Saxenda Nebenwirkungen

Eine Packung und ein Injektionspen Saxenda

Saxenda ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Gewichtsreduktion, das den Wirkstoff Liraglutid enthält. Saxenda greift in die Appetitregulation ein, verzögert die Magenentleerung und verstärkt das Sättigungsgefühl. 

Doch wie jedes wirksame Medikament bringt auch Saxenda Nebenwirkungen mit sich. Manche sind harmlos und verschwinden nach einigen Wochen, andere erfordern ärztliche Aufmerksamkeit. 


Häufige Nebenwirkungen von Saxenda

Die meisten Menschen, die Saxenda verwenden, erleben mindestens eine Nebenwirkung in den ersten Wochen der Behandlung. [1]


Sehr häufig (mehr als 1 von 10 Patienten)

  • Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verstopfung gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen. Sie treten vor allem zu Beginn auf und verschwinden meist nach einigen Tagen oder Wochen.
  • Kopfschmerzen: Kopfschmerzen treten häufig als Saxenda-Nebenwirkung auf, bessern sich aber normalerweise mit der Zeit.


Häufig (bis zu 1 von 10 Patienten)

  • Weitere Verdauungsbeschwerden: Verdauungsstörungen, Magenschleimhautentzündung, Magenschmerzen, Sodbrennen, Völlegefühl, Blähungen, Aufstoßen und Mundtrockenheit.
  • Müdigkeit und Schwäche: Viele Patienten fühlen sich erschöpft und energielos.
  • Schwindel: Kann durch Blutdruckveränderungen oder reduzierte Nahrungsaufnahme entstehen.
  • Geschmacksveränderungen: Manche Patienten berichten von verändertem Geschmacksempfinden.
  • Schlafstörungen: Treten hauptsächlich in den ersten drei Behandlungsmonaten auf.
  • Gallensteine: Schneller Gewichtsverlust erhöht das Risiko.
  • Haut-Nebenwirkungen von Saxenda: Hautausschlag oder Reaktionen an der Injektionsstelle wie Blutergüsse, Schmerzen, Reizungen oder Juckreiz.
  • Unterzuckerung (Hypoglykämie): Warnsignale sind kalter Schweiß, Kopfschmerzen, schneller Herzschlag, Übelkeit, Hungergefühl, Sehstörungen, Müdigkeit, Nervosität, Verwirrung und Zittern.
  • Erhöhte Pankreaswerte: Lipase und Amylase können erhöht sein.


Körperliche Nebenwirkungen von Saxenda

Körperliche Nebenwirkungen von Saxenda umfassen häufig Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Kopfschmerzen und Schwindel, wobei die meisten Beschwerden nach einigen Wochen der Anwendung nachlassen.


Verdauungstrakt

  • Übelkeit, Erbrechen (sehr häufig)
  • Durchfall, Verstopfung (sehr häufig)
  • Verdauungsstörungen (Dyspepsie)
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • Magenschmerzen und Oberbauchbeschwerden
  • Sodbrennen
  • Völlegefühl
  • Blähungen (Flatulenz)
  • Aufstoßen
  • Mundtrockenheit
  • Verzögerte Magenentleerung
  • Darmverschluss (nicht bekannt) – schwere Verstopfung mit Bauchschmerzen, Blähungen und Erbrechen


Bauchspeicheldrüse und Galle

  • Gallensteine
  • Gallenblasenentzündung
  • Erhöhung von Pankreasenzymen (Lipase und Amylase)


Saxenda-Nebenwirkungen auf das Herz

  • Erhöhter Puls
  • Niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) – besonders bei Diabetikern oder in Kombination mit Diabetes-Medikamenten. Warnsignale: kalter Schweiß, kühle blasse Haut, schneller Herzschlag, Übelkeit, starkes Hungergefühl, Sehstörungen, Nervosität, Ängstlichkeit, Verwirrung, Zittern


Nieren

  • Eingeschränkte Nierenfunktion (selten)
  • Akutes Nierenversagen (selten) – Anzeichen: verminderte Urinmenge, metallischer Geschmack im Mund, schnelles Auftreten von blauen Flecken


