So wirkt Cialis bei Erektionsstörungen

Cialis ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das bei Männern mit Erektionsstörungen eingesetzt werden kann [1]. Der Wirkstoff Tadalafil gehört zur Gruppe der PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-5-Hemmer) und greift gezielt in die physiologischen Prozesse im Penis ein, die für eine Erektion notwendig sind [2].
Was die Wirkung von Cialis von anderen PDE-5-Inhibitoren unterscheidet, ist vor allem die Wirkdauer. Tadalafil bleibt bis zu 36 Stunden im Körper aktiv und ermöglicht damit eine flexiblere Einnahme und Anwendung als viele vergleichbare Wirkstoffe [2]. Cialis ermöglicht so eine Dauertherapie der erektilen Dysfunktion, ohne dass die Einnahme akut vor dem Geschlechtsverkehr erfolgen muss [3].
Wie genau Cialis im Körper wirkt, welche Prozesse dabei ablaufen und was Männer bei der Anwendung wissen sollten, beantwortet dieser Beitrag.
Wirkstoff Tadalafil im Überblick
Tadalafil ist der Wirkstoff des Arzneimittels Cialis. Er gehört zur Gruppe der PDE-5-Hemmer und wurde ursprünglich vom Pharmaunternehmen Eli Lilly entwickelt. 2003 wurde Tadalafil unter dem Markennamen Cialis in der EU zugelassen [1]. Seit dem Patentablauf gibt es auch Cialis Generika, die den Wirkstoff Tadalafil enthalten.
Im Vergleich zu anderen Potenzmitteln wie Sildenafil (Viagra), Vardenafil (Levitra) oder Avanafil (Spedra) zeichnet sich Tadalafil durch eine deutlich längere Halbwertszeit aus. Die Wirkungsdauer beträgt bis zu 36 Stunden, was deutlich länger als bei vergleichbaren Potenzmitteln ist [2].
In der niedrig dosierten Form ist Cialis 5 mg zudem für die tägliche Dauertherapie zugelassen und baut einen konstanten Wirkstoffspiegel auf [3]. Dabei muss die Einnahme nicht akut vor dem Geschlechtsverkehr erfolgen, was spontane sexuelle Aktivität ermöglicht. Die höher dosierten Varianten (Cialis 10 mg und Cialis 20 mg) sind für die Bedarfstherapie kurz vor der sexuellen Aktivität vorgesehen [3].
Tadalafil ist in Deutschland verschreibungspflichtig und nur nach ärztlicher Verschreibung erhältlich [1].
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Merkmal |
Cialis |
Andere PDE-5-Hemmer |
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Wirkstoffklasse |
PDE-5-Hemmer |
PDE-5-Hemmer |
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Wirkungseintritt |
30 bis 60 Minuten |
15 bis 60 Minuten |
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Wirkungsdauer |
Bis zu 36 Stunden |
4 bis 6 Stunden |
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Dauertherapie möglich |
Ja |
Nein |
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Verschreibungspflichtig (DE) |
Ja |
Ja |
Wofür wird Cialis angewendet?
Das Arzneimittel Cialis ist für mehrere Indikationen zugelassen. Die Eignung für eine Therapie mit Cialis wird ärztlich ermittelt. Zugelassene Anwendungsgebiete von Cialis sind [3]:
- Erektile Dysfunktion: Behandlung von Erektionsstörungen bei Männern, sowohl bei Bedarf als auch im Rahmen einer Dauertherapie
- Benigne Prostatahyperplasie (BPH): Linderung der Symptome einer gutartigen Prostatavergrößerung
- Erektile Dysfunktion und BPH kombiniert: Gleichzeitige Behandlung beider Krankheiten
Hinweis: Bei Patienten mit schweren Leber- oder Nierenproblemen sollte eine Dosis von 10 mg nicht überschritten werden. Die tägliche Einnahme von Cialis wird bei Patienten mit schweren Nierenproblemen nicht empfohlen. Patienten mit Leberproblemen sollten nur nach sorgfältiger ärztlicher Beurteilung die Einnahme des Medikaments verschrieben bekommen [3].
