Viagra eignet sich für Menschen mit Erektionsstörungen. Bereits seit vielen Jahren ist das Medikament auf dem Markt und kann sowohl online als auch offline erworben werden. Wichtig zu wissen ist auch, dass Viagra Nebenwirkungen hervorrufen kann. [4] Manche Beschwerden sind harmlos und verschwinden nach einigen Stunden wieder. Andere erfordern wiederum eine ärztliche Abklärung. Wer die möglichen Risiken kennt, kann die Behandlung besser einschätzen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Nebenwirkungen auftreten können, wodurch sie entstehen und wann Vorsicht geboten ist.
Wie Viagra wirkt – kurz erklärt
Das Arzneimittel Viagra enthält den Wirkstoff Sildenafil. Es handelt sich dabei um einen sogenannten PDE-5-Hemmer. [1] Er verstärkt die durch sexuelle Erregung ausgelöste Entspannung der glatten Muskulatur in den Schwellkörpern, sodass mehr Blut in den Penis fließen kann. Eine Erektion entsteht trotzdem nur bei sexueller Erregung. Sildenafil wirkt nicht nur im Penis, sondern auch in anderen Blutgefässen des Körpers. Deshalb können Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, eine gerötete Gesichtshaut oder eine verstopfte Nase auftreten. Aus diesem Wirkmechanismus ergeben sich die typischen Viagra-Nebenwirkungen.
Sildenafil als PDE-5-Hemmer: der Wirkmechanismus
Sildenafil verändert weder den Hormonhaushalt noch die sexuelle Lust. Der Wirkstoff unterstützt einen natürlichen Vorgang im Körper, der für eine Erektion notwendig ist. Voraussetzung dafür ist jedoch immer eine sexuelle Erregung. So läuft dieser Prozess im Körper ab:
- Sexuelle Erregung: Nerven setzen Stickstoffmonoxid frei.
- cGMP-Anstieg: Die Blutgefässe entspannen sich.
- PDE-5-Hemmung: Sildenafil verlangsamt den Abbau von cGMP.
- Bessere Durchblutung: Mehr Blut gelangt in die Schwellkörper.
- Natürlicher Abbau: Ohne sexuelle Erregung wird kein neues cGMP gebildet, sodass trotz vorhandenen Wirkstoffs keine Erektion aufrechterhalten wird.
Sildenafil wirkt jedoch nicht ausschließlich in den Schwellkörpern. Auch andere Blutgefässe reagieren auf den Wirkstoff. Deshalb können Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Gesichtsrötungen oder eine verstopfte Nase auftreten.
Warum Nebenwirkungen mit dem Wirkprinzip zusammenhängen
Die Nebenwirkungen von Viagra sind eng mit seiner eigentlichen Wirkung verbunden. [2] Sildenafil erweitert Blutgefässe nicht nur im Penis, sondern in geringerem Umfang auch in anderen Körperregionen. Dadurch können vorübergehend Beschwerden wie Kopfschmerzen, eine gerötete Gesichtshaut oder eine verstopfte Nase auftreten. Leichte und vorübergehende Nebenwirkungen bedeuten nicht zwangsläufig, dass das Medikament ungeeignet ist. Sie entstehen, weil der Wirkstoff denselben biologischen Mechanismus auch außerhalb der Schwellkörper beeinflusst.
Wer versteht, wie PDE-5-Hemmer wirken, kann auch besser nachvollziehen, warum typische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Gesichtsrötungen oder eine verstopfte Nase nicht nur bei Sildenafil, sondern auch bei anderen Wirkstoffen dieser Arzneimittelgruppe auftreten.
Häufige Nebenwirkungen von Viagra

Viagra wird von den meisten Männern sehr gut vertragen. Dennoch ist es möglich, dass nach der Einnahme von Viagra Nebenwirkungen vorübergehend auftreten. Die häufigsten Nebenwirkungen beginnen meist innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme und klingen mit nachlassender Wirkung des Medikaments wieder ab. Wie stark sie ausgeprägt sind, hängt unter anderem von der Dosierung, dem allgemeinen Gesundheitszustand und möglichen Begleiterkrankungen ab. Die häufigsten Nebenwirkungen von Viagra sind Kopfschmerzen, Gesichtsrötungen, eine verstopfte Nase, Verdauungsbeschwerden und gelegentlich Sehstörungen. [4]
Kopfschmerzen als häufigste Nebenwirkung
Kopfschmerzen gehören zu den am häufigsten gemeldeten Beschwerden nach der Einnahme von Sildenafil. Die Ursache ist die Erweiterung der Blutgefässe im Kopfbereich. Die Beschwerden sind meist leicht bis mässig ausgeprägt und verschwinden häufig innerhalb weniger Stunden wieder.
