Sexualität

Die Anatomie der Erektion: So entsteht sie

Eine Erektion entsteht durch das Zusammenspiel von Nerven, Blutgefäßen und dem Botenstoff Stickstoffmonoxid, der die Schwellkörper des Penis mit Blut füllt. Erfahren Sie, welche Anatomie und biochemischen Prozesse dahinterstecken und welche Arten von Erektionen es gibt.

Olena Goriacheva, Strategin für medizinische Inhalte bei Apomeds

Autor Olena Goriacheva

Geprüft von Dr. Dora Matis

Veröffentlicht am:

Zuletzt aktualisiert:

Anatomiebuch steht gut sichtbar vor einem Stapel medizinischer Fachbücher auf einem Schreibtisch.

Was ist eine Erektion?

Eine Erektion ist ein Zustand, in dem der Penis eines Mannes sich mit Blut füllt und steif wird. Dieser Zustand tritt häufig (aber nicht immer!) als Reaktion auf sexuelle Erregung des Mannes auf, kann aber auch spontan oder während des Schlafes auftreten. Die Fähigkeit zur Erektion ist ein wichtiger Aspekt der männlichen Sexualfunktion.

Wie entsteht eine Erektion?

Um genauer zu verstehen, wie ein erigierter Penis entsteht, müssen wir uns den Aufbau des Penis etwas genauer ansehen. Die Anatomie des Penis ist relativ komplex und besteht aus mehreren Teilen, die alle eine wichtige Rolle im Prozess der Erektion spielen.

Die Anatomie des Penis

Der Aufbau des Penis ist anatomisch in drei Hauptteile unterteilt: die Wurzel, den Schaft und die Eichel. Jeder dieser Teile erfüllt spezifische anatomische und funktionelle Aufgaben, die unter anderem für die Erektion relevant sind. [2]

Welche Funktionen haben die anatomischen Teile des Penis?

1. Die Wurzel des Penis ist der an dem Becken befestigte, überwiegend nicht sichtbare Teil des Penis und liegt im Bereich des Damms. Sie besteht aus zwei Teilen: dem Bulbus des Corpus spongiosum und den Crura, den Ausläufern der Corpora cavernosa. Der Bulbus ist ein leicht erweiterter Bereich am unteren Ende des Corpus Spongiosum, der in der Mitte des Penis liegt. Die Crura sind zwei längliche, zylinderförmige Strukturen, die Teil der Corpora Cavernosa sind und sich auf beiden Seiten des Bulbus befinden. Diese Strukturen sind von Muskeln umgeben, die bei der Erektion eine Rolle spielen. Die Wurzel des Penis hilft, den Penis im Becken zu verankern, und ermöglicht seine Bewegung während der Erektion und beim Geschlechtsverkehr.

2. Der Schaft des Penis ist der längste, sichtbare Teil und besteht aus drei zylinderförmigen Strukturen – den zwei Corpora Cavernosa und dem Corpus Spongiosum. Die Corpora Cavernosa sind zwei parallel verlaufende Strukturen, die sich an der Oberseite des Penis befinden und die Hauptmasse des erigierten Penis darstellen. Sie bestehen aus schwammartigem Gewebe, das sich mit Blut füllen kann und so die Erektion ermöglicht. Das Corpus Spongiosum ist eine kleinere Struktur, die die Harnröhre umgibt und sich an der Unterseite des Penis befindet. Während der Erektion füllt sich auch das Corpus spongiosum mit Blut, bleibt aber weniger steif als die Corpora cavernosa, um die Ejakulation zu ermöglichen.

3. Die Eichel ist die Spitze des Penis. Sie ist der ausgeprägte Teil des Corpus Spongiosum und bildet das Ende des Penis. Die Eichel ist mit einer Vielzahl von Nervenendigungen ausgestattet, die sie besonders empfindlich machen. Sie ist von der Vorhaut bedeckt, einer Hautschicht, die sich zurückziehen kann, um die Eichel freizulegen. Die Eichel spielt eine wichtige Rolle bei der sexuellen Erregung eines Mannes. Während der Erektion füllt sich die Eichel mit Blut und wird fest und erweitert. [1, 2]

Welche Muskeln sind an der Erektion beteiligt?

