Mounjaro-Dosierung: So finden Sie die passende Menge

Seit der EU-Zulassungserweiterung im Dezember 2023 steht Mounjaro auch für die Indikation Gewichtsmanagement zur Verfügung, nicht mehr ausschliesslich für Typ-2-Diabetes. Tirzepatid ist die einzige zugelassene Substanz, die gleichzeitig an GLP-1- und GIP-Rezeptoren angreift. Dieser duale Wirkmechanismus unterscheidet Mounjaro grundlegend von allen anderen Abnehmspritzen.
Die richtige Dosierung ist kein Hexenwerk, sie entscheidet massgeblich darüber, wie gut Mounjaro wirkt und wie gut Sie es vertragen. Der Wirkstoff Tirzepatid wird nicht auf einen Schlag in voller Stärke eingesetzt, sondern in einem klar definierten Stufenplan aufdosiert.
Warum das so ist, welche Dosierungen verfügbar sind und wann eine individuelle Anpassung sinnvoll wird, erfahren Sie hier.
Welche Mounjaro-Dosierungen gibt es in der Schweiz?
Mounjaro (Tirzepatid) ist als Fertigpen (KwikPen) in sechs Dosisstärken erhältlich. Jeder Pen enthält 2,4 ml Injektionslösung mit jeweils vier Dosen à 0,6 ml – ausreichend für vier Wochen Behandlung. Die Konzentration des Wirkstoffs Tirzepatid variiert je nach Stärke, das Volumen pro Injektion bleibt konstant.
|
2,5 mg Start |
5 mg Woche 5–8 |
7,5 mg Woche 9–12 |
10 mg Erhaltung |
12,5 mg Erhaltung |
15 mg Höchstdosis |
In der Schweiz und Deutschland stehen alle sechs Dosisstärken des Mounjaro KwikPen zur Verfügung – von 2,5 mg als Startdosis bis 15 mg als zugelassene Höchstdosis. [3]
Anfangsdosis vs. Erhaltungsdosis von der Abnehmspritze Mounjaro
Die 2,5-mg-Dosis dient ausschliesslich der Eingewöhnungsphase – sie ist pharmakologisch zu gering, um eine klinisch relevante Gewichtsreduktion zu erzielen.
Die erste therapeutisch wirksame Erhaltungsdosis ist 5 mg. Ob Sie dauerhaft bei 5, 10 oder 15 mg bleiben, hängt von Ihrem Ansprechen und Ihrer Verträglichkeit ab.
Medizinischer Hinweis: Mounjaro ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das ausschliesslich auf ärztliche Verordnung hin abgegeben wird – weder in der Schweiz noch in Deutschland ist ein Kauf ohne Rezept legal. Dosierungsänderungen dürfen ausschliesslich in Absprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin vorgenommen werden.
Mounjaro-Dosierungsplan im Überblick
Das Aufdosierungsschema ist von Lilly und der Zulassungsbehörde (EMA) für alle Patienten identisch vorgegeben. Es gibt keine individuelle Startdosis – jede Therapie beginnt bei 2,5 mg. Der Grund: Ein zu rascher Anstieg erhöht die Häufigkeit und Schwere gastrointestinaler Nebenwirkungen deutlich. Als Arzneimittel unterliegt Tirzepatid der strengen Zulassungskontrolle durch die EMA und Swissmedic; Wirksamkeit und Sicherheit sind durch klinische Studien mit über 15.000 Patienten belegt. [2, 6]
Start mit 2,5 mg
Die Anfangsdosis von 2,5 mg einmal wöchentlich wird vier Wochen lang beibehalten, bevor erstmals gesteigert wird. In diesem Zeitraum gewöhnt sich der Körper an den GLP-1/GIP-Doppelmechanismus des Wirkstoffs: Die Magenentleerung verlangsamt sich schrittweise, der Appetit beginnt zurückzugehen. Übelkeit und Durchfall – die häufigsten Nebenwirkungen in der Einleitungsphase – sind bei 2,5 mg am geringsten ausgeprägt.
Mounjaro unterstützt nicht nur die Gewichtsabnahme, sondern verbessert laut Studiendaten auch mehrere Risikofaktoren für die Gesundheit, wie beispielsweise den Blutdruck, die Triglyceride und den HbA1c-Wert.
