Sexualität

Tadalafil wirkt nicht: Mögliche Ursachen und was Sie tun können

Tadalafil wirkt nicht bei jedem Mann sofort oder gleich zuverlässig. Erfahren Sie, welche Ursachen hinter einer unzureichenden Wirkung stecken können, was Sie selbst beachten können und wann es sinnvoll ist, mit einem Arzt über die Behandlung zu sprechen.

Henrik Aulbach, Deutscher Medizintexter

Autor Henrik Aulbach

Geprüft von Dr. Dora Matis

Veröffentlicht am:

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Ein Mann, der eine gelbe Pille in der Hand hält und gestresst aussieht

Wenn Tadalafil nicht wirkt, liegt das oft nicht am Wirkstoff selbst. Häufiger sind Einnahmezeitpunkt, eine unpassende Dosierung, fehlende sexuelle Stimulation, psychische Belastungen, Begleiterkrankungen oder Wechselwirkungen der Grund.

Dieser Beitrag zeigt Patienten, denen das Potenzmittel ärztlich verordnet wurde, welche Gründe hinter der ausbleibenden Wirkung stecken können, was sich konkret tun lässt und welche Alternativen zur Behandlung von Erektionsstörungen es gibt. Manche Anwender brechen die Behandlung bereits nach wenigen missglückten Versuchen ab, obwohl eine korrekte Anwendung und gegebenenfalls eine Anpassung der Behandlung die Erfolgschancen verbessern können.

Wann beginnt Tadalafil zu wirken?

Dass sich bei den ersten Anwendungen von Tadalafil noch nicht der gewünschte Effekt einstellt, ist keine Seltenheit. Das ist also auch kein Zeichen dafür, dass das Präparat grundsätzlich ungeeignet ist. Es gibt zahlreiche Aspekte, welche dafür sorgen können, dass Tadalafil bei den ersten Anwendungen nicht so wirkt, wie erwünscht. Ein häufiger Schwachpunkt ist das Timing. Wer weiss, wann die Wirkung einsetzt, wie lange sie anhält und warum sie sich nicht auf Knopfdruck abrufen lässt, kann die Anwendung im Alltag besser planen.

Wirkungseintritt nach der Einnahme

Tadalafil kann bereits nach 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme wirken. Für die Bedarfstherapie wird empfohlen, die Tablette rund 30 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr einzunehmen. Bei manchen Patienten dauert es etwas länger, bis die volle Wirkung erreicht ist. Wie alle PDE-5-Inhibitoren entfaltet der Wirkstoff Tadalafil seine Wirkung ausserdem nur bei sexueller Stimulation [1].

Wie lange hält die Wirkung von Tadalafil an?

Die lange Wirkdauer ist das Merkmal, welches Tadalafil (bekannt unter dem Handelsnamen Cialis) von anderen Wirkstoffen gegen erektile Dysfunktion unterscheidet. Die Wirkung von Tadalafil kann bis zu 36 Stunden anhalten. Das bedeutet nicht, dass über diesen Zeitraum eine dauerhafte Erektion besteht, sondern es wird lediglich leichter, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten.

Neben dem Einsatz im Rahmen einer Bedarfstherapie kann Tadalafil in niedriger Dosierung auch täglich eingenommen werden, im Rahmen einer Konstanztherapie. Dann ist die Einnahme von Tadalafil zeitlich vom Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs entkoppelt. Welche Variante infrage kommt, entscheidet der behandelnde Arzt. Patienten, die Tadalafil Daily kaufen möchten, benötigen dafür ebenfalls eine ärztliche Verordnung.

Warum die Wirkung nicht sofort einsetzen muss

Viele Menschen denken, dass Tadalafil bei ihnen nicht wirkt, weil sie die Tablette zu spät oder unter ungünstigen Umständen einnehmen. Der Wirkstoff muss erst vom Körper aufgenommen und ein ausreichender Blutspiegel aufgebaut werden. Zudem können psychische Anspannung oder Erwartungsdruck die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen.

