Welche Arten von Erektionsstörung Selbsttests es gibt
Viele Männer merken zuerst selbst, dass mit ihrer Erektion etwas nicht stimmt. Das ist keine Seltenheit. Jeder fünfte Mann ab 50 hat Erektionsstörungen, bei den über 60-Jährigen ist etwa ein Drittel betroffen [3]. Viele Betroffene machen deshalb einen Selbsttest, um festzustellen, ob sie Erektionsstörungen haben, bevor sie zum Arzt gehen. Er bietet eine erste Einschätzung, ob es sich um gelegentliche Erektionsprobleme oder um eine behandlungsbedürftige erektile Dysfunktion handeln könnte.
Dabei gilt eine klare Grenze: Ein Selbsttest kann Hinweise auf Erektionsstörungen geben, ersetzt aber keine ärztliche Diagnose. Ein Selbsttest prüft weder Blutwerte noch Gefässe oder Nerven. Seine Aussagekraft hängt ausserdem davon ab, wie ehrlich Sie antworten.
Grundsätzlich lassen sich drei Arten von Selbsttests unterscheiden:
- Standardisierte Fragebögen wie der IIEF-5, die die Erektionsfähigkeit mit einem Punktwert messen.
- Die Beobachtung nächtlicher und morgendlicher Erektionen als einfacher körperlicher Anhaltspunkt.
- Fragebögen zu Risikofaktoren wie Lebensstil, Vorerkrankungen und psychischer Belastung, welche die möglichen Ursachen eingrenzen.
Der IIEF-5-Fragebogen als wissenschaftlich anerkannter Standard
Der IIEF-5 ist der bekannteste Test bei Erektionsstörungen. Er wird auch als SHIM (Sexual Health Inventory for Men) bezeichnet. Der Fragebogen ist eine Kurzfassung des International Index of Erectile Function (IIEF). Dieser umfasst 15 Fragen und wurde 1997 entwickelt. Der IIEF-5-Fragebogen ist eine verkürzte Version mit fünf Fragen. Vier davon stammen aus dem Bereich der Erektionsfähigkeit und eine aus dem Bereich der Zufriedenheit beim Geschlechtsverkehr. Jede Frage wird auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet. Aus der Summe ergibt sich ein Wert zwischen 5 und 25 Punkten, der anzeigt, ob eine erektile Dysfunktion vorliegt und wie ausgeprägt sie ist [2].
In der Validierungsstudie erkannte der Test 98 % der Männer mit Erektionsstörung korrekt, weshalb ihn auch Urologen zur Einschätzung nutzen [2].
Der IIEF-5 zeigt, wie ausgeprägt Ihre Erektionsprobleme sind, aber nicht, warum sie auftreten. Ob Durchblutungsstörungen, Diabetes, ein Hormonmangel oder psychische Belastung dahinterstecken, klärt erst eine ärztliche Untersuchung [1]. Daher kann der Test eine gute Grundlage für das Arztgespräch sein. Nehmen Sie Ihr Ergebnis mit in die Sprechstunde und besprechen Sie den Test mit Ihrem Arzt.
Beobachtung von Morgen- und Nachterektionen als einfache Selbsteinschätzung
Ein einfacher Hinweis ohne Fragebogen sind die Morgen- und Nachterektionen. Gesunde Männer haben pro Nacht meist drei bis fünf Erektionen, vor allem in den REM-Schlafphasen [4]. Die Erektion beim Aufwachen ist oft die letzte davon.
Nächtliche Erektionen entstehen unabhängig von sexueller Erregung. Daher sind sie ein guter Indikator für die körperliche Gesundheit. Treten sie regelmässig und fest genug auf, funktionieren Durchblutung und Nerven grundsätzlich. Bleiben die Erektionsprobleme dann nur beim Geschlechtsverkehr bestehen, deutet das eher auf psychische Ursachen wie Stress oder Versagensangst hin [4]. Fehlen Morgenerektionen über Wochen oder sind sie deutlich schwächer geworden, spricht das eher für eine körperliche Ursache [1].
Allerdings bieten solche Beobachtungen nur einen ersten Anhaltspunkt. Nächtliche Erektionen werden mit dem Alter natürlicherweise seltener und kürzer [4]. Auch schlechter Schlaf, Alkohol oder Depressionen können sie beeinflussen.