Steigerung nach 4 Wochen
Nach vier Wochen bei 2,5 mg erfolgt die erste Erhöhung auf 5 mg einmal wöchentlich. Ab jetzt wird die Dosis frühestens alle vier Wochen gesteigert – niemals früher. Dieser Mindestabstand ist zwingend: Der Körper braucht Zeit, um sich an den neuen Wirkstoffspiegel zu adaptieren. Wer die Steigerung überstürzt, riskiert stärkere Magen-Darm-Beschwerden, die im schlimmsten Fall zum Therapieabbruch führen.
Monatlicher Aufbau bis zur Zielmenge
Jede Stufe wird vier Wochen lang gehalten. Wenn Verträglichkeit und Ansprechen gut sind, steigt die Dosis weiter. Falls Mounjaro-Spritze-Nebenwirkungen auftreten, verbleibt die Therapie auf der aktuellen Stufe – oder Ihr Arzt reduziert vorübergehend. Die Maximalgrenze von 15 mg einmal wöchentlich darf niemals überschritten werden.
Mounjaro Kwikpen Dosierung
|
Behandlungsphase |
Wochendosis |
Hinweis |
|
Woche 1–4 |
2,5 mg |
Anfangsdosis – Eingewöhnung, keine Wirksamkeitsdosis |
|
Woche 5–8 |
5 mg |
Erste Erhaltungsdosis – therapeutisch wirksam |
|
Woche 9–12 |
7,5 mg |
Steigerung nur bei guter Verträglichkeit |
|
Woche 13–16 |
10 mg |
Typische Zieldosis für viele Patienten |
|
Woche 17–20 |
12,5 mg |
Weitere Steigerung nach ärztlicher Beurteilung |
|
Ab Woche 21 |
15 mg |
Höchstdosis – Obergrenze nicht überschreiten |
Welche Dosis wirkt am besten?
Alle Dosierungen ab 5 mg sind klinisch wirksam. Der Unterschied liegt im Ausmass: Höhere Dosen erzielen in Studien grössere Gewichtsreduktionen, bringen aber auch ein höheres Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen mit sich. Nicht jeder Patient muss zwingend bis 15 mg aufdosieren – das Ziel ist die niedrigste Dosis, die eine klinisch bedeutsame Wirkung erzielt und gut verträglich ist.
Zusammenhang zwischen Dosis und Gewichtsverlust
Die SURMOUNT-1-Studie (NEJM 2022, n = 2.539, 72 Wochen) zeigt klare dosisabhängige Ergebnisse [1]:
|
Dosis |
Ø Gewichtsverlust (72 Wo.) |
% Patienten mit ≥ 5 % Verlust |
|
5 mg |
−15,0 % |
87 % |
|
10 mg |
−19,5 % |
89 % |
|
15 mg |
−20,9 % |
91 % |
|
Placebo |
−3,1 % |
35 % |
Maximaldosis - Mounjaro höchste Dosierung
15 mg pro Woche ist die Höchstdosis von Mounjaro – ohne Ausnahme. Eine Überschreitung bringt keinen zusätzlichen Nutzen, erhöht aber das Risiko schwerer Nebenwirkungen. Patienten, die bei 15 mg keine ausreichende Wirkung erzielen, sollten mit ihrem Arzt alternative Therapieansätze besprechen – nicht versuchen, die Dosis eigenmächtig zu erhöhen.
|
Viele Patienten erzielen bei 10 mg bereits mehr als 15 % Gewichtsverlust. Nicht die höchste, sondern die individuell passende Dosierung ist das Ziel der Therapie. |
Wie wendet man Mounjaro richtig an?

Die Mounjaro-Injektion erfolgt subkutan – das bedeutet: direkt unter die Haut, nicht in den Muskel und nicht in eine Vene. Dies erfolgt immer am gleichen Wochentag als einzelne Dosis.
Die Anwendung von Mounjaro-Kwikpen erfordert nach der ersten Einweisung durch Fachpersonal keine weitere medizinische Unterstützung – die Selbstinjektion lässt sich problemlos in den Wochenrhythmus integrieren.
Der Mounjaro-Fertigpen ist so konzipiert, dass keine manuelle Dosisselektion nötig ist – Dosierstärke und Injektionsvolumen sind ab Werk fixiert, was Anwendungsfehler minimiert.