Hinzu kommt, dass eine erektile Dysfunktion häufig weitere Ursachen hat. Wenn also eine Grunderkrankung an der erektilen Dysfunktion beteiligt ist, kann das die Erektionsfähigkeit weiter beeinträchtigen. Bevor ein echtes Nichtansprechen angenommen wird, sollte die Anwendung korrekt durchgeführt und die Wirkung über mehrere Versuche beurteilt werden.

Warum wirkt Tadalafil nicht?

Wenn die Wirkung von Tadalafil ausbleibt, lohnt sich ein systematischer Blick auf die möglichen Gründe. Sie können gerne mit Ihrem Arzt zusammen besprechen, wie sich die Anwendung optimieren lässt. In den meisten Fällen liegen die Ursachen für die ausbleibende Wirkung in der Anwendung selbst, in der körperlichen oder psychischen Verfassung oder in Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln. Die folgenden Punkte decken die häufigsten Probleme ab und zeigen, wo Lösungsansätze ansetzen können.

Sexuelle Stimulation fehlt

Tadalafil hemmt das Enzym Phosphodiesterase-5 und sorgt dafür, dass die Blutgefässe im Penis unter sexueller Stimulation erweitert bleiben. Ausgelöst wird dieser Vorgang also erst durch sexuelle Erregung. Nur dann werden im Körper Prozesse losgetreten, an denen PDE-5-Hemmer wie Tadalafil ansetzen können. Tadalafil löst also keine spontane Erektion aus, sondern erleichtert es lediglich, bei sexueller Stimulation eine Erektion zu bekommen bzw. aufrechtzuerhalten [1].

Falsche Einnahme

Häufige Gründe, warum die erwünschte Wirkung ausbleibt, liegen in der Anwendung selbst.

Wird die Tablette etwa unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen, ist der Wirkstoffspiegel im Blut noch zu niedrig. Für die Bedarfstherapie ist daher ein zeitlicher Vorlauf von mindestens 30 bis 60 Minuten nötig.

Auch die Dosierung kann eine mögliche Ursache sein. Die Dosierung von Tadalafil wird immer durch den behandelnden Arzt bestimmt, weshalb bei einer ausbleibenden Wirkung mögliche Dosisanpassungen mit Ihrem Arzt besprochen werden können. Bei der Bedarfstherapie ist die Einnahme auf eine Tablette täglich begrenzt. Die Einnahme von mehr Tabletten verbessert nicht die Wirkung, sondern erhöht lediglich das Risiko für Nebenwirkungen.

Grundsätzlich wirkt Tadalafil unabhängig von Alkoholkonsum. Grössere Mengen Alkohol können jedoch allgemein die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen, weshalb für eine optimale Wirkung auf Alkohol verzichtet werden sollte oder nur in moderaten Mengen konsumiert werden sollte.

Die Dosierung ist nicht geeignet

Tadalafil ist in verschiedenen Wirkstärken erhältlich, die für unterschiedliche Anwendungsfälle vorgesehen sind. Die Dosierung von 5 mg wird bei Erektionsstörungen vor allem für die tägliche Konstanztherapie eingesetzt. Für die Bedarfstherapie sind 10 mg die übliche Anfangsdosis, während 20 mg die Höchstdosis darstellen und erst dann infrage kommen, wenn die niedrigere Stärke über mehrere Anwendungen hinweg nicht ausreichend gewirkt hat.

Eine Dosisanpassung wird meistens dann in Erwägung gezogen, wenn die Einnahme korrekt erfolgt ist, ausreichende sexuelle Stimulation vorlag und die Wirkung dennoch mehrfach hinter den Erwartungen zurückblieb. Eine Dosisänderung erfolgt dabei ausschliesslich nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt [3].

Zu hohe Erwartungen an die Wirkung

Bei manchen Patienten tritt die erwünschte Wirkung nicht ein, da sie Tadalafil Wirkungen zuschreiben, die der Wirkstoff nicht hat. Der Wirkstoff beeinflusst die Durchblutung des Penis bei sexueller Stimulation, nicht das sexuelle Verlangen bzw. die Libido. Wenn das sexuelle Verlangen fehlt, lässt sich das nicht mit Tadalafil therapieren.

Hinzu kommt, dass die Wirkung von Tadalafil individuell unterschiedlich ausfällt. Wie gut Tadalafil anschlägt, hängt unter anderem vom Alter, bestehenden Begleiterkrankungen und der Schwere der Erektionsstörung ab.

