Was ist Priligy (Dapoxetin)?
Priligy ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung der vorzeitigen Ejakulation (Ejaculatio praecox) bei erwachsenen Männern im Alter von 18 bis 64 Jahren. Der Wirkstoff Dapoxetin gehört zur Arzneimittelgruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und ist speziell für die Behandlung des vorzeitigen Samenergusses zugelassen – im Gegensatz zu anderen SSRI, die primär als Antidepressiva eingesetzt werden.
Priligy ist in Deutschland und der EU seit 2009 zugelassen und war das erste oral einzunehmende Medikament, das speziell für die Behandlung vorzeitiger Ejakulation entwickelt wurde. Hergestellt und vertrieben wird es in Deutschland von der Berlin-Chemie AG. [1]
Viele Männer, die Priligy kaufen, berichten von einer verbesserten Kontrolle und einer längeren Zeit bis zum Samenerguss.
Priligy-Wirkung: Wie wirkt Dapoxetin?
Der Samenerguss wird durch Botenstoffe im Gehirn gesteuert. Bei Männern mit vorzeitigem Samenerguss ist diese Steuerung häufig überempfindlich.
Priligy wird als Bedarfsmedikation eingenommen und wirkt durch Erhöhung der Serotoninkonzentration im zentralen Nervensystem. Dadurch wird der Ejakulationsreflex verzögert: In einer integrierten Analyse zweier randomisierter, placebokontrollierter Studien verlängerte sich die Zeit bis zum Samenerguss unter Dapoxetin oft um das Zwei- bis Dreifache, viele Männer berichteten zudem von einer besseren Kontrolle über die Ejakulation und weniger psychischem Druck beim Geschlechtsverkehr. [2]
Priligy-Tabletten beeinflussen nicht die Erektionsfähigkeit. Bei gleichzeitiger erektiler Dysfunktion kann eine Kombinationstherapie ärztlich geprüft werden.
Dapoxetin-Wirkung im Überblick:
- Verlängerung der Zeit bis zum Samenerguss (oft um das 2- bis 3-Fache)
- Bessere Kontrolle über die Ejakulation
- Weniger psychischer Druck und Stress beim Geschlechtsverkehr
Besonderheit von Dapoxetin:
Im Gegensatz zu anderen SSRI, die täglich eingenommen werden müssen und primär zur Behandlung von Depressionen dienen, wurde Dapoxetin speziell für die bedarfsgerechte Einnahme entwickelt. Es hat eine kurze Halbwertszeit von etwa 1,5 Stunden, was bedeutet, dass es schnell wirkt und der Körper es rasch wieder abbaut.
Wie schnell wirkt Priligy?
Die Wirkung von Dapoxetin setzt in der Regel innerhalb von 1 bis 3 Stunden nach der Einnahme ein. Daher eignet sich Priligy ideal zur bedarfsweisen Anwendung.
Maximale Wirkung: Nach 1-2 Stunden
Dapoxetin-Wirkdauer: Wie lange wirkt Priligy?
Die Wirkung von Priligy (Dapoxetin) bei vorzeitiger Ejakulation hält in der Regel 4 bis 6 Stunden an, wobei die maximale Wirksamkeit innerhalb von 1 bis 3 Stunden nach Einnahme der Tablette erreicht wird. In einigen Fällen kann die Wirkung bis zu 12 Stunden anhalten.
Wichtig: Priligy wirkt am besten, wenn es 1-3 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen wird.
Für wen ist Priligy geeignet?
Priligy ist zugelassen für die Behandlung von vorzeitigem Samenerguss bei erwachsenen Männern zwischen 18 und 64 Jahren, wenn alle folgenden Kriterien erfüllt sind:
- Kurze Zeit bis zur Ejakulation: Ejakulation innerhalb von etwa 2 Minuten nach dem Eindringen in die Vagina (intravaginale Ejakulationslatenzzeit, IELT)
- Anhaltende oder wiederkehrende Probleme: Die vorzeitige Ejakulation tritt bei den meisten sexuellen Aktivitäten auf
- Belastung und Leidensdruck: Persönlicher Leidensdruck, Frustration und/oder Vermeidung sexueller Intimität aufgrund der vorzeitigen Ejakulation
- Mangelnde Kontrolle: Unfähigkeit, die Ejakulation zu verzögern
Wer sollte Priligy nicht einnehmen?
Priligy darf nicht eingenommen werden bei einer bekannten Allergie gegen Dapoxetin oder einen der sonstigen Bestandteile, bei schweren Herzerkrankungen wie Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen oder ischämischer Herzerkrankung, bei moderater bis schwerer Leberinsuffizienz sowie bei einer Vorgeschichte von orthostatischer Hypotonie, also Schwindel beim Aufstehen durch Blutdruckabfall. Auch bei einem Alter unter 18 oder über 64 Jahren ist Priligy nicht zugelassen.