Es sind vor allem zwei Gruppen von Muskeln an der Erektion beteiligt. Die ischiocavernösen Muskeln helfen, den Blutfluss in den Penis zu steigern und ein erigiertes Glied beizubehalten, während die bulbospongiösen Muskeln bei der Ejakulation helfen. [1]

Hier sind die Hauptmuskeln und Strukturen, die an der Erektion beteiligt sind:

  • Schwellkörper (Corpora cavernosa): Dies sind zwei zylinderförmige Strukturen, die sich entlang der Länge des Penis erstrecken. Sie füllen sich während der Erektion mit Blut und tragen dadurch wesentlich zur Versteifung des Penis bei.
  • Beckenbodenmuskulatur: Insbesondere der Musculus bulbospongiosus und der Musculus ischiocavernosus spielen eine wesentliche Rolle. Der Musculus ischiocavernosus hilft, den Blutfluss in den Schwellkörpern zu steigern und zu halten, während der Musculus bulbospongiosus bei der Ejakulation hilft.
  • Glatter Muskel: Der Penis enthält auch eine Menge glatter Muskulatur innerhalb der Schwellkörper. Bei sexueller Erregung entspannt sich diese Muskulatur, was den Blutfluss in die Schwellkörper erhöht und eine Erektion verursacht.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Erektion auch stark von den Nerven und den Blutgefäßen abhängt, die den Penis versorgen. Erkrankungen oder Verletzungen, die diese Strukturen beeinträchtigen, können zu Erektionsproblemen führen.

Die Rolle von Stickstoffmonoxid, cGMP und PDE5

Auf zellulärer Ebene läuft bei jeder Erektion eine präzise biochemische Kettenreaktion ab. Bei sexueller Erregung wird im Penis Stickstoffmonoxid (NO) von Nerven und dem Gefäßendothel freigesetzt. NO aktiviert in den glatten Muskelzellen der Schwellkörper das Enzym Guanylatzyklase, das wiederum die Bildung von zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP) anregt. 

cGMP sorgt dafür, dass sich die glatte Muskulatur in den Wänden der Arterien und Schwellkörper entspannt (Vasodilatation). Dadurch weiten sich die Blutgefäße, sodass deutlich mehr Blut in die Corpora cavernosa einströmt und sich die Schwellkörper mit Blut füllen. Gleichzeitig drückt das gestaute Gewebe die abführenden Venen gegen die straffe Peniswand (Tunica albuginea), sodass weniger Blut abfließen kann als hineinströmt. Dieses Ungleichgewicht zwischen Zu- und Abfluss hält die Erektion aufrecht.

Für das Abklingen der Erektion ist das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE5) verantwortlich: Es baut cGMP wieder ab, wodurch sich die glatte Muskulatur erneut zusammenzieht, weniger Blut einströmt und der venöse Abfluss wieder zunimmt. [12] Genau an diesem Enzym setzen PDE5-Hemmer wie Sildenafil, Tadalafil, Viagra und Cialis an: Sie hemmen den Abbau von cGMP, sodass die entspannende Wirkung auf die Gefäßmuskulatur länger anhält und die Erektion fester und ausdauernder wird. [13]

Wie entsteht eine Erektion – welche Mechanismen stecken dahinter?

Die Erektion entsteht durch einen komplexen Prozess, der sowohl psychische als auch physische Reaktionen beinhaltet. Bei der männlichen sexuellen Erregung sendet das Gehirn Signale an die Nerven im Penis. Diese Signale bewirken, dass sich die Blutgefäße in den Corpora Cavernosa erweitern und mit Blut füllen. Gleichzeitig verhindern die ischiocavernösen Muskeln, dass das Blut wieder ausfließt, wodurch der Penis steif wird und bleibt. Eine Störung dieses Signalweges wird mit Erektionsstörungen in Verbindung gebracht. [3]

Was sind die vier Stufen einer Erektion?

