Sildenafil ist ein bewährter Wirkstoff zur Behandlung der erektilen Dysfunktion. Wie jedes Arzneimittel kann auch die Einnahme von Sildenafil Nebenwirkungen hervorrufen. Die meisten Nebenwirkungen sind zwar leicht und vorübergehend, in seltenen Fällen können jedoch schwerwiegende Beschwerden auftreten, insbesondere bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Wechselwirkungen oder einer ungeeigneten Dosierung. Eine ärztliche Abklärung vor der Einnahme ist daher unerlässlich.
Dieser Beitrag gibt Patienten, die Sildenafil als Therapieoption in Betracht ziehen, einen Überblick, welche Sildenafil Nebenwirkungen häufig auftreten, welche Warnzeichen Sie kennen sollten und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten.
Wie häufig kommt es bei Sildenafil zu Nebenwirkungen?
Wie häufig Nebenwirkungen auftreten, hängt unter anderem vom Wirkstoff, der Dosierung, dem allgemeinen Gesundheitszustand und der gleichzeitigen Einnahme anderer Medikamente ab. Die meisten Menschen vertragen die Einnahme von Sildenafil gut. Dennoch kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Deshalb sollte der Einsatz des Potenzmittels stets ärztlich abgeklärt werden, insbesondere bei bestehenden Vorerkrankungen wie Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.
Die Häufigkeit von Nebenwirkungen wird in den Fachinformationen nach festen Kategorien angegeben [1]. So lässt sich besser einschätzen, wie wahrscheinlich bestimmte Beschwerden während der Behandlung von Erektionsstörungen sind.
Von leicht bis selten: ein Überblick
Zur Bewertung der Sicherheit einer Substanz werden Nebenwirkungen nach ihrer Häufigkeit eingeteilt. Die folgende Übersicht zeigt Dir die wichtigsten Kategorien [1]:
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Häufigkeitskategorie |
Bedeutung |
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Sehr häufig |
Betrifft mehr als 1 von 10 Behandelten |
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Häufig |
Betrifft 1 bis 10 von 100 Behandelten |
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Gelegentlich |
Betrifft 1 bis 10 von 1000 Behandelten |
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Selten |
Betrifft 1 bis 10 von 10000 Behandelten |
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Sehr selten |
Betrifft weniger als 1 von 10000 Behandelten |
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Nicht bekannte Häufigkeit |
Häufigkeit anhand der verfügbaren Daten nicht abschätzbar |
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick, welche Nebenwirkungen von Sildenafil in die jeweiligen Kategorien fallen [1]. Im Anschluss behandeln wir die einzelnen Nebenwirkungen.
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Häufigkeitskategorie |
Typische Nebenwirkungen bei Sildenafil |
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Sehr häufig |
Keine bekannt |
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Häufig |
Kopfschmerzen, Gesichtsrötung (Flush), Hitzewallungen, verstopfte Nase, Verdauungsbeschwerden |
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Gelegentlich |
Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Hautausschläge, Müdigkeit, Herzklopfen, verschwommenes Sehen |
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Selten |
Starke allergische Reaktionen, Brustschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Priapismus, plötzlicher Hörverlust, schwerwiegende Sehstörungen |
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Sehr selten |
Nichtarteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION), schwere Hautreaktionen |
Diese Nebenwirkungen können bei Sildenafil auftreten
Sildenafil gehört zur Gruppe der PDE-5-Hemmer bzw. PDE-5-Inhibitoren. Der Wirkstoff hemmt das Enzym Phosphodiesterase-5, verbessert die Durchblutung des Penis und unterstützt so die Behandlung von Erektionsstörungen. Dieselben Wirkungen, die für den gewünschten Effekt beim Geschlechtsverkehr sorgen, können jedoch in anderen Bereichen des Körpers Nebenwirkungen auslösen.
Wir behandeln erstmal die häufigsten Nebenwirkungen von Sildenafil. Diese Beschwerden sind in den meisten Fällen leicht ausgeprägt und klingen von selbst wieder ab [1]. Welche Nebenwirkungen konkret auftreten und wie stark sie empfunden werden, kann unter anderem von der Dosierung, der individuellen Reaktion des Patienten, bestehenden Vorerkrankungen und der gleichzeitigen Einnahme anderer Medikamente abhängen.