Ebenfalls kontraindiziert ist die gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern (hier ist ein Abstand von mindestens 14 Tagen erforderlich), von Thioridazin, anderen SSRI oder SNRI, trizyklischen Antidepressiva oder anderen Medikamenten zur Behandlung von Depressionen sowie von starken CYP3A4-Hemmern wie Ketoconazol, Itraconazol, Telithromycin, Nefazodon oder den bei HIV-Infektionen eingesetzten Proteasehemmern Ritonavir und Saquinavir.
Vorsicht ist geboten bei Epilepsie oder einer Vorgeschichte von Anfallsleiden, bei bipolarer Störung oder Manie, bei Depression oder anderen psychiatrischen Erkrankungen, bei Blutungsstörungen oder der gleichzeitigen Einnahme von Blutverdünnern, bei moderater Niereninsuffizienz (bei schwerer Niereninsuffizienz ist Priligy kontraindiziert) sowie bei erhöhtem Augeninnendruck oder einem Glaukom-Risiko. Arzt oder Apotheker sollte in all diesen Fällen vor der ersten Einnahme informiert werden.
Priligy-Dosierung: 30 mg oder 60 mg?
Priligy ist in zwei Wirkstärken erhältlich: 30-mg- und 60-mg-Filmtabletten. Alle erwachsenen Männer beginnen die Behandlung von vorzeitigem Samenerguss mit der Startdosis von 30 mg. Wird diese Dosis gut vertragen, die Wirkung aber als unzureichend empfunden, kann sie in Absprache mit dem Arzt oder der Ärztin auf 60 mg gesteigert werden. Die Maximaldosis von 60 mg innerhalb von 24 Stunden darf dabei nicht überschritten werden.
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Dosierung |
Empfehlung |
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30 mg |
Startdosis für alle erwachsenen Männer |
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60 mg |
Nur bei unzureichender Wirkung der 30-mg-Dosis und guter Verträglichkeit |
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Maximaldosis |
60 mg pro 24 Stunden |
Diese Reihenfolge ist bewusst festgelegt: Die Behandlung darf nicht direkt mit 60 mg begonnen werden, da unter dieser Dosis in Studien ein erhöhtes Risiko für Kreislaufreaktionen wie Ohnmacht beobachtet wurde. [3]
Wie wird Priligy eingenommen?
Priligy wird ausschließlich bei Bedarf eingenommen, maximal einmal innerhalb von 24 Stunden, und ist nicht für die tägliche Daueranwendung vorgesehen. Wichtig ist außerdem, vor und während der Einnahme ausreichend zu trinken, um das Risiko von Schwindel und Ohnmacht zusätzlich zu reduzieren.
- Zeitpunkt: Nehmen Sie Priligy 1-3 Stunden vor dem geplanten Geschlechtsverkehr ein
- Art der Priligy-Einnahme: Schlucken Sie die Filmtablette unzerkaut mit mindestens einem vollen Glas Wasser (200-300 ml)
- Nahrung: Priligy kann unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden. Alkohol möglichst vermeiden (erhöht das Risiko für Schwindel oder Ohnmacht). Kein Grapefruitsaft innerhalb von 24 Stunden vor der Priligy-Einnahme
- Häufigkeit: Nur bei Bedarf einnehmen, maximal einmal innerhalb von 24 Stunden
- Keine tägliche Einnahme: Priligy ist nicht für die tägliche Daueranwendung vorgesehen
Wichtig:
Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit vor und während der Einnahme von Priligy, um das Risiko von Schwindel und Ohnmacht zu reduzieren.
Priligy kaufen – Verschreibung und Bezugsquellen
Priligy ist nicht rezeptfrei erhältlich, da das Medikament gesetzlich verschreibungspflichtig ist. Ein Rezept von einem Arzt oder einer Urologin beziehungsweise einem Urologen ist zwingend erforderlich, bevor eine Apotheke, ob vor Ort oder online, das Arzneimittel abgeben darf.
Priligy online kaufen – ganz diskret und sicher
Viele Männer möchten Priligy online kaufen. In Deutschland ist Priligy jedoch nicht frei verkäuflich
Begriffe wie „Priligy ohne Rezept“ oder „Dapoxetin rezeptfrei“ sind rechtlich irreführend. Eine ärztliche Beurteilung ist notwendig, um die sichere Anwendung zu gewährleisten.