Die vier Stufen einer sexuellen Reaktion sind Erregung, Plateau, Orgasmus und Auflösung.

  1. Während der Erregungsphase kommt es zu Symptomen der sexuellen Erregung. Die Auslöser hierfür können variieren. Bei Männern führt die sexuelle Stimulation dazu, dass sich die Blutgefäße im Penis erweitern, sodass mehr Blut in die Schwellkörper fließen kann. Dies bewirkt, dass der Penis erigiert. Gleichzeitig werden auch andere körperliche Veränderungen beobachtet, wie eine erhöhte Herzfrequenz und ein erhöhter Blutdruck.

  2. Die Plateauphase beschreibt eine Phase anhaltend hoher sexueller Erregung, die im klassischen Modell dem Orgasmus vorausgeht. Bei Männern ist die Erektion in dieser Phase meist bereits deutlich ausgeprägt und kann ihre maximale Steifigkeit erreichen. Es gibt eine erhöhte Menge an präejakulatorischer Flüssigkeit, und die Hoden ziehen sich näher an den Körper heran.

  3. Die Orgasmus-Phase ist der Zeitpunkt der sexuellen Aktivität, zu dem das Gefühl der sexuellen Spannung seinen Höhepunkt erreicht. Bei Männern führt eine Reihe von Muskelkontraktionen zur Ejakulation. Insbesondere kontrahieren die bulbospongiösen Muskeln, um das Sperma aus dem Penis zu drücken. Der Orgasmus ist oft mit intensiven, angenehmen Gefühlen verbunden.

  4. Nach dem Orgasmus tritt die Auflösungsphase ein, in der der Körper allmählich in seinen normalen Zustand zurückkehrt. Bei Männern wird der Penis meist wieder schlaff. Häufig folgt eine Refraktärzeit, in der es schwierig oder unmöglich ist, eine weitere Erektion oder einen weiteren Orgasmus zu erreichen. Diese Phase kann von einigen Minuten bis zu mehreren Stunden dauern, abhängig von verschiedenen Faktoren wie Alter, allgemeinem Gesundheitszustand und anderen individuellen Unterschieden. [4]

Wie lange kann die Männer-Erektion im Durchschnitt andauern?

Ein Mann, der sich ein ärztliches Rezept ausstellen lässt

Die Dauer einer Erektion kann von Mann zu Mann variieren. Manche Männer können ihren Penis 30 Minuten oder länger erigiert halten, während andere nur ein paar Minuten lang erregt bleiben können. Nächtliche Erektionen können Hinweise auf die körperliche Erektionsfähigkeit geben und werden unter bestimmten Umständen auch diagnostisch untersucht.

 Die durchschnittliche Erektionsdauer bei einem Mann ist schwer zu berechnen und hängt von mehreren Faktoren ab, die von einigen Minuten bis zu Stunden reichen. Die mediane intravaginale Ejakulationslatenzzeit (IELT), also die Zeit vom Beginn des vaginalen Eindringens bis zur Ejakulation, lag in einer multinationalen Studie bei 5,4 Minuten. [11]

Welche Arten der Erektionen gibt es?

Es gibt drei Arten von Erektionen: [5]

Psychogene Erektionen werden psychisch verursacht

Psychogene Erektionen entstehen als Reaktion auf sexuelle Gedanken oder Fantasien. Sie sind das Ergebnis einer komplexen Interaktion zwischen dem Gehirn und dem Nervensystem. Beim Auftreten sexueller Gedanken oder Fantasien sendet das Gehirn Signale an das Nervensystem, das wiederum die Blutgefäße im Penis erweitert und eine Erektion verursacht.