Kopfschmerzen und Schwindel
Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen von Sildenafil. Sie entstehen, weil der Wirkstoff nicht nur die Blutgefässe im Penis erweitert, sondern auch in anderen Körperregionen. Dadurch kann sich der Blutdruck vorübergehend verändern, was bei manchen Patienten Schwindel auslösen kann.
Die Beschwerden sind meist leicht bis mässig ausgeprägt und verschwinden oft von selbst [1]. Sollten Kopfschmerzen oder Schwindel sehr stark ausfallen, wiederholt auftreten oder mit Brustschmerzen oder Kreislaufproblemen einhergehen, sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen.
Hitzewallungen und Gesichtsrötung
Gesichtsrötung (Flush), häufig begleitet von einem Wärmegefühl, zählt zu den typischen Nebenwirkungen nach der Einnahme von Sildenafil. Die Ursache ist wieder die Erweiterung der Blutgefässe, wodurch die Haut stärker durchblutet wird. Viele Betroffene empfinden ein Wärmegefühl im Gesicht, am Hals oder im oberen Brustbereich.
Diese Reaktion ist in der Regel harmlos und klingt nach einiger Zeit wieder ab [1]. Falls die Beschwerden wiederholt auftreten oder belastend sind, kann der Arzt prüfen, ob eine Anpassung der Dosierung sinnvoll ist.
Magen-Darm-Beschwerden
Zu den möglichen Magen-Darm-Beschwerden gehören Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsstörungen. Diese treten deutlich seltener auf als Kopfschmerzen oder Gesichtsrötungen.
Magen-Darm-Beschwerdne klingen meist von selbst wieder ab und erfordern keine besondere Behandlung. Halten sie lange an oder sind sie stark ausgeprägt, sollte die weitere Anwendung von Sildenafil mit dem Arzt besprochen werden.
Verstopfte Nase
Eine verstopfte Nase kann durch die gefässerweiternde Wirkung von Sildenafil auf die Schleimhäute entstehen [1]. Diese Beschwerden sind meist mild ausgeprägt und klingen mit dem Nachlassen der Wirkungen des Arzneimittels wieder ab. Treten zusätzlich Hautausschlag, Atemnot oder Anzeichen einer allergischen Reaktion auf, sollte die Einnahme von Sildenafil beendet und ein Arzt konsultiert werden.
Sehstörungen durch Sildenafil

Sehstörungen gehören zu den selteneren Nebenwirkungen von Sildenafil. Sehstörungen können entstehen, weil der Wirkstoff neben der Phosphodiesterase-5 in geringem Masse auch verwandte Enzyme im Auge beeinflussen kann. Dadurch kann es vorübergehend zu Veränderungen des Farbsehens, einer erhöhten Lichtempfindlichkeit oder verschwommenem Sehen kommen.
Ein typisches Beispiel ist, dass Patienten einen bläulichen Farbstich nach der Einnahme von Sildenafil wahrnehmen.
Die Sehstörungen verschwinden meist wieder, sobald die Wirkungen des Arzneimittels nachlassen. Die üblichen, vorübergehenden Sehstörungen bilden sich in der Regel wieder zurück und verursachen keine bleibenden Schäden. In seltenen Fällen können jedoch schwerwiegende Augenerkrankungen auftreten. Dazu zählt insbesondere die nichtarteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION), bei der es zu einem plötzlichen Sehverlust kommen kann [3]. Patienten, die bereits einen Sehverlust infolge einer ischämische Optikusneuropathie erlitten haben, dürfen Sildenafil nicht einnehmen [1].
Seltene, aber ernste Nebenwirkungen
Die meisten Nebenwirkungen von Sildenafil sind vorübergehend und erfordern keine besondere Behandlung. In seltenen Fällen kann die Anwendung von PDE-5-Inhibitoren jedoch schwerwiegende Komplikationen verursachen, die sofort medizinisch abgeklärt werden müssen.
Das Risiko kann unter anderem bei bestimmten Vorerkrankungen, höheren Dosierungen oder der gleichzeitigen Einnahme bestimmter Medikamente erhöht sein. Vor allem Männer mit Vorerkrankungen oder Männer, die Arzneimittel gegen Lungenhochdruck einnehmen, sollten Sildenafil ausschliesslich nach ärztlicher Rücksprache verwenden [1].
