Sexualität

Cialis-Nebenwirkungen: Symptome, Risiken und Wechselwirkungen

Wie gut wird Cialis vertragen – und welche Beschwerden können auftreten? Erfahren Sie, welche Nebenwirkungen häufig sind, welche Warnzeichen ernst genommen werden sollten und bei welchen Medikamenten oder Vorerkrankungen besondere Vorsicht gilt.

Olena Goriacheva, Medical Content Strategist bei Apomeds

Autor Olena Goriacheva

Geprüft von Dr. Dora Matis

Veröffentlicht am:

Zuletzt aktualisiert:

Gelbe Tabletten neben einem Bett

Cialis mit dem Wirkstoff Tadalafil ist ein Mittel gegen erektile Dysfunktion. Es gilt allgemein als gut verträglich, kann aber Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Sodbrennen, Rückenschmerzen und Gesichtsrötung hervorrufen. Sie treten meist mild auf und klingen von selbst wieder ab. In seltenen Fällen sind jedoch ernsthafte Reaktionen möglich, die ärztliche Abklärung erfordern [1].

Dieser Beitrag richtet sich an Männer, die Tadalafil bereits einnehmen oder eine Behandlung mit Tadalafil in Erwägung ziehen. Sie erfahren, welche Nebenwirkungen wie häufig auftreten, wie die Dosierung das Risiko beeinflusst, welche Wechselwirkungen Sie kennen sollten und woran Sie erkennen, wann ein Arztbesuch notwendig ist. So können Sie zusammen mit Ihrem Arzt das Medikament sicher anwenden und Warnsignale frühzeitig einordnen.

Wovon hängt die Nebenwirkungsrate von Cialis ab?

Cialis wurde von Eli Lilly entwickelt und gehört zur Wirkstoffklasse der PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-5-Inhibitoren), also derselben Wirkstoffgruppe wie Sildenafil. Tadalafil ist wie Sildenafil ein PDE-5-Hemmer und wird ebenfalls zur Behandlung der erektilen Dysfunktion eingesetzt [2].

Wie häufig Nebenwirkungen eintreten, unterscheidet sich von Patient zu Patient. Entscheidend sind dabei vor allem folgende Faktoren [1, 2]:

  • Dosis: Die Fachinformation hält fest, dass die Zahl der berichteten Nebenwirkungen mit steigender Tadalafil-Dosis zunimmt.
  • Einnahmeschema: Bei der Bedarfseinnahme wird eine einzelne Dosis vor dem geplanten Geschlechtsverkehr eingenommen; bei täglicher Einnahme wird ein gleichmäßiger Wirkstoffspiegel aufgebaut. Das genaue Einnahmeschema kann das Nebenwirkungsprofil beeinflussen.
  • Individuelle Voraussetzungen: Alter, Nieren- und Leberfunktion sowie bestehende Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflussen, wie gut Sie das Arzneimittel vertragen. 
  • Begleitmedikation: Gewisse Medikamente können mit Tadalafil wechselwirken und zu Nebenwirkungen führen. Mehr dazu erfahren Sie weiter unten. 

Nebenwirkungsrate nach Dosierung: 10 mg, 20 mg, 5 mg täglich

Cialis ist in den Wirkstärken 2,5 mg, 5 mg, 10 mg und 20 mg zugelassen. Welche Dosierung für Sie infrage kommt, entscheidet der behandelnde Arzt.

Üblicherweise sind 10 mg die übliche Startdosis bei einer Bedarfseinnahme bei Erektionsstörungen [1]. Sie bieten in der Regel ein günstiges Verhältnis zwischen Wirksamkeit und Verträglichkeit [2]. Häufige Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden oder Rückenschmerzen betreffen weniger als einen von zehn Behandelten und verlaufen überwiegend leicht bis mässig.

Die Dosierung von 20 mg kommt infrage, wenn die üblichen 10 mg nicht ausreichend wirken und die Therapie gut vertragen wurde. Mit der höheren Dosis steigt allerdings auch das Risiko für Nebenwirkungen. Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion kann eine Anpassung der Dosierung erforderlich sein. Bei älteren Patienten sollte die Dosierung entsprechend der individuellen Verträglichkeit und Begleiterkrankungen gewählt werden.

5 mg und 2,5 mg täglich verfolgen einen anderen Ansatz. Statt einer punktuellen Einnahme kurz vor dem Geschlechtsverkehr werden diese Dosierungen täglich eingenommen, um einen dauerhaft niedrigen Wirkspiegel zu erreichen. Die Einzeldosis ist geringer, dafür ist der Patient dem Wirkstoff kontinuierlich ausgesetzt. Nebenwirkungen können insbesondere zu Beginn der täglichen Einnahme auftreten und lassen bei manchen Patienten im weiteren Verlauf nach.