Für eine korrekte Anwendung von Mounjaro gilt:
Immer derselbe Wochentag, immer eine neue Nadel, immer ein Wechsel der Injektionsstelle.
- Fertigpen vorbereiten
30 Minuten vor der Injektion aus dem Kühlschrank nehmen – kalte Injektionen sind unangenehmer. Etikett prüfen: Dosierung der Mounjaro-Injektionslösung muss mit der ärztlichen Verordnung übereinstimmen. Prüfen Sie vor jeder Anwendung den Inhalt des Pens: Trübe, verfärbte oder partikelenthaltende Lösung darf nicht injiziert werden.
- Nadel aufsetzen
Kompatible Einwegnadel (nicht im Lieferumfang) gerade aufschrauben. Äussere Kappe abnehmen und aufbewahren. Innere Kappe entfernen und entsorgen. Niemals eine Nadel zweimal verwenden – die Spitze wird sofort stumpf.
- Injektionsstelle wählen
Bauch (mind. 5 cm vom Bauchnabel entfernt), Oberschenkelvorderseite oder Oberarmrückseite (nur mit Hilfe). Stets zwischen den Stellen wechseln – wiederholte Injektionen an identischer Stelle können Hautverhärtungen verursachen, die die Wirkstoffaufnahme beeinträchtigen. Narben, Blutergüsse und gerötete Haut meiden.
- Dosierknopf auf «1» stellen und injizieren
Dosierknopf drehen bis «1» erscheint. Pen senkrecht auf die Haut setzen, Knopf vollständig durchdrücken und 5 Sekunden gedrückt halten. Nach 5 Sekunden zeigt das Dosierfenster «0» – die vollständige Dosis ist abgegeben.
- Nach der Injektion
Nadel gerade herausziehen.
Leichte Blutung: kurz mit Wattetupfer andrücken, nicht reiben.
Rötung oder leichtes Kribbeln an der Einstichstelle nach der Mounjaro-Injektion ist normal und klingt meist innerhalb weniger Stunden ab.
Gebrauchte Nadel sofort in den Kanüleneimer entsorgen. Pen nie mit anderen Personen teilen – auch nicht bei gewechselter Nadel.
Lagerung:
- Ungeöffnete Pens bei 2–8 °C im Kühlschrank.
- Nach Erstgebrauch bis zu 30 Tage bei max. 30 °C
- Nicht einfrieren.
- Zum Schutz vor Temperaturschwankungen sollte der Pen niemals direktem Sonnenlicht oder Frost ausgesetzt werden.
- Jeder Fertigpen enthält vier voreingestellte Dosen; nach vier Wochen Behandlung ist er vollständig aufgebraucht und wird entsorgt. [4]
Was tun bei vergessener oder falscher Dosis?
Vergessen nach weniger als 4 Tagen:
Injektion so bald wie möglich nachholen. Den nächsten regulären Wochentag danach beibehalten. Das Intervall zwischen zwei Dosen beträgt dann ausnahmsweise weniger als 7 Tage – das ist unproblematisch.
Vergessen nach mehr als 4 Tagen:
Eine vergessene Mounjaro-Injektion muss nicht nachgeholt werden, wenn seit dem regulären Termin mehr als vier Tage vergangen sind – einfach beim nächsten geplanten Wochentag weitermachen. Keine Nachholung, kein Aufholen durch höhere Dosen.
Doppelte Dosis:
Niemals zwei Dosen auf einmal injizieren, um eine vergessene Anwendung auszugleichen. Eine Überdosierung kann zu ausgeprägter Übelkeit, Erbrechen, Hypoglykämie und anderen schwerwiegenden Nebenwirkungen führen.
|
Wichtig: Tirzepatid hat eine Halbwertszeit von ca. 5 Tagen. Eine einzelne vergessene Dosis beeinträchtigt den Therapieerfolg kaum – aber eine selbstständige Dosisanpassung kann die Sicherheit der Behandlung gefährden. Kontaktieren Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. |
Kann die Mounjaro-Dosierung individuell angepasst werden?