Cialis-Wirkung im Körper
Die Wirkung von Cialis entfaltet sich durch die Hemmung des Enzyms PDE-5 (Phosphodiesterase-5) [2]. Bei sexueller Stimulation wird im Schwellkörper des Penis der Botenstoff cGMP (cyklisches Guanosinmonophosphat) produziert. Er entspannt die glatte Muskulatur in den Blutgefäßen und ermöglicht somit den Blutfluss in den Penis, wodurch eine Erektion entsteht [2].
PDE-5 ist ein Enzym, welches cGMP abbaut und die Erektion beendet. Tadalafil blockiert PDE-5 und verhindert somit den Abbau von cGMP. Dadurch kann eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion leichter erreicht oder länger aufrechterhalten werden [2].
Wichtig: Cialis wirkt nur bei sexueller Stimulation, indem es natürliche Prozesse im Körper unterstützt [3]. Ohne sexuelle Stimulation kann der Wirkstoff seine Wirkung nicht entfalten. Cialis ist kein Lustmacher oder Aphrodisiakum. Es löst keine Dauererektion aus, sondern kann es erleichtern, bei sexueller Stimulation eine Erektion zu bekommen und aufrechtzuerhalten [3].
Wie schnell wirkt Cialis?
Cialis wird in der Regel oral in Form von Filmtabletten eingenommen. Anschließend setzt die Wirkung des Wirkstoffs Tadalafil in der Regel nach 30 bis 60 Minuten ein, wenn sexuelle Stimulation vorliegt [3]. Die maximale Konzentration im Blut wird nach etwa 2 Stunden erreicht [2].
Faktoren, die die Tadalafil-Wirkung beeinflussen
Nahrungsaufnahme: Tadalafil kann grundsätzlich unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden. Allerdings kann eine sehr fettreiche Mahlzeit kurz vor der Einnahme die Aufnahme des Wirkstoffs ins Blut verzögern, sodass die Wirkung etwas später einsetzt [3].
Alkoholkonsum: Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol kann die gefäßerweiternde Wirkung von Tadalafil verstärken und das Risiko für Nebenwirkungen wie Schwindel oder Blutdruckabfall erhöhen. Zudem beeinträchtigt Alkohol die Erektionsfähigkeit direkt, da er das zentrale Nervensystem dämpft und die sexuelle Erregung hemmt. Größere Alkoholmengen sollten daher vermieden werden [3].
Dosierung: Die Wirkstärke hängt direkt von der gewählten Dosierung ab. Ihr Arzt legt die konkrete Dosis (2,5 mg, 5 mg, 10 mg oder 20 mg) abhängig vom Therapieziel und Ihrem individuellen Gesundheitszustand fest [3].
Gesundheitszustand und Vorerkrankungen: Bestehende Erkrankungen wie Nieren-, Leber- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen können die Wirkung und Verträglichkeit von Tadalafil beeinflussen. Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion wird der Wirkstoff langsamer abgebaut, was eine Dosisanpassung erforderlich machen kann. Eine gründliche ärztliche Absprache ist daher vor Behandlungsbeginn unerlässlich [3].
Wie lange wirkt Cialis?

Die Wirkungsdauer von Cialis ist das primäre Alleinstellungsmerkmal dieses Potenzmittels.
Wirkungsdauer von Cialis (bis zu 36 Stunden)
Die Wirkung von Cialis hält nach der Einnahme bis zu 36 Stunden an [2]. Innerhalb dieses Zeitraums kann es bei sexueller Stimulation leichter sein, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten. Cialis löst dabei keine Dauererektion aus, sondern erleichtert lediglich eine Erektion bei sexueller Stimulation [3].