Psychische Ursachen

Die psychische Verfassung hat einen erheblichen Einfluss darauf, ob eine Erektion zustandekommt. Anhaltender Stress im Beruf oder Alltag kann das Nervensystem belasten und eine Erektion verhindern.

Besonders relevant ist der Leistungsdruck. Viele Patienten, die unter Impotenz leiden, empfinden einen hohen Leistungsdruck beim Geschlechtsverkehr, insbesondere wenn einige Versuche mit Tadalafil bereits missglückt sind. Dieser Kreislauf kann dazu beitragen, dass  Tadalafil trotz grundsätzlich ausreichender Wirksamkeit als wirkungslos erlebt wird.

Depressive Erkrankungen können ebenfalls das sexuelle Verlangen mindern und zu Erektionsproblemen führen. Bei psychischen Ursachen können Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt halten, um Lösungsansätze ausfindig zu machen.

Körperliche Ursachen

Bleibt die Wirkung trotz korrekter Anwendung unter günstigen Bedingungen aus, kommen körperliche Grunderkrankungen als Ursache infrage. Ein langjährig erhöhter Blutzucker bei Diabetes kann etwa die Nerven schädigen, wodurch Patienten schwächer auf PDE-5-Inhibitoren ansprechen können. Ähnlich verhält es sich bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Arteriosklerose, Bluthochdruck und koronare Herzkrankheit beeinträchtigen die Durchblutung generell und können dadurch eine Erektionsstörung begünstigen [2].

Auch hormonelle Störungen können eine Rolle spielen. Ein ausgeprägter Testosteronmangel kann zur erektilen Dysfunktion beitragen und bei manchen Männern mit einem schlechteren Ansprechen auf PDE-5-Hemmer verbunden sein. Bei Männern mit klinisch bestätigtem Hypogonadismus kann ein Testosteronmangel zum unzureichenden Ansprechen auf PDE5-Hemmer beitragen. In solchen Fällen sollte die hormonelle Ursache ärztlich abgeklärt und gegebenenfalls behandelt werden. Ebenso können Schilddrüsenfunktionsstörungen oder ein erhöhter Prolaktinwert die Therapie beeinträchtigen.

Übergewicht kann ebenfalls zu einer beeinträchtigten Erektionsfähigkeit beitragen [4].

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Tadalafil senkt den Blutdruck leicht. In Kombination mit Blutdrucksenkern und insbesondere Alphablockern kann dieser Effekt verstärkt werden, sodass Schwindel und Kreislaufbeschwerden entstehen können. In diesen Fällen muss eine Therapie mit Tadalafil ärztlich besonders eingeschätzt werden.

Streng kontraindiziert ist die gleichzeitige Anwendung von Tadalafil mit Nitraten, da beide in Kombination zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen können.

Zudem gibt es weitere Arzneimittel, die den Abbau von Tadalafil beschleunigen oder verlangsamen können und somit zu unvorhergesehenen Wirkverläufen führen können.

Einige Arzneimittel können den Tadalafil-Spiegel verändern. Starke CYP3A4-Hemmer wie Ketoconazol oder Ritonavir können die Tadalafil-Exposition erhöhen, während CYP3A4-Induktoren wie Rifampicin sie verringern können. Deshalb sollte die Begleitmedikation vor einer Dosisänderung ärztlich geprüft werden.

Tadalafil wirkt beim ersten Mal nicht – ist das normal?

Ein Haufen verschiedener Pillen auf dem Tisch

Nicht unbedingt. Ein fehlender Effekt bei der ersten Anwendung bedeutet noch nicht, dass Tadalafil grundsätzlich nicht wirkt. Vor einem Wechsel der Behandlung sollte geprüft werden, ob Dosis, Einnahmezeitpunkt und sexuelle Stimulation angemessen waren.

Studien zeigen, dass ein relevanter Teil der Patienten erst nach mehreren Anwendungen die volle Wirkung erlebt. Wenn die Wirkung zunächst nicht ausreicht, können unter anderem eine nicht optimale Anwendung, fehlende sexuelle Stimulation, psychische Faktoren oder zugrunde liegende Erkrankungen eine Rolle spielen. Zu den häufigsten Gründen, warum die Wirkung bei den ersten Malen ausbleibt, gehören ein zu kurzer zeitlicher Vorlauf, fehlende Entspannung oder Erwartungsängste [3].