Reflexogene Erektionen werden körperlich verursacht

Reflexogene Erektionen treten als Reaktion auf die physische Stimulation des nicht-erigierten Penis auf. Diese Erektionen werden durch das somatische Nervensystem gesteuert, das für die Steuerung von Bewegung und Körperempfindungen verantwortlich ist. Wenn der Penis stimuliert wird, leiten sensorische Nerven die Signale über periphere Nerven zum sakralen Rückenmark, insbesondere zu den Segmenten S2 bis S4. Dies führt dazu, dass die glatten Muskeln in den Arterien des Penis sich entspannen, was es ermöglicht, dass mehr Blut in die Schwellkörper des Penis fließen kann und eine Erektion verursacht.

Es ist wichtig zu beachten, dass reflexogene Erektionen unabhängig von sexuellen Gedanken oder Gefühlen auftreten können. Sie können beispielsweise auftreten, wenn der Penis während des normalen Tagesablaufs zufällig berührt wird, während des Schlafs oder bei der Benutzung der Toilette.

Nächtliche Erektion ist unterbewusst

Nächtliche Erektionen, auch als "Morgenlatten" oder "Schlaf-Erektionen" bekannt, sind spontane Erektionen im Schlaf. Sie sind ein normaler Teil des männlichen Schlafzyklus und können mehrere Male pro Nacht auftreten.

Diese Erektionen sind eng mit der sogenannten REM-Schlafphase (Rapid Eye Movement) verbunden. Während der REM-Phase, die den Traumschlaf kennzeichnet, wird das Gehirn sehr aktiv, ähnlich wie im Wachzustand. Es ist während dieser Schlafphase, dass die meisten nächtlichen Erektionen auftreten. [6]

Es gibt mehrere Theorien darüber, warum nächtliche Erektionen auftreten. Eine Theorie ist, dass diese Erektionen dazu dienen, die Gesundheit der Schwellkörper im Penis zu erhalten. Eine regelmäßige Zufuhr von sauerstoffangereichertem Blut, wie sie während einer Erektion auftritt, könnte dazu beitragen, das Gewebe des Penis gesund zu halten.

Ab wann bekommen Jungs die ersten Erektionen?

Jungs können ihre erste Erektion schon als Babys bekommen, auch wenn sie sich dessen nicht bewusst sind. Die ersten bewussten Erektionen treten jedoch meist während der Pubertät (zwischen 9 und 14 Jahren) auf, wenn die Jungen beginnen, sexuelle Gefühle zu entwickeln. [7] Mit dem Eintritt in die Pubertät kann es bei Jungen zu einer spontanen Erektion kommen, die meist, aber nicht immer, durch sexuelle Erregung oder Stimulation ausgelöst wird.

Wann wird die Erektion schwächer?

Mit zunehmendem Alter kann die Häufigkeit eines erigierten Penis bei vielen Männern abnehmen. Die Potenz im Alter kann auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen sein, einschließlich abnehmender Hormonspiegel, chronischer Krankheiten wie Herzkrankheiten oder Diabetes, Verringerung der sensorischen und autonomen Funktionen oder der Einnahme bestimmter Medikamente.

Faktoren, die eine Erektion beeinflussen

Verschiedene Faktoren können tatsächlich die Fähigkeit eines Mannes zur Erektion beeinflussen:

1. Körperliche Faktoren: Zahlreiche gesundheitliche Zustände können die Fähigkeit zur Erektion beeinträchtigen. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, neurologische Störungen, hormonelle Ungleichgewichte, chronische Krankheiten wie Nieren- oder Lebererkrankungen und sogar bestimmte Medikamente. Des Weiteren kann das Alter eine Rolle spielen, da die erektile Funktion oft mit zunehmendem Alter abnimmt. Dies kann auf eine Kombination von Faktoren zurückzuführen sein, einschließlich schlechterer allgemeiner Gesundheit, erhöhter Wahrscheinlichkeit von Krankheiten, die die erektile Funktion beeinflussen können, und Veränderungen im Hormonspiegel. Grundsätzlich erzielen Männer mit einem gesünderen Herz-Kreislauf-System bessere Erektionen. [8]

