
Tadalafil, besser bekannt unter dem Markennamen Cialis, hat seit seiner Zulassung 2003 Millionen Männern geholfen, ihre Erektionsfähigkeit zurückzugewinnen.
Anders als bei Sildenafil kann die Wirkung bis zu 36 Stunden anhalten, was Cialis seinen Spitznamen "Wochenendpille" eingebracht hat.
Doch wie bei jedem Arzneimittel können auch beim Potenzmittel Cialis Nebenwirkungen auftreten.
Die gute Nachricht zuerst: Die meisten Männer vertragen Cialis gut. In klinischen Studien brachen nur 3,4% der Teilnehmer die Behandlung wegen Nebenwirkungen ab. Bei Placebo waren es 1,4%. [1]
Die Häufigkeit hängt stark von der Dosierung ab. Bei der 10-mg-Dosis für den Bedarfsgebrauch liegen die Nebenwirkungsraten niedriger als bei der 20-mg-Variante. Für die tägliche Einnahme werden 2,5 mg oder 5 mg empfohlen, wobei hier die Verträglichkeit noch besser ausfällt.
Die Erfahrungen mit den Nebenwirkungen von Cialis variieren enorm. Glücklicherweise sind die häufigsten Nebenwirkungen des Potenzmittel Cialis meist relativ mild.

Kopfschmerzen sind mit Abstand die häufigste Nebenwirkung von Tadalafil. Sie treten bei etwa 15% der Anwender auf und entstehen durch die gefäßerweiternde Wirkung des Medikaments. [2]
Die Kopfschmerzen sind meist leicht bis mittelschwer und klingen innerhalb weniger Stunden von selbst ab. Paracetamol oder Ibuprofen können helfen, sollten aber erst nach Rücksprache mit einem Arzt/einer Ärztin eingenommen werden, um Wechselwirkungen auszuschließen.
Etwa 10-12 % der Männer berichten von Verdauungsproblemen. [2] Dazu gehören Cialis-Nebenwirkungen wie Sodbrennen, Magenschmerzen, Übelkeit oder saures Aufstoßen. Der Grund liegt in der Entspannung der glatten Muskulatur im unteren Speiseröhrenschließmuskel, wodurch Magensäure leichter zurückfließen kann.
Die Einnahme von Tadalafil mit einer leichten Mahlzeit kann diese Beschwerden mildern. Fettreiche Speisen sollten vermieden werden, da sie die Aufnahme des Wirkstoffs verzögern können.
Die Gesichtsrötung betrifft etwa 3-4 % der Anwender. [2] Durch die Erweiterung der Blutgefäße strömt mehr Blut in die Gesichtshaut, was zu einer sichtbaren Rötung und manchmal zu einem Wärmegefühl führt. Diese Reaktion ist harmlos und verschwindet nach einigen Stunden.
Bis zu 4 % der Männer erleben eine verstopfte Nase nach der Einnahme. [2] Auch hier ist die Gefäßerweiterung in den Nasenschleimhäuten verantwortlich. Abschwellende Nasensprays können Linderung verschaffen, sollten aber sparsam verwendet werden.
Rückenschmerzen sind eine unterschätzte Nebenwirkung von Cialis und treten seltener bei anderen PDE-5-Hemmern auf. Etwa 6 % der Anwender berichten davon. [2] Die Schmerzen beginnen typischerweise 12-24 Stunden nach der Einnahme und konzentrieren sich auf den unteren Rückenbereich.
Der genaue Mechanismus ist nicht vollständig geklärt, aber Forschungen deuten darauf hin, dass Tadalafil auch die PDE-11 hemmt, ein Enzym, das in der Skelettmuskulatur vorkommt. Die Beschwerden verschwinden meist nach 48 Stunden ohne Behandlung.
Ähnlich wie Rückenschmerzen können auch allgemeine Muskelschmerzen auftreten, allerdings seltener (etwa 4 %). [2] Sie betreffen vor allem die großen Muskelgruppen in Armen und Beinen und bilden sich innerhalb von 1-2 Tagen zurück.
In seltenen Fällen, kann Cialis zu Nebenwirkungen führen, die die Sehkraft beeinträchtigen. Dazu gehören:
Diese Symptome treten bei weniger als 2% der Anwender auf und verschwinden normalerweise nach einigen Stunden. [3]
In äußerst seltenen Fällen kann eine plötzliche Sehverschlechterung oder ein Sehverlust auf einem Auge auftreten. Dabei handelt es sich um NAION, eine ernste Augenerkrankung. Betroffene sollten sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Männer mit bestimmten Vorerkrankungen haben ein höheres Risiko für NAION. Dazu zählen Diabetes, Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Rauchen und bestehende Augenerkrankungen. [4]
Sehr selten berichten Anwender von plötzlichem Hörverlust oder Tinnitus (Ohrgeräusche). Die genaue Häufigkeit liegt bei unter 1%. [5]
Wer nach der Einnahme von Tadalafil eine plötzliche Verschlechterung des Hörvermögens oder anhaltende Ohrgeräusche bemerkt, sollte die Einnahme stoppen und ärztlichen Rat einholen.