Dosierungsanpassungen bei Mounjaro sind immer Sache des behandelnden Arztes oder der Ärztin – nie eine Eigenentscheidung des Patienten. Die Steigerung wird beim Kontrolltermin gemeinsam beurteilt: Wie hat sich das Gewicht entwickelt? Gab es Nebenwirkungen? Ist der HbA1c-Wert (bei Typ-2-Diabetes) im Zielbereich? Erst auf dieser Grundlage wird entschieden, ob die Dosis erhöht, beibehalten oder reduziert wird.
Einfluss von Gewicht, BMI und Stoffwechsel
Ein höherer Ausgangs-BMI (body mass index) bedeutet nicht automatisch, dass eine höhere Dosierung benötigt wird. Tirzepatid wirkt unabhängig vom Startgewicht über denselben Mechanismus. Was variiert, ist die individuelle Ansprechrate: Manche Patienten verlieren bei 5 mg bereits 15 % ihres Körpergewichts, andere brauchen 15 mg, um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Stoffwechselerkrankungen wie Insulinresistenz, Schilddrüsenunterfunktion oder polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) können das Ansprechen beeinflussen und erfordern eine engere ärztliche Begleitung.
Anpassung bei Nebenwirkungen
Treten auf einer Dosisstufe anhaltende gastrointestinale Nebenwirkungen auf, besteht keine Pflicht zur weiteren Steigerung. Ihr Arzt kann entscheiden, dass Sie länger als vier Wochen auf der aktuellen Dosis bleiben, oder – in seltenen Fällen – vorübergehend auf die vorherige Stufe zurückgehen. Ziel ist nicht die höchste Dosis, sondern die optimale Balance aus Wirksamkeit und Verträglichkeit.
|
Hinweis für Diabetiker: Wird Mounjaro in Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen eingesetzt, ist eine engmaschige Überwachung des Blutzuckers unerlässlich, da das Hypoglykämierisiko steigt. |
Dosierung bei Vorerkrankungen

Typ-2-Diabetes mellitus:
Das Aufdosierungsschema ist identisch. Mounjaro ist für Typ-2-Diabetiker mit unzureichend kontrolliertem Blutzucker zugelassen und verbessert sowohl Gewicht als auch HbA1c. Patienten, die bereits Insulin oder Sulfonylharnstoffe nehmen, sollten unter ärztlicher Aufsicht auf Hypoglykämien überwacht werden – die Begleitmedikation muss ggf. reduziert werden. [5]
Übergewicht und Adipositas (ohne Diabetes):
Für die Indikation Gewichtsmanagement gilt dasselbe Schema. Voraussetzung: BMI ≥ 30 oder BMI ≥ 27 mit mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung (z. B. Bluthochdruck, Schlafapnoe, Dyslipidämie). In der Schweiz und in Deutschland ist Mounjaro für diese Indikation zugelassen; eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung erfolgt in der Regel nicht.
Weitere gesundheitliche Faktoren:
Bei Niereninsuffizienz und leichter Leberfunktionsstörung ist laut Fachinformation keine Dosisanpassung erforderlich. Bei schwerer Nieren- oder Leberinsuffizienz liegen bislang begrenzte Daten vor – hier ist Vorsicht geboten und eine engmaschige ärztliche Kontrolle notwendig.
Mounjaro ist bei Überempfindlichkeit gegen Tirzepatid, bekanntem medullärem Schilddrüsenkarzinom oder MEN 2 kontraindiziert.
Besondere Bevölkerungsgruppen:
Mounjaro ist für Kinder und Jugendliche ≥ 10 Jahre mit Typ-2-Diabetes zugelassen, deren Diabetes unzureichend eingestellt ist. Es ist nicht für die Gewichtsregulierung bzw. die Behandlung von Adipositas bei Kindern zugelassen. Die derzeitige Zulassung zur Behandlung von Adipositas gilt nur für Erwachsene.
In der Schwangerschaft und Stillzeit muss die Therapie beendet werden.
Sprechen Sie alle Vorerkrankungen und laufenden Medikamente mit Ihrem Arzt oder Apotheker durch, bevor Sie mit Mounjaro beginnen.