Über seriöse Online-Plattformen mit ärztlichem Service können Sie:
- Priligy bestellen – und von einer schnellen und diskreten Lieferung innerhalb weniger Werktage profitieren.
- Hier geht es nicht darum, Dapoxetin ohne Rezept zu kaufen, sondern darum, über eine in die Online-Bestellung integrierte Online-Beratung (Online-Fragebogen) ein E-Rezept zu erhalten.
- Nach einer angemessenen medizinischen Beratung können Sie zwischen Priligy 30 mg kaufen oder Priligy 60 mg kaufen wählen.
Priligy oder Dapoxetin kaufen: Original oder Generika?
Nach aktuellem Stand der deutschen Arzneimitteldatenbanken ist Priligy von Berlin-Chemie AG derzeit das einzige Präparat mit dem Wirkstoff Dapoxetin, das in Deutschland offiziell zugelassen ist, sowohl als 30-mg- als auch als 60-mg-Filmtablette. [1, 4] Ein regulär zugelassenes Dapoxetin-Generikum existiert auf dem deutschen Markt bislang nicht.
Trotzdem bewerben zahlreiche Online-Shops sogenannte „Priligy-Generika” oder „Dapoxetin-Generika”, häufig kombiniert mit dem Versprechen, das Produkt sei ohne Rezept erhältlich. Solche Angebote sind mit Vorsicht zu betrachten: Ohne erkennbare Zulassung sind weder die Qualität noch die tatsächliche Wirkstoffmenge der Tabletten gesichert, und der Kauf über nicht autorisierte Anbieter ist in Deutschland rechtlich riskant. Wer Wert auf ein geprüftes und zugelassenes Produkt legt, bestellt Priligy daher mit gültigem Rezept.
Jede reguläre Priligy-Packung trägt zur eindeutigen Identifikation eine eigene Pharmazentralnummer (PZN), über die Apotheken das Produkt zweifelsfrei zuordnen können. Die Darreichungsform ist bei beiden Wirkstärken identisch: hellgraue, runde Filmtabletten mit der Wirkstärke als Prägung.
Dapoxetin-Preis – Wie teuer ist Priligy?
Der Preis für Priligy hängt von der Dosierung (30 mg oder 60 mg) und der Packungsgröße ab. Im Durchschnitt liegen die Kosten für Priligy 30 mg bei etwa 60 bis 80 Euro für 3 Tabletten und für Priligy 60 mg bei etwa 70 bis 90 Euro für 3 Tabletten.
Größere Packungen ab 12 Tabletten sind pro Tablette meist günstiger.
Bei einer Bestellung über eine Online-Plattform kommt in der Regel eine einmalige Behandlungsgebühr für die ärztliche Online-Konsultation hinzu, die getrennt vom eigentlichen Medikamentenpreis ausgewiesen wird. Die genauen aktuellen Preise sind im Bestellprozess einsehbar.
Mögliche Nebenwirkungen von Priligy
Bevor Sie Priligy kaufen, informieren Sie sich über mögliche Nebenwirkungen des Medikaments. Die meisten Nebenwirkungen sind leicht bis moderat und klingen nach Absetzen des Medikaments ab. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
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Häufigkeit |
Nebenwirkungen |
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Sehr häufig (≥ 1/10) |
Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit |
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Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) |
Schlaflosigkeit, Nervosität, Aufmerksamkeitsstörungen, Zittern, verschwommenes Sehen, verstopfte Nase, Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen, Mundtrockenheit, Erbrechen, vermehrtes Schwitzen, Müdigkeit, Reizbarkeit, erektile Dysfunktion, verminderte Libido |
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Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) |
Depression, Stimmungsschwankungen, Rastlosigkeit, Schlafstörungen, abnorme Träume, Apathie, Euphorie, Blutdrucksteigerung, Blutdruckabfall, Hitzegefühl, Ohrensausen (Tinnitus), niedriger Blutdruck, Blähungen, Verdauungsstörungen, Juckreiz, übermäßiges Gähnen, Muskelschmerzen, sexuelle Funktionsstörungen (verzögerter Orgasmus, verminderte Orgasmusintensität) |
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Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) |
Synkope (Ohnmacht), besonders in Kombination mit Alkohol oder bei schnellem Aufstehen, Krampfanfälle |
Diese Liste ist nicht vollständig. Die vollständigen Informationen zu den Nebenwirkungen von Priligy finden Sie im Beipackzettel.