Die folgenden Abschnitte zeigen, welche Warnzeichen Sie kennen sollten und warum in diesen Situationen keine Zeit verloren gehen darf. Eine rasche Behandlung kann entscheidend sein, um Langzeitschäden zu vermeiden.
Herz-Kreislauf-Beschwerden und Brustenge
Sildenafil beeinflusst die Blutgefässe und kann dadurch den Blutdruck senken. Für die meisten Menschen ist das unproblematisch. Bei Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente können jedoch Nebenwirkungen durch die Einnahme von Sildenafil auftreten.
Treten nach der Einnahme des Potenzmittels Brustschmerzen, starke Atemnot, Schwindel oder Kreislaufprobleme auf, sollte unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Das gilt insbesondere für Patienten mit Herzerkrankungen oder für Männer, die Arzneimittel gegen Lungenhochdruck einnehmen [1].
Der Wirkstoff Sildenafil ist kein Auslöser für Herzversagen.
Anhaltende Erektion (Priapismus)
Eine Dauererektion wird medizinisch Priapismus genannt, wenn sie über mehr als vier Stunden besteht und selbst trotz fehlender sexueller Stimulation nicht abklingt. Das ist eine seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung von Sildenafil.
Sildenafil hemmt das Enzym Phosphodiesterase - 5 (PDE-5). Dadurch wird der Abbau von zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP) verlangsamt und die durch Stickstoffmonoxid ausgelöste Gefäßerweiterung im Penis verstärkt. In seltenen Fällen kann dieser Effekt über das gewünschte Mass hinaus anhalten.
Bleibt ein Priapismus unbehandelt, kann er zu dauerhaften Schäden am Penis führen. Daher sollte bei einer Dauererektion unverzüglich eine Notaufnahme aufgesucht werden [1].
Es wird nicht empfohlen, die Dauererektion abzuwarten oder eine weitere Tablette einzunehmen.
Beeinflusst die Dosierung die Nebenwirkungen?
Die Dosierung hat einen wesentlichen Einfluss darauf, wie gut Sildenafil vertragen wird. Grundsätzlich gilt: Je höher die Dosis, desto stärker können sowohl die gewünschte Wirkung als auch Nebenwirkungen ausfallen. Daher ist Sildenafil verschreibungspflichtig und erfordert eine ärztliche Untersuchung. In diesem Rahmen wird der Arzt auch die individuelle Dosierung festlegen. Anschließend können Sie Sildenafil bestellen. Wer stattdessen das Originalpräparat bevorzugt, kann Viagra online nach einer ärztlichen Prüfung beziehen.
Sildenafil steht in den Dosierungen von 25 mg, 50 mg und 100 mg zur Verfügung. Für die meisten Patienten ist die empfohlene Dosis 50 mg, die etwa eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Je nach Wirksamkeit und Verträglichkeit kann der Arzt die Dosis auf 25 mg reduzieren oder auf 100 mg erhöhen. Die maximale Tagesdosis von Sildenafil beträgt 100 mg. Sildenafil sollte nicht mehr als einmal täglich eingenommen werden. Dasselbe gilt für Viagra Dosierungen.
Eine höhere Dosis führt nicht zwangsläufig zu besseren Ergebnissen. Stattdessen steigt das Risiko für Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Rötungen im Gesicht, eine verstopfte Nase, einen starken Abfall des Blutdrucks oder Verdauungsstörungen [1].
Wer sollte Sildenafil nicht einnehmen?

Sildenafil ist ein wirksames Potenzmittel zur Behandlung von Erektionsstörungen. Dennoch ist die Einnahme nicht für jeden geeignet. Bestimmte Vorerkrankungen und die gleichzeitige Anwendung anderer Medikamente können das Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen deutlich erhöhen. Deshalb sollte Sildenafil ausschliesslich nach ärztlicher Rücksprache und entsprechend der empfohlenen Dosierung bzw. Dosis eingenommen werden.