Häufige Fehler bei der Mounjaro-Dosierung
Die meisten Probleme in der Mounjaro-Therapie entstehen nicht durch den Wirkstoff selbst, sondern durch Anwendungsfehler. Die häufigsten:
- Zu schnelle Dosiserhöhung: Die 4-Wochen-Frist zwischen den Stufen ist Pflicht, nicht Empfehlung. Wer früher steigert, riskiert ausgeprägte Übelkeit und Erbrechen.
- Eigenständige Dosisanpassung: Weder die Mounjaro-Dosierung ohne Rücksprache erhöhen noch die Mounjaro-Dosierung reduzieren. Wenn Sie Anliegen zur Verträglichkeit haben oder sich bezüglich einer möglichen Dosissteigerung unsicher sind, sprechen Sie dies beim nächsten Check-in aktiv an. Dosierungsentscheidungen sollten nie eigenständig getroffen werden. Tirzepatid beeinflusst Blutzucker, Magenentleerung und Herzfrequenz – Anpassungen haben systemische Konsequenzen.
- Falsches Injektionsintervall: Die Anwendung ist auf einmal wöchentlich beschränkt – häufigere Injektionen erhöhen nicht die Wirkung, wohl aber das Risiko unerwünschter Reaktionen.
- Falsche Dosisstärke verwenden: Jeder Stufenwechsel erfordert eine neue Packung. Den Pen einer anderen Dosisstärke zu verwenden, führt zu Unter- oder Überdosierung.
- Pen nicht auf Raumtemperatur gebracht: Direkt aus dem Kühlschrank injizierte Lösungen sind deutlich unangenehmer und können lokale Reaktionen verstärken.
- Nadel wiederverwenden: Einwegnadeln sind für eine Injektion konzipiert. Wiederverwendung erhöht das Infektionsrisiko und macht den Einstich schmerzhafter.
| Vor Operationen: Tirzepatid verlangsamt die Magenentleerung erheblich. Informieren Sie das Narkoseteam immer über Ihre Mounjaro-Therapie. Die letzte Dosis sollte in Absprache mit dem Arzt am Operationstag oder Vortag ausgelassen werden. |
FAQ zur Mounjaro-Dosierung
Wie lange sollte man auf einer Mounjaro-Dosis bleiben?
Mindestens vier Wochen, bevor eine Steigerung in Betracht kommt. Es gibt keine Höchstgrenze nach oben: Wenn Sie Ihre Zieldosis erreicht haben und gut darauf ansprechen, bleiben Sie dort – so lange wie die Therapie verordnet ist.
Sind höhere Dosierungen wirksamer für den Gewichtsverlust?
Ja, dosisabhängig – aber der Unterschied ist ab 10 mg marginal. Zwischen 10 mg (−19,5 %) und 15 mg (−20,9 %) liegt weniger als 2 Prozentpunkte-Differenz im mittleren Gewichtsverlust. Die Entscheidung für 15 mg macht dann Sinn, wenn bei 10 mg noch keine ausreichende Wirkung erreicht wurde und die Verträglichkeit stimmt.
Welche Dosis eignet sich für schnelles Abnehmen?
Beim Abnehmen mit Medikamenten gibt es keine Abkürzungen. Die Startdosis 2,5 mg ist pharmakologisch notwendig – wer sie überspringen will, erhöht massgeblich das Nebenwirkungsrisiko. Rasche Gewichtsabnahme beginnt typischerweise ab 5 mg und verstärkt sich mit steigender Dosis.
Beeinflusst die Ernährung die benötigte Dosierung?
Die Dosierung wird nicht durch die Ernährung bestimmt – das Schema ist fix. Aber: Mounjaro ist als Ergänzung zu Diät und Bewegung zugelassen, nicht als Ersatz. Wer parallel die Ernährungsqualität verbessert (mehr Protein, weniger stark verarbeitete Lebensmittel), erzielt bei gleicher Dosis bessere Ergebnisse und schützt die Muskelmasse während der Gewichtsabnahme.
Kann sich der Körper an Mounjaro gewöhnen (Tachyphylaxie)?
Echte Toleranzentwicklung im pharmakologischen Sinne ist für Tirzepatid nicht bekannt. Was beobachtet wird: Ein Teil des Gewichtsverlusts verlangsamt sich nach ca. 36–52 Wochen, weil der Körper einen neuen Sollwert findet. Das ist kein Wirkverlust, sondern ein physiologisches Plateau. Die Lösung ist nicht eine höhere Dosis, sondern ggf. Anpassung der Lebensstilkomponenten.
