Was ist Priligy?
Priligy in Tablettenform ist ein effektives Arzneimittel zur Behandlung vorzeitiger Ejakulation und gehört zur Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI).
In der Schweiz ist Priligy ein rezeptpflichtiges Medikament für Männer und ohne ärztliche Verschreibung nicht erhältlich.
Für wen ist Priligy geeignet?
Priligy ist nicht für jeden Mann mit gelegentlich schnellem Samenerguss gedacht – und das ist eine wichtige Unterscheidung. Das Medikament ist für Männer mit diagnostizierter vorzeitiger Ejakulation (ejaculatio praecox; PE) entwickelt worden: einem Zustand, der sich durch einen anhaltend kurzen Zeitraum bis zum Samenerguss auszeichnet, der nicht willentlich kontrolliert werden kann und der zu persönlichem Leidensdruck oder Beziehungsproblemen führt.
Typische Merkmale einer vorzeitigen Ejakulation
Priligy (Dapoxetin 30 mg / 60 mg) ist in der Schweiz zugelassen für erwachsene Männer zwischen 18 und 64 Jahren, die alle drei der folgenden Kriterien erfüllen:
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Intravaginale Ejakulationslatenzzeit (IELT) von zwei Minuten oder weniger – das heisst, der Samenerguss tritt regelmässig innerhalb von zwei Minuten nach der Penetration ein
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Mangelnde Kontrolle über den Zeitpunkt des Samenergusses – das Gefühl, den Orgasmus nicht hinauszögern zu können
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Relevanter Leidensdruck – die Situation führt zu Frustration, Vermeidungsverhalten, Belastung in der Partnerschaft oder einem eingeschränkten Sexualleben
Alle drei Kriterien müssen gleichzeitig erfüllt sein. Ein gelegentlich schneller Samenerguss ohne Leidensdruck erfüllt diese Kriterien nicht und ist medizinisch keine vorzeitige Ejakulation. [1]
Für wen Priligy besonders gut geeignet ist
Priligy eignet sich vor allem für Männer, bei denen die vorzeitige Ejakulation situationsübergreifend und dauerhaft auftritt – also nicht nur in bestimmten Situationen, unter Stress oder zu Beginn einer neuen Beziehung. Klinisch wird zwischen der lebenslangen (primären) und der erworbenen (sekundären) vorzeitigen Ejakulation unterschieden; Priligy ist für beide Formen wirksam. [2]
Da Priligy bei Bedarf eingenommen wird – ein bis drei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr – eignet es sich gut für Männer, die keine tägliche Dauertherapie wünschen und das Medikament flexibel einsetzen möchten.
Für wen Priligy nicht geeignet ist
Priligy darf nicht eingenommen werden bei:
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Überempfindlichkeit gegen Dapoxetin oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels;
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bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, darunter Herzinsuffizienz der NYHA-Klassen II–IV, bestimmte Herzrhythmus- oder Erregungsleitungsstörungen, eine ischämische Herzerkrankung oder eine relevante Herzklappenerkrankung;
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Ohnmachtsanfällen (Synkopen) in der Vorgeschichte;
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bestimmten psychiatrischen Erkrankungen oder einer entsprechenden Vorgeschichte;
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schwerer Nierenfunktionsstörung;
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mittelschwerer oder schwerer Leberfunktionsstörung;
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gleichzeitiger Behandlung mit MAO-Hemmern, anderen SSRI, SNRI, trizyklischen Antidepressiva oder bestimmten anderen serotonergen Arzneimitteln. Je nach Medikament müssen zudem vorgeschriebene Abstände zwischen dem Absetzen der einen und dem Beginn der anderen Behandlung eingehalten werden;
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gleichzeitiger Einnahme von starken CYP3A4-Hemmern, da diese die Konzentration von Dapoxetin im Körper deutlich erhöhen können.
Vor der Verschreibung sollte der Arzt oder die Ärztin deshalb bestehende Erkrankungen, frühere Ohnmachtsanfälle und alle aktuell eingenommenen Medikamente berücksichtigen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auch über rezeptfreie und pflanzliche Arzneimittel, da weitere Wechselwirkungen und Vorsichtsmassnahmen möglich sind.
Wie wirkt Priligy?