Diese Nebenwirkungen treten am häufigsten auf

Viele der häufigen Nebenwirkungen hängen mit der Gefässerweiterung zusammen, die durch die PDE-5-Hemmung entsteht. Tadalafil entspannt die glatte Muskulatur in den Blutgefässen. Im Penis ist das die erwünschte Wirkung, da sich die Schwellkörper besser mit Blut füllen können. Da PDE-5 auch in anderen Geweben vorkommt und Tadalafil systemisch wirkt, können neben der gewünschten Wirkung im Penis auch Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Flush, verstopfte Nase oder Verdauungsbeschwerden auftreten [1].

Die Gebrauchsinformation ordnet jede Nebenwirkung einer Häufigkeitskategorie zu. Diese Einteilung hilft Ihnen, die Informationen der Packungsbeilage richtig zu lesen:

Kategorie

Betrifft

Sehr häufig

Mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig

1 bis 10 von 100 Behandelten

Gelegentlich

1 bis 10 von 1000 Behandelten

Selten

1 bis 10 von 10000 Behandelten

Sehr selten

weniger als 1 von 10000 Behandelten

Wichtig: Für Cialis ist keine Nebenwirkung als „sehr häufig" eingestuft.

Kopfschmerzen und Sodbrennen

Ein Mann hält sich wegen Kopfschmerzen den Kopf

Kopfschmerzen sind die häufigste Nebenwirkung bei der Einnahme von Cialis. Sie entstehen durch die Gefässerweiterung im Kopfbereich und treten typischerweise in den ersten Stunden nach der Anwendung auf. Bei vielen Anwendern lassen sie im Verlauf der Behandlung nach. Bei manchen Patienten lassen die Kopfschmerzen bei fortgesetzter täglicher Einnahme nach [1, 2].

Ausreichendes Trinken kann Kopfschmerzen mildern, da Flüssigkeitsmangel sie zusätzlich verstärkt.

Auch Verdauungsbeschwerden und Sodbrennen sind häufige Nebenwirkungen. Der genaue Mechanismus der Verdauungsbeschwerden ist nicht vollständig geklärt; unter Tadalafil können unter anderem Dyspepsie und Sodbrennen auftreten. Bei Personen mit bestehendem Reflux fällt diese Nebenwirkung stärker ins Gewicht. [1]

Gesichtsrötung und verstopfte Nase

Die Gesichtsrötung (Flush) zeigt sich als plötzliches Wärmegefühl mit Rötung an Gesicht, Hals und Oberkörper. Sie ist unangenehm, aber in der Regel medizinisch harmlos und klingt von selbst wieder ab.

Nach demselben Prinzip kann eine verstopfte Nase entstehen. Veränderungen der Durchblutung und Schwellung der Nasenschleimhaut können die Nasenatmung beeinträchtigen. Beide Beschwerden treten dosisabhängig auf und sind bei niedrigeren Dosierungen meist schwächer ausgeprägt.

Hinweis: Alkoholkonsum kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen. Die Gebrauchsinformation nennt konkret einen Blutalkoholspiegel ab 0,8 Promille, ab dem das Risiko für Schwindel beim Aufstehen erhöht ist. Zudem kann Alkohol die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen. [1]

Rücken- und Gliederschmerzen

Rücken- und Muskelschmerzen können bei der Anwendung von Tadalafil auftreten. Sie setzen meist erst 12 bis 24 Stunden nach der Einnahme ein und klingen in der Regel innerhalb von 48 Stunden wieder ab. Dieser verzögerte Verlauf hängt mit der langen Wirkdauer des Präparats zusammen.

Betroffen sind typischerweise der untere Rücken sowie die Oberschenkel- und Gesässmuskulatur. Die Schmerzen sind in der Regel dumpf und lassen sich mit gängigen Schmerzmitteln behandeln, wobei ihre Anwendung unbedingt ärztlich abgeklärt werden muss. Halten die Beschwerden über 48 Stunden an, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. [1]

Cialis und das Herz-Kreislauf-System: Was Sie wissen sollten

Sexuelle Aktivität selbst stellt eine körperliche Belastung dar. Erregung und Geschlechtsverkehr erhöhen Puls und Blutdruck, unabhängig davon, ob ein Potenzmittel im Spiel ist. Bei bestehenden Herzerkrankungen müssen Sie daher vorab klären, ob Sie sexuelle Aktivität gefahrlos ausüben können. Diese Frage muss geklärt werden, bevor der Arzt die richtige Tablette finden kann.