2. Psychologische Faktoren: Stress, Angst, Depression und andere psychische Gesundheitsprobleme können ebenfalls die erektile Funktion beeinflussen. Wenn ein Mann gestresst oder ängstlich ist, kann es schwieriger sein, eine Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus können Beziehungsprobleme, ein schlechtes Selbstbild oder andere psychosoziale Probleme ebenfalls die sexuelle Funktion beeinträchtigen.

3. Lebensstilbedingte Faktoren: Alkohol- und Drogenkonsum können die Fähigkeit zur Erektion beeinträchtigen. Übermäßiger Alkoholkonsum kann beispielsweise die Nervenfunktion beeinträchtigen und zu Erektionsproblemen führen. Ähnlich kann der Gebrauch von Drogen wie Nikotin, Opiaten oder bestimmten illegalen Drogen die erektile Funktion beeinträchtigen. Andere Lebensstilfaktoren, die die erektile Funktion beeinflussen können, sind Übergewicht und mangelnde körperliche Aktivität.

Welche Arten von Erektionsproblemen gibt es?

ein älteres Ehepaar, das sich auf dem Sofa umarmt

Erektionsprobleme umfassen mehr als nur "keinen hochzubekommen". Manchmal kann auch das Gegenteil zum Problem werden, oder die Erektionen fangen an zu schmerzen. Die folgenden Erektionsstörungen haben unterschiedliche Ursachen und erfordern je nach Diagnose eine unterschiedliche Behandlung. Manche von ihnen sind sogar ein medizinischer Notfall.

Probleme, eine Erektion zu bekommen

Dies ist eine häufige Art von Erektionsstörungen, bei der ein Mann Schwierigkeiten hat, überhaupt erst eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten. Die fehlende Erektion trotz Erregung kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, darunter körperliche Krankheiten, Medikamente und psychische Probleme.

Probleme, eine Erektion zu erhalten

Bei manchen Betroffenen bleibt die Erektion nicht aus, sondern lässt im Laufe des Geschlechtsverkehrs nach. Dieser Zustand kann für die beteiligten Partner äußerst frustrierend sein. Eine geeignete Therapie kann die Erektionsfähigkeit verbessern und dadurch die sexuelle Zufriedenheit zwischen Partnern steigern.

Eine Erektion, die zu lange anhält

Dieser Zustand wird auch Priapismus genannt und ist ein medizinischer Notfall. Die Betroffenen bekommen eine Erregung, die mehrere Stunden anhält und mit der Zeit immer schmerzhafter werden kann. Sie tritt öfters dann auf, wenn Männer mit Erektionsstörungen ihr verschriebenes Potenzmittel überdosieren. Dies ist ein medizinischer Notfall, der sofortige Behandlung erfordert.

Schmerzen während der Erektion

Einige Männer können Schmerzen während der Erektion erleben. Dies kann auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein, einschließlich Penisverletzungen, Infektionen oder entzündlicher Erkrankungen. Auch nächtliche Erektionen können für manche Männer schmerzhaft sein. [9]

Gibt es eine weibliche Erektion?

Auch wenn der Begriff "Erektion" normalerweise mit Männern assoziiert wird, können auch Frauen eine Art von "Erektion" erleben. Bei sexueller Erregung schwellen die Klitoris und die Schamlippen der Frau an, was einem ähnlichen Mechanismus wie bei einer männlichen Erektion folgt. [10]

Fazit: Der Mechanismus hinter der männlichen Erektion ist äußerst vielschichtig

Die Erektion ist ein komplexer Prozess, der von vielen Faktoren beeinflusst wird. Es gibt viele Muskeln, Nerven, Botenstoffe und Signalwege, die zusammenarbeiten müssen, um eine Erektion zu erzielen – von der Freisetzung von Stickstoffmonoxid über die cGMP-vermittelte Gefäßerweiterung bis zum Abbau durch PDE5.