Sildenafil sollte nicht eingenommen werden bei:
- Nichtarteriitischer anteriorer ischämischer Optikusneuropathie (NAION) mit Sehverlust auf einem Auge
- Schwere Leberinsuffizienz
- Schwere Hypotonie (Blutdruck < 90/50 mmHg)
- Instabiler Angina pectoris
- Schwerer Herzinsuffizienz, wenn sexuelle Aktivität ärztlich nicht vertretbar ist
- Herzinfarkt innerhalb der letzten 90 Tage
- Schlaganfall innerhalb der letzten 6 Monate
- Seltenen erblichen degenerativen Netzhauterkrankungen wie Retinitis pigmentosa
Bei folgenden Erkrankungen ist besondere Vorsicht geboten, weshalb die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt besonders relevant ist:
- Koronarer Herzkrankheit
- Sonstige Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Herzrhythmusstörungen
- Hypertonie
- Eingeschränkter Nierenfunktion
- Leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung
- Anatomischen Veränderungen des Penis
- Erkrankungen mit erhöhtem Priapismus-Risiko wie Sichelzellenanämie
- Blutungsneigung
- Aktives Magengeschwür
Zudem gibt es Medikamente, welche nicht gleichzeitig mit Sildenafil eingenommen werden dürfen:
- Nitrate
- Stickstoffmonoxid-Donatoren
- Riociguat
Bei den folgenden Medikamenten ist besondere Vorsicht geboten:
- Alpha-Blocker
- Blutdrucksenkende Medikamente
- Ritonavir
- Cobiscistat
- Ketoconazol
- Itraconazol
- Clarithromycin
- Erythromycin
- Saquinavir
- Andere PDE-5-Hemmer
Einige davon wollen wir besonders betrachten. So benötigen etwa Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen in der Regel niedrigere Dosen. Zudem sollte Sildenafil nicht bei niedrigem Blutdruck eingenommen werden und es ist nicht für Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz geeignet. Was Medikamente angeht, kann Ritonavir die Plasmakonzentration von Sildenafil erheblich erhöhen. CYP3A4-Inhibitoren können die Wirkung von Sildenafil verstärken [1].
Wechselwirkungen mit Nitraten und Blutdruckmedikamenten
Die gefährlichste Wechselwirkung besteht zwischen Sildenafil und Nitraten bzw. Stickstoffmonoxid-Donatoren. Beide Arzneimittel erweitern die Blutgefässe und senken den Blutdruck. Bei gleichzeitiger Einnahme kann es zu einem starken Blutdruckabfall kommen. Deshalb dürfen Nitrate und Sildenafil niemals miteinander kombiniert werden.
Auch bei blutdrucksenkenden Medikamenten ist Vorsicht geboten. Sie sind zwar nicht grundsätzlich kontraindiziert, können aber die blutdrucksenkende Wirkung von Sildenafil verstärken. Besonders zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosisanpassung kann dadurch das Risiko für Schwindel oder einen Blutdruckabfall erhöht sein [1].
Sildenafil in der Schweiz: rezeptfrei mit Apothekenberatung
In der Schweiz gibt es eine Besonderheit bei Sildenafil. Bestimmte niedrig dosierte Präparate können in der kleinsten Packungsgrösse auch ohne Rezept in der Apotheke abgegeben werden. Voraussetzung ist lediglich eine Beratung in der Apotheke. Diese Beratung soll dazu dienen, mögliche Nebenwirkungen, Kontraindikationen und Wechselwirkungen abzuschätzen.
Was die Beratung in der Apotheke umfasst
Vor der Abgabe stellt die Apotheke verschiedene Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand und Ihrer Medikation. Dabei wird unter anderem geprüft, ob Vorerkrankungen gegen die Einnahme sprechen, ob Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bestehen, ob Sildenafil für Ihre Beschwerden geeignet ist und ob eine ärztliche Abklärung erforderlich ist.
Ergeben sich Hinweise auf Risiken oder eine bisher ungeklärte Ursache der erektilen Dysfunktion, erfolgt keine Abgabe. Stattdessen wird der Patient zur weiteren Untersuchung an einen Arzt verwiesen.
Was tun bei Nebenwirkungen?
Die meisten Nebenwirkungen von Sildenafil sind leicht ausgeprägt und klingen nach einigen Stunden von selbst wieder ab. Da reicht es häufig aus, die Beschwerden zu beobachten und bei der nächsten Einnahme mit dem behandelnden Arzt über eine mögliche Dosisanpassung zu sprechen.