Sehstörungen (verschwommenes Sehen, gestörtes Farbsehen)
Vorübergehende Sehstörungen treten deutlich seltener auf als Kopfschmerzen. Manche Patienten berichten über verschwommenes Sehen oder einen leichten Blaustich beim Farbsehen. Diese Veränderungen verschwinden in der Regel wieder vollständig. Halten Sie an oder verschlechtert sich das Sehvermögen plötzlich, ist sofort ärztliche Hilfe erforderlich.
Gesichtsrötung, verstopfte Nase und Hitzewallungen
Auch eine gerötete Gesichtshaut, Wärmegefühl oder eine verstopfte Nase gehören zu den typischen Reaktionen nach der Einnahme. Sie entstehen ebenfalls durch die Erweiterung der Blutgefässe. Die Beschwerden sind meist vorübergehend und benötigen normalerweise keine Behandlung.
Magenbeschwerden und Übelkeit
Einige Patienten reagieren mit Sodbrennen, leichter Übelkeit oder einem Druckgefühl im Magen. Eine sehr fettreiche Mahlzeit kann die Aufnahme von Sildenafil verzögern und den Wirkungseintritt hinauszögern. Wenn Magenbeschwerden auftreten, kann die Einnahme mit einer leichten Mahlzeit für manche Patienten angenehmer sein.
Gelegentliche und seltene Nebenwirkungen von Viagra
Die meisten Beschwerden nach der Einnahme von Viagra sind vorübergehend. Treten jedoch starke Brustschmerzen, plötzliche Seh- oder Hörstörungen oder eine Erektion von mehr als vier Stunden auf, ist schnelles Handeln erforderlich. Diese Symptome können auf seltene, aber ernst zu nehmende Komplikationen hinweisen und sollten sofort ärztlich abgeklärt werden. Wichtig ist auch, dass Sie die Packungsbeilage vor der Anwendung genau durchlesen. Hier sind alle Nebenwirkungen von Viagra aufgelistet.
Herzrasen, Hautausschlag und Brustschmerzen
Nicht jede ungewöhnliche Reaktion ist automatisch gefährlich. Dennoch sollten bestimmte Beschwerden ernst genommen werden. Folgende Symptome sollten Sie aufmerksam beobachten:
- Herzrasen: Ein schneller oder unregelmässiger Herzschlag kann vorübergehend auftreten. Hält er an oder geht mit Schwindel einher, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
- Hautausschlag: Rötungen oder juckende Haut können auf eine Überempfindlichkeitsreaktion hinweisen. Breitet sich der Ausschlag aus oder treten Schwellungen auf, darf das Medikament nicht erneut eingenommen werden. Es ist wichtig, dass Patienten zuerst die Ursache abklären lassen.
- Brustschmerzen: Schmerzen oder Druck im Brustkorb sind immer ernst zu nehmen. Treten zusätzlich Atemnot oder starke Schweissausbrüche auf, suchen Sie sofort medizinische Hilfe auf.
Auch wenn diese Beschwerden selten sind, sollten sie niemals ignoriert werden. Setzten Sie Viagra nicht erneut ein und suchen Sie bei starken oder plötzlich auftretenden Beschwerden umgehend eine Notaufnahme oder den Rettungsdienst auf.