Im Vergleich dazu beträgt die Wirkungsdauer von Sildenafil (Viagra) etwa 4 bis 6 Stunden und von Vardenafil (Levitra) ebenfalls rund 4 bis 5 Stunden [4].
Der Körper benötigt viel länger, um Tadalafil abzubauen und auszuscheiden, was zu einer anhaltenden therapeutischen Wirkung führt. Aufgrund der langen Wirkdauer bezeichnen einige Männer die Tablette auch als „Wochenendpille".
Wie lange bleibt Cialis im Körper?
Die Halbwertszeit von Tadalafil beträgt durchschnittlich 17 bis 18 Stunden [2]. Nach dieser Zeit ist also die Hälfte des Wirkstoffs im Körper abgebaut. Bis Tadalafil vollständig abgebaut ist, vergehen in der Regel 4 bis 5 Tage [2].
Cialis-Wirkung im Vergleich zu anderen Potenzmitteln
Im Gespräch mit dem behandelnden Arzt oder in der Apotheke finden sich zahlreiche weitere Potenzmittel bzw. PDE-5-Hemmer. Sie unterscheiden sich in typischen Aspekten wie Wirkungseintritt, Wirkungsdauer und Darreichungsformen [2].
Cialis vs. Viagra Wirkung
Viagra enthält den Wirkstoff Sildenafil und war der erste zugelassene PDE-5-Hemmer überhaupt [4]. Der wichtigste Unterschied zu Cialis liegt in der Wirkungsdauer. Sildenafil wirkt für etwa 4 bis 6 Stunden, Tadalafil ist bis zu 36 Stunden aktiv [2, 4]. Dafür tritt die Wirkung von Sildenafil tendenziell schneller ein, zeigt aber auch eine stärkere Abhängigkeit von fettreichen Mahlzeiten, die den Wirkungseintritt bei Männern verzögern können [4].
Viagra wird im Rahmen einer Bedarfstherapie kurz vor der geplanten sexuellen Aktivität eingenommen. Cialis ist auch zur Dauertherapie zugelassen, um spontane sexuelle Aktivität zu ermöglichen [3].
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Merkmal |
Cialis (Tadalafil) |
Viagra (Sildenafil) |
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Wirkungseintritt |
30 bis 60 Minuten |
30 bis 60 Minuten |
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Wirkungsdauer |
Bis zu 36 Stunden |
Etwa 4 bis 6 Stunden |
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Halbwertszeit |
17 bis 18 Stunden |
3 bis 5 Stunden |
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Verfügbare Dosierungen |
2,5 mg / 5 mg / 10 mg / 20 mg |
25 mg / 50 mg / 100 mg |
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Dauertherapie zugelassen |
Ja (abhängig von Dosierung und Verordnung) |
Nein |
Cialis vs. Levitra
Levitra enthält den Wirkstoff Vardenafil. Grundsätzlich zeigt Vardenafil einen ähnlichen Wirkungseintritt und eine vergleichbare Wirkdauer wie Sildenafil [4]. Der entscheidende Unterschied liegt in der höheren Potenz von Levitra, weshalb geringere Mengen des Wirkstoffs nötig sind. Während beispielsweise die Maximaldosierung von Sildenafil 100 mg beträgt, ist es bei Vardenafil nur 20 mg [4]. Diese geringe Wirkstoffmenge kann dazu beitragen, dass Nebenwirkungen seltener auftreten. Das kann insbesondere für Patienten mit Vorerkrankungen relevant sein [4].
Levitra wird im Rahmen einer Bedarfstherapie kurz vor der geplanten sexuellen Aktivität eingenommen. Cialis ist auch zur Dauertherapie zugelassen, um spontane sexuelle Aktivität zu ermöglichen [3].
