Gewichtsmanagement

Saxenda oder Ozempic: Unterschiede, Wirkung und welche Behandlung passt besser?

Saxenda oder Ozempic – beide können das Körpergewicht beeinflussen, unterscheiden sich aber deutlich in Wirkstoff, Anwendung und Zulassung. Erfahren Sie, wie die Behandlungen wirken, welche Ergebnisse möglich sind und welche Faktoren bei der Wahl eine Rolle spielen.

Olena Goriacheva, Strategin für medizinische Inhalte bei Apomeds

Autor Olena Goriacheva

Geprüft von Dr.med. Walter Brinker

Veröffentlicht am:

Zuletzt aktualisiert:

Mann wählt zwischen einem Americano und einem Cappuccino in einem Café

Was ist Saxenda?

Saxenda enthält den Wirkstoff Liraglutid und gehört zur Gruppe der GLP-1-Rezeptoragonisten. Der Wirkstoff orientiert sich an einem natürlichen Hormon, das der Darm nach einer Mahlzeit ausschüttet. Liraglutid aktiviert GLP-1-Rezeptoren und beeinflusst dadurch unter anderem die Regulation von Appetit und Sättigung. Die Energieaufnahme kann sinken, weil das Hunger- und Sättigungsgefühl beeinflusst wird. Zudem verzögert Liraglutid die Magenentleerung. Anwender essen dadurch kleinere Portionen und verspüren seltener Heißhunger.

Saxenda ist zur Gewichtsregulierung bei Erwachsenen mit einem BMI ≥30 kg/m² oder mit einem BMI ≥27 bis <30 kg/m² und mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung zugelassen. Die Behandlung erfolgt ergänzend zu einer kalorienreduzierten Ernährung und erhöhter körperlicher Aktivität. Die Zulassung von Saxenda basiert auf den Ergebnissen des SCALE-Studienprogramms. In einer 56-wöchigen Studie bei Erwachsenen mit Adipositas oder Übergewicht und mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung ohne Diabetes. [1]

Was ist Ozempic?

Ozempic enthält den Wirkstoff Semaglutid und gehört ebenfalls zur Klasse der GLP-1-Rezeptoragonisten. In Deutschland besitzt das Medikament jedoch die Zulassung zur Behandlung von Diabetes Typ 2 und zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle. Viele Menschen kennen Ozempic trotzdem aus den Nachrichten, weil unter der Behandlung häufig auch das Körpergewicht sinkt.

Im Gegensatz zu Saxenda wird die Injektion nur einmal pro Woche verabreicht. Durch die längere Wirkdauer bleibt der GLP-1-Effekt über mehrere Tage erhalten. Das erleichtert vielen Patienten die Anwendung und erklärt, warum Semaglutid in den vergangenen Jahren in zahlreichen Studien intensiv untersucht wurde. [2]

Saxenda oder Ozempic: Die wichtigsten Unterschiede

Saxenda und Ozempic sind GLP-1-Rezeptoragonisten, unterscheiden sich aber in drei entscheidenden Punkten: Wirkstoff, zugelassenes Anwendungsgebiet und Anwendungshäufigkeit.

Wirkstoff

Beide Medikamente beeinflussen das natürliche Sättigungssystem des Körpers. Sie enthalten jedoch unterschiedliche Wirkstoffe, die sich in ihrer Wirkdauer und Anwendung unterscheiden. Hier ein Überblick:

Merkmal

Saxenda

Ozempic

Wirkstoff

Liraglutid

Semaglutid

Medikamentenklasse

GLP-1-Rezeptoragonist

GLP-1-Rezeptoragonist

Anwendung

tägliche Injektion

wöchentliche Injektion

Beide Wirkstoffe aktivieren denselben Rezeptor, bleiben aber unterschiedlich lange im Körper aktiv. Deshalb reicht bei Semaglutid meist eine Injektion pro Woche zur Gewichtsreduktion aus, während Liraglutid täglich angewendet wird. Dieser Unterschied spielt für viele Patienten im Alltag eine wichtige Rolle.