Hinzu kommt, dass die gefässerweiternden Mechanismen auch bei anderen Erkrankungen eingesetzt werden können. In höherer Dosierung wird Tadalafil in der Schweiz zur Behandlung von pulmonaler arterieller Hypertonie eingesetzt, also gegen Lungenhochdruck [4].

Für bestimmte Personen ist die Einnahme von Cialis deshalb ausgeschlossen. Dazu gehören unter anderem [1]:

  • Herzinfarkt innerhalb der letzten 90 Tage
  • instabile Angina pectoris
  • Herzinsuffizienz innerhalb der letzten 6 Monate
  • unkontrollierte Herzrhythmusstörungen
  • Schlaganfall innerhalb der letzten 6 Monate
  • niedriger Blutdruck unter 90/50 mmHg
  • unkontrollierter Bluthochdruck

Absolut unvereinbar ist die Kombination von Tadalafil mit Nitraten in jeder Form. Ebenfalls ist die gleichzeitige Anwendung von Riociguat ausgeschlossen. In beiden Fällen droht ein lebensbedrohlicher Blutdruckabfall [1, 2].

Blutdruckabfall und Herzrhythmusstörungen

Bei gesunden Anwendern senkt Cialis den Blutdruck nur geringfügig. Die blutdrucksenkende Wirkung kann stärker ausfallen, wenn Tadalafil gleichzeitig mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln eingenommen wird. Typische Symptome sind Schwindel oder Benommenheit nach dem Aufstehen.

Cialis kann also den Blutdruck bei gleichzeitiger Einnahme blutdrucksenkender Medikamente zusätzlich senken. Das ist allerdings keine generelle Kontraindikation. Stattdessen wägt der Arzt im individuellen Einzelfall ab, ob und in welcher Dosierung Cialis eingesetzt wird.

Auch bei Herzrhythmusstörungen muss der Arzt über die Behandlung entscheiden. Herzklopfen und ein beschleunigter Herzschlag sind als gelegentliche Nebenwirkungen dokumentiert.

Wann werden Nebenwirkungen ernst?

Ein Mann, der an einer Rezeption im Krankenhaus sitzt

Viele der Cialis-Nebenwirkungen sind ungefährlich und klingen von selbst wieder ab. Es gibt allerdings auch Nebenwirkungen, die eine schnelle ärztliche Hilfe erfordern. Die Faustregel lautet: Alles, was plötzlich einsetzt und ein Sinnesorgan oder eine Dauererektion betrifft, ist ein Notfall und muss sofort medizinisch behandelt werden. [1]

Hier sind zwei Faktoren zu beachten. Zum einen ist die Wirkungsdauer von Cialis mit bis zu 36 Stunden lang. Symptome können daher auftreten, wenn Sie längst nicht mehr an die Tablette denken. Denken Sie daher langfristig, auch eine Tablette, die vor 24 Stunden eingenommen wurde, kann noch Nebenwirkungen hervorrufen.

Zudem wird Tadalafil überwiegend in der Leber über das Enzym CYP3A4 verstoffwechselt. Ist dieser Abbau gestört, steigt der Wirkstoffspiegel und Tadalafil bleibt länger im System aktiv. Das erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen, sondern auch ihre Dauer.

Sehstörungen und plötzlicher Hörverlust

Leichte Nebenwirkungen wie verschwommenes Sehen oder Augenschmerzen klingen oft von selbst ab. Besondere Aufmerksamkeit erfordert ein plötzlicher Sehverlust. Die nicht-arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION) ist eine Durchblutungsstörung des Sehnervs. Sie zeigt sich meistens durch einen schmerzlosen, plötzlichen Sehverlust auf einem oder beiden Augen [1, 2]. Setzen Sie in diesem Fall das Medikament sofort ab und holen Sie unverzüglich ärztlichen Rat ein.

Ebenfalls selten, aber kritisch ist eine plötzliche Verminderung oder ein Verlust des Hörvermögens auf einem oder beiden Ohren. Begleitend können Ohrgeräusche (Tinnitus) und Schwindel auftreten. Auch hier gilt: Setzen Sie das Medikament in diesem Fall sofort ab und holen Sie unverzüglich ärztlichen Rat ein.

Anhaltende Erektion (Priapismus)

Hält eine Erektion länger als vier Stunden an und treten Schmerzen auf, handelt es sich um einen medizinischen Notfall (Priapismus), der sofort ärztlich abgeklärt werden muss, um bleibende Gewebeschäden am Penis zu vermeiden [1, 2].