Entlang dieser Kettenreaktion gibt es viele potenzielle Schwachstellen, was erklärt, warum es so viele mögliche Ursachen für die erektile Dysfunktion gibt. Es ist wichtig, dass Männer und Frauen ein Verständnis für diesen Prozess haben, um ihre sexuelle Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern.

Häufige Fragen

Was löst eine Erektion biochemisch aus?

Eine Erektion wird durch die Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO) in den Nervenenden des Penis ausgelöst. NO regt die Bildung von cGMP an, das die glatte Muskulatur der Schwellkörper entspannt, sodass sich diese mit Blut füllen können.

Wie hängen PDE5-Hemmer wie Viagra mit der Erektion zusammen?

PDE5-Hemmer blockieren das Enzym Phosphodiesterase-5, das normalerweise cGMP abbaut. Dadurch bleibt die entspannende Wirkung auf die Gefäßmuskulatur länger erhalten, was zu einer festeren und länger anhaltenden Erektion beiträgt.

Wie lange dauert eine durchschnittliche Erektion?

Die Dauer variiert stark zwischen Männern und reicht von wenigen Minuten bis über 30 Minuten. Die durchschnittliche intravaginale Ejakulationslatenzzeit liegt bei etwa 5,4 Minuten.

Ist eine nächtliche Erektion normal?

Ja. Nächtliche Erektionen treten mehrmals pro Nacht während der REM-Schlafphase auf und gelten als gesundes Zeichen einer intakten Durchblutung der Schwellkörper.

Ab wann gilt eine anhaltende Erektion als medizinischer Notfall?

Hält eine Erektion mehrere Stunden an und wird zunehmend schmerzhaft (Priapismus), handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der sofortige ärztliche Behandlung erfordert.

  • [1] Sam P, LaGrange CA. Anatomy, Abdomen and Pelvis, Penis. [Updated 2022 Jul 25]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2023 Jan-. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK482236/

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    [3] Hicks CW, Wang D, Windham BG, Selvin E. Association of Peripheral Neuropathy with Erectile Dysfunction in US Men. Am J Med. 2021;134(2):282-284. doi:10.1016/j.amjmed.2020.07.015

    [4] Adair, L.E. (2016). Four-Stage Model of the Sexual Response. In: Weekes-Shackelford, V., Shackelford, T., Weekes-Shackelford, V. (eds) Encyclopedia of Evolutionary Psychological Science. Springer, Cham. https://doi.org/10.1007/978-3-319-16999-6_1892-1

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    [9] Johnson MJ, McNeillis V, Chiriaco G, Ralph DJ. Rare Disorders of Painful Erection: A Cohort Study of the Investigation and Management of Stuttering Priapism and Sleep-Related Painful Erection. J Sex Med. 2021;18(2):376-384. doi:10.1016/j.jsxm.2020.11.010

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    [11] Waldinger MD, Quinn P, Dilleen M, Mundayat R, Schweitzer DH, Boolell M. A multinational population survey of intravaginal ejaculation latency time. J Sex Med. 2005 Jul;2(4):492-7. doi: 10.1111/j.1743-6109.2005.00070.x.

    [12] Francis SH, Corbin JD. Molecular mechanisms and pharmacokinetics of phosphodiesterase-5 antagonists. Curr Urol Rep. 2003 Dec;4(6):457-65. doi: 10.1007/s11934-003-0027-4.

    [13] Corbin JD, Francis SH, Webb DJ. Phosphodiesterase type 5 as a pharmacologic target in erectile dysfunction. Urology. 2002 Sep;60(2 Suppl 2):4-11. doi: 10.1016/s0090-4295(02)01686-2.

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