Priapismus bezeichnet eine schmerzhafte Dauererektion, die länger als vier Stunden anhält und nicht mit sexueller Erregung zusammenhängt. Diese Komplikation ist extrem selten (unter 0,01%), stellt aber einen medizinischen Notfall dar. [6]
Bleibt eine solche Dauererektion unbehandelt, kann das Gewebe im Penis dauerhaft geschädigt werden. Bei einer Erektion, die länger als vier Stunden anhält, muss sofort eine Notaufnahme aufgesucht werden.
Tadalafil senkt den Blutdruck geringfügig. Durchschnittlich um 1-2 mmHg systolisch und 1 mmHg diastolisch. [7] Für die meisten Männer ist das unbedenklich. Problematisch wird es bei der Kombination mit bestimmten Medikamenten.
Die gleichzeitige Einnahme von Tadalafil und Nitrat-Präparaten (z.B. Nitroglycerin bei Angina pectoris) ist streng verboten. Diese Kombination kann zu einem lebensbedrohlichen Blutdruckabfall führen. [8]
Der Effekt kann auch auftreten, wenn das Nitrat-Medikament erst Stunden oder sogar Tage nach Tadalafil eingenommen wird, da die Wirkung von Cialis bis zu 36 Stunden anhält.
Einzelne Fälle wurden in Zusammenhang mit Cialis von Herzinfarkt und Schlaganfall als Nebenwirkung berichtet. Allerdings lässt sich oft nicht eindeutig klären, ob das Medikament oder die zugrunde liegende Herz-Kreislauf-Erkrankung die Ursache war. [1]
Männer mit instabiler Angina pectoris, schwerem Bluthochdruck (über 170/100 mmHg), kürzlich erlittenem Herzinfarkt oder Schlaganfall sollten Tadalafil nicht einnehmen.
Tadalafil wird in der Leber über das Enzym CYP3A4 abgebaut. Medikamente, die dieses Enzym hemmen oder aktivieren, können die Wirkung oder Nebenwirkungen von Cialis verstärken oder abschwächen.
Bei gleichzeitiger Einnahme dieser Medikamente sollte die Tadalafil-Dosis reduziert werden.
Diese Wirkstoffe können dazu führen, dass Cialis nicht wirkt oder nur schwächer wirkt.

Geringe Mengen Alkohol (1-2 Gläser Wein oder Bier) sind in Kombination mit Tadalafil meist unproblematisch. Beide Substanzen senken jedoch den Blutdruck, sodass größere Alkoholmengen zu Schwindel, Benommenheit oder sogar Ohnmacht führen können.
Übermäßiger Alkoholkonsum beeinträchtigt zudem die Erektionsfähigkeit. Das Ziel der Behandlung wird so konterkariert.
Viele Ärzte/Ärztinnen empfehlen, mit 10 mg zu starten und die Dosis nur bei Bedarf zu erhöhen. Für manche Männer reichen bereits 5 mg um die Cialis-Nebenwirkungen zu reduzieren. In Studien führte Cialis 20 mg zu den meisten Nebenwirkungen.
Ihre ordnungsgemäß erhobene und ausgewertete Krankengeschichte trägt zur Sicherheit bei, wenn Sie Cialis online kaufen.
Die tägliche Einnahme von 2,5 mg oder 5 mg führt zu gleichmäßigeren Wirkstoffspiegeln im Blut und kann Nebenwirkungen verringern. Studien zeigen, dass die Verträglichkeit bei der Dauereinnahme niedriger Dosen oft besser ist als bei Bedarfsmedikation.
Cialis kann unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden. Wer zu Verdauungsbeschwerden neigt, sollte es aber nicht auf nüchternen Magen einnehmen.
Kopfschmerzen lassen sich manchmal durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr mildern. Ein Glas Wasser zur Einnahme und mehrere Gläser über den Tag verteilt können helfen.
Bestimmte Personengruppen sollten auf Tadalafil verzichten, da in diesen Fällen die Einnahme von Cialis-Nebenwirkungen verstärkt werden können:

