cialis 10 mg angeboten. Neben Cialis, das bei Bedarf eingenommen wird, gibt es auch die Möglichkeit, Cialis täglich zu nehmen. In diesem Fall wird Cialis in den Dosierungen Cialis 5 mg und Cialis 2.5 mg eingenommen. Der Vorteil hierbei ist, dass so die Erektionsstörungen dauerhaft behandelt werden und die Behandlung nicht bei Bedarf eingenommen werden muss. Dies bietet sich vor allem für Männer in festen Beziehungen oder für Männer, die regelmäßig Sex haben, an. Cialis wird von der Firma Lilly hergestellt und vertrieben.

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Tadalafil – das Cialis Generikum

Ähnlich wie bei Pfizer ist auch das Patent der Firma Lilly Pharm für das Potenzmittel Cialis abgelaufen. So sind zahlreiche Tadalafil Generika auf dem Markt erhältlich. Generika beinhalten, so wie das Original, Tadalafil als Hauptwirkstoff und gehören ebenfalls zu der Gruppe der PDE-5 Hemmer wie alle oral einzunehmenden medikamentösen Behandlungen von Erektionsschwierigkeiten. Auch bei Tadalafil beträgt die Wirkungsdauer bis zu 32 Stunden.


Genauso wie Cialis kann das Generikum Tadalafil täglich eingenommen werden, um dauerhafte Erektionsstörungen zu behandeln. Tadalafil wird bei täglicher Einnahme in geringeren Dosierungen eingenommen, genauer gesagt in der Dosierung 2.5 mg oder Tadalafil 5 mg.

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Levitra

Levitra ist ein weiteres Mittel zur medikamentösen Behandlung von Erektionsstörungen und gehört ebenfalls zur Gruppe der PDE-5 Hemmer. Der Wirkstoff in Levitra heißt Vardenafil. Die Wirkungsdauer ist der von Sildenafil sehr ähnlich. Levitra beginnt nach ca. 30 Minuten zu wirken und hält bis zu 4 Stunden an. Das Patent der Firma Bayer auf diesen Wirkstoff ist vor kurzem abgelaufen. Levitra ist in den Dosierungen Levitra 5mg. Levitra 10mg und Levitra 20mg erhältlich.

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Spedra

Spedra ist ein vergleichsweises neues Potenzmittel auf dem Markt. Der Hauptwirkstoff ist Avanafil und zählt ebenfalls zur Gruppe PDE-5 Hemmer. Spedra ist in den Dosierungen Spedra 50mg, Spedra 100mg und Spedra 200mg erhältlich. Das Medikament zeichnet sich durch seinen schnellen Wirkeintritt aus. Die Wirkung von Spedra setzt meist schon nach nur 15 Minuten ein. Da Spedra noch neu auf dem Markt ist, gibt es noch kein Generikum des Medikaments zu kaufen. 

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Die oben angeführten Medikamente gehören alle zur Klasse der PDE-5 Hemmer und haben alle den gleichen Wirkungsmechanismus. Sie unterschieden sich jedoch in der Dauer und dem Eintreten der Wirkung voneinander. Alle diese Medikamente sind im deutschsprachigen Raum zugelassen und rezeptpflichtig!

PDE-5-Hemmer basieren alle auf dem gleichen Wirkprinzip. Eine vereinfachte Erklärung von diesem ist, dass bei sexueller Erregung Botenstoffe vom Gehirn ausgesandt werden, die den den Gefäßen im Penis anzeigen sich zu entspannen. Wenn sich die Gefäße entspannen, kann Blut einfließen und der Penis so hart werden. PDE-5 ist ein Enzym, das diese Botenstoffe abbaut. Wird die Aktivität dieses Enzyms gehemmt, ist eine Erektion deutlich wahrscheinlicher und kräftiger.

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Neben medikamentösen Therapien zur oralen Einnahme gibt es noch andere Behandlungsmöglichkeiten.

Alternative Therapien zur Behandlung von Erektionsstörungen


MUSE 

MUSE ist die Abkürzung für „Medicated Urethral System for Erection“. Der Hauptwirkstoff heißt Alprostadil, welches ein körpereigener Stoff ist und auch Prostaglandin E1 genannt wird. Das Präparat führt zur Erweiterung der Blutgefäße und führt so zu einer erweiterten Blutzufuhr in den Penis. Es handelt sich dabei um ein Wirkstoffstäbchen, das mit einem Applikator, wie eine Art Zäpfchen, in die Harnröhre eingeführt wird. Die Wirkung setzt bereits nach 10 Minuten ein und hält 30 bis 60 Minuten an. Muse gibt es in den Dosierungen 250mg, 500mg und 1000mg.

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SKAT (Schwellkörperautoinjektionstherapie)

SKAT steht für „Schwellkörperautoinjektionstherapie“, womit eine eigenhändig durchgeführte Injektion in die Schwellkörper des Penis gemeint ist. SKAT ist hochwirksam, doch in der Anwendung etwas kompliziert und bedarf Übung. Bei dieser Therapie wird eine Substanz direkt in den Penis injiziert, wozu in der Regel Alprostadil (Prostaglandin E1) oder Papaverin verwendet werden. Nach wenigen Minuten erfolgt eine Erektion, weswegen die Injektion auch kurz vor dem Geschlechtsakt durchgeführt wird. Die Erektion ist bei dieser Therapie relativ unabhängig von der sexuellen Stimulation und hält ca. 30 Minuten bis drei Stunden an.