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Merkmal |
Cialis (Tadalafil) |
Levitra (Vardenafil) |
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Wirkungseintritt |
30 bis 60 Minuten |
25 bis 60 Minuten |
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Wirkungsdauer |
Bis zu 36 Stunden |
Etwa 4 bis 6 Stunden |
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Halbwertszeit |
17 bis 18 Stunden |
4 bis 5 Stunden |
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Verfügbare Dosierungen |
2,5 mg / 5 mg / 10 mg / 20 mg |
5 mg / 10 mg / 20 mg |
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Dauertherapie |
Ja (abhängig von Dosierung und Verordnung) |
Nein |
Wann wirkt Cialis nicht?
Cialis ist kein Allheilmittel gegen Erektionsstörungen. Im individuellen Fall oder aufgrund von Situationsumständen kann die Wirkung ausbleiben oder eingeschränkt sein. Wenn die erwünschte Wirkung nicht eintritt, sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden, damit die Behandlung angepasst werden kann.
Eine häufige Ursache für eine ausbleibende Wirkung sind psychische Faktoren. Stress, Leistungsdruck, Angst oder Beziehungsprobleme können die Erektion auch unter Tadalafil verhindern [3]. Cialis greift in den physiologischen Prozess der Erektion ein. Bleibt die sexuelle Stimulation aus oder wird sie durch psychische Blockaden verhindert, entfaltet Cialis keine Wirkung [3].
Zudem können Durchblutungsstörungen die Wirkung von Cialis bei Erektionsstörungen beeinträchtigen. Ist der Blutfluss in den Penis strukturell beeinträchtigt, reicht die gefäßerweiternde Wirkung von Cialis möglicherweise nicht aus [3].
Auch eine falsche Einnahme könnte das Ausbleiben der Wirkung erklären. Häufige Fehler bei der Einnahme von Cialis sind [3]:
- Zu kurze Wartezeit nach der Einnahme
- Falsche Dosierung
- Fehlende sexuelle Stimulation
- Erstmalige Einnahme
- Zu hoher Alkoholkonsum
Was tun, wenn Cialis nicht wirkt?
Wenn die Wirkung von Cialis ausbleibt, sollte zuerst Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden. Ein Ausbleiben der Wirkung kann zahlreiche Ursachen haben, von der falschen Einnahme über psychische Faktoren hin zu einer unzureichenden Dosierung oder einer Erkrankung, die bisher unbekannt und unbehandelt ist [3]. Nur ein Arzt kann die Ursache zuverlässig einordnen und Ihre Therapie anpassen.
In diesem Rahmen kann Ihr Arzt das Ausprobieren anderer Dosierungen verordnen. Eine eigenständige Anpassung der Dosis darf nicht erfolgen, da ansonsten das Risiko für Nebenwirkungen von Cialis steigt [3].
Sollte ein Patient nicht ausreichend auf Cialis ansprechen, können Alternativen wie Viagra, Levitra oder Spedra ausprobiert werden.
Wechselwirkungen, die die Cialis-Wirkung beeinflussen

Der Wirkstoff Tadalafil kann mit verschiedenen Substanzen und Erkrankungen wechselwirken.
Cialis und Alkohol
Moderater Alkoholkonsum beeinflusst die Wirkung von Cialis in der Regel nicht wesentlich. Bei größeren Mengen Alkohol können jedoch Probleme auftreten. Alkohol kann die gefäßerweiternde Wirkung von Cialis verstärken und somit das Risiko für Nebenwirkungen wie Schwindel, Blutdruckabfall oder Kreislaufprobleme erhöhen [3]. Zudem kann Alkohol die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen und somit die Wirksamkeit von Cialis reduzieren [3].
Cialis und andere Medikamente
Bei folgenden Medikamenten ist besondere Vorsicht geboten [3]:
- Nitrate: Verstärken die blutdrucksenkende Wirkung, was zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen kann. Daher ist eine gleichzeitige Verabreichung strengstens kontraindiziert.
