Was ist erektile Dysfunktion?
Erektile Dysfunktion bezeichnet die anhaltende Unfähigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten. Das Schlüsselwort ist „anhaltend": Gelegentliche Erektionsprobleme kennen fast alle Männer und sind kein Grund zur Sorge. Wenn die Schwierigkeiten aber über Wochen bestehen, sollte man hinschauen.
Die medizinische Definition spricht von erektiler Dysfunktion, wenn Erektionsprobleme in mindestens 70 % der Versuche auftreten - und das über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten. [1]
Wie eine Erektion entsteht
Eine Erektion ist ein präzises Zusammenspiel aus Nerven, Blutgefäßen und Hormonen. Sexuelle Stimulation - ob körperlich oder mental - löst im Gehirn und im Rückenmark Signale aus, die den Penis erreichen. Stickstoffmonoxid (NO) wird freigesetzt, die glatte Muskulatur der Schwellkörper entspannt sich, und Blut strömt ein. Der Penis versteift sich. Funktioniert eine dieser Stufen nicht reibungslos, bleibt die Erektion aus.
Genau hier greifen die gängigsten Medikamente gegen erektile Dysfunktion an.
Symptome und wann Sie ärztliche Hilfe suchen sollten
Das offensichtliche Symptom kennt jeder: keine oder keine ausreichend steife Erektion. Dazu kommen manchmal vermindertes sexuelles Verlangen oder Schwierigkeiten, zum Orgasmus zu kommen.
Suchen Sie einen Arzt/eine Ärztin auf, wenn:
- Erektionsprobleme regelmäßig auftreten und das Sexualleben oder die Partnerschaft belasten
- Sie gleichzeitig Herzprobleme, Diabetes mellitus oder andere chronische Krankheiten haben
- Die Erektionsprobleme plötzlich und ohne erkennbaren Grund aufgetreten sind
- Begleitsymptome wie Schmerzen, Taubheitsgefühle oder Hormonstörungen vorhanden sind
Erektionsstörungen können ein frühes Warnsignal für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein. [2]
Wer sie ignoriert, ignoriert möglicherweise mehr als nur ein Sexualproblem. Erektionsprobleme wirken sich oft auf die gesamte Lebensqualität aus.
Der Zusammenhang zwischen einer erfüllten Sexualität und der seelischen Gesundheit ist eng: Halten die Beschwerden an, entstehen häufig Rückzug und Versagensangst, die auch die Partnerin belasten.
Anders als bei Frauen, die über sexuelle Störungen seltener offen sprechen, suchen Männer heute zunehmend gezielt Hilfe, um die Qualität ihres Sexuallebens zurückzugewinnen.
Ursachen der erektilen Dysfunktion
Erektile Dysfunktion hat selten eine einzige Ursache. Meist spielen körperliche und psychische Faktoren zusammen - und verstärken sich gegenseitig.
Körperliche Ursachen: Herz-Kreislauf, Diabetes, Hormonstörungen
Die häufigsten körperlichen Ursachen sind Herz-Kreislauferkrankungen und Durchblutungsstörungen. Arteriosklerose - also Ablagerungen in den Arterien - verringert die Blutzufuhr zum Penis und macht eine Erektion schwierig oder unmöglich.
Diabetes mellitus schädigt sowohl Blutgefäße als auch Nerven, die beide für eine Erektion unabdingbar sind. Patienten mit schlecht eingestelltem Blutzucker haben ein bis zu dreimal höheres Risiko für erektile Dysfunktion (ED). [3]
Hormonelle Störungen sind seltener, aber relevant: Testosteronmangel (Hypogonadismus) dämpft sowohl Libido als auch Erektionsfähigkeit. Eine Testosteron-Behandlung kann hier gezielt helfen - allerdings nur nach Diagnose durch einen Arzt/eine Ärztin, nicht auf eigene Faust.