Besonders wichtige Nebenwirkungen
Synkope, also Ohnmacht, und orthostatische Hypotonie zählen zu den schwerwiegendsten Nebenwirkungen von Priligy. Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht können auftreten, besonders beim schnellen Aufstehen, bei gleichzeitigem Alkoholkonsum, bei Dehydratation und in den ersten drei Stunden nach der Einnahme. [3]
Obwohl selten, können bei manchen Männern auch Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen oder Angststörungen auftreten. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie eine anhaltende Niedergeschlagenheit, Selbstmordgedanken, aggressive Verhaltensweisen oder ungewöhnliche Stimmungsschwankungen bei sich bemerken.
Wann Sie sofort einen Arzt aufsuchen sollten
In den folgenden Fällen sollten Sie die Einnahme von Priligy abbrechen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen: bei Ohnmacht oder Bewusstseinsverlust, bei schwerem Schwindel, bei Stimmungsschwankungen, Unruhe oder Verwirrtheit, bei anhaltender Übelkeit oder Erbrechen sowie bei allergischen Reaktionen wie Hautausschlag oder Schwellungen. Priligy ist ausschließlich für den Bedarfsfall gedacht, nicht zur täglichen Einnahme, und sollte nicht öfter als einmal alle 24 Stunden eingenommen werden.
Wie kann man die Nebenwirkungen von Priligy minimieren?
Die meisten Nebenwirkungen sind mild und können durch richtiges Timing und Vorsichtsmaßnahmen reduziert werden.
Allgemeine Tipps für Priligy-Einnahme:
Ein wirksamer Ansatz ist, die Tablette mit mindestens einem vollen Glas Wasser (200 bis 300 ml) einzunehmen, sie möglichst mit einer Mahlzeit zu kombinieren, um Übelkeit und Magenbeschwerden zu reduzieren, und mit der niedrigsten wirksamen Dosis zu beginnen: also mit 30 mg zu starten und nur bei Bedarf auf 60 mg zu erhöhen.
Spezifische Nebenwirkungen von Priligy im Alltag
Bei Schwindel und Benommenheit hilft es, langsam statt abrupt aufzustehen, die erste Einnahme zu Hause zu testen, sich bei aufkommendem Schwindel hinzusetzen oder hinzulegen und bis zur Gewöhnung auf das Autofahren zu verzichten.
Gegen Übelkeit hilft die Einnahme zu einer Mahlzeit oder einem Snack, kleinere und häufigere statt großer Portionen sowie der Verzicht auf fettige oder schwere Speisen; auch Ingwertee kann Linderung verschaffen.
Bei Kopfschmerzen helfen ausreichend Wasser, weniger Koffein und Alkohol sowie bei Bedarf Paracetamol.
Bei Durchfall oder Magenbeschwerden empfiehlt sich die Einnahme mit Nahrung, der Verzicht auf scharfe oder fettige Speisen und ausreichend Flüssigkeit.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Um Dapoxetin sicher zu kaufen, informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen.
Gefährliche Kombinationen (kontraindiziert):
- MAO-Hemmer (z.B. Tranylcypromin, Phenelzin): Mindestens 14 Tage Abstand vor und nach Priligy-Einnahme
- Andere SSRI/SNRI (z.B. Fluoxetin, Paroxetin, Venlafaxin): Erhöhtes Serotonin-Syndrom-Risiko
- Trizyklische Antidepressiva (z.B. Amitriptylin, Imipramin)
- Starke CYP3A4-Hemmer (z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir)
- Thioridazin: Kann zu schweren Herzrhythmusstörungen führen
Vorsicht geboten bei
- PDE-5-Hemmer (Viagra, Cialis, Levitra, Spedra): Die Kombination ist prinzipiell möglich, erhöht aber das Risiko von Schwindel und Ohnmacht. Besondere Vorsicht ist erforderlich.
- Schmerzmittel (Tramadol, NSAID): Erhöhtes Blutungsrisiko
- Blutverdünner (Warfarin, Aspirin): Erhöhtes Blutungsrisiko
- Migränemittel (Triptane): Risiko eines Serotonin-Syndroms
- Johanniskraut: Kann die Wirkung von Priligy beeinflussen
- Moderate CYP3A4-Hemmer (z.B. Erythromycin, Clarithromycin, Fluconazol): Dosisanpassung kann erforderlich sein
Priligy und Alkohol: Was muss ich beachten?