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Schwellkörperimplantate

Ein Schwellkörperimplantat, auch Penisprothese genannt, ist eine der letzten Optionen, wenn medikamentöse Therapien nicht anschlagen. Hier werden mit einer Operation die natürlichen Schwellkörper im Penis ausgehöhlt und durch eine Silikonprothese ersetzt. Die Prothesen bestehen meist aus hohlen Schwellkörpern aus Silikon und einer mit Flüssigkeiten gefüllten Pumpe. Die Pumpe wird in den Hodenbereich implantiert und ist durch einen Schlauch mit den Silikonschwellkörpern verbunden. Wird die Pumpe betätigt, fließt Flüssigkeit in die Schwellkörper und der Penis wird auf diese Art und weise erigiert. Verträgt der Patient die Implantate gut, können diese lebenslang im Körper bleiben. 

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L-Arginin

L-Arginin ist eine Aminosäure, die häufig als Nahrungsergänzungsmittel mit einem Versprechen zur Verbesserung der Erektionsfähigkeit verkauft wird. Es gibt durchaus Belege dafür, dass L-Arginin die Durchblutung verbessert, allerdings keine eindeutigen Beweise dafür, dass damit tatsächlich die Erektionsfähigkeit verbessert wird. 

Die Verbraucherzentrale führt an, dass in einigen Studien, bei denen das Zusammenwirken von L-Arginin mit anderen Potenzmitteln gemessen wurde, tatsächlich ein leicht positiver Effekt auf die Erektionsfähigkeit festgestellt werden konnte. Gleichzeitig warnt die Verbraucherzentrale aber auch vor Nahrungsergänzungsmitteln mit Heilsversprechen und unseriösen Potenzmitteln mit nicht deklarierten Wirkstoffen.

Da Erektionsstörungen ein Frühwarnzeichen für schwere Erkrankungen sein können, sollte beim Auftreten von Erektionsproblemen immer ein Arzt konsultiert werden!

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Rezeptfreie Alternativen zu chemischen Potenzmitteln

Aphrodisiaka, die rezeptfrei angeboten werden, zeigten bei Studien keine Wirkung. Alle Pillen und Tropfen waren wirkungslos. Die Wirkungslosigkeit ist allerdings nur das geringste Problem von Männern, die sich rezeptfreie Potenzmittel im Internet kaufen, da häufig von diesen Mitteln  ein großes Gesundheitsrisiko ausgeht. Männer, die Erektionsprobleme haben, sollten daher immer zuerst medizinisches Fachpersonal aufsuchen, bevor irgendeine Art der medikamentösen Behandlung in Betracht gezogen wird.

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Therapien

Erektionsprobleme sind oft ein Mix aus körperlichen und psychischen Erkrankungen. Eine Psychotherapie kann dabei helfen, herauszufinden, welche Probleme einen Einfluss auf die Erektion haben. Depressionen und andere psychische Erkrankungen sind häufig auch für einen Libidoverlust verantwortlich.

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Quellen: 

[i] Medizin-Lexikon.de, „Sildenafil unterstützt die Erektionsfähigkeit“, Gunnar Römer, https://www.medizin-lexikon.de/sildenafil-unterstuetzt-die-erektionsfaehigkeit

[ii] European Medicine Agency, Cialis, Anhang I, Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels,

https://www.ema.europa.eu/en/documents/product-information/cialis-epar-product-information_de.pdf 

[iii] DocCheck Flexikon, PDE-5-Hemmer, 

https://flexikon.doccheck.com/de/PDE-5-Hemmer 


[iv] DocCheck Flexikon, Tadalafil

https://flexikon.doccheck.com/de/Tadalafil 

[v] European Medicine Agency, Levitra, https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/levitra 

[vi] DocCheck, Flexikon, Vardenafil, 

https://flexikon.doccheck.com/de/Vardenafil 

[vii] Gelbe Liste, Wirkstoffe, Avanafil, 

https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Avanafil_52277 

[iix] Stiftung Warentest, Medikamente im Test, Alprostadil, https://www.test.de/medikamente/wirkstoff/alprostadil-w702/ 

[ix] DocCheck, Flexikon, SKAT, 

https://flexikon.doccheck.com/de/SKAT 

[x] Universitätsklinikum Gießen, Schwellkörperimplantate, https://www.ukgm.de/ugm_2/deu/ugi_uro/3417.html 

[xi] DocCeck, Flexikon, L-Arginin, 

https://flexikon.doccheck.com/de/L-Arginin 

[xii] Verbraucherzentrale, „Arginin – eine Aminosäure mit Potenz?“, https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/arginin-eine-aminosaeure-mit-potenz-13405 

[xiii] Ärzte Zeitung, 23.11.2015, „Natürliche Erektionshilfen haben es in sich“, Thomas Müller, https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Natuerliche-Erektionshilfen-habens-in-sich-235628.html 

[xiv] Stiftung Warentest, „Gefälschte Potenzpillen aus dem Internet: Da hört der Spaß auf“, https://www.test.de/Potenzprobleme-Diese-Mittel-koennen-helfen-1801926-1801932/ 

[xv] Apotheken Umschau, „Erektile Dysfunktion: Ursachen und Behandlung“, https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/erkrankungen-der-maennlichen-geschlechtsorgane/erektile-dysfunktion-ursachen-und-behandlung-737345.html 

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Medizinisch geprüft von:

Dr. Marcus Horstmann, geboren in Hannover, studierte Medizin in Berlin und absolvierte anschließend die Facharztausbildung für Urologie und Allgemeinchirurgie. Durch seine Tätigkeit als Abteilungsleiter in verschiedenen Krankenhäusern sammelte er 17 Jahre lang viel Erfahrung. Seine urologisch-chirurgischen Fähigkeiten schließen unter anderem Roboterchirurgie, Begradigung von Penisabweichungen oder die Implantation künstlicher Schließmuskel mit ein. E


Aktualisiert am 13.09.2022

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