Weitere körperliche Risikofaktoren:
- Übergewicht und metabolisches Syndrom
- Rauchen (schädigt die Gefäßwände)
- Alkohol in größeren Mengen (hemmt das Nervensystem)
- Bestimmte Erkrankungen der Prostata oder der Urologie
- Alter - ED wird häufiger, ist aber keine unvermeidliche Folge des Alterns
Psychische Ursachen: Stress, Versagensangst, Depression
Der Kopf spielt eine wichtige Rolle. Stress, Leistungsdruck, Beziehungskonflikte oder eine klinische Depression können die Signalkette, die zur Erektion führt, unterbrechen - noch bevor irgendetwas Körperliches passiert.
Besonders tückisch: Wer einmal eine schlechte Erfahrung gemacht hat, beginnt beim nächsten Mal zu beobachten statt zu erleben. Diese Versagensangst wird zum selbsterfüllenden Kreislauf.
Psychogene ED tritt häufiger bei jüngeren Männern auf und ist oft gezielter behandelbar - mit Therapie, manchmal in Kombination mit Medikamenten zur Unterbrechung des Teufelskreises.
Medikamente und Lebensstil als Auslöser
Bestimmte Medikamente können Erektionsstörungen als Nebenwirkung haben - darunter manche Blutdruckmittel, Antidepressiva oder Prostata-Präparate. Wer vermutet, dass sein Medikament die Erektionsfähigkeit beeinträchtigt, sollte das mit dem Arzt/der Ärztin besprechen - und nie eigenmächtig absetzen.
Rauchen, Alkohol und Bewegungsmangel gehören zu den am besten belegten vermeidbaren Risikofaktoren. Sport verbessert die Gefäßgesundheit nachweislich - und damit auch die Erektionsfähigkeit.
Potenzmittel gegen erektile Dysfunktion in der Schweiz
Wenn die Ursachen geklärt sind, stellt sich die Frage nach der passenden Behandlung. Die mit Abstand häufigste Form sind verschreibungspflichtige Potenzmittel aus der Gruppe der PDE-5-Inhibitoren. In der Schweiz sind vier Wirkstoffe zugelassen, die sich in Wirkungseintritt, Wirkdauer und Dosierung unterscheiden.
Neben diesen Mitteln gibt es weitere Behandlungsoptionen, doch die Tabletten sind für die meisten Männer die erste Wahl. Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung der erektilen Dysfunktion ist immer, dass die Ursache bekannt ist. Welche Behandlungsoptionen sonst infrage kommen, richtet sich nach dem ärztlichen Befund.
Sildenafil: Viagra und Generika
Sildenafil ist der älteste und bekannteste Wirkstoff gegen erektile Dysfunktion. Bekannt wurde er unter dem Markennamen Viagra, heute gibt es ihn als deutlich günstigere Generika mit identischer Wirkung.
Die Tablette wirkt nach 30 bis 60 Minuten und hält etwa vier bis sechs Stunden an. Verfügbar ist Sildenafil in den Dosierungen 25 mg, 50 mg und 100 mg. Eine fetthaltige Mahlzeit kann den Wirkungseintritt verzögern, weshalb die Einnahme auf nüchternen Magen empfohlen wird. Sildenafil eignet sich gut für Männer, die ihr Potenzmittel gezielt und planbar einsetzen möchten.
Tadalafil: Cialis und Cialis Täglich
Tadalafil hebt sich durch seine lange Wirkungsdauer ab. Mit bis zu 36 Stunden Wirkdauer hat ihm der Beiname „Wochenend-Pille" einen Platz im Sprachgebrauch verschafft. Bekannt ist der Wirkstoff vor allem als Cialis.
Der Wirkungseintritt liegt bei 30 bis 60 Minuten, die Dosierungen reichen von 2,5 mg über 5 mg und 10 mg bis 20 mg. Eine Besonderheit ist die niedrig dosierte Variante zur täglichen Einnahme: Wer 2,5 mg oder 5 mg jeden Tag nimmt, ist durchgehend bereit, ohne die Einnahme im Voraus planen zu müssen. Das macht Tadalafil zur ersten Wahl für Männer, die mehr Spontanität und eine längere Wirkungsdauer suchen.