Haut und Injektionsstelle

  • Hautausschlag
  • Reaktionen an der Injektionsstelle: Blutergüsse, Schmerzen, Hautreizung, Juckreiz
  • Allergische Reaktionen wie Hautausschlag
  • Knoten unter der Haut durch Ansammlung von Amyloid (kutane Amyloidose, Häufigkeit unbekannt)


Flüssigkeitshaushalt

  • Flüssigkeitsverlust (Dehydrierung) – tritt häufiger zu Beginn auf, meist durch Erbrechen, Übelkeit oder Durchfall
  • Allgemeines Unwohlsein


Saxenda-Nebenwirkungen auf die Psyche

Neurologische Symptome

  • Kopfschmerzen (sehr häufig) – verschwinden meist nach einigen Tagen oder Wochen
  • Schwindel
  • Veränderte Geschmacksempfindungen

Psychische Symptome

  • Schlafstörungen – treten hauptsächlich in den ersten 3 Behandlungsmonaten auf

Kognitive und emotionale Symptome

Bei Unterzuckerung (Hypoglykämie) können auftreten:

  • Nervosität
  • Ängstlichkeit
  • Verwirrung
  • Konzentrationsschwierigkeiten

Allgemeine Beeinträchtigungen

  • Schwäche- oder Müdigkeitsgefühl


Wer muss bei Saxenda besonders vorsichtig sein?

Saxenda ist nicht für jeden geeignet. Bestimmte Patientengruppen haben ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen, wodurch Saxenda gefährlich werden kann.


Menschen mit Vorerkrankungen:

  • Bauchspeicheldrüse: Bei früherer Pankreatitis besteht erhöhtes Risiko für erneute Entzündungen.
  • Gallenblase: Gallensteine oder Gallenblasenentzündungen in der Vorgeschichte erhöhen das Komplikationsrisiko.
  • Nieren: Eingeschränkte Nierenfunktion erfordert engmaschige Überwachung. Dehydration durch Durchfall oder Erbrechen belastet die Nieren zusätzlich.
  • Herz: Herzrhythmusstörungen oder Herzprobleme erfordern kardiologische Abklärung vor Behandlungsbeginn. Die Erhöhung der Herzfrequenz kann problematisch sein.
  • Schilddrüse: Menschen mit Schilddrüsenkarzinom in der Familiengeschichte oder multipler endokriner Neoplasie Typ 2 (MEN 2) dürfen Saxenda nicht verwenden.

Diabetes-Patienten: Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen kann zu Unterzuckerung führen. Engmaschige Blutzuckerkontrollen und Dosisanpassungen sind nötig.

Schwangerschaft und Stillzeit: Saxenda ist nicht zugelassen. Frauen im gebärfähigen Alter sollten verhüten. Bei Kinderwunsch muss Saxenda mindestens zwei Monate vorher abgesetzt werden.

Ältere Menschen (über 65 Jahre): Erhöhtes Risiko für Wechselwirkungen und Nebenwirkungen von Saxenda durch Begleiterkrankungen und Mehrfachmedikation.

Kinder und Jugendliche: Ab 12 Jahren zugelassen bei BMI über der 95. Perzentile. Nur unter enger ärztlicher Begleitung, da Langzeitdaten begrenzt sind.


Wer sollte Saxenda NICHT verwenden?  

Es gibt klare Ausschlusskriterien für die Saxenda-Therapie. In folgenden Fällen ist die Verwendung von Saxenda gefährlich:

Allergie gegen Liraglutid oder andere Bestandteile: Nebenwirkungen von Saxenda treten häufiger bei Menschen mit allergischem Profil auf. Wer allergisch auf Liraglutid oder einen der Hilfsstoffe reagiert, darf Saxenda nicht verwenden. Anzeichen einer allergischen Reaktion sind Hautausschlag, Juckreiz, Atembeschwerden oder Schwellungen im Gesicht.

Medulläres Schilddrüsenkarzinom oder MEN 2: Personen mit medullärem Schilddrüsenkarzinom in der eigenen oder familiären Krankengeschichte sowie Menschen mit multipler endokriner Neoplasie Typ 2 (MEN 2) dürfen Saxenda nicht nehmen. Tierversuche zeigten ein erhöhtes Risiko für Schilddrüsentumore unter Liraglutid.

Schwere Herzinsuffizienz: Bei schwerer Herzschwäche ist Saxenda kontraindiziert. Die leichte Erhöhung der Herzfrequenz kann den Herzmuskel zusätzlich belasten.