Bluthochdruck, Herzinfarkt und Vorhofflimmern (selten)
In seltenen Fällen wurden nach der Markteinführung kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen gemeldet. In den meisten Fällen hatten die betroffenen Männer bereits vorbestehende Herzerkrankungen. Ein ursächlicher Zusammenhang mit Sildenafil liess sich nicht in jedem Fall eindeutig feststellen. [3]
Priapismus: die schmerzhafte Dauererektion
Ein Priapismus ist eine Erektion, die länger als vier Stunden anhält und nicht von selbst abklingt. Da das Blut nicht mehr richtig aus den Schwellkörpern abfliessen kann, drohen dauerhafte Gewebeschäden. Suchen Sie deshalb sofort eine Notaufnahme oder einen Urologen auf.
Plötzlicher Sehverlust und Hörprobleme
Plötzliche Seh- oder Hörstörungen sind sehr selten, müssen aber sofort ernst genommen werden. Dahinter können seltene Schädigungen des Sehnervs oder ein plötzlicher Hörverlust stehen, deren Ursache nicht immer eindeutig geklärt ist. Setzen Sie Viagra nicht erneut ein und suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf.
Wechselwirkungen: Wann Viagra gefährlich werden kann

Nicht nur Viagra selbst kann Nebenwirkungen auslösen. Auch andere Medikamente oder Alkohol können die Wirkung von Sildenafil verändern. [3] Dadurch gelangt entweder zu viel oder zu wenig Wirkstoff ins Blut. Das erhöht das Risiko für Beschwerden oder schwächt die gewünschte Wirkung der Behandlung ab. Informieren Sie Ihren Arzt deshalb immer über alle Therapien oder Medikamente, die Sie einnehmen.
Nitrate und Angina-pectoris-Medikamente
Nehmen Sie Viagra niemals zusammen mit nitrathaltigen Medikamenten ein. Die Kombination mit dieser Wirkstoffgruppe kann den Blutdruck gefährlich stark senken und zu einem Kreislaufzusammenbruch führen. [3, 4]
Alpha-Blocker und andere blutdrucksenkende Mittel
Vor allem Alpha-Blocker können zusammen mit Viagra den Blutdruck zusätzlich senken. Dadurch können Schwindel, Benommenheit oder Kreislaufprobleme auftreten. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt, damit Dosierung und Einnahmezeit richtig abgestimmt werden.
Alkohol in Kombination mit Viagra
Grössere Mengen Alkohol können die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen und gleichzeitig das Risiko für Nebenwirkungen wie Schwindel oder Blutdruckabfall erhöhen. Trinken Sie deshalb rund um die Einnahme möglichst wenig Alkohol.
Für wen ist Viagra ungeeignet?
Nicht jede erektile Dysfunktion sollte mit Viagra behandelt werden. Bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen, schwere Organerkrankungen oder bestimmte Augenerkrankungen können gegen die Einnahme sprechen. [4] Der Arzt prüft deshalb vor der Behandlung von Erektionsstörungen, ob der Wirkstoff für Ihre persönliche Gesundheit geeignet ist und ob mögliche Risiken den Nutzen überwiegen.
Schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kürzlich erlittener Herzinfarkt oder Schlaganfall
Nicht jede Herzerkrankung schliesst eine Behandlung mit Viagra aus. Entscheidend sind die Art der Herzerkrankung, ihre Stabilität, die körperliche Belastbarkeit und die eingenommenen Medikamente. Vor allem nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall muss zunächst geklärt werden, ob eine sexuelle Belastung medizinisch vertretbar ist. Folgende Situationen erfordern eine sorgfältige ärztliche Beurteilung:
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Situation |
Warum Vorsicht erforderlich ist |
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Frischer Herzinfarkt |
Das Herz benötigt Zeit zur Erholung. Eine zusätzliche körperliche Belastung kann problematisch sein. |
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Kürzlich erlittener Schlaganfall |
Die Durchblutung des Gehirns muss sich zunächst stabilisieren. |
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Instabile Angina pectoris |
Bereits geringe Belastungen können Brustschmerzen auslösen. |
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Schwere Herzinsuffizienz |
Das Herz arbeitet bereits an seiner Belastungsgrenze. |
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Unkontrollierter Bluthochdruck |
Der Blutdruck sollte vor der Behandlung gut eingestellt sein. |
Ob Viagra infrage kommt, entscheidet immer die individuelle Gesamtsituation. Dazu gehören auch Begleiterkrankungen, Laborwerte und die aktuelle Medikation.