Im Vergleich zu Sildenafil (Viagra) und Vardenafil (Levitra) weist Tadalafil einige Unterschiede auf:
Studien zur Langzeitanwendung über mehrere Jahre zeigen, dass die Verträglichkeit auch bei dauerhafter Einnahme gut bleibt. Die Häufigkeit der Cialis-Nebenwirkungen nimmt im Laufe der Zeit sogar leicht ab, da sich der Körper an das Medikament gewöhnt.
Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind dennoch sinnvoll, besonders bei Männern mit Vorerkrankungen oder bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente.
Im Folgenden beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Cialis-Nebenwirkungen, Verträglichkeit und Anwendung.
Die meisten Nebenwirkungen von Cialis klingen innerhalb von 12-24 Stunden ab. Da Tadalafil bis zu 36 Stunden im Körper nachweisbar ist, können manche Beschwerden aber auch länger anhalten.
Ja, viele Männer berichten, dass Kopfschmerzen und verstopfte Nase nach mehrmaliger Anwendung seltener oder schwächer auftreten. Der Körper scheint sich an die gefäßerweiternde Wirkung zu gewöhnen.
Einige Cialis-Präparate haben eine Bruchkerbe und können geteilt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin, ob eine niedrigere Dosis für Sie geeignet ist.
Cialis Daily wird in niedrigeren Dosen (2,5 mg oder 5 mg) täglich eingenommen, während die normale Variante (10 mg oder 20 mg) bei Bedarf verwendet wird. Die tägliche Einnahme führt zu konstanteren Wirkstoffspiegeln und kann Cialis-Nebenwirkungen verringern.
Die Dosis wird nur erhöht, wenn Cialis nicht mehr wirkt.
Nein, alle Tadalafil-Präparate (ob Original oder Generikum) enthalten denselben Wirkstoff und haben dasselbe Nebenwirkungsprofil. Unterschiede können nur durch verschiedene Hilfsstoffe entstehen, was aber sehr selten vorkommt.
Direkte psychische Nebenwirkungen durch Tadalafil sind selten. Wenige Anwender berichten von Nervosität, Angstgefühlen oder leichten Stimmungsschwankungen. Diese Symptome hängen oft weniger mit dem Medikament selbst zusammen, sondern eher mit dem Leistungsdruck und der Erwartungshaltung rund um die Einnahme.
Entspannungstechniken und offene Kommunikation mit der Partnerin/dem Partner können helfen, diese psychischen Belastungen zu reduzieren.
Tadalafil wird in der Leber über das Enzym CYP3A4 abgebaut. Bei Männern mit eingeschränkter Leberfunktion kann der Wirkstoff langsamer abgebaut werden, wodurch er sich im Körper anreichert und das Risiko für Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Verdauungsbeschwerden steigt.
Patienten mit leichten bis mittelschweren Leberproblemen sollten Cialis nur unter ärztlicher Aufsicht und in reduzierter Dosis einnehmen. Bei schweren Leberschäden ist Cialis kontraindiziert.

Ja, einige Männer berichten von positiven Begleiteffekten. Die verbesserte Durchblutung kann zu einem allgemeinen Wohlbefinden führen.
Tadalafil wird auch zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (gutartige Prostatavergrößerung) eingesetzt und kann Symptome wie häufigen Harndrang oder schwachen Harnstrahl lindern.
Einige Studien deuten zudem darauf hin, dass PDE-5-Hemmer die Trainingsleistung bei Höhenaufenthalten verbessern und die Symptome der pulmonalen arteriellen Hypertonie (Lungenhochdruck) reduzieren können.
Cialis ist ein wirksames und gut verträgliches Medikament zur Behandlung der erektilen Dysfunktion. Die häufigsten Risiken und Nebenwirkungen von Cialis wie Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden und verstopfte Nase sind meist mild und vorübergehend. Schwere Nebenwirkungen sind selten, aber Anwender sollten die Warnzeichen kennen und bei Bedarf sofort reagieren.
Die lange Wirkdauer von Tadalafil bietet Vorteile für die Spontaneität im Sexualleben, bedeutet aber auch, dass Nebenwirkungen länger anhalten können als bei Sildenafil oder Vardenafil. Eine individuelle Beratung durch einen Arzt/eine Ärztin hilft, die richtige Dosierung und Einnahmestrategie zu finden.
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Erscheinungsdatum: 22.01.2026
Letzte Änderung: 22.01.2026
Zuletzt überprüft: 23.12.2025
Geprüft von Dr. Walter Brinker
Verfasst von Tristan Auer
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