Diabetische Ketoazidose: Saxenda ist nicht zur Behandlung von Typ-1-Diabetes oder diabetischer Ketoazidose geeignet und darf in diesen Fällen nicht eingesetzt werden.

Entzündliche Darmerkrankungen und Gastroparese: Personen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) oder verzögerter Magenentleerung (Gastroparese) sollten dieses Medikament nicht einnehmen, da es die Symptome verschlimmern und Saxenda gefährlich machen kann.

Schwere Nieren- oder Leberinsuffizienz: Bei stark eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist die Sicherheit von Saxenda nicht ausreichend untersucht. Die Anwendung wird nicht empfohlen.

Gleichzeitige Anwendung anderer GLP-1-Agonisten: Saxenda darf nicht zusammen mit anderen GLP-1-Rezeptoragonisten (z. B. Ozempic, Trulicity, Victoza) verwendet werden. Die Kombination erhöht das Risiko von Saxenda-Nebenwirkungen, ohne einen zusätzlichen Nutzen zu bieten.

Alter unter 18 Jahren (außer ab 12 Jahren mit ärztlicher Indikation): Für Kinder unter 12 Jahren ist Saxenda nicht zugelassen. Bei Jugendlichen ab 12 Jahren ist die Anwendung nur unter strenger ärztlicher Kontrolle möglich.


Saxenda absetzen: Mögliche Nebenwirkungen nach dem Stopp

Eine Frau auf der Waage bemerkt, dass sie wieder zugenommen hat.

Das Absetzen von Saxenda führt nicht zu klassischen Entzugserscheinungen, aber bestimmte Veränderungen können auftreten:

Wiederkehr des Appetits: Die appetitzügelnde Wirkung verschwindet innerhalb weniger Tage. Hunger und Essgelüste kehren zurück, manchmal stärker als vor der Behandlung.

Gewichtszunahme: Ohne Saxenda nehmen viele Patienten wieder zu. Studien zeigen, dass etwa zwei Drittel des verlorenen Gewichts innerhalb eines Jahres zurückkehren können. Ernährungsumstellung und regelmäßige Bewegung sind nach dem Absetzen besonders wichtig.

Verdauungsbeschwerden: Der Magen-Darm-Trakt muss sich an die normale Magenentleerung zurückgewöhnen. Blähungen, veränderte Stuhlgewohnheiten oder Magendruck verschwinden meist nach einigen Wochen.

Blutzuckerschwankungen: Bei Diabetikern kann der Blutzucker wieder ansteigen. Engmaschige Kontrolle und Anpassung anderer Medikamente sind nötig.

Stimmungsveränderungen: Frustration, Niedergeschlagenheit oder Angst können auftreten, oft verbunden mit Sorgen um Gewichtszunahme. Psychologische Unterstützung kann hilfreich sein.

Langsames Ausschleichen: Obwohl medizinisch nicht nötig, kann schrittweise Dosisreduktion den Übergang erleichtern. Der Appetit kehrt weniger abrupt zurück.


Wie mit Saxenda-Nebenwirkungen umgehen? Praktische Tipps

Nebenwirkungen lassen sich nicht immer vermeiden, aber oft lindern. Hier sind konkrete Maßnahmen, die helfen können:


Bei Übelkeit und Erbrechen

  • Kleinere Mahlzeiten: Fünf bis sechs kleine Mahlzeiten statt drei große reduzieren die Belastung des Magens.
  • Langsam essen: Gründliches Kauen und bewusstes Essen geben dem Körper Zeit, Sättigung zu signalisieren.
  • Fettarme Kost: Fett verlangsamt die Verdauung zusätzlich. Besser auf leichte, gut verträgliche Lebensmittel setzen.
  • Ingwer: Ingwertee oder Ingwerkapseln können Übelkeit lindern.
  • Akupressurbänder: Manche Patienten berichten von Erfolg mit Akupressurbändern fürs Handgelenk.
  • Injektion am Abend: Wer die Spritze abends setzt, verschläft möglicherweise die stärkste Übelkeitsphase.