Zugelassene Anwendungsgebiete

Obwohl beide Medikamente aus derselben Wirkstoffgruppe stammen, wurden sie in Deutschland nicht für denselben Zweck zugelassen. Dieser Punkt wird häufig übersehen. Bevor eine Behandlung beginnt, sollte deshalb immer geprüft werden, welche Zulassung für die eigene Situation gilt.

  • Saxenda: Das Medikament ist zur Behandlung von Adipositas zugelassen. Es kommt bei Erwachsenen mit einem BMI ab 30 kg/m² oder ab 27 kg/m² infrage, wenn zusätzlich gewichtsbedingte Begleiterkrankungen bestehen.
  • Ozempic: Die Zulassung gilt für Erwachsene mit Diabetes Typ 2. Ziel der Behandlung ist eine bessere Blutzuckerkontrolle. Dass viele Patienten gleichzeitig Gewicht verlieren, ist ein zusätzlicher Effekt, aber nicht der eigentliche Zulassungsgrund.

Welches Medikament eingesetzt werden kann, richtet sich deshalb nicht allein nach dem Wunsch abzunehmen. Es kommt auf die zugelassenen Anwendungsgebiete, bestehende Erkrankungen und die ärztliche Beurteilung an. [3]

Dosierung und Anwendung

Der größte Unterschied zeigt sich im Alltag. Saxenda wird täglich angewendet, Ozempic dagegen nur einmal pro Woche. Beide Medikamente beginnen mit einer niedrigen Dosis. Diese wird schrittweise erhöht, damit der Körper sich an die Behandlung gewöhnen kann und Magen-Darm-Beschwerden seltener auftreten.

  • Saxenda: Die Injektion erfolgt einmal täglich, möglichst zur gleichen Tageszeit. Die Dosis wird wöchentlich gesteigert, bis die Erhaltungsdosis von 3 mg erreicht ist. Nur, wenn Sie Saxenda richtig anwenden, kann das Medikament auch die volle Wirkungsweise entfalten.
  • Ozempic: Die Injektion wird einmal pro Woche gegeben. Der Wochentag bleibt während der gesamten Behandlung gleich. Auch hier beginnt die Therapie mit einer niedrigen Dosis, die Schritt für Schritt erhöht wird.

Eine tägliche Spritze lässt sich gut in feste Routinen integrieren. Andere empfinden eine wöchentliche Anwendung als angenehmer, weil sie seltener daran denken müssen. Welche Variante besser passt, hängt oft von den eigenen Gewohnheiten und der ärztlichen Empfehlung ab.

Nebenwirkungen

Beide Medikamente verursachen ähnliche Nebenwirkungen. Betroffen ist meist der Magen-Darm-Trakt. Die Beschwerden treten häufig zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung auf und lassen bei vielen Patienten mit der Zeit nach. Bei beiden Arzneimitteln gehören gastrointestinale Beschwerden zu den häufigsten Nebenwirkungen. Dazu zählen insbesondere Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und Verstopfung. Häufigkeit und Nebenwirkungsprofil unterscheiden sich jedoch je nach Präparat und Dosierung. [4]

Unterschiede bei der Wirkweise

Ein Paar sitzt an einem Tisch, wobei eine Person einen Salat und die andere einen Burger mit Pommes isst

Beide Medikamente nutzen denselben Ansatz. Sie ahmen das körpereigene Hormon GLP-1 nach. Dadurch setzt das Sättigungsgefühl früher ein und der Appetit nimmt häufig ab. Der wichtigste Unterschied liegt in der Wirkdauer. Liraglutid wirkt etwa einen Tag und wird deshalb täglich gespritzt. Semaglutid bleibt deutlich länger im Körper. Deshalb reicht hier meist eine Injektion pro Woche aus. [5]

Saxenda oder Ozempic: Welches Medikament hilft besser beim Abnehmen?