- Alpha-Blocker: Können in Kombination mit Tadalafil den Blutdruck zusätzlich senken.
- Andere PDE-5-Hemmer: Können unvorhersehbare Wechselwirkungen hervorrufen.
- CYP3A4-Inhibitoren: Können den Abbau von Tadalafil verlangsamen.
Zu Beginn der ärztlichen Behandlung müssen alle bekannten Erkrankungen und eingenommenen Medikamente transparent mit dem Arzt besprochen werden [3].
Cialis und Krankheiten
Bestimmte Erkrankungen können unverträglich mit einer Cialis-Behandlung sein. Bei folgenden Erkrankungen ist besondere Vorsicht oder ein vollständiger Verzicht geboten [3]:
- Kardiovaskuläre Erkrankungen: Schwere Herzerkrankungen, ein kürzlich erlittener Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen das Risiko für Komplikationen, da Tadalafil den Blutdruck senkt.
- Schwere Leberinsuffizienz: Da Tadalafil in der Leber abgebaut wird, kann eine schwere Leberinsuffizienz den Abbau des Wirkstoffs verlangsamen.
- Niereninsuffizienz: Kann den Abbau von Tadalafil verlangsamen und die Wirkstoffkonzentration im Blut erhöhen.
- Retinitis pigmentosa: PDE-5-Hemmer können zusätzlich die Netzhaut belasten und das Sehvermögen weiter beeinträchtigen.
- Hypotonie: Ein niedriger Blutdruck kann durch die gefäßerweiternde Wirkung von Tadalafil weiter absinken und zu Schwindel und Kreislaufproblemen führen.
- Erkrankungen mit Priapismus-Risiko: Gewisse Erkrankungen erhöhen das Risiko für einen Priapismus (schmerzhafte Dauererektion), der zu dauerhaften Gewebeschäden führen kann.
Im Rahmen der ärztlichen Behandlung sollten alle bestehenden Erkrankungen transparent besprochen werden.
Cialis-Wirkung bei täglicher Einnahme
Die Anwendung von Cialis kann täglich im Rahmen einer Dauertherapie der erektilen Dysfunktion erfolgen, um spontane sexuelle Aktivität zu ermöglichen [3]. Dabei wird Cialis in einer niedrigen Dosierung täglich zur selben Zeit als Filmtablette mit etwas Wasser eingenommen. Die tägliche Anwendung kann sich besonders für Männer eignen, die regelmäßig (Faustregel: mindestens zweimal wöchentlich) sexuell aktiv sind [3]. Bei seltener sexueller Aktivität ist die Bedarfstherapie in der Regel sicherer.
Weitere Informationen zur täglichen Einnahme finden Sie auf der Seite zu Cialis täglich.
Wie wirkt Cialis 5 mg täglich?
Die tägliche Einnahme erfolgt in der Regel mit Cialis 2,5 mg oder Cialis 5 mg [3]. Bei der täglichen Einnahme baut sich im Körper ein konstanter Tadalafil-Wirkspiegel auf, weshalb es dauerhaft leichter sein kann, eine Erektion zu erhalten oder aufrechtzuerhalten [2]. Das unterscheidet die Dauertherapie grundlegend von der Bedarfstherapie, bei welcher der Wirkstoff punktuell kurz vor der sexuellen Aktivität eingenommen wird.
Der Wirkmechanismus bleibt derselbe wie bei der Bedarfstherapie. Der Unterschied liegt darin, dass durchgehend Wirkstoff im Blut ist, um eine konstante Wirkung zu erzielen [2].
Vorteile der Dauertherapie bei erektiler Dysfunktion
Die Dauertherapie mit Cialis kann Patienten vor allem in zwei Punkten entlasten. Zum einen entfällt die Notwendigkeit, die Einnahme zeitlich zu planen, wodurch spontane sexuelle Aktivität unkomplizierter wird [3]. Zum anderen berichten einige Patienten von einer psychologischen Entlastung, da die Erektionsfähigkeit nicht mehr direkt mit der Einnahme der Tabletten verknüpft ist [3].
