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Wenn Medikamente impotent machen

Welche Medikamente lösen Erektionsstörungen aus?

Erektile Dysfunktion kann verschiedene Ursachen haben, eine Ursache sind oft Medikamente. Meist handelt es sich dabei um Herz-Kreislaufmedikamente, Cholesterinsenker aber auch Psychopharmaka und gewisse Schmerzmittel. Nicht bei jedem Patienten ist Impotenz eine Nebenwirkung des Medikamentes und auf jeden Fall kommt es auf die eingenommene Menge an. Welche Medikamente dafür bekannt sind Erektionsstörungen zu verursachen haben wir hier zusammengefasst.

Die häufigsten Medikamente die Erektionsstörungen als Nebenwirkung angeben sind:

  • Medikamente bei Bluthochdruck
  • Lipid und Blutfettsenker
  • Cholesterinsenker
  • Medikamente bei Herz-Kreislauferkrankungen
  • Beruhigungsmittel und Psychopharmaka
  • Magenmittel
  • Hormone

Wenn Medikamente Erektionsstörungen hervorrufen


Hormone

Medikamente, die sich auf das Testosteronlevel auswirken haben oft eine Wirkung auf den sexuellen Antrieb. Das sind meist Medikamente gegen Haarausfall, Akne aber auch bei Prostatavergrößerung und Prostatakrebs.

Hier die bekanntesten Medikamente die Erektionsstörungen hervorrufen und in den Hormonhaushalt eingreifen.

Antiandrogene

Antiandrogene hemmen die Wirkung des Sexualhormon und werden oft bei Prostatakrebs eingesetzt. Diese Medikamente sind bekannt dafür die Libido herunterzusetzen.

Finasterid

Auch das Mittel Finasterid, das vor allem gegen Haarausfall eingesetzt wird, kann zu Erektionsproblemen führen.

Cyproteron

Das Hormon Cyproteron wird bei Akne, Haarausfall und Prostatakrebs eingesetzt und kann zu erektilen Dysfunktion bzw. einem Verlust der Libido kommen.

Anabolika

Auch bei Anabolika die oft von Bodybuildern und Athleten genommen werden kann es zu Erektionsstörungen kommen, da die Produktion von Testosteron eingestellt wird, wenn man Anabolika über einen langen Zeitraum einnimmt.


Herz-Kreislauf Medikamente

Blutdrucksenker

Blutdrucksenker werden bei Gefäßschäden oft verschrieben, deshalb ist es oft schwer festzustellen, ob die Erektionsschwierigkeiten vom Gefäßschaden oder vom Medikament kommt.

Beta-Blocker

Beta Blocker verhindern das Hormon unter anderem auch Adrenalin dort andockt und so den Blutdruck erhöhen. Beta Rezeptoren sitzen aber auch in der Muskulatur, die bei einer Erektion erschlaffen muss und werden diese blockiert so kann es zu Erektionsproblemen kommen.

Neuer Medikamente wirken bereits nur mehr auf die Herz-Rezeptoren und nicht auch auf Beta-2 also im Penis. Es wird aber auch vermutet, dass diese Betablocker auch den Testosteron Spiegel allgemein senken, was sich auf die Libido auswirkt.


Medikamente für den Harntrieb

Diese Medikamente werden zur Behandlung von Herzschwächen, Ödemen und auch Bluthochdruck eingesetzt. Da diese Medikamente den Harntrieb antreiben, verringert sich die Blutmenge und damit auch das Blut im Penis. Vor allem Thiazide sind dafür bekannt erektile Dysfunktion und einen Libidoverlust als Nebenwirkung zu haben. Auch Spironolacton erzeugt Erektionsstörungen.

Alpha-2 -Antigonisten

Diese Medikamente stimulieren die alpha-2 Rezeptoren im Gehirn und senken die Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin. Beide wichtige Signale für eine Erektion.

Antiarrhythmika

Antiarrhythmika werden gegen Rhythmusstörungen beim Herzen verschrieben und greifen in den Hormonhaushalt ein. Bei Männern ist ein möglicher Effekt eine erektile Dysfunktion.

Cholesterinsenker

Auch Choesterinsenker können ab und zu Erektionsstörungen hervorrufen, obwohl dies eher selten vorkommt.


Magen-Darm- Medikamente

Dopamin Antagonisten

Dieses Medikament hilft bei Erbrechen und Übelkeit, indem Sie den Botenstoff Dopamin blockieren. Dopamin ist jedoch für eine Erektion sehr wichtig.

H2-Antihistaminika

Werden bei Übersäuerung eingesetzt. Cimetidin ist bekannt dafür je mehr man davon einnimmt Erektionsprobleme hervorzurufen.


Schmerz und Asthma Medikamente

Antiphlogistika und Kortison hemmen Botenstoffe die bei Schmerz und Entzündungsreaktionen vorkommen aber auch bei einer Erektion beteiligt sind. Kortison kann zusätzlich die Testosteron Abgabe unterdrücken.


Beipackzettel durchlesen macht Sinn!

Deshalb ist es wichtig immer den Beipackzettel durchzulesen. Im Beipackzettel sieht man unter Nebenwirkungen nach Häufigkeit geordnet. Es ist wichtig zu verstehen, dass jeder Patient anders auf Medikamente reagiert, deshalb ist im Beipackzettel auch immer eine lange Liste an Nebenwirkungen aufgelistet. Das wurde gemacht, um ein möglichst vollständiges Bild der Nebenwirkungen zu erhalten, sollte Sie, als Patienten nicht beunruhigen.


Was kann man tun, wenn man glaubt, dass ein Medikament Impotenz hervorruft?

Das wichtigste ist bei solchen Dingen immer Rücksprache mit dem Arzt zu halten. Eventuell kann das Medikament mit einem anderen ausgetauscht werden bei dem es zu keinen Erektionsstörungen oder weniger häufig vorkommt. Auch hilft es ab und zu die Dosis zu verringern. Ansonsten kann man PDE-5 Hemmer also Medikamente wie Viagra, Cialis oder Levitra einsetzten. Dies sollte jedoch immer mit dem Arzt besprochen werden, da es zu Wechselwirkungen kommen kann.

Aktualisiert am 21.08.2019


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