Für die Gewichtsregulierung gibt es einen direkten Vergleich zwischen Liraglutid 3,0 mg und Semaglutid 2,4 mg: In der STEP-8-Studie verloren Erwachsene mit Übergewicht oder Adipositas ohne Diabetes nach 68 Wochen unter Semaglutid 2,4 mg durchschnittlich 15,8 % ihres Ausgangsgewichts, verglichen mit 6,4 % unter Liraglutid 3,0 mg. [6] Die Studie untersuchte jedoch die für das Gewichtsmanagement eingesetzte Semaglutid-Dosis von 2,4 mg – nicht Ozempic als Diabetesmedikament. Die Ergebnisse dürfen daher nicht als direkter Wirksamkeitsvergleich zwischen Saxenda und Ozempic interpretiert werden.

Für wen eignet sich Saxenda?

Die Abnehmspritze Saxenda richtet sich an Erwachsene mit Adipositas oder Übergewicht und zusätzlichen Begleiterkrankungen. Die Behandlung kommt infrage, wenn die Voraussetzungen der Zulassung erfüllt sind und eine Lebensstiländerung allein nicht ausreicht.

  • Body-Mass-Index ab 30: Adipositas ohne weitere Voraussetzungen.
  • Body-Mass-Index ab 27: Mit Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck.
  • Tägliche Anwendung: Für Patienten, die mit einer täglichen Injektion gut zurechtkommen.

Saxenda ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung oder mehr Bewegung. Beides bleibt ein wichtiger Teil der Therapie und trägt dazu bei, das erreichte Körpergewicht langfristig zu halten.

Für wen eignet sich Ozempic?

Ozempic ist ein Semaglutid-Präparat zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes. Eine Gewichtsabnahme kann während der Behandlung auftreten, Ozempic ist jedoch nicht zur Gewichtsregulierung zugelassen.

  • Typ-2-Diabetes: Zugelassen für Erwachsene.
  • Wöchentliche Injektion: Nur einmal pro Woche erforderlich.
  • Blutzuckerkontrolle: Senkung erhöhter Blutzuckerwerte.

Ob Ozempic oder Saxenda besser geeignet ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Ausschlaggebend sind die Zulassung, bestehende Erkrankungen und die persönliche Therapiesituation.

Kann man von Saxenda auf Ozempic wechseln?

Beide Medikamente gehören zwar zur gleichen Wirkstoffgruppe, enthalten aber unterschiedliche Wirkstoffe und werden unterschiedlich dosiert. Ein Wechsel zwischen Liraglutid und Semaglutid sollte ausschließlich ärztlich geplant werden. Dabei müssen unter anderem die bisherige Behandlung, Verträglichkeit, Indikation und die für das neue Präparat vorgesehene Dosierung berücksichtigt werden. Saxenda soll nicht gleichzeitig mit einem anderen GLP-1-Rezeptoragonisten angewendet werden. [7]

Kosten im Vergleich: Was ist günstiger?

Für die Kostenübernahme ist die Indikation entscheidend. Arzneimittel zur Gewichtsreduktion sind in Deutschland grundsätzlich von der Verordnung zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen. Bei Ozempic gelten dagegen die Erstattungsregeln für die zugelassene Behandlung des Typ-2-Diabetes.

Verfügbarkeit in Deutschland

Saxenda und Ozempic sind in Deutschland verschreibungspflichtig. Beide Medikamente erhalten Sie nur mit einem gültigen Rezept. Je nach Nachfrage kann es zeitweise zu Lieferengpässen kommen. Auch wenn Sie Ozempic oder Saxenda online bestellen möchten, brauchen Sie dafür ein gültiges Rezept.

  • Rezeptpflicht: Ohne ärztliche Verordnung geben Apotheken beide Medikamente nicht ab.
  • Lieferengpässe: Die Verfügbarkeit kann sich kurzfristig ändern. Fragen Sie deshalb vorab in Ihrer Apotheke nach.
  • Apotheken: Viele Apotheken können Saxenda oder Ozempic bestellen, falls das Medikament nicht sofort vorrätig ist.
  • Online-Rezept: Seriöse telemedizinische Anbieter prüfen zunächst Ihre gesundheitliche Situation. Erst danach wird entschieden, ob ein Rezept ausgestellt werden kann.

Lassen Sie sich nicht von Angeboten ohne Rezept verleiten. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten sollte die Behandlung immer ärztlich begleitet werden.

Welche Alternative gibt es zu Saxenda und Ozempic?