Für wen ist tägliches Cialis geeignet?
Tägliches Cialis ist nicht für jeden Patienten mit Erektionsstörungen die richtige Wahl. Gemäß Zulassung empfiehlt sich die tägliche Einnahme vor allem für Männer, die regelmäßig (etwa zweimal wöchentlich oder häufiger) sexuell aktiv sind [3]. Bei seltener sexueller Aktivität ist häufig die Bedarfstherapie die geeignetere Option [3].
Häufige Fragen zur Cialis-Wirkung
Patienten haben häufig einige Fragen zur Wirkung von Cialis. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Antworten zum Medikament.
Wie schnell wirkt Cialis wirklich?
In der Regel setzt die Wirkung von Cialis etwa 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme ein, wenn gleichzeitig sexuelle Stimulation erfolgt [3]. Eine sehr fettreiche Mahlzeit oder hoher Alkoholkonsum kurz vor der Einnahme können den Wirkungseintritt verzögern [3].
Kann Cialis die Libido steigern?
Nein, das Medikament Cialis ist kein Aphrodisiakum oder Lustmacher. Es steigert weder das sexuelle Verlangen noch die Libido. Das Medikament kann lediglich körperliche Mechanismen der Erektion unterstützen und es somit erleichtern, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten [2].
Wirkt Cialis beim ersten Mal?
Bereits bei der ersten Einnahme von Cialis kann eine Wirkung eintreten. Manche Männer berichten jedoch, dass die Wirkung beim ersten Mal schwächer ausfällt oder ausbleibt. Falls die Wirkung von Cialis ausbleibt, sollte Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden. Eine eigenständige Dosisanpassung ist nicht vorgesehen [3].
Interessant: Bei der täglichen Dauertherapie mit Cialis 5 mg ist es üblich, dass innerhalb der ersten Tage noch keine Wirkung eintritt. In dieser Phase baut sich im Körper erst der konstante Wirkspiegel auf [2].
Ist Cialis stärker als Viagra?
Der wichtigste Unterschied zwischen Cialis und Viagra liegt nicht in der Stärke bzw. Potenz des Medikaments, sondern in der Wirkungsdauer. Beide Medikamente hemmen das Enzym PDE-5 und können so bei Erektionsstörungen helfen. Viagra wirkt allerdings für etwa 4 bis 6 Stunden, während Cialis für bis zu 36 Stunden wirkt [2, 4]. Welches Medikament im individuellen Fall besser geeignet ist, wird vom behandelnden Arzt festgelegt.
Wo kann ich Cialis kaufen?
Das Medikament Cialis ist in Deutschland verschreibungspflichtig und darf nur mit einem gültigen Rezept nach ärztlicher Verordnung bezogen werden [1]. Erhältlich ist das Medikament mit einem Rezept sowohl in Apotheken vor Ort als auch in zugelassenen Online-Apotheken.
Quellen:
[1] European Medicines Agency (EMA): Cialis (Tadalafil) - EPAR Übersicht. https://www.ema.europa.eu/de/documents/overview/cialis-epar-summary-public_de.pdf
[2] European Medicines Agency (EMA): Cialis (Tadalafil) - EPAR Produktinformation https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/cialis-epar-product-information_de.pdf
[3] Eli Lilly Nederland B.V.: Fachinformation CIALIS® 5 mg / 10 mg / 20 mg Filmtabletten (Stand: Januar 2026). https://www.fachinfo.de/fi/pdf/008049/cialis-r
[4] Apotheke Adhoc: Tadalafil: Potenzpille im Dauereinsatz (2017). https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/pharmazie/tadalafil-potenzpille-im-dauereinsatz-cialis-konstanztherapie-patentfrei-pde-5-hemmer/