Schwere Leber- oder Nierenerkrankungen
Leber und Nieren bauen Sildenafil ab und scheiden den Wirkstoff aus. Arbeiten diese zwei Organe nur eingeschränkt, bleibt Sildenafil länger im Körper. Dadurch steigt das Risiko für Nebenwirkungen. Deshalb wird häufig eine niedrigere Dosis gewählt oder auf eine andere Behandlung umgestellt.
Bestimmte Augenerkrankungen (z. B. Retinitis pigmentosa)
Bei Retinitis pigmentosa und anderen schweren Netzhauterkrankungen ist besondere Vorsicht erforderlich. Sildenafil kann Vorgänge in der Netzhaut beeinflussen. Deshalb sollte die Einnahme nur nach einer sorgfältigen augenärztlichen und ärztlichen Beurteilung erfolgen. [5]
Höhere Dosierung, höheres Risiko?
Eine höhere Dosis kann die Wirksamkeit bis zu einem gewissen Grad erhöhen, gleichzeitig steigt jedoch das Risiko für Nebenwirkungen. Für eine sichere Anwendung von Viagra wird die Dosierung deshalb individuell festgelegt. Auch Alkohol, eine fettreiche Mahlzeit sowie bestimmte Begleiterkrankungen oder Medikamente können beeinflussen, wie gut Sildenafil wirkt und vertragen wird.
Viagra in der Schweiz: Rezeptpflicht und Bezug in der Apotheke

Wer Viagra, einen PDE-5-Hemmer, in der Schweiz kaufen möchte, sollte die rechtlichen Vorgaben kennen. Das Medikament unterliegt klaren gesetzlichen Regelungen, die die Patientensicherheit gewährleisten sollen. Vor jeder Abgabe wird geprüft, ob gesundheitliche Risiken oder mögliche Wechselwirkungen bestehen. So lässt sich vermeiden, dass Sildenafil bei bestehenden Erkrankungen oder in Kombination mit ungeeigneten Medikamenten eingenommen wird. Wer Viagra online bestellen möchte, sollte deshalb ausschliesslich seriöse und zugelassene Anbieter nutzen. So erhalten Sie ein geprüftes Präparat und gleichzeitig eine medizinische Beurteilung Ihrer persönlichen Situation.
Viagra ist in der Schweiz rezeptpflichtig
Grundsätzlich ist Viagra in der Schweiz verschreibungspflichtig. Vor der Verordnung prüft der Arzt, ob gesundheitliche Gründe gegen die Einnahme sprechen. Dazu gehören unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmte Augenerkrankungen sowie mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Auch die Preise für Viagra in der Schweiz unterscheiden sich je nach Dosierung, Packungsgrösse und Anbieter.
Rezeptfreier Bezug kleiner Mengen seit 2019 – was das bedeutet
Seit 2019 können Schweizer Apotheken unter bestimmten Voraussetzungen kleine Mengen Sildenafil auch ohne klassisches Rezept abgeben. [6] Voraussetzung ist jedoch immer eine fachliche Abklärung. Die Apotheke beurteilt anhand eines strukturierten Beratungsgesprächs, ob eine sichere Anwendung möglich ist.
Warum die Apotheke trotzdem eine Beratung durchführt
Die Beratung dient nicht nur der richtigen Dosierung. Apotheker klären auch bestehende Erkrankungen, die aktuelle Medikation und mögliche Risiken ab. Dadurch lassen sich ungeeignete Anwendungen früh erkennen und die Behandlung individuell anpassen.
Risiken von illegal importiertem Viagra
Gefälschtes Viagra kann einen falschen Wirkstoffgehalt oder unbekannte Inhaltsstoffe enthalten. Dadurch lässt sich nicht vorhersagen, wie stark die Hemmung der Phosphodiesterase 5 tatsächlich ausfällt. Für viele Personen steigt dadurch das Risiko für schwere Begleiterscheinungen, ausbleibende Wirkung oder gefährliche Wechselwirkungen. Kaufen Sie Viagra deshalb nur über zugelassene Apotheken oder seriöse medizinische Anbieter.