Was passiert nach dem Absetzen von Mounjaro?
Ohne Tirzepatid kehren Appetit und Magenentleerungsgeschwindigkeit auf das Ausgangsniveau zurück. Mounjaro-Erfahrungsberichte und Studien weisen darauf hin, dass nach Beendigung einer Diät eine Gewichtszunahme zu verzeichnen ist, insbesondere, wenn keine langfristigen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten etabliert wurden. Mounjaro ist als Langzeittherapie gedacht; ein Absetzen sollte immer mit dem Arzt besprochen werden.
Wo kann ich Mounjaro in der Schweiz kaufen?
Bitte beachten Sie, dass Mounjaro Kwikpen in der Schweiz ausschließlich auf ärztliche Verschreibung erhältlich ist. Sie können es in Präsenz- und zugelassenen Versandapotheken erwerben. Kaufen Sie niemals über nicht autorisierte Online-Quellen: Gefälschte Tirzepatid-Pens mit falschen Dosierungen wurden bereits beschlagnahmt. Bei health&go können Sie Ihre Eignung online prüfen lassen und – bei medizinischer Eignung – ein Rezept erhalten.
Kann ich Mounjaro zum Abnehmen verwenden, wenn ich keinen Diabetes habe?
Ja. Mounjaro ist seit Dezember 2023 auch ohne Diabetes-Diagnose zugelassen, wenn ein BMI ≥ 30 vorliegt oder ein BMI ≥ 27 mit einer gewichtsbedingten Folgeerkrankung. Die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung ist in Deutschland und der Schweiz in dieser Indikation aktuell nicht vorgesehen.
Wie stelle ich die Mounjaro-Dosierung ein?
Am Pen selbst gibt es keine einstellbare Dosis – jede Dosisstärke ist eine eigene Packung. Um die Mounjaro-Dosierung zu erhöhen, benötigen Sie ein neues Rezept von Fachpersonal für die nächsthöhere Stärke (z. B. von 5 mg auf 7,5 mg). Eigenmächtige Anpassungen sind nicht möglich und auch nicht zulässig.
Wie füge ich Mounjaro in meinen Alltag und meine körperliche Aktivität ein?
Wählen Sie einen festen Wochentag für Ihre Mounjaro-Injektion, der sich gut in Ihre Routine einfügt – zum Beispiel montags morgens. Körperliche Aktivität kann an jedem Tag der Woche stattfinden; es gibt keine Einschränkung, an welchem Tag relativ zur Injektion Sie trainieren sollten. Die Kombination aus regelmässiger Bewegung und Mounjaro verbessert nachweislich die Körperzusammensetzung und den Muskelerhalt.
Welche Anliegen sollte ich vor der ersten Mounjaro-Injektion mit meinem Arzt besprechen?
Informieren Sie Ihren Arzt über alle laufenden Medikamente (besonders Insulin, Blutzuckersenker, Blutdruckmittel), geplante Operationen, bestehende Magen-Darm-Erkrankungen sowie persönliche oder familiäre Vorgeschichte von Schilddrüsenkrebs. Je vollständiger das Bild, desto sicherer lässt sich die Mounjaro-Dosis von Anfang an auf Ihre Gesundheit abstimmen.
Quellen
- Jastreboff AM et al. Tirzepatide Once Weekly for the Treatment of Obesity. N Engl J Med. 2022;387(3):205–216. https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2206038
- EMA: Mounjaro EPAR Medicine Overview, September 2022 (aktualisiert 2024). https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/mounjaro
- Lilly Deutschland GmbH: Mounjaro Fachinformation, Stand Januar 2026. https://www.fachinfo.de/fi/detail/023865/mounjaro-r
- Patienteninfo-Service: Gebrauchsinformation Mounjaro KwikPen 2,5–15 mg. patienteninfo-service.de
- G-BA Nutzenbewertung Tirzepatid (Diabetes mellitus Typ 2), Beschluss 02.05.2024. https://www.g-ba.de/bewertungsverfahren/nutzenbewertung/1009/
- Swissmedic: Arzneimittelinformation Mounjaro, aktualisiert 2024. swissmedicinfo.ch