Wie lassen sich Nebenwirkungen reduzieren?

Eine geeignete Dosierung und korrekte Anwendung können dazu beitragen, das Risiko zu reduzieren. In der Praxis haben sich die folgenden Tipps etabliert.

  • Mit der niedrigsten wirksamen Dosis beginnen: Da Nebenwirkungen dosisabhängig zunehmen, ist eine Erhöhung nur dann sinnvoll, wenn die niedrigere Dosis nicht ausreicht und gut vertragen wird. Diese Entscheidung trifft immer der behandelnde Arzt. Passen Sie die Dosis nie eigenmächtig an und teilen Sie keine Tabletten.
  • Zeitlichen Abstand einhalten: Cialis sollte 30 bis 60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Dank der langen Wirkdauer besteht danach ein zeitliches Fenster von bis zu 36 Stunden. Sie müssen die Einnahme also nicht eng auf einen Zeitpunkt takten.
  • Nicht mehr als eine Dosis pro Tag: Cialis darf nicht öfter als einmal täglich eingenommen werden. Eine zweite Tablette innerhalb von 24 Stunden verstärkt ausschliesslich die Nebenwirkungen, die Wirkung selbst wird dadurch nicht besser. 
  • Ausreichend trinken: Flüssigkeitsmangel kann Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen verstärken.
  • Alkoholkonsum begrenzen: Grössere Mengen Alkohol können sowohl die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen als auch die blutdrucksenkende Wirkung von Tadalafil verstärken. Daher sollte Alkohol nur in moderaten Mengen konsumiert werden.

Wenn die gewünschte Wirkung bei den ersten Anwendungen nicht eintritt, ist das kein Problem. Bei unzureichender Wirkung sollten Einnahme, Dosierung und mögliche andere Ursachen gemeinsam mit dem behandelnden Arzt überprüft werden. Kommt dabei auch ein anderer Wirkstoff infrage, kann man den behandelnden Arzt über eine Potenzmittel-Probierpackung befragen.

Ändert sich das Nebenwirkungsprofil bei langfristiger Einnahme?

Bei langfristiger Anwendung bleibt das bekannte Nebenwirkungsprofil grundsätzlich bestehen; neue oder unerwartete Beschwerden sind dennoch möglich und sollten ärztlich abgeklärt werden. Stattdessen ändert sich oft die Häufigkeit von Nebenwirkungen zugunsten der Patienten. Häufige Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Gesichtsrötung treten vor allem zu Beginn der Behandlung auf und lassen mit der Zeit meist nach. Bei der täglichen Einnahme z.B. können bestimmte Nebenwirkungen im weiteren Behandlungsverlauf nachlassen. Zudem bestehen keine Hinweise auf eine zunehmende Belastung der Leber, Nieren oder des Herzens bei dauerhafter Einnahme von Cialis täglich.

Wechselwirkungen, die Nebenwirkungen verstärken können

Ein Mann, der gestresst an seinem Schreibtisch sitzt

Tadalafil blockiert das Enzym PDE-5, das den Botenstoff cGMP abbaut. Dadurch bleibt mehr cGMP verfügbar und die Gefässmuskulatur entspannt sich. Problematisch wird dieser Wirkmechanismus, wenn ein zweites Medikament dieselben Stoffe beeinflusst oder wenn der Abbau von Tadalafil selbst gebremst wird. [1]

Dadurch ergeben sich zwei Risikogruppen: Medikamente, die den blutdrucksenkenden Effekt verstärken, und Arzneimittel, die den Wirkstoffspiegel im Blut erhöhen.

Nitrate, Alphablocker und Enzymhemmer

Nitrate sind absolut kontraindiziert. Nitrate steigern die cGMP-Bildung, Tadalafil verhindert dessen Abbau. Zusammen kann das zu einem lebensgefährlichen Blutdruckabfall führen, da Cialis die Wirkung von Nitraten erheblich verstärkt. Daher muss die Einnahme von Nitraten unbedingt dem Arzt mitgeteilt werden. Ebenfalls ausgeschlossen ist die gleichzeitige Anwendung von Riociguat.

Das gilt ausdrücklich auch für sogenannte Poppers (Alkylnitrite), die als Freizeitdrogen verwendet werden — auch diese Kombination ist absolut kontraindiziert und kann zu einem lebensgefährlichen Blutdruckabfall führen.

Alphablocker sind nicht absolut kontraindiziert, benötigen aber besondere Vorsicht. Alphablocker können in Kombination mit Tadalafil zu Schwindel und Ohnmacht führen [1, 2].