Vardenafil: Levitra und Generika
Vardenafil, bekannt als Levitra, ähnelt in seinem Profil dem Sildenafil, gilt aber bei manchen Anwendern als besser verträglich. Der Wirkungseintritt liegt bei 25 bis 60 Minuten, die Wirkdauer bei vier bis sechs Stunden. Studien zeigen, dass Vardenafil bei manchen Personen bereits nach 10 bis 15 Minuten zu wirken beginnt [4] und in Einzelfällen bis 8 Stunden wirksam bleiben kann. [7]
Die Dosierungen umfassen 5 mg, 10 mg und 20 mg. Vardenafil ist eine sinnvolle Alternative, wenn andere Wirkstoffe nicht gut vertragen werden oder nicht ausreichend wirken.
Avanafil: Spedra
Avanafil, vertrieben als Spedra, ist der jüngste Wirkstoff der Gruppe und punktet mit dem schnellsten Wirkungseintritt. Schon nach 15 bis 30 Minuten setzt die Wirkung ein, die Wirkdauer beträgt vier bis sechs Stunden. Erhältlich ist Avanafil in den Dosierungen 50 mg, 100 mg und 200 mg.
Durch seinen raschen Wirkungseintritt und ein günstiges Nebenwirkungsprofil ist Avanafil für Männer geeignet, die wenig Vorlaufzeit wünschen.
Markenmedikament oder Generikum: Was ist der Unterschied?
Ein Generikum enthält denselben Wirkstoff in derselben Menge wie das Original und muss dieselbe Wirksamkeit nachweisen. Der einzige praktische Unterschied liegt im Preis: Generika sind oft deutlich günstiger, weil keine Entwicklungs- und Marketingkosten anfallen.
Unterschiede kann es bei Aussehen, Form der Tablette oder den Hilfsstoffen geben. Auf die Wirkung hat das keinen Einfluss. Wer beim Markennamen wie Viagra oder Cialis bleiben möchte, zahlt also vor allem für die Bekanntheit, nicht für ein besseres Ergebnis.
Welches Potenzmittel ist das richtige für mich?
Welches Potenzmittel am besten geeignet ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen ab: Wie spontan soll die Wirkung sein, wie lange soll sie anhalten, wie gut wird der Wirkstoff vertragen? Die folgende Übersicht ordnet die vier Wirkstoffe typischen Anwendungssituationen zu.
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Wirkstoff (Marke) |
Geeignet für |
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Sildenafil (Viagra) |
Gelegentliche, planbare Anwendung zum kleinen Preis |
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Tadalafil (Cialis) |
Mehr Spontanität und eine längere Wirkdauer bis 36 Std. |
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Vardenafil (Levitra) |
Gute Alternative bei Unverträglichkeit anderer Wirkstoffe |
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Avanafil (Spedra) |
Schneller Wirkungseintritt mit kurzer Vorlaufzeit |
Die endgültige Wahl trifft immer der behandelnde Arzt/die behandelnde Ärztin anhand Ihrer Krankengeschichte und etwaiger Grunderkrankungen.
Wie wirken Phosphodiesterase-5-Hemmer?
Alle vier genannten Potenzmittel gehören zur selben Medikamentenklasse: den Phosphodiesterase-5-Hemmer, kurz PDE-5-Hemmer. Ihr Wirkmechanismus setzt genau dort an, wo die natürliche Erektion oft scheitert.
Bei sexueller Stimulation wird im Penis der Botenstoff cGMP gebildet. Er sorgt dafür, dass sich die Muskeln der Schwellkörper entspannen und Blut einströmt. Das Enzym PDE-5 baut cGMP wieder ab und beendet die Erektion. PDE-5-Inhibitoren blockieren genau dieses Enzym. Dadurch bleibt mehr cGMP erhalten, die Blutzufuhr zum Penis bleibt länger bestehen und die Erektion hält an.
Wichtig zu wissen: Ohne sexuelle Stimulation passiert nichts. PDE-5-Hemmer lösen keine Erektion auf Knopfdruck aus, sondern verstärken die körpereigene Reaktion. Genau deshalb gelten sie als sicher und gut steuerbar.