Die Steuerung der Ejakulation des Mannes erfolgt durch Nervenimpulse, die von einem Botenstoff namens Serotonin übertragen werden. Bei Männern ohne vorzeitigen Samenerguss interagiert das Serotonin im synaptischen Spalt zwischen den Rezeptoren und beeinflusst die Zellen.
Im Falle von vorzeitigem Samenerguss bei Männern gelangt das Serotonin in die Wiederaufnahme-Rezeptoren und löst somit eine Ejakulation aus.
Die Einnahme von Priligy hemmt die Wiederaufnahme des Botenstoffes, erhöht den Serotoninspiegel im synaptischen Spalt und verlängert so die Dauer der sexuellen Aktivität beim Mann bis zum Samenerguss.
Wirkungseintritt
Die maximale Wirkung von Priligy (Dapoxetin) tritt innerhalb von 1 bis 3 Stunden nach Einnahme der Tablette ein, wobei die spürbare therapeutische Wirkdauer etwa 4 bis 6 Stunden beträgt, obwohl der Körper den Wirkstoff mit einer Halbwertszeit von etwa 1,5 Stunden rasch ausscheidet. Es wird empfohlen, Priligy mit ausreichend Wasser einzunehmen.
Wirkungsdauer
Die Wirkungsdauer von Priligy kann je nach individueller Reaktion variieren, aber im Allgemeinen setzt die Wirkung etwa 1 bis 3 Stunden nach der Einnahme ein. Dies bedeutet, dass Priligy nicht unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden kann, sondern in der Regel eine gewisse Vorlaufzeit erfordert.
Nachdem Priligy seine Wirkung entfaltet hat, hilft es, die Kontrolle über die Ejakulation zu verlängern, sodass Männer in der Lage sind, den Zeitpunkt des Samenergusses besser zu steuern. Dies kann dazu beitragen, die Dauer des Geschlechtsverkehrs zu verlängern und die sexuelle Zufriedenheit sowohl für den Mann als auch für seine/-n Partner/-in zu erhöhen.
Es ist wichtig zu beachten, dass Priligy keine dauerhafte Lösung für vorzeitige Ejakulationen ist.
Patienten sollten Priligy gemäß den Anweisungen ihres Arztes oder ihrer Ärztin einnehmen und die empfohlene Dosierung nicht überschreiten.
Es ist auch wichtig zu beachten, dass Priligy nicht dazu verwendet werden sollte, die normale sexuelle Funktion zu steigern oder zu verlängern, sondern ausschließlich zur Behandlung der vorzeitigen Ejakulation.
In welchen Dosierungen ist Priligy erhältlich?
In der Schweiz ist es möglich, Priligy 30 mg und 60 mg zu kaufen. Die richtige Menge und Dosierung sollten immer von einem Arzt oder einer Ärztin festgelegt werden.
In der Regel wird mit einer niedrigeren Dosis von 30 mg begonnen und kann bei Bedarf angepasst werden, jedoch sollte innerhalb von 24 Stunden immer nur eine Dosis eingenommen werden.
Wie wird Priligy eingenommen?
Nehmen Sie Priligy etwa 1 bis 3 Stunden vor dem geplanten Geschlechtsverkehr ein.
Es kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.
Die Einnahme von Alkohol sollte vermieden werden, da dies das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen kann.
Priligy-Tabletten sollten unzerkaut mit Wasser geschluckt werden.
Worauf sollte man bei der Einnahme von Priligy achten?
Vor Beginn der Behandlung mit Priligy sollte ein Arzt oder eine Ärztin prüfen, ob das Medikament für Sie geeignet ist. Informieren Sie dabei über bestehende Erkrankungen, frühere Ohnmachtsanfälle und alle Medikamente, die Sie aktuell einnehmen.
Besonders wichtig sind folgende Punkte:
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Ohnmacht und Blutdruckabfall: Dapoxetin kann insbesondere beim Aufstehen zu einem Blutdruckabfall, Schwindel oder einer Ohnmacht führen. Vor Beginn der Behandlung sollte deshalb abgeklärt werden, ob bei Ihnen bereits Ohnmachtsanfälle oder orthostatische Beschwerden aufgetreten sind. Gemäss Schweizer Arzneimittelinformation sollte vor Behandlungsbeginn zudem ein Orthostasetest mit Messung von Blutdruck und Puls im Liegen und Stehen durchgeführt werden.