Tadalafil wird über das Enzym CYP3A4 abgebaut. Wird dieses blockiert, etwa durch CYP3A4-Inhibitoren, kann der Abbau von Tadalafil gehemmt werden und seine Konzentration im Blut steigen. Dadurch kann die gleichzeitige Einnahme von CYP3A4-Hemmern die Nebenwirkungen von Cialis erhöhen.

Wichtig: Die gleichzeitige Einnahme von Grapefruitsaft kann die Nebenwirkungen von Cialis verstärken.

Ab wann sollten Sie ärztliche Hilfe suchen?

Nicht jede Nebenwirkung erfordert direkt ärztliche Unterstützung. Viele Nebenwirkungen von Cialis sind mild und klingen nach einiger Zeit von selbst wieder ab.

Sofortige ärztliche Hilfe ist bei bestimmten plötzlich auftretenden Beschwerden nötig. Dazu gehören ein plötzlicher Seh- oder Hörverlust, Brustschmerzen während oder nach sexueller Aktivität, eine Erektion über vier Stunden sowie Anzeichen einer allergischen Reaktion wie Atemnot oder Schwellungen im Gesicht. Setzen Sie in diesen Fällen die Einnahme sofort ab und suchen Sie umgehend medizinische Hilfe.

Auch ohne akute Gefahr sollten Sie ärztlichen Rat einholen, wenn Beschwerden vom üblichen Verlauf abweichen. Das betrifft etwa Muskel- und Rückenschmerzen, die länger als 48 Stunden anhalten, wiederholten Schwindel oder Herzklopfen sowie Nebenwirkungen, die mit jeder Einnahme stärker statt schwächer werden. [1]

Häufig gestellte Fragen zu Cialis Nebenwirkungen

Häufig tauchen ähnliche Fragen rund um die Nebenwirkungen von Cialis auf. Daher klärt dieses FAQ die häufigsten Fragen, die Patienten stellen.

Ist Cialis gut für das Herz?

Cialis ist kein Herzmedikament und hat keine schützende Wirkung auf das Herz. Bei einem gesunden Herz-Kreislauf-System gilt die Einnahme als gut verträglich [2]. Wichtig ist bei der Einnahme von Cialis die Vorgeschichte des Patienten. Nach einem kürzlichen Herzinfarkt, bei instabiler Angina pectoris oder bei unkontrollierten Herzrhythmusstörungen ist die Einnahme ausgeschlossen.

Wirkt sich Cialis positiv auf die Prostata aus?

Cialis beugt weder Prostatakrebs vor noch verkleinert es die Prostata. Der Wirkstoff Tadalafil ist jedoch auch zur Behandlung von Beschwerden einer gutartigen Prostatavergrösserung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) zugelassen und kann Symptome wie häufigen Harndrang oder einen schwachen Harnstrahl lindern.

Wie schneidet Cialis im Vergleich zu anderen Potenzmitteln ab?

Cialis unterscheidet sich vor allem durch seine lange Wirkdauer von bis zu 36 Stunden, weshalb Cialis im Vergleich zu Viagra eine viel längere Wirkdauer hat. Welches Potenzmittel im individuellen Fall am besten geeignet ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen, möglichen Vorerkrankungen und der Verträglichkeit ab. Die Auswahl des geeigneten Wirkstoffs sollte gemeinsam mit dem behandelnden Arzt unter Berücksichtigung von den o. g. Faktoren und persönliche Präferenzen erfolgen.

Kann Alkohol die Nebenwirkungen von Cialis verstärken?

Ja, Alkohol kann Nebenwirkungen wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Blutdruckabfall verstärken. Zudem kann übermässiger Alkoholkonsum die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen. Während der Einnahme von Cialis sollte Alkohol daher nur in Massen konsumiert werden.

Sind die Nebenwirkungen bei Cialis-Generika anders als beim Original?

Nein. Zugelassene Cialis-Generika enthalten denselben Wirkstoff (Tadalafil) wie das Originalpräparat und müssen hinsichtlich Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit vergleichbare Anforderungen erfüllen [3]. Art und Häufigkeit der Nebenwirkungen gelten daher grundsätzlich als vergleichbar.

Gesundheitsversorgung, der Sie vertrauen können

  • paypal
  • klarna
  • mastercard
  • visa
  • apple pay
  • google pay
LegitScript

LegitScript

LegitScript-zertifizierter Online-Gesundheitsdienstleister nach höchsten Standards.

EU-Zertifizierung

EU-Zertifizierung

Partnerapotheken sind registriert und zum Online-Verkauf von Medikamenten zugelassen.

+49-800-2040640 International E-Mail