Fragebögen zu Lebensstil, Vorerkrankungen und psychischer Belastung
Erektionsstörungen sind häufig die Folge einer anderen Erkrankung [1]. Ergänzende Fragebögen können deshalb helfen, mögliche Gründe für Erektionsstörungen einzugrenzen. Sie fragen typischerweise nach Rauchen, Alkoholkonsum, Bewegung und Körpergewicht. Hinzu kommen Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhte Blutfettwerte, die regelmässige Einnahme von Medikamenten sowie psychische Faktoren wie Stress, Beziehungsprobleme oder Niedergeschlagenheit [3].
Das hat einen medizinischen Hintergrund. Durchblutungsstörungen sind die häufigste Ursache für Erektionsstörungen. Diabetes mellitus kann Nervenschäden verursachen, die eine Impotenz auslösen. Auch ein niedriger Testosteronspiegel kann die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen [1].
Besonders wichtig ist, dass Erektionsstörungen ein Frühwarnzeichen für Herz-Kreislauf-Probleme sein können. Die kleinen Gefässe im Penis reagieren oft früher als die Herzkranzgefässe [1].
Typische Fragen für Selbsttest
Selbsttests zu Erektionsstörungen sehen je nach Anbieter unterschiedlich aus. Die meisten bestehen aus 5 bis 15 Fragen. Manche fragen nur wenige Indikatoren ab, andere decken neben der Erektion auch Orgasmus, sexuelles Verlangen und Zufriedenheit ab. Die folgenden Fragen geben den Inhalt des IIEF-5 sinngemäss wieder und zeigen, wie ein solcher Selbsttest typischerweise aufgebaut ist [2].
Alle fünf Fragen beziehen sich auf die letzten sechs Monate [2]. Einzelne schlechte Tage sollen das Ergebnis nicht verzerren. Dieser Zeitraum ist bewusst gewählt: Von einer behandlungsbedürftigen Erektionsstörung spricht man in der Regel erst, wenn die Probleme über mehrere Monate bestehen [5]. Für jede Frage wählen Sie die Antwort, die am besten auf Sie zutrifft, und notieren die zugehörige Punktzahl:
|
Frage |
Antwortmöglichkeiten |
|
1 = sehr gering 2 = gering 3 = mittel 4 = hoch 5 = sehr hoch |
|
1 = nie oder fast nie 2 = selten 3 = in etwa der Hälfte der Fälle 4 = meistens 5 = immer oder fast immer |
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1 = nie oder fast nie 2 = selten 3 = in etwa der Hälfte der Fälle 4 = meistens 5 = immer oder fast immer |
|
1 = äusserst schwierig 2 = sehr schwierig 3 = schwierig 4 = etwas schwierig 5 = nicht schwierig |
|
1 = nie oder fast nie 2 = selten 3 = in etwa der Hälfte der Fälle 4 = meistens 5 = immer oder fast immer |
Am Ende zählen Sie die Punkte aller fünf Fragen zusammen. Die Gesamtpunktzahl von 5 bis 25 Punkten wird wie folgt eingeordnet [2]:
|
Punktzahl |
Beurteilung |
|
22-25 |
keine erektile Dysfunktion |
|
17-21 |
leichte Erektionsstörung |
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12-16 |
leichte bis mittelschwere Erektionsstörung |
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8-11 |
mittelschwere Erektionsstörung |
|
5-7 |
schwere Erektionsstörung |
Ein Ergebnis von 21 Punkten oder weniger gilt als Anzeichen für eine Erektionsstörung [2]. Je niedriger der Wert, desto stärker ist die Erektionsfähigkeit eingeschränkt. Notieren Sie Ihre Punktzahl und bringen Sie diese zum Arzttermin mit, um sie zu besprechen. Bei einer laufenden Therapie können Sie den Test ausserdem wiederholen, um Veränderungen festzuhalten.
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Die Auswertung des Selbsttests gibt eine erste Orientierung. Grundsätzlich gilt: Liegt Ihr Ergebnis bei 21 Punkten oder darunter, sollten Sie die Potenzprobleme ärztlich abklären lassen. Je niedriger der Score, desto eher lohnt sich ein zeitnaher Termin.