Potenzmittel gegen erektile Dysfunktion online kaufen mit Rezept
Alle vier Wirkstoffe sind in der Schweiz rezeptpflichtig. Den Weg zum Rezept müssen Sie aber nicht mehr zwingend im Wartezimmer zurücklegen. Über eine seriöse Online-Plattform wie Apomeds lässt sich der gesamte Prozess diskret von zu Hause erledigen.
Wer Potenzmittel online kaufen möchte, spart sich den Gang in die Apotheke vor Ort. Statt eines Papierrezepts erhalten Sie ein Potenzmittel-Online-Rezept, sobald die ärztliche Prüfung abgeschlossen ist. So beginnt die erektile-Dysfunktion-Behandlung für viele Männer mit Erektionsproblemen bequem von zu Hause aus.
Der Ablauf ist in wenigen Schritten erklärt:
- Sie füllen einen medizinischen Fragebogen zu Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamenten aus
- Ein Arzt/eine Ärztin prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus
- Das gewünschte Potenzmittel wird direkt versendet
- Die Lieferung erfolgt in neutraler Verpackung
So lassen sich Potenzmittel mit Rezept bestellen, ohne dass ein persönlicher Termin nötig ist. Die ärztliche Prüfung bleibt dabei erhalten und schützt vor riskanten Wechselwirkungen.
Vorteile des Online-Rezepts gegenüber dem Arztbesuch
Für viele Männer ist die Hemmschwelle, über Erektionsprobleme zu sprechen, der eigentliche Grund, warum sie keine Behandlung suchen. Genau hier setzt das Online-Rezept an.
- Diskretion: kein Gespräch von Angesicht zu Angesicht, keine Wartezimmer
- Zeitersparnis: keine Terminsuche, keine Anfahrt
- Ärztliche Sicherheit: jede Bestellung wird medizinisch geprüft
- Echte Wirkstoffe: keine Fälschungen aus unsicheren Quellen
Der letzte Punkt ist nicht zu unterschätzen. Der Graumarkt für Potenzmittel ist groß, und gefälschte Tabletten können falsch dosiert oder mit schädlichen Substanzen versetzt sein. [5]
Eine geprüfte Online-Plattform schließt dieses Risiko aus.
Wer darf Potenzmittel nehmen und wer nicht?
So gut PDE-5-Hemmer wirken, für jeden sind sie nicht geeignet. Bestimmte Erkrankungen und Medikamente schließen die Verwendung aus oder erfordern besondere Vorsicht.
Gegen die Einnahme sprechen vor allem:
- Die gleichzeitige Einnahme von Nitraten (etwa bei Angina pectoris), da der Blutdruck gefährlich abfallen kann
- Schwere Herz-Kreislauferkrankungen oder ein kürzlich erlittener Herzinfarkt oder Schlaganfall
- Stark erniedrigter oder unkontrollierter Blutdruck
- Bestimmte seltene Augenerkrankungen der Netzhaut
In diesen Fällen ist eine ärztliche Beurteilung unverzichtbar. Auch bei Diabetes mellitus, Prostata-Probleme oder eingeschränkter Nieren- und Leberfunktion sollte die Dosierung ärztlich angepasst werden. Der medizinische Fragebogen auf der Online-Plattform deckt diese Punkte ab, damit kein Wirkstoff ohne Prüfung in falsche Hände gerät.
Häufige, meist harmlose Nebenwirkungen der PDE-5-Hemmer sind Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, eine verstopfte Nase oder Verdauungsbeschwerden. Sie verschwinden in der Regel von selbst. Hält eine Erektion länger als vier Stunden an, ist das ein medizinischer Notfall und erfordert sofortige Hilfe. [6]
Fazit
Erektile Dysfunktion lässt sich gut behandeln, sobald die Ursache feststeht. Wer den Weg über ein ärztlich geprüftes Rezept geht, gewinnt nicht nur ein passendes Potenzmittel, sondern oft auch einen frühen Hinweis auf die eigene Gefäßgesundheit.
Häufig gestellte Fragen zur erektilen Dysfunktion
Zum Abschluss die Antworten auf die Fragen, die uns rund um erektile Dysfunktion und ihre Behandlung am häufigsten erreichen.
Was ist der Unterschied zwischen erektiler Dysfunktion und Impotenz?