Von Alkohol wird während der Behandlung mit Priligy grundsätzlich abgeraten. Die Kombination kann typische Alkoholwirkungen wie Schwindel, Benommenheit und eine verlangsamte Reaktionszeit verstärken und erhöht zugleich das Risiko für die bereits erwähnte Synkope, also einen kurzen Bewusstseinsverlust durch Blutdruckabfall. [1]
Wer Priligy einnimmt, sollte daher am besten ganz auf Alkohol verzichten, zumindest aber in den Stunden vor und nach der Tabletteneinnahme. Das gilt besonders für die ersten drei Stunden nach der Einnahme, in denen das Risiko für Schwindel und Ohnmacht am höchsten ist. Wer dennoch Alkohol konsumiert hat und Anzeichen von Schwindel oder Benommenheit bemerkt, sollte sich hinsetzen oder hinlegen und auf Aktivitäten wie Autofahren verzichten, bis die Symptome vollständig abgeklungen sind.
Priligy-Erfahrungen von Anwendern
Viele Männer berichten von positiven Erfahrungen mit Priligy, sowohl hinsichtlich der Wirksamkeit als auch der Verbesserung der Lebensqualität:
"Ich benutze die 30-mg-Version jetzt schon seit einiger Zeit. Wenn ich einen ruhigen Geist habe und nicht daran denke, zu schnell abzuspritzen, wirkt es Wunder. Dabei hilft das Masturbieren vor dem Sex. Aber der Verstand ist in dieser Angelegenheit mächtiger als jede Droge."
Doch nicht alle Männer haben so viel Glück, und manche müssen die Einnahme von Priligy aufgrund störender Nebenwirkungen abbrechen:
"Ich leide selbst seit frühester Jugend an zu schnellem Samenerguss :-(( und habe auch schon alles Mögliche und Unmögliche ausprobiert...Beckenbodentraining, Squeeze, Kondome und, und, und..leider alles ohne Erfolg.
Bei Priligy hatte ich die Nacht mit relativ starker Übelkeit zu kämpfen."
Wichtig: Erfahrungsberichte sind individuell. Was bei einem Mann gut funktioniert, muss nicht bei jedem wirken. Versuchen Sie nicht, Priligy ohne Rezept und ohne vorherige Rücksprache mit einem Arzt zu kaufen.
Alternativen zu Priligy bei vorzeitigem Samenerguss
Priligy ist nicht die einzige Option bei vorzeitigem Samenerguss, und je nach persönlicher Situation kann eine andere Behandlungsmöglichkeit für vorzeitigen Samenerguss oder eine Kombination mehrerer Ansätze sinnvoller sein. Die Wahl richtet sich in erster Linie nach den individuellen Ursachen des vorzeitigen Samenergusses und den Begleiterkrankungen.
Betäubende Cremes wie Emla-Creme wirken lokal auf der Haut und verzögern den Samenerguss, indem sie die Empfindlichkeit kurzfristig herabsetzen; sie eignen sich besonders für Männer, die kein systemisch wirkendes Medikament einnehmen möchten.
Verhaltenstherapeutische Techniken wie die Start-Stopp-Methode oder die Squeeze-Technik können ergänzend oder als Alternative zur medikamentösen Behandlung erlernt werden und sind ohne Nebenwirkungen anwendbar, brauchen aber Übung und Geduld.
Bei gleichzeitig bestehender erektiler Dysfunktion kann außerdem eine Kombinationstherapie mit einem PDE-5-Hemmer (z.B. Viagra oder Cialis) sinnvoll sein, die ärztlich abgestimmt werden sollte.
Andere SSRIs wie Sertralin oder Paroxetin werden gelegentlich off-label, also außerhalb ihrer eigentlichen Zulassung, zur Behandlung vorzeitiger Ejakulation eingesetzt. Da diese Wirkstoffe für eine tägliche Dauereinnahme entwickelt wurden und ein anderes Nebenwirkungsprofil als das speziell für die Bedarfseinnahme konzipierte Dapoxetin haben, sollte diese Option nur nach individueller ärztlicher Abwägung infrage kommen.

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[1] Berlin-Chemie AG. Priligy 30 mg Filmtabletten: Gebrauchsinformation. Accessed August 2026. https://www.medical-hub.berlin-chemie.de/sites/g/files/fugoka451/files/products/documents/153035_priligy_30mg_gi_1024.pdf
[2] Pryor JL, Althof SE, Steidle C, et al. Efficacy and tolerability of dapoxetine in treatment of premature ejaculation: an integrated analysis of two double-blind, randomised controlled trials. Lancet. 2006;368:929-937. doi: 10.1016/S0140-6736(06)69373-2
[3] European Medicines Agency. Priligy: referral, procedural steps taken and scientific information after the authorisation. Updated March 28, 2012. Accessed August 2026. https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/referrals/priligy
[4] Gelbe Liste Pharmindex. Dapoxetin-hydrochlorid: Wirkstoff & Medikamente. Accessed August 2026. https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Dapoxetin-hydrochlorid_50657