Das heisst nicht, dass jede schwächere Erektion sofort behandelt werden muss. Gelegentliche Schwierigkeiten bei der Penetration, etwa nach einem stressigen Tag oder zu viel Alkohol, sind vollkommen normal. Behandlungsbedürftig sind Erektionsstörungen in der Regel erst, wenn sie über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten bestehen [5]. Trotzdem müssen Sie nicht abwarten: Wenn Sie die Probleme belasten, können Sie jederzeit ärztlichen Rat einholen.
Ein Arztbesuch ist vor allem deshalb sinnvoll, weil hinter Erektionsstörungen häufig körperliche Gründe stecken. Schätzungen zufolge sind rund 80 % der Erektionsstörungen organisch bedingt, etwa durch Durchblutungsstörungen, Diabetes oder ein Ungleichgewicht der Hormone [1]. Diese Ursachen lassen sich nur durch eine ärztliche Untersuchung feststellen und behandeln.
Unabhängig vom Score sollten Sie ärztlichen Rat einholen, wenn [1]:
- die Erektionsprobleme plötzlich und ohne erkennbaren Grund auftreten.
- Sie Schmerzen bei der Erektion haben oder sich Ihr Penis sichtbar verkrümmt.
- Sie bereits Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte oder Übergewicht haben.
- zusätzlich Beschwerden wie Brustschmerzen oder Atemnot bei Belastung auftreten.
- Ihr sexuelles Verlangen deutlich nachlässt oder Sie sich dauerhaft müde und antriebslos fühlen.
- die Probleme nach Beginn eines neuen Medikaments aufgetreten sind.
Was eine ärztliche Abklärung von Erektionsstörungen in der Schweiz kostet
Die ärztliche Abklärung von Erektionsstörungen gehört in der Schweiz grundsätzlich zu den Leistungen der obligatorischen Grundversicherung. Dazu zählen das Gespräch über Symptome und Sexualität, die körperliche Untersuchung und auch die Untersuchung von Blut, etwa von Blutzucker, Blutfetten oder Hormonen wie Testosteron. Wie viel Sie davon selbst bezahlen, hängt von Ihrem Versicherungsvertrag ab.
Zunächst tragen Sie die Kosten bis zur Höhe Ihrer gewählten Franchise selbst. Für Erwachsene liegt sie zwischen CHF 300 und CHF 2'500 pro Jahr. Erst danach beteiligt sich die Krankenkasse. Von den weiteren Kosten zahlen Sie noch 10 % Selbstbehalt, höchstens aber CHF 700 pro Jahr. Mit einer hohen Franchise bezahlen Sie eine einzelne Abklärung oft vollständig selbst, mit einer tiefen Franchise ist der Eigenanteil gering.
Anders sieht es bei der Behandlung aus. Die medikamentöse Behandlung mit PDE-5-Hemmern wird nicht von der Grundversicherung vergütet. Je nach Vertrag kann eine Zusatzversicherung allerdings einen Teil der Kosten übernehmen. Bei einer Psychotherapie können die Kosten unter bestimmten Voraussetzungen von der Grundversicherung übernommen werden.
Holen Sie sich daher die notwendigen Informationen am besten vorab bei Ihrer Krankenkasse, dann bleibt das Risiko unerwarteter Kosten gering.
Behandlungsmöglichkeiten bei Erektionsstörungen
Erektionsstörungen lassen sich in den meisten Fällen gut behandeln. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt von der Ursache ab. Oft ist eine Anpassung des Lebensstils der erste Schritt. Liegt eine körperliche Ursache vor oder reichen Lebensstilmassnahmen nicht aus, kommen häufig PDE-5-Hemmer zum Einsatz. Stecken psychische Faktoren dahinter, kann eine psychotherapeutische Begleitung helfen. Darüber hinaus gibt es Erektionshilfen und als letzte Option chirurgische Eingriffe [1].