Die Begriffe werden oft gleichgesetzt, meinen aber nicht ganz dasselbe. Erektile Dysfunktion beschreibt konkret die Schwierigkeit, eine Erektion zu bekommen oder zu halten. Impotenz ist der ältere, breitere Begriff und umfasst auch Zeugungsunfähigkeit oder fehlendes Verlangen. In der modernen Medizin spricht man deshalb von erektiler Dysfunktion, weil der Begriff präziser ist.
Kann erektile Dysfunktion von selbst verschwinden?
Ja, das ist möglich, besonders wenn psychische Ursachen wie Stress oder eine vorübergehende Belastung dahinterstecken. Bessert sich die Lebenssituation, normalisiert sich oft auch die Erektionsfähigkeit. Liegen körperliche Ursachen wie Gefäß- oder Hormonprobleme vor, verschwindet ED selten ohne Behandlung. Dauerhafte Erektionsstörungen sollten daher immer ärztlich abgeklärt werden.
Welche Potenzmittel wirken am schnellsten?
Den schnellsten Wirkungseintritt hat Avanafil (Spedra) mit 15 bis 30 Minuten. Vardenafil kann bei manchen Anwendern ebenfalls früh wirken. Sildenafil und Tadalafil brauchen in der Regel 30 bis 60 Minuten. Wer wenig Vorlaufzeit möchte, ist mit Avanafil am besten beraten.
Sind Potenzmittel in der Schweiz rezeptpflichtig?
Grundsätzlich ja. Alle PDE-5-Hemmer wie Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil und Avanafil sind in der Schweiz verschreibungspflichtig. Eine Ausnahme gilt seit 2019 für Sildenafil-haltige Präparate in der Dosierung von 25 mg und einer Packungsgrösse von maximal 4 Tabletten: Diese können nach einem Beratungsgespräch direkt in einer Offizin-Apotheke ohne Rezept abgegeben werden. Für alle anderen Dosierungen und für den Bezug über Online-Apotheken bleibt ein Rezept erforderlich.
Welches Potenzmittel hält am längsten?
Tadalafil (Cialis) hat mit bis zu 36 Stunden die längste Wirkungsdauer aller zugelassenen Wirkstoffe. Deshalb eignet es sich besonders für Männer, die nicht jede Einnahme im Voraus planen möchten. Sildenafil, Vardenafil und Avanafil wirken jeweils etwa vier bis sechs Stunden.
Wie wird eine erektile Dysfunktion diagnostiziert?
Am Anfang steht ein Gespräch: Der Arzt/die Ärztin fragt nach Häufigkeit der Erektionsprobleme, Vorerkrankungen und Lebensgewohnheiten. Danach folgt meist eine Untersuchung mit Blutdruckmessung und einer Blutprobe, um Blutzucker, Testosteron und Blutfette zu prüfen. Diese Diagnostik klärt, ob körperliche Ursachen wie Gefäß- oder Hormonprobleme vorliegen. Bei Bedarf überweist der Hausarzt an die Urologie. Für viele Patienten reicht aber schon das Erstgespräch, um die passenden Therapiemöglichkeiten einzuleiten.
Welche Untersuchungen macht der Urologe bei Erektionsstörungen?
In der Urologie stehen weiterführende Methoden zur Verfügung. Eine gängige Methode ist die Doppler-Sonografie, die die Blutgefäße und die Blutzufuhr im Penis sichtbar macht. Ergänzend kann ein Schwellkörper-Injektionstest zeigen, ob die Schwellkörper auf Reize reagieren. So lässt sich unterscheiden, ob die Erektionsstörungen eher durchblutungsbedingt oder nervlich bedingt sind, was die Wahl der Therapie erleichtert.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es neben Tabletten?