Es wird daher empfohlen, den Wirkstoff über mehrere Anwendungen unter günstigen Bedingungen zu testen, bevor von einem Nichtansprechen ausgegangen wird. Erst wenn die Wirkung weiterhin ausbleibt, sollte mit dem behandelnden Arzt über eine Dosisanpassung oder über alternative Therapien gesprochen werden.

Was tun, wenn Tadalafil nicht wirkt?

Wenn Sie den Eindruck haben, dass Tadalafil nicht wirkt, müssen Sie die Behandlung nicht gleich aufgeben. In vielen Fällen lässt sich das Ergebnis durch gezielte Anpassungen bei der Anwendung verbessern. Die folgenden fünf Schritte helfen dabei, die Ursachen einzugrenzen und gemeinsam mit dem behandelnden Arzt eine Lösung zu finden.

Einnahme überprüfen

Zunächst sollte überprüft werden, ob Tadalafil korrekt angewendet wird, da eine nicht optimale Anwendung zu einer unzureichenden Wirkung beitragen kann. Prüfen Sie, ob zwischen Einnahme und Geschlechtsverkehr mindestens etwa 30 Minuten vergangen sind und ob ausreichende sexuelle Stimulation vorhanden war. Auch grössere Mengen Alkohol sollten Sie vermeiden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker. Weitere Informationen zur korrekten Anwendung können Sie der Packungsbeilage entnehmen.

Richtige Dosierung mit dem Arzt besprechen

Wenn die Anwendung korrekt erfolgt ist und Tadalafil weiterhin nicht wirkt, könnte eine Dosisanpassung infrage kommen. Eine Anpassung von 10 mg auf 20 mg kommt etwa infrage, wenn die niedrigere Stärke über mehrere Versuche hinweg nicht ausreichend gewirkt hat und keine Gründe wie Begleiterkrankungen gegen eine Dosiserhöhung sprechen.

Da Tadalafil in der Schweiz rezeptpflichtig ist, entscheidet immer der behandelnde Arzt über Dosisanpassungen. Eine eigenmächtige Erhöhung der Dosis sollte vermieden werden, weil das Risiko für Nebenwirkungen unvorhersehbar steigt. Daher können Dosisanpassungen nur in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt vorgenommen werden. Es ist nicht möglich, Tadalafil rezeptfrei zu kaufen in der Schweiz.

Lebensstil optimieren

Die Erektionsfähigkeit hängt eng mit der allgemeinen körperlichen Verfassung und der Gefässgesundheit zusammen. Rauchstopp, regelmässige Bewegung, eine Reduktion des Körpergewichts bei Übergewicht und ein massvoller Umgang mit Alkohol wirken sich positiv auf die Durchblutung der Schwellkörper im Penis aus.

Da diese Massnahmen allerdings nicht kurzzeitig, sondern langfristig wirken, sind sie als Ergänzung zur medikamentösen Behandlung zu verstehen.

Begleiterkrankungen behandeln

Wenn Tadalafil trotz korrekter Anwendung nicht wirkt, können unbehandelte Grunderkrankungen eine Ursache sein. Diabetes, Bluthochdruck, ein niedriger Testosteronspiegel oder eine beginnende Arteriosklerose können etwa eine Behandlung mit Tadalafil beeinträchtigen [2].

Daher können Sie zusammen mit Ihrem Arzt abklären, ob Grunderkrankungen bestehen. Ihr Arzt wird dann die entsprechenden Diagnosemethoden durchführen und Sie auf potenzielle Grunderkrankungen untersuchen.