Anpassungen im Lebensstil als erster Schritt
Erektionsstörungen hängen häufig mit Durchblutungsstörungen, Diabetes oder Übergewicht zusammen. Daher kann die Behandlung am Lebensstil ansetzen. Massnahmen wie ein Rauchstopp, regelmässige Bewegung, Abnehmen, weniger Alkoholkonsum, ausreichend Schlaf und weniger Stress können helfen, die Erektionsfähigkeit zu verbessern [1].
Ebenso wichtig ist, dass bestehende Grunderkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhte Blutfettwerte gut eingestellt sind [1].
PDE-5-Hemmer wie Sildenafil und Tadalafil
PDE-5-Hemmer wie Viagra helfen bei Erektionsstörungen. Sie gelten als medikamentöse Standardtherapie. Die Wirkstoffe hemmen das Enzym Phosphodiesterase-5 und fördern so den Blutfluss in die Schwellkörper des Penis. Eine Erektion entsteht dabei nur unter sexueller Stimulation und nicht automatisch [1].
In der Schweiz sind zahlreiche PDE-5-Hemmer erhältlich. Dazu gehören etwa Viagra mit dem Wirkstoff Sildenafil, Cialis mit dem Wirkstoff Tadalafil oder Spedra mit dem Wirkstoff Avanafil. Jedes Präparat hat seine eigenen Eigenschaften. Sildenafil ist etwa die Standardvariante. Tadalafil hat im Vergleich eine längere Wirkdauer von bis zu 36 Stunden. Avanafil hat einen schnelleren Wirkeintritt und kann bereits nach etwa 15 Minuten seine Wirkung entfalten [1].
Alle PDE-5-Hemmer sind in der Schweiz verschreibungspflichtig. Dabei prüft ein Arzt, ob die Einnahme für Sie geeignet ist und ob es Aspekte wie Gegenanzeigen oder anderweitige Medikamente gibt, die gegen die Therapie sprechen [1].
Psychotherapeutische und paartherapeutische Unterstützung
Stehen psychische Faktoren wie Stress, Versagensangst, Beziehungskonflikte oder eine Depression hinter den Erektionsproblemen, kann eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll sein. In einer Sexual- oder Verhaltenstherapie lernen Betroffene, den Leistungsdruck abzubauen und belastende Denkmuster zu verändern. Eine Paartherapie bezieht die Partnerin oder den Partner mit ein und hilft, offen über Sexualität und Erwartungen zu sprechen [1].
Erektionshilfen und chirurgische Optionen
Helfen diese Ansätze nicht, gibt es weitere Möglichkeiten. Hauptsächlich stehen die folgenden Optionen zur Verfügung [1]:
- Vakuumpumpe: Ein Zylinder über dem Penis erzeugt einen Unterdruck, der Blut in den Schwellkörper zieht. Ein Penisring hält die Erektion anschliessend aufrecht.
- Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT): Betroffene spritzen sich vor dem Geschlechtsverkehr einen gefässerweiternden Wirkstoff wie Alprostadil direkt in den Schwellkörper. Die Erektion tritt nach wenigen Minuten ein.
- Penisprothese: Als letzte Option kommt ein Implantat in die Schwellkörper infrage. Der Eingriff wird vor allem bei schweren Erektionsstörungen vorgenommen, wenn andere Therapien nicht wirken.
Häufige Fragen
Rund um Selbsttests und die Behandlung von Erektionsstörungen tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf. Die wichtigsten Antworten haben wir hier kompakt zusammengefasst.
Kann ich anhand der Morgenerektion selbst testen, ob eine Störung vorliegt?
Die Morgenerektion liefert einen ersten Hinweis, ersetzt aber nicht die ärztliche Diagnose. Haben Sie regelmässig feste Morgenerektionen, funktionieren Durchblutung und Nerven in der Regel grundsätzlich. Die Ursache liegt dann eventuell eher im psychischen Bereich [4]. Fehlen die Morgenerektionen über Wochen oder sind sie deutlich schwächer geworden, kann eine körperliche Ursache dahinterstecken, die ärztlich abgeklärt werden sollte.
Ab wann spricht man von einer Erektionsstörung?
Von einer Erektionsstörung spricht man, wenn eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion über mindestens sechs Monate in der Mehrzahl der Versuche nicht zustande kommt oder nicht lange genug anhält [5]. Gelegentliche Probleme, etwa bei Stress oder nach Alkohol, gelten als normal.