Frau, die zwei Injektionsstifte in der Hand hält

Saxenda und Ozempic sind nicht die einzigen Medikamente zur Gewichtsreduktion. In den vergangenen Jahren wurden weitere Wirkstoffe zugelassen, die je nach Ausgangssituation besser geeignet sein können. Ein Blick auf die Unterschiede hilft bei der Einordnung.

Wegovy

Wenn Semaglutid zur Gewichtsregulierung in Betracht gezogen wird, ist Wegovy der passendere Vergleich zu Saxenda, da beide Arzneimittel für das Gewichtsmanagement zugelassen sind. Das Medikament wird einmal pro Woche gespritzt und immer mit einer kalorienreduzierten Ernährung sowie mehr Bewegung kombiniert. Warum Wegovy eine gute Alternative ist:

  • wöchentliche Anwendung
  • für Adipositas zugelassen
  • Semaglutid als Wirkstoff
  • hohe Gewichtsabnahme

In der STEP-1-Studie verloren Erwachsene mit Übergewicht oder Adipositas ohne Diabetes unter Wegovy (Semaglutid 2,4 mg einmal wöchentlich) nach 68 Wochen im Durchschnitt etwa 14,9 % ihres Ausgangsgewichts, verglichen mit 2,4 % unter Placebo. [9]

Bevor Sie Wegovy bestellen, sollte die endgültige Entscheidung immer gemeinsam mit dem behandelnden Arzt getroffen werden. Alter, Begleiterkrankungen und persönliche Therapieziele spielen dabei eine wichtige Rolle.

Mounjaro

Mounjaro enthält den Wirkstoff Tirzepatid. Im Unterschied zu Saxenda und Ozempic wirkt das Medikament nicht nur am GLP-1-Rezeptor, sondern zusätzlich am GIP-Rezeptor. Dadurch werden gleich zwei körpereigene Hormonsysteme angesprochen. Das Medikament wird einmal pro Woche gespritzt und ist in Europa sowohl zur Behandlung von Typ-2-Diabetes als auch für das Gewichtsmanagement zugelassen. Darum ist Mounjaro eine gute Alternative:

  • doppelter Wirkmechanismus
  • wöchentliche Anwendung
  • für Gewichtsmanagement
  • auch bei Diabetes

In der SURMOUNT-1-Studie verloren Erwachsene mit Adipositas oder Übergewicht ohne Diabetes unter Mounjaro (Tirzepatid 15 mg einmal wöchentlich) nach 72 Wochen im Durchschnitt etwa 20,9 % ihres Ausgangsgewichts, verglichen mit 3,1 % unter Placebo. [10]

Viele fragen sich auch, ob sie sich für Wegovy oder Mounjaro entscheiden sollten. Wichtig ist auch hier die Unterschiede zu kennen und anschließend zu entscheiden.

Xenical

Xenical verfolgt einen völlig anderen Ansatz. Der Wirkstoff Orlistat beeinflusst weder den Appetit noch das Sättigungsgefühl. Stattdessen hemmt er im Darm Enzyme, die Fette aus der Nahrung aufspalten. Ein Teil des aufgenommenen Fetts wird dadurch unverdaut ausgeschieden. Als oral einzunehmender Lipasehemmer unterscheidet sich Orlistat grundlegend von GLP-1-basierten Therapien. Ob es infrage kommt, hängt unter anderem von der individuellen Indikation, Begleiterkrankungen, möglichen Wechselwirkungen und der Verträglichkeit ab. Darum ist Xenical eine gute Alternative:

  • keine Injektion
  • wirkt im Darm
  • bewährter Wirkstoff
  • rezeptpflichtig

Da Xenical anders wirkt als GLP-1-Medikamente, eignet es sich nicht für jede Person. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von Ihren Gesundheitszielen und möglichen Begleiterkrankungen ab.