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Priligy darf bei bestimmten relevanten Herzerkrankungen nicht angewendet werden. Dazu gehören unter anderem Herzinsuffizienz der NYHA-Klassen II–IV, bestimmte Herzrhythmus- und Erregungsleitungsstörungen, eine ischämische Herzerkrankung sowie relevante Herzklappenerkrankungen.
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Leber- und Nierenfunktion: Bei mittelschwerer oder schwerer Leberfunktionsstörung sowie bei schwerer Nierenfunktionsstörung darf Priligy nicht angewendet werden. Bei leichter oder mittelschwerer Nierenfunktionsstörung ist besondere Vorsicht erforderlich.
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Andere Medikamente: Dapoxetin kann mit verschiedenen Arzneimitteln interagieren. Dazu gehören insbesondere andere serotonerge Medikamente wie bestimmte Antidepressiva sowie starke CYP3A4-Hemmer. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin deshalb auch über rezeptfreie und pflanzliche Arzneimittel.
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Alkohol: Während der Behandlung sollte auf Alkohol verzichtet werden. Alkohol kann zusammen mit Dapoxetin unter anderem Schwindel, Benommenheit und verlangsamte Reaktionen verstärken und das Risiko für Ohnmacht oder Verletzungen erhöhen.
Wenn Sie nach der Einnahme Anzeichen wie Schwindel, Benommenheit, Übelkeit oder Schwäche bemerken, setzen oder legen Sie sich hin, bis die Beschwerden abgeklungen sind. Stehen Sie langsam auf und vermeiden Sie Situationen, in denen eine Ohnmacht zu Verletzungen führen könnte.
Welche Medikamente können mit Priligy interagieren?
Die Beachtung von möglichen Medikamentenwechselwirkungen ist entscheidend, um die Sicherheit und Wirksamkeit Ihrer Priligy-Behandlung sicherzustellen.
Hier sind einige wichtige Informationen zu Medikamenten, die mit Priligy interagieren können:
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Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs): Priligy gehört selbst zur Klasse der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs). Die gleichzeitige Einnahme von Priligy mit anderen SSRIs oder verwandten Medikamenten kann zu einer übermäßigen Erhöhung des Serotoninspiegels im Gehirn führen, bekannt als Serotonin-Syndrom.
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Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer): Die Einnahme von Priligy zusammen mit MAO-Hemmern kann ebenfalls zu gefährlichen Wechselwirkungen führen. Es ist äußerst wichtig, dass Sie keine MAO-Hemmer einnehmen, während Sie Priligy verwenden.
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Blutdrucksenkende Medikamente: Einige blutdrucksenkende Medikamente, insbesondere Alpha-Blocker und Nitrate, können mit Priligy interagieren und zu einem plötzlichen Blutdruckabfall führen.
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Andere Medikamente: Es gibt andere Medikamente, die ebenfalls mit Priligy interagieren können, darunter bestimmte antivirale Medikamente, Medikamente gegen Pilzerkrankungen, und Medikamente zur Behandlung von HIV oder AIDS.
Welche Nebenwirkungen können bei Priligy auftreten?
Zu den am häufigsten berichteten Priligy-Nebenwirkungen gehören Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel.