Wie genau ist dieser Selbsttest?
Der IIEF-5 ist ein wissenschaftlich validierter Fragebogen. In der Validierungsstudie erkannte er 98 % der Männer mit Erektionsstörung korrekt [2]. Er kann also Hinweise liefern, wie ausgeprägt die Probleme sind, liefert aber keine Rückschlüsse auf die Ursachen. Die Ursachen können nur durch eine ärztliche Untersuchung geklärt werden. Zudem hängt das Ergebnis des Selbsttests stark davon ab, wie ehrlich Sie die Fragen beantworten.
Brauche ich ein Rezept für PDE-5-Hemmer?
Ja. In der Schweiz sind alle PDE-5-Hemmer verschreibungspflichtig. Ein Arzt prüft dabei, ob die Einnahme für Sie geeignet ist. Dabei muss er feststellen, dass Sie eine erektile Dysfunktion aufweisen und dass keine Gründe wie Gegenanzeigen oder anderweitige Medikamente gegen die Behandlung sprechen [1]. Das Rezept erhalten Sie in einer Arztpraxis vor Ort oder im Rahmen einer telemedizinischen Konsultation. Anschliessend können Sie das Rezept in einer Apotheke vor Ort einlösen oder bei einer Versandapotheke Ihre Potenzmittel online bestellen und bequem nach Hause schicken lassen.
Gibt es psychische Erektionsstörungen?
Ja. Psychische Belastungen wie Versagensangst, Beziehungsprobleme oder Depressionen können Erektionsstörungen auslösen oder verstärken [1]. Typisch ist, dass die nächtlichen und morgendlichen Erektionen normal bleiben, während die Probleme vor allem beim Geschlechtsverkehr auftreten [4]. In diesem Fall kann sich eine Psychotherapie lohnen, um die psychischen Ursachen zu behandeln.
Welches Potenzmittel ist am effektivsten?
Ein generell wirksamstes Potenzmittel gibt es nicht. Die zugelassenen PDE-5-Hemmer wirken bei den meisten Männern vergleichbar gut. Sie unterscheiden sich allerdings in anderen Aspekten, etwa in der Wirkdauer und wie schnell die Wirkung eintritt [1]. Welches Präparat am besten zu Ihnen passt, hängt von individuellen Faktoren ab und wird gemeinsam mit dem behandelnden Arzt entschieden.
-
[1] Salonia, A., Capogrosso, P., Boeri, L., Cocci, A., Corona, G., Dinkelman-Smit, M., Falcone, M., Jensen, C. F., Gül, M., Kalkanli, A., Kadioğlu, A., Martinez-Salamanca, J. I., Morgado, L. A., Russo, G. I., Serefoğlu, E. C., Verze, P., & Minhas, S. (2025). European Association of Urology guidelines on male sexual and reproductive health: 2025 update on male hypogonadism, erectile dysfunction, premature ejaculation, and Peyronie's disease. European Urology, 88(1), 76–102. https://doi.org/10.1016/j.eururo.2025.04.010
[2] Rosen, R. C., Cappelleri, J. C., Smith, M. D., Lipsky, J., & Peña, B. M. (1999). Development and evaluation of an abridged, 5-item version of the International Index of Erectile Function (IIEF-5) as a diagnostic tool for erectile dysfunction. International Journal of Impotence Research, 11(6), 319–326. https://doi.org/10.1038/sj.ijir.3900472
[3] Braun, M., Wassmer, G., Klotz, T., Reifenrath, B., Mathers, M., & Engelmann, U. (2000). Epidemiology of erectile dysfunction: Results of the 'Cologne Male Survey'. International Journal of Impotence Research, 12(6), 305–311. https://doi.org/10.1038/sj.ijir.3900622
[4] Hirshkowitz, M., & Schmidt, M. H. (2005). Sleep-related erections: Clinical perspectives and neural mechanisms. Sleep Medicine Reviews, 9(4), 311–329. https://doi.org/10.1016/j.smrv.2005.03.001
[5] American Psychiatric Association. (2013). Diagnostic and statistical manual of mental disorders (5th ed.). https://doi.org/10.1176/appi.books.9780890425596