Psychologische Faktoren berücksichtigen

Psychische Faktoren sollten ebenfalls berücksichtigt werden, da körperliche und psychische Ursachen einer Erektionsstörung gleichzeitig vorliegen können. Leistungsdruck, Versagensangst und Anspannung können die sexuelle Erregung und Erektionsfähigkeit beeinträchtigen, sodass trotz PDE5-Hemmer keine ausreichende Erektion entsteht. Hier kann es helfen, den Druck aus der Situation zu nehmen, etwa durch ein offenes Gespräch mit der Partnerin oder dem Partner. Bleiben die Probleme bestehen, kann eine Sexual- oder Psychotherapie sinnvoll sein, gegebenenfalls begleitend zur medikamentösen Behandlung.

Kann eine höhere Dosis von Tadalafil helfen?

Ein Mann, der in einer Arztpraxis gestresst ist

Manchmal kann es sinnvoll sein, eine Dosiserhöhung durchzuführen. Eine Dosiserhöhung wird dabei immer durch den behandelnden Arzt durchgeführt und nie im Alleingang. Wenn die Tadalafil-Dosis eigenmächtig erhöht wird, steigt nicht die Wahrscheinlichkeit für die erwünschte Wirkung, allerdings die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, verstopfte Nase oder Rückenschmerzen. Daher dürfen Dosiserhöhungen nur vom behandelnden Arzt veranlasst werden.

Welche Alternativen gibt es, wenn Tadalafil nicht wirkt?

Spricht ein Patient auch nach mehreren Anwendungen und einer angepassten Dosierung nicht auf Tadalafil an, stehen weitere Optionen zur Verfügung. Zu den besten Alternativen zu Tadalafil zählen zunächst andere PDE-5-Inhibitoren, die eine ähnliche Wirkweise haben. Führt auch das nicht zum Ziel, gibt es Behandlungsmöglichkeiten ausserhalb der Tablettentherapie.

Sildenafil

Sildenafil, bekannt unter dem Markennamen Viagra, ist der älteste Wirkstoff dieser Gruppe. Die Wirkung setzt in der Regel nach 30 bis 60 Minuten ein und hält etwa vier bis sechs Stunden an. Anders als bei Tadalafil kann eine fettreiche Mahlzeit die Aufnahme verzögern, weshalb die Einnahme möglichst auf nüchternen Magen oder nach einer leichten Speise erfolgen sollte. Für Patienten, die planbare Sexualität bevorzugen und keine lange Wirkdauer benötigen, ist Sildenafil eine etablierte medikamentöse Alternative. Da Sildenafil ebenfalls verschreibungspflichtig ist, kann man nur mit einem gültigen Rezept Sildenafil online kaufen.

Vardenafil

Vardenafil ähnelt Sildenafil hinsichtlich Wirkungseintritt und Wirkdauer und ist ebenfalls ein wirksamer PDE-5-Hemmer zur Behandlung der erektilen Dysfunktion. Auch hier kann eine fettreiche Mahlzeit den Wirkungseintritt verzögern. Vardenafil wird gelegentlich eingesetzt, wenn andere Wirkstoffe nicht ausreichend gewirkt haben oder schlecht vertragen wurden. Wer Vardenafil online bestellen möchte, benötigt auch hier ein gültiges ärztliches Rezept.

Avanafil

Avanafil, bekannt unter dem Markennamen Spedra, ist der neueste Wirkstoff dieser Gruppe und zeichnet sich durch einen schnellen Wirkungseintritt aus. Die Wirkung kann bereits nach etwa 15 bis 30 Minuten einsetzen. Die Wirkdauer liegt bei rund 6 Stunden. Da Avanafil eine selektivere Wirkung hat, wird es häufig gut vertragen, insbesondere hinsichtlich Nebenwirkungen wie Gesichtsrötung oder Sehstörungen.

Andere Behandlungsmöglichkeiten

Wenn PDE-5-Inhibitoren insgesamt nicht ausreichend wirken, stehen weitere Verfahren zur Verfügung.

Eine Vakuumpumpe erzeugt mechanisch einen Unterdruck, durch den Blut in die Schwellkörper des Penis einströmt. Ein Ring am Penisansatz hält die Erektion anschliessend aufrecht. Dieses Verfahren ist nicht-medikamentös und kann daher auch für Patienten geeignet sein, bei denen PDE-5-Hemmer kontraindiziert sind.