Bei Durchfall

  • Ausreichend trinken: Mindestens 2 Liter Wasser täglich, um Dehydration zu vermeiden.
  • Elektrolyte: Bei starkem Durchfall können Elektrolytlösungen aus der Apotheke helfen.
  • Schonkost: Bananen, Reis, Apfelmus, Toast (BRAT-Diät) beruhigen den Darm.
  • Probiotika: Können die Darmflora unterstützen, Evidenz ist aber begrenzt.


Bei Verstopfung

  • Ballaststoffe: Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Leinsamen fördern die Verdauung.
  • Mehr Flüssigkeit: Ballaststoffe brauchen Wasser, um zu wirken.
  • Bewegung: Schon ein 20-minütiger Spaziergang regt die Darmtätigkeit an.
  • Zeitpunkt beachten: Nicht sofort zu Abführmitteln greifen, erst nach mehreren Tagen ohne Stuhlgang und nach Rücksprache mit einem Arzt.


Bei Sodbrennen 

  • Oberkörper erhöht schlafen: Ein erhöhtes Kopfteil verhindert, dass Magensäure in die Speiseröhre läuft.
  • Keine schweren Mahlzeiten vor dem Schlafengehen: Mindestens drei Stunden Abstand zwischen letzter Mahlzeit und Bettruhe.
  • Auslöser meiden: Kaffee, Alkohol, scharfe Gewürze, Schokolade und fettiges Essen können Sodbrennen als Saxenda-Nebenwirkung verstärken.
  • Antazida: Rezeptfreie Mittel aus der Apotheke können kurzfristig helfen, sollten aber nicht dauerhaft ohne ärztliche Beratung eingenommen werden.


Bei Kopfschmerzen

  • Ausreichend trinken: Dehydration ist eine häufige Ursache für Kopfschmerzen, die mit den Saxenda-Nebenwirkungen in Zusammenhang stehen.
  • Regelmäßige Mahlzeiten: Blutzuckerschwankungen durch ausgelassene Mahlzeiten können Kopfschmerzen auslösen.
  • Schlaf: Ausreichend Schlaf hilft dem Körper, sich anzupassen.
  • Schmerzmittel mit Bedacht: Paracetamol oder Ibuprofen können bei Bedarf eingenommen werden, aber nicht dauerhaft.


Bei Müdigkeit

  • Nährstoffe prüfen: Zu wenig Protein, Eisen oder Vitamine können Müdigkeit verursachen. Ein Bluttest beim Arzt gibt Aufschluss.
  • Ausreichend Kalorien: Auch beim Abnehmen braucht der Körper genug Energie. Zu stark reduzierte Kalorienzufuhr macht müde.
  • Bewegung: Paradoxerweise hilft Bewegung gegen Müdigkeit als Saxenda-Nebenwirkung, da sie den Kreislauf anregt.
  • Geduld: In den ersten Wochen ist Müdigkeit normal, bessert sich aber meist.


Bei Haut-Nebenwirkungen durch Saxenda

  • Injektionsstelle wechseln: Bauch, Oberschenkel, Oberarm abwechselnd nutzen. Nie zweimal an derselben Stelle innerhalb einer Woche spritzen.
  • Sauberkeit: Haut vor der Injektion desinfizieren.
  • Kühlen: Eine kühlende Kompresse nach der Injektion kann Rötungen und Schwellungen reduzieren.


Bei psychischen Veränderungen

  • Tagebuch führen: Stimmungsschwankungen dokumentieren hilft, Muster zu erkennen.
  • Soziale Unterstützung: Mit Freunden, Familie oder einer Selbsthilfegruppe sprechen.
  • Professionelle Hilfe: Bei anhaltender Niedergeschlagenheit, Angst oder Suizidgedanken sofort psychologische oder psychiatrische Hilfe suchen.


Allgemeine Tipps

  • Langsame Dosissteigerung einhalten: Saxenda wird schrittweise erhöht, um Nebenwirkungen zu minimieren. Wer zu schnell steigert, riskiert stärkere Beschwerden.
  • Arzt informieren: Jede neue oder sich verschlimmernde Nebenwirkung sollte dem behandelnden Arzt mitgeteilt werden.
  • Geduld haben: Viele Nebenwirkungen bessern sich nach den ersten Wochen deutlich.


Was sagen Anwender zu den Nebenwirkungen der Saxenda-Spritze?