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Häufigkeit |
Mögliche Nebenwirkungen |
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Sehr häufig (bei mindestens 1 von 10 Personen) |
Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel |
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Häufig (bei 1 bis 10 von 100 Personen) |
Schlaflosigkeit, Angst, Unruhe, verminderte Libido, ungewöhnliche Träume, Schläfrigkeit, Konzentrationsstörungen, Zittern, Kribbeln oder Taubheitsgefühl, verschwommenes Sehen, Ohrgeräusche (Tinnitus), Hautrötung, verstopfte Nase, Gähnen, Bauchschmerzen, Durchfall, Mundtrockenheit, Erbrechen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, Blähungen, vermehrtes Schwitzen, Erektionsstörungen, Müdigkeit und Reizbarkeit |
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Gelegentlich (bei 1 bis 10 von 1'000 Personen) |
Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung oder Depression, Nervosität, Albträume, Zähneknirschen, Apathie, Verwirrtheit, Schlafstörungen, Benommenheit, Ohnmacht, Schwindel beim Aufstehen, Veränderungen des Geschmackssinns, verlangsamter oder beschleunigter Herzschlag, niedriger Blutdruck – insbesondere beim Aufstehen –, erhöhter systolischer Blutdruck, Sehstörungen oder Augenschmerzen, Juckreiz oder kalter Schweiss, Orgasmusstörungen, ausbleibender Samenerguss sowie Schwächegefühl |
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Selten (bei 1 bis 10 von 10'000 Personen) |
Plötzliches Einschlafen, starker Stuhldrang |
Ohnmacht kann im Zusammenhang mit Dapoxetin auftreten und wurde in klinischen Studien teilweise zusammen mit einer Verlangsamung des Herzschlags beobachtet. Wenn Sie nach der Einnahme Schwindel, Benommenheit, Übelkeit oder Schwäche bemerken, setzen oder legen Sie sich hin, bis die Beschwerden abgeklungen sind.
Diese Übersicht enthält nicht alle möglichen Nebenwirkungen. Weitere Informationen finden Sie in der Packungsbeilage. Wenden Sie sich bei Nebenwirkungen oder ungewöhnlichen Beschwerden an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin beziehungsweise an Ihre Apotheke.
Gibt es alternative Behandlungen zu Priligy?
Priligy ist das einzige speziell für vorzeitige Ejakulation zugelassene orale Medikament in der Schweiz – aber es ist nicht die einzige wirksame Behandlungsoption. Je nach Ursache, Schweregrad und persönlicher Präferenz können medikamentöse, topische und verhaltenstherapeutische Ansätze eingesetzt werden, häufig auch in Kombination.
Topische Betäubungsmittel: Emla Creme
Eine der praktischsten und gut belegten Alternativen ist die lokale Anwendung eines Betäubungsmittels auf der Penisoberfläche. Emla Creme enthält eine Kombination aus Lidocain und Prilocain – zwei Lokalanästhetika, die die Empfindlichkeit des Penis vorübergehend reduzieren und so den Zeitpunkt des Samenergusses hinauszögern.
Die Wirkung ist rein lokal; es gibt keine systemischen Effekte und keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Für Männer, die orale Medikamente vermeiden möchten oder bei denen Priligy kontraindiziert ist, stellt Emla eine klinisch sinnvolle Alternative dar. [3]
Ähnlich wirken speziell entwickelte Kondome mit betäubender Innenbeschichtung sowie Lidocain-Sprays, die rezeptfrei erhältlich sind – allerdings mit weniger standardisierter Dosierung als bei Emla.
Verhaltenstherapeutische Techniken
Vor der Verfügbarkeit von Medikamenten waren Verhaltenstechniken die primäre Behandlungsstrategie – und sie haben nach wie vor ihren Platz, insbesondere bei leichten Formen oder als Ergänzung zur medikamentösen Therapie:
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Start-Stopp-Technik: Der Mann oder seine Partnerin stoppt die Stimulation kurz vor dem Orgasmus, wartet bis die Erregung nachlässt, und setzt dann fort. Regelmässiges Üben erhöht die Kontrolle über die Ejakulationslatenzzeit.
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Squeeze-Technik: Beim Erreichen der Orgasmusschwelle wird der Penisschaft oder die Eichel kurz zusammengedrückt, um den Samenerguss zu verzögern.
Diese Techniken erfordern Geduld und partnerschaftliche Zusammenarbeit, können aber langfristig eine verbesserte Kontrolle vermitteln – ohne Medikamentenbedarf. [2]
Psychosexuelle Beratung und Paartherapie
Wenn die vorzeitige Ejakulation eine psychische oder partnerschaftliche Komponente hat – Leistungsangst, Beziehungsdruck, Traumata – ist eine psychosexuelle Beratung oder Paartherapie die geeignetste Massnahme. Sie kann allein oder in Kombination mit medikamentösen Optionen eingesetzt werden. Bei erworbener vorzeitiger Ejakulation, die im Zusammenhang mit einer Beziehungsveränderung aufgetreten ist, ist dieser Ansatz besonders vielversprechend.