Fazit

Ob Saxenda oder Ozempic besser geeignet ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Medikamente greifen in das natürliche Sättigungssystem des Körpers ein, unterscheiden sich jedoch bei Wirkstoff, Zulassung und Anwendung. Auch Begleiterkrankungen, persönliche Therapieziele und die gewünschte Häufigkeit der Anwendung spielen eine wichtige Rolle. Deshalb sollte die Entscheidung immer gemeinsam mit dem behandelnden Arzt getroffen werden. So lässt sich die Behandlung auswählen, die am besten zu Ihrer gesundheitlichen Situation passt.

Häufig gestellte Fragen

Vor einer Behandlung mit Saxenda oder Ozempic tauchen oft ähnliche Fragen auf. Die wichtigsten Antworten finden Sie hier noch einmal kurz und verständlich zusammengefasst.

Ist Liraglutid oder Semaglutid wirksamer – welche Spritze zum Abnehmen?

In der direkten STEP-8-Studie führte Semaglutid 2,4 mg einmal wöchentlich nach 68 Wochen zu einer durchschnittlichen Gewichtsabnahme von 15,8 %, verglichen mit 6,4 % unter Liraglutid 3,0 mg täglich. Dabei wurde Semaglutid in der Dosierung für das Gewichtsmanagement untersucht; die Ergebnisse sind daher nicht mit einem direkten Vergleich von Saxenda und Ozempic gleichzusetzen.

Wie lange dauert es, bis Saxenda oder Ozempic wirken?

Erste Veränderungen bei Appetit und Sättigungsgefühl können bereits in den ersten Wochen auftreten. Eine sichtbare Gewichtsabnahme entwickelt sich jedoch meist schrittweise über mehrere Wochen bis Monate. Bei Saxenda wird die Dosis über etwa vier Wochen bis auf 3 mg täglich gesteigert; der Behandlungserfolg wird anschließend nach 12 Wochen auf dieser Dosis beurteilt. In klinischen Studien setzte sich die Gewichtsabnahme über mehrere Monate fort.

Auch bei Ozempic wird die Dosis schrittweise erhöht, sodass sich die volle Wirkung nicht anhand der ersten Wochen beurteilen lässt. Wie schnell sich Veränderungen bei Blutzucker, Appetit oder Körpergewicht zeigen, ist individuell und hängt unter anderem von Dosis, Ausgangsgewicht und Behandlungsziel ab.

Saxenda oder Ozempic zum Abnehmen?

In direkten Vergleichsstudien schnitt Semaglutid besser ab als Liraglutid. Trotzdem lässt sich daraus keine allgemeine Empfehlung ableiten. Auch Ernährung, Bewegung und Begleiterkrankungen beeinflussen den Behandlungserfolg. [6]

Kann man von Saxenda auf Ozempic wechseln?

Ja, ein Wechsel ist möglich. Er sollte jedoch immer ärztlich begleitet werden, da sich Wirkstoff, Dosierung und Anwendung unterscheiden. Ihre Gesundheit steht dabei im Vordergrund. Meist beginnt die neue Behandlung mit der niedrigsten Dosierung. [7]

Kann man Saxenda oder Ozempic ohne Rezept kaufen?

Nein. Beide Medikamente sind in Deutschland verschreibungspflichtig. Eine Abgabe ohne gültiges Rezept ist nicht zulässig. [8]

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Saxenda oder Ozempic?

Saxenda zur Gewichtsregulierung ist grundsätzlich von der Verordnung zulasten der GKV ausgeschlossen. Ozempic kann im Rahmen seiner zugelassenen Indikation bei Typ-2-Diabetes zulasten der GKV verordnet werden, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind.

Was ist der genaue Unterschied zwischen Saxenda und Ozempic?

Saxenda enthält den Wirkstoff Liraglutid, Ozempic dagegen Semaglutid. Außerdem wird Saxenda täglich und Ozempic nur einmal pro Woche gespritzt. Ozempic ist in Deutschland zur Behandlung von Diabetes Typ 2 und zur Blutzuckerkontrolle zugelassen, während Saxenda speziell für die Gewichtsreduktion entwickelt wurde. Beide Medikamente ersetzen weder eine ausgewogene Diät noch einen gesunden Lebensstil. Durch die unterschiedliche Entwicklung der Wirkstoffe unterscheiden sie sich außerdem in ihrer Wirkdauer und Anwendung.

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