Warum gefälschte oder überdosierte Präparate besonders gefährlich sind
Eine Tablette sieht von aussen oft genauso aus wie das Original. Der Inhalt kann sich jedoch erheblich unterscheiden. Genau darin liegt das grösste Risiko für den Anwender. Mögliche Probleme sind:
- falsche Dosierung
- verunreinigte Inhaltsstoffe
- unbekannte Wirkstoffe
- fehlende Qualitätskontrollen
Äusserlich lassen sich Originale und Fälschungen häufig kaum unterscheiden. Umso wichtiger ist der Kauf über zugelassene Bezugsquellen. Nur dort ist sichergestellt, dass Zusammensetzung, Dosierung und Qualität den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und regelmässig kontrolliert werden.
Was der Schweizer Zoll dazu meldet
Der Schweizer Zoll stellt jedes Jahr zahlreiche Sendungen mit gefälschten Potenzmitteln sicher. Ein grosser Teil stammt aus dem Ausland und wird ohne behördliche Kontrolle eingeführt. Die Behörden warnen regelmässig davor, solche Präparate einzunehmen, da ihre Zusammensetzung oft unbekannt ist und erhebliche Gesundheitsrisiken bestehen können.
Viagra und Alkohol: Was ist unbedenklich?
Alkohol kann die Erektionsfähigkeit verschlechtern und den Blutdruck zusätzlich senken. Für Betroffene erhöht sich dadurch das Risiko für Schwindel und andere Begleiterscheinungen beim Geschlechtsverkehr. Welche Rolle die Trinkmenge oder die Form des alkoholischen Getränks spielt, ist dabei weniger entscheidend als die konsumierte Alkoholmenge. Echte Viagra-Erfahrungen können zu einigen Fragen Orientierung geben, zur sicheren Anwendung sollten Sie sich allerdings an Ihren Arzt oder Apotheker wenden.
Welche Alternativen zu Viagra gibt es?
Viagra ist nicht für jeden Mann die beste Wahl. Andere Potenzmittel wirken schneller, länger oder werden besser vertragen. Welche Behandlung infrage kommt, richtet sich nach Ihrer Gesundheit und Ihren persönlichen Bedürfnissen. Mehr dazu erfahren Sie im Cialis-vs-Viagra-Vergleich.
Sildenafil-Generika: gleiche Wirkung, günstigerer Preis
Sildenafil ist der Wirkstoff in Viagra. Seit Ablauf des Patentschutzes 2013 sind zugelassene Generika erhältlich, die in Wirkung und Sicherheitsprofil identisch sind, aber deutlich weniger kosten — in der Schweiz bis zu 70 Prozent günstiger als das Original. Wirkungseintritt: 30–60 Minuten. Dauer: bis zu 6 Stunden. Zu beachten: Fettreiche Mahlzeiten verzögern die Absorption.
Für Männer, die mit Viagra gute Erfahrungen gemacht haben, aber die Kosten senken möchten, ist ein Wechsel auf generische Viagra-Alternativen in der Regel die einfachste und sinnvollste Option.
Tadalafil (Cialis): bis zu 36 Stunden Wirkdauer
Der größte Vorteil von Tadalafil liegt in der langen Wirkdauer von bis zu 36 Stunden. Dadurch bleibt mehr Spielraum für spontane Sexualität, weil die Einnahme nicht genau auf den Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs abgestimmt werden muss. Außerdem kann Tadalafil unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Es ist auch als tägliche Niedrigdosis mit 2,5 mg oder 5 mg erhältlich. Diese Variante eignet sich besonders für Männer, die regelmäßig Geschlechtsverkehr haben oder sich keine Gedanken über den richtigen Einnahmezeitpunkt machen möchten. Der Wirkungseintritt liegt bei etwa 30 bis 60 Minuten. Im Cialis-vs-Viagra-Vergleich empfinden viele Männer diese zeitliche Flexibilität als Vorteil.
Vardenafil (Levitra)
Vardenafil wirkt ähnlich wie Sildenafil, bindet jedoch gezielter an das Enzym PDE-5. Männer, die Sildenafil nicht gut vertragen, können deshalb unter Umständen von Vardenafil profitieren. Eine randomisierte Studie zeigte außerdem, dass die Wirkung noch bis zu acht Stunden