Die Erfahrungen mit Saxenda-Nebenwirkungen von Patienten geben einen realistischen Einblick in die tägliche Realität mit Saxenda. Hier sind einige authentische Stimmen:

Über Appetitlosigkeit und Energiemangel:

"Der Hauptnebenwirkung, die ich spüre, ist der Appetitverlust. Die Übelkeit und andere Magen-Darm-Beschwerden sind weitgehend verschwunden. Ich habe etwas über 20 Pfund verloren, was großartig ist, aber der fehlende Appetit macht mir wirklich zu schaffen. Ich habe keine Lust zu essen und bin auf Proteinshakes umgestiegen, nur um sicherzustellen, dass ich eine vernünftige Menge an Kalorien pro Tag bekomme. Ich musste aufhören, ins Fitnessstudio zu gehen, weil ich einfach keine Energie mehr hatte."

r/liraglutide


Über Verdauungsprobleme und Müdigkeit als häufige Nebenwirkungen von Saxenda:

"Ich bin ERSCHÖPFT. So müde. Ich bin keine Limonadentrinkerin und mag keinen Kaffee, deshalb denke ich, dass ich anfangen werde, jeden Tag eine Tasse Tee zu trinken, um etwas Koffein zu bekommen und mich aufzumuntern. Ich bin verstopft. Ich habe gerade Ballaststoff-Gummis bei Amazon bestellt, um zu sehen, ob das bei dem Problem hilft. Wenn ich frühstücke, ist mir garantiert irgendwann an diesem Tag übel. Ich warte einfach bis zum Mittagessen und dann geht es mir gut."

r/liraglutide


Über die Wirksamkeit trotz Nebenwirkungen von Saxenda:

"Ich liebe es! So viel weniger 'Food Noise' im Kopf. Ich habe festgestellt, dass ich keine Übelkeit habe, solange ich genug Wasser trinke. Keine anderen Nebenwirkungen bei mir. Ich nehme es morgens. Ich trainiere 3-4 Mal pro Woche. Ich habe in 2 Monaten 11 Pfund abgenommen."

 r/loseit


Über schwere Nebenwirkungen:

"Ich nehme Saxenda seit 5 Wochen. Bisher habe ich in diesen 5 Wochen 42 Pfund verloren. Es hat die Übelkeit als Nebenwirkung. Wenn Sie versuchen, zu viel zu essen, wird Ihnen schlecht. Ich kann überhaupt nicht viel essen. Ein Hotdog füllt einen auf. Wenn Sie versuchen, 2 zu essen, wird Ihnen wahrscheinlich übel. Es funktioniert, aber Sie müssen bereit sein, die ganze Zeit Magenbeschwerden zu haben. Das ist das Problem, das ich habe."

r/loseit


Diese Berichte zeigen die Bandbreite möglicher Erfahrungen: Von leichten, gut handhabbaren Saxenda-Nebenwirkungen bis zu Beschwerden, die den Alltag stark beeinträchtigen.


Welche Nebenwirkungen von Saxenda erfordern ärztliche Hilfe?

Ein Arzt macht eine Geste der Kontaktaufnahme.

Manche Nebenwirkungen sind harmlos, andere erfordern sofortige medizinische Hilfe. Folgende Warnsignale sollten Sie ernst nehmen:


Starke, anhaltende Bauchschmerzen:

Besonders wenn die Schmerzen in den Rücken ausstrahlen und von Übelkeit und Erbrechen begleitet werden, kann eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) vorliegen. Saxenda muss sofort abgesetzt werden, und Sie müssen ins Krankenhaus.


Anzeichen einer allergischen Reaktion:

Hautausschlag, Schwellungen im Gesicht, an Lippen oder Zunge, Atemnot oder Schluckbeschwerden deuten auf eine schwere allergische Reaktion hin. Rufen Sie den Notarzt (112 in der Schweiz).


Herzrasen oder Herzrhythmusstörungen:

Wenn das Herz plötzlich sehr schnell schlägt, stolpert oder Sie Brustschmerzen verspüren, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.


Anzeichen von Dehydration:

Starker Durst, dunkler Urin, Schwindel, Verwirrtheit oder sehr trockene Haut können auf gefährlichen Flüssigkeitsmangel hinweisen. Bei anhaltendem Durchfall oder Erbrechen droht Dehydration, die die Nieren schädigen kann.