Off-Label: SSRIs und SNRIs
Da Priligy selbst ein kurzwirksamer selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) ist, werden bei vorzeitiger Ejakulation gelegentlich auch längerwirksame SSRIs wie Paroxetin, Sertralin oder Fluoxetin off-label eingesetzt – täglich oder bei Bedarf. Sie sind für diese Indikation nicht formal zugelassen, zeigen aber in Studien eine vergleichbare Wirksamkeit auf die Ejakulationslatenzzeit. [4] Aufgrund des Nebenwirkungsprofils – darunter Libidoverlust, Stimmungsveränderungen und Absetzsymptome – sollte der Einsatz sorgfältig mit einem Arzt abgewogen werden.
Behandlung einer begleitenden erektilen Dysfunktion
Nicht selten tritt vorzeitige Ejakulation gemeinsam mit einer erektilen Dysfunktion auf. In diesen Fällen empfehlen Leitlinien, zunächst die Erektion zu stabilisieren – häufig mit einem PDE-5-Hemmer wie Tadalafil oder Sildenafil. Wenn die Erektionsqualität verbessert ist, normalisiert sich die Ejakulationskontrolle bei manchen Männern von selbst. [2]
Wenn Sie Medikamente gegen erektile Dysfunktion wie Sildenafil oder Tadalafil einnehmen, informieren Sie vor der Einnahme von Priligy Ihren Arzt. Die Kombination kann das Risiko für orthostatische Beschwerden wie Schwindel oder Blutdruckabfall erhöhen und sollte nur nach ärztlicher Beurteilung erfolgen.
Ist in der Schweiz Priligy rezeptfrei oder rezeptpflichtig?
Priligy ohne Rezept zu kaufen, ist in der Schweiz nicht legal möglich. Das Arzneimittel gehört zur Abgabekategorie B und darf ausschliesslich auf ärztliche Verschreibung abgegeben werden. Dies gilt sowohl für stationäre Apotheken als auch für Online-Apotheken.
Das ist medizinisch sinnvoll: Dapoxetin ist ein kurzwirksamer SSRI mit einem spezifischen Wirkprofil und einem klinisch relevanten Wechselwirkungs- und Kontraindikationsprofil. Eine ärztliche Beurteilung vor der ersten Einnahme – einschliesslich einer Einschätzung des Herz-Kreislauf-Status, der aktuellen Medikation und der Diagnose einer tatsächlichen vorzeitigen Ejakulation – ist nicht bürokratischer Formalismus, sondern medizinisch begründet.
Wie erhalten Sie ein Rezept für Priligy in der Schweiz?
Es gibt zwei praktische Wege:
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Beim Hausarzt oder Urologen: Der klassische Weg. Sinnvoll, wenn bisher keine Abklärung der vorzeitigen Ejakulation stattgefunden hat oder wenn Begleiterkrankungen vorliegen, die eine persönliche Untersuchung nahelegen.
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Priligy online bestellen (über eine lizenzierte Online-Plattform): Wenn Sie Dapoxetine bestellen möchten, ist zuvor eine ärztliche Verschreibung erforderlich. Bei Apomeds können Sie eine strukturierte Online-Konsultation durchführen, bei der ein zugelassener Arzt Ihre Angaben zu Gesundheitszustand, Symptomen und aktuellen Medikamenten prüft. Bei medizinischer Eignung wird ein gültiges Rezept ausgestellt und das Medikament anschliessend über eine Partnerapotheke diskret nach Hause geliefert.

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[1] European Medicines Agency. Priligy: EPAR product information (dapoxetine). https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/referrals/priligy
[2] Althof SE, et al. An Update of the International Society of Sexual Medicine's Guidelines for the Diagnosis and Treatment of Premature Ejaculation. J Sex Med. 2014;11(6):1392–1422. doi.org/10.1111/jsm.12504
[3] McMahon CG. Premature ejaculation. Indian J Urol. 2007;23(2):97-108. doi:10.4103/0970-1591.32056. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2721550/
[4] Waldinger MD. Towards evidence-based drug treatment research on premature ejaculation. Int J Impot Res. 2003;15(5):309–313. doi.org/10.1038/sj.ijir.3901023