PDE-5-Hemmer sind der erste Schritt, aber nicht der einzige. Zu den weiteren Behandlungsmöglichkeiten zählen:
- Vakuumpumpen, die mechanisch Blut in den Penis ziehen
- die Schwellkörper-Autoinjektion (SKAT), bei der ein Wirkstoff direkt in die Schwellkörper gespritzt wird
- die Stoßwellentherapie zur Anregung neuer Blutgefäße
- ein operatives Penisimplantat als letzte Alternative
Welche dieser Therapieoptionen sinnvoll ist, hängt von der Ursache und den Bedürfnissen ab. Oft genügen die Tabletten, doch bei Unverträglichkeit oder fehlender Wirkung sind diese Methoden eine echte Option.
Hilft Testosteron bei erektiler Dysfunktion?
Nur dann, wenn tatsächlich ein Testosteronmangel (Hypogonadismus) vorliegt. Ist der Hormonspiegel niedrig, kann eine Testosteron-Behandlung Libido und Erektionsfähigkeit verbessern. Bei normalem Hormonstatus bringt zusätzliches Testosteron dagegen nichts und kann schaden. Deshalb wird der Wert vor jeder Behandlung im Blut gemessen. Testosteron ist also kein allgemeines Potenzmittel, sondern eine gezielte Option bei nachgewiesenem Mangel.
Was kostet die Behandlung von Erektionsstörungen?
Die Kosten hängen vom Wirkstoff und der Packungsgröße ab. Generika von Sildenafil sind deutlich günstiger als das Original Viagra, bei gleicher Wirkung. Markenpräparate und neuere Präparate wie Avanafil liegen meist höher. In der Schweiz werden Potenzmittel in der Regel nicht von der Grundversicherung übernommen, sodass die Tabletten selbst zu zahlen sind. Wer Potenzmittel bestellen möchte, sieht den Preis vorab transparent und kann Wirkstoffe vergleichen.
Die Preise unterscheiden sich deutlich je nach Wirkstoff, Marke und Packungsgrösse:
- Sildenafil-Generika sind die günstigste Option und beginnen bei rund CHF 2,0 bis CHF 4,5 pro Tablette, abhängig von Dosierung und Packungsgrösse.
- Viagra Original (Pfizer) kostet deutlich mehr — üblicherweise zwischen CHF 7,5 und CHF 9,0 pro Tablette, je nach Dosierung (25, 50 oder 100 mg) und Packungsgrösse.
- Tadalafil-Generika liegen preislich ähnlich wie Sildenafil-Generika und sind eine deutlich günstigere Alternative zum Originalpräparat.
- Cialis Original (Eli Lilly) ist das teuerste Präparat der vier Wirkstoffgruppen, insbesondere in der 20-mg-Dosierung für die Bedarfsanwendung. Die durchschnittlichen Preise für Cialis liegen zwischen 12,5 und 14,5 CHF pro Tablette.
- Vardenafil (Levitra und Generika) bewegt sich preislich zwischen den Sildenafil- und Cialis-Optionen.
- Avanafil (Spedra) ist bislang ausschliesslich als Markenprodukt erhältlich, da keine Generika existieren, und liegt daher im oberen Preissegment.
Hinweis: Die genannten Preise sind Richtwerte und können je nach Apotheke, Anbieter und Packungsgrösse variieren. Da Potenzmittel in der Schweiz in der Regel nicht von der Grundversicherung übernommen werden, tragen Patientinnen und Patienten die Kosten selbst.
Welche Rolle spielt der Partner bei der Behandlung?
Eine größere, als viele denken. Erektionsstörungen belasten selten nur den Betroffenen, sondern auch die Beziehung und das gemeinsame Sexualleben. Offen darüber zu sprechen, nimmt Druck aus der Situation und durchbricht den Kreislauf aus Stress und Versagensangst. Bei psychisch bedingter ED kann eine gemeinsame Therapie mit dem Partner den Behandlungserfolg deutlich steigern.
Quellen:
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Pastuszak AW, Hyman DA, Yadav N, et al. Erectile dysfunction as a marker for cardiovascular disease diagnosis and intervention: a cost analysis. J Sex Med. 2015;12(4):975-984. doi: 10.1111/jsm.12848
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Maiorino MI, Bellastella G, Esposito K. Diabetes and sexual dysfunction: current perspectives. Diabetes Metab Syndr Obes. 2014;7:95-105. Published 2014 Mar 6. doi: 10.2147/DMSO.S36455
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