Sehstörungen: 

Plötzliche Verschlechterung der Sehkraft, verschwommenes Sehen oder Lichtblitze sollten augenärztlich abgeklärt werden.


Anzeichen von Gallensteinen: 

Starke Schmerzen im rechten Oberbauch, besonders nach fettreichen Mahlzeiten, manchmal begleitet von Gelbsucht (gelbliche Verfärbung der Haut oder Augen), können auf Gallensteine hinweisen.


Anzeichen von Nierenversagen: 

Deutlich reduzierte Urinmenge, Schwellungen an Beinen oder Füßen, extreme Müdigkeit oder Verwirrtheit können auf Nierenprobleme hinweisen.


Anhaltende oder sich verschlimmernde Nebenwirkungen: 

Wenn Übelkeit, Erbrechen oder andere Beschwerden nach vier Wochen nicht besser werden oder sich sogar verschlechtern, sollten Sie mit Ihrem Arzt über Alternativen sprechen.


Vor jeder Dosiserhöhung: Informieren Sie Ihren Arzt über alle Nebenwirkungen von Saxenda, bevor die Dosis erhöht wird. Manchmal ist es besser, auf einer niedrigeren Dosis zu bleiben oder die Steigerung zu verzögern.


Häufig gestellte Fragen

Bei der Suche nach dem richtigen Medikament zur Gewichtsreduktion stellen sich die Menschen zurecht Fragen zur Sicherheit der Behandlung – in diesem Fall zu den Nebenwirkungen von Saxenda. 


Ist Depression eine Nebenwirkung von Saxenda?

Depression ist nicht offiziell als Nebenwirkung gelistet. Allerdings können laut Anekdoten Stimmungsveränderungen auftreten.

In seltenen Fällen wurden depressive Verstimmungen gemeldet. Wer bereits an Depression leidet, sollte dies vor Behandlungsbeginn mit dem Arzt besprechen und engmaschig beobachtet werden.


Wie lange dauert es, bis Saxendas Nebenwirkungen nachlassen?

Die meisten Nebenwirkungen (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Kopfschmerzen) treten zu Beginn auf und verschwinden nach einigen Tagen bis Wochen.

Typischerweise bessern sich die Beschwerden innerhalb von zwei bis vier Wochen. Schlafstörungen treten hauptsächlich in den ersten drei Behandlungsmonaten auf.


Verursacht Saxenda Nebenwirkungen an den Augen?

Sehstörungen können als Nebenwirkung auftreten, meist im Zusammenhang mit Unterzuckerung (Hypoglykämie) oder schnellen Blutzuckerveränderungen. 

Diabetiker sollten besonders aufmerksam sein. Bei plötzlicher Verschlechterung der Sehkraft, verschwommenem Sehen oder Lichtblitzen ist eine augenärztliche Abklärung nötig.


Welche Nebenwirkungen von Saxenda sind besonders gefährlich?

Gefährlich sind vor allem Symptome, die auf ernsthafte Komplikationen hinweisen:

  • Starke, anhaltende Bauchschmerzen – mögliches Zeichen einer Pankreatitis.
  • Gelbe Haut oder Augen, dunkler Urin – Hinweis auf Leber- oder Gallenprobleme.
  • Allergische Reaktionen wie Atemnot oder Schwellungen – Notfall.

Treten solche Beschwerden auf, sollten Sie Saxenda sofort absetzen und umgehend ärztliche Hilfe suchen.


Gut zu wissen:


Quellen:

  1. Beipackzettel Saxenda 6 mg: https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/beipackzettel/saxenda-6-mgml-injektionslsgiefertigpen-11304915.html?file=67af6c5bd529104481e1ad798bb643e3 
  2. https://www.reddit.com/r/liraglutide/comments/16lzlwt/saxenda_side_effects_what_was_your_experience_and/ 
  3. https://www.reddit.com/r/liraglutide/comments/1dsasr6/my_first_month_on_saxenda_heres_what_happened/
  4. https://www.reddit.com/r/loseit/comments/15wnli1/anyone_have_experience_with_saxenda/ 


Erscheinungsdatum: 14.01.2026

Letzte Änderung: 14.01.2026

Zuletzt überprüft: 29.11.2025

Geprüft von Dr. Walter Brinker

Verfasst von Tristan Auer


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