Bei der Schwellkörperautoinjektion (SKAT) wird ein gefässerweiternder Wirkstoff direkt in den Schwellkörper gespritzt. Die Erektion entsteht dabei unabhängig von sexueller Stimulation. Die Methode wirkt sehr zuverlässig, erfordert aber eine ärztliche Einweisung und regelmässige Kontrollen.

Ein Penisimplantat kommt erst dann infrage, wenn alle anderen Optionen ausgeschöpft sind. Der Eingriff ist irreversibel, führt aber zu hohen Zufriedenheitsraten.

Liegen überwiegend psychische Ursachen vor, ist eine Sexual- oder Psychotherapie der zielführende Ansatz. Das kann bei Bedarf von einer medikamentösen Behandlung begleitet werden.

Fazit

Wenn Tadalafil gegen Erektionsstörungen nicht wirkt, liegen die Ursachen häufig in der Anwendung selbst und nicht in einer Unwirksamkeit des Wirkstoffs. Die häufigsten Gründe sind ein zu kurzer Abstand zwischen Einnahme und Geschlechtsverkehr, eine noch nicht passende Dosierung, fehlende sexuelle Stimulation, psychischer Druck, Begleiterkrankungen oder Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln.

Es lohnt sich also ein systematisches Vorgehen, bei dem die Anwendung über mehrere Versuche hinweg unter günstigen Bedingungen versucht wird. Anschliessend können Sie Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten, um mögliche Ursachen zu klären. Durch eine systematische Abklärung lassen sich jedoch häufig geeignete Behandlungsoptionen finden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Nachfolgend klären wir die häufigsten Fragen, die Patienten haben, wenn Tadalafil bei ihnen nicht wirkt.

Wie lange sollte ich nach der Einnahme auf die Wirkung warten?

Tadalafil wirkt in der Regel innerhalb von 30 bis 60 Minuten. Planen Sie deshalb mindestens eine halbe Stunde Vorlauf ein, bei manchen Patienten dauert es etwas länger. Da die Wirkdauer bis zu 36 Stunden beträgt, besteht kein Zeitdruck. Auch mehrere Stunden nach der Einnahme ist der Wirkstoff noch aktiv.

Kann Alkohol dazu führen, dass Tadalafil nicht wirkt?

Alkohol verändert die Aufnahme von Tadalafil nicht wesentlich. Grössere Mengen Alkohol beeinträchtigen jedoch die Erektionsfähigkeit generell und können zusammen mit dem blutdrucksenkenden Effekt von Tadalafil Schwindel auslösen.

Kann eine Mahlzeit die Wirkung von Tadalafil beeinflussen?

Nein. Anders als bei Sildenafil beeinflussen Mahlzeiten die Aufnahme von Tadalafil nicht in klinisch relevantem Ausmass. Auch fettreiche Speisen sind unproblematisch. Tadalafil kann also unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden.

Sollte ich die Dosis erhöhen, wenn Tadalafil nicht wirkt?

Wenn 10 mg bei korrekter Anwendung nicht ausreichend wirken, kann der Arzt abhängig von Wirksamkeit und Verträglichkeit eine Erhöhung auf 20 mg erwägen. Eine höhere Dosis kann die Wirksamkeit verbessern, erhöht jedoch auch die Wahrscheinlichkeit bestimmter Nebenwirkungen. Die Dosis sollte deshalb nicht eigenständig verändert werden.

Ist Sildenafil wirksamer als Tadalafil?

Sildenafil und Tadalafil sind vergleichbar wirksam. Die Unterschiede liegen vor allem in der Wirkdauer und darin, ob Mahlzeiten den Wirkungseintritt beeinflussen. Sildenafil wirkt etwa vier bis sechs Stunden lang und sollte nicht nach fettreichem Essen eingenommen werden. Tadalafil wirkt bis zu 36 Stunden und kann unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden. Welcher Wirkstoff besser passt, hängt also eher von persönlichen Bedürfnissen ab.

Wirkt Tadalafil bei jedem Mann?

Nein. Einige Patienten sprechen nicht ausreichend auf PDE-5-Hemmer an, etwa bei Nervenschädigungen im Beckenbereich, fortgeschrittenem Diabetes oder ausgeprägten Gefässveränderungen. In diesen Fällen stehen andere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die mit dem behandelnden Arzt besprochen werden können.

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