Halten die Beschwerden länger an, verschlimmern sich oder treten sie nach jeder Einnahme auf, sollte die weitere Anwendung ärztlich geprüft werden.
Wann Sie sofort einen Arzt aufsuchen sollten
Suchen Sie umgehend medizinische Hilfe auf, wenn nach der Einnahme von Sildenafil schwere und seltene Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören insbesondere folgende [1]:
- Brustschmerzen
- Starke Atemnot
- Kreislaufkollaps
- Priapismus
- Plötzlicher Sehverlust oder Sehstörungen
- Plötzlicher Hörverlust oder Hörminderung
- Schwere allergische Reaktionen
- Bewusstlosigkeit oder andere neurologische Beschwerden
Diese Symptome können auf eine seltene, aber ernsthafte Komplikation hinweisen und sollten sofort ärztlich abgeklärt werden.
Häufig gestellte Fragen zu Sildenafil-Nebenwirkungen
Viele Patienten haben dieselben Fragen, wenn es um die Nebenwirkungen von Sildenafil geht. Daher klären wir im Folgenden die häufigsten Fragen zu den Nebenwirkungen von Sildenafil.
Beeinflusst Alkohol die Nebenwirkungen von Sildenafil?
Ja. Alkohol und Sildenafil können unabhängig voneinander die Blutgefässe erweitern. Dadurch können insbesondere grössere Alkoholmengen zu Beschwerden wie Schwindel oder Kreislaufproblemen führen. Zudem kann Alkoholkonsum die Erektionsfähigkeit beeinträchten. Um die bestmögliche Wirkung zu erzielen und das Risiko für Beschwerden zu verringern, sollte Alkohol nur in geringen Mengen konsumiert oder möglichst vermieden werden.
Können sich Nebenwirkungen mit der Zeit verbessern?
Ja. Viele Patienten berichten, dass leichte Nebenwirkungen nach den ersten Einnahmen seltener eintreten oder weniger stark ausgeprägt sind. Halten Beschwerden jedoch an oder verschlimmern sie sich, sollte ein Arzt konsultiert werden. Mehr zu typischen Erfahrungen mit der Einnahme finden Sie in unserem Beitrag „Erfahrungen mit Viagra".
Sind die Nebenwirkungen bei Generika anders als beim Original Viagra?
Nein. Generika enthalten denselben Wirkstoff Sildenafil wie das Originalpräparat Viagra und müssen ihre Bioäquivalenz nachweisen. Daher unterscheiden sich Wirkung und Nebenwirkungen in der Regel nicht.
Ist eine Langzeiteinnahme von Sildenafil sicher?
Bei bestimmungsgemässer Anwendung und regelmässiger ärztlicher Kontrolle gilt Sildenafil auch bei längerer Einnahme als gut untersucht. Voraussetzung ist, dass Gegenanzeigen ausgeschlossen sind und die empfohlene Dosierung eingehalten wird [1].
Was tun, wenn Grapefruitsaft eingenommen wurde?
Grapefruitsaft sollte vor der Einnahme von Sildenafil vermieden werden. Er kann den Abbau des Wirkstoffs hemmen und somit den Sildenafilspiegel im Blut erhöhen. Das kann das Risiko für Nebenwirkungen steigern [2].
Ist Sildenafil gut fürs Herz?
Nein, Sildenafil ist kein Herzmedikament. Es wird primär zur Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt, um eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten [1].
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[1] Arzneimittelinformation Viagra (Sildeanfil). (o. J.). Swissmedicinfo. Abgerufen am 9. Juli 2026, von https://www.swissmedicinfo.ch/DetailPage/54642016
[2] Jetter A, Kinzig-Schippers M, Walchner-Bonjean M, Hering U, Bulitta J, Schreiner P, Sörgel F, Fuhr U. Effects of grapefruit juice on the pharmacokinetics of sildenafil. Clin Pharmacol Ther. 2002 Jan;71(1):21-9. doi: 10.1067/mcp.2002.121236. PMID: 11823754. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11823754/
[3] Pomeranz HD, Smith KH, Hart WM Jr, Egan RA. Sildenafil-associated nonarteritic anterior ischemic optic neuropathy. Ophthalmology. 2002 Mar;109(3):584-7. doi: 10.1016/s0161-6420(01)00976-9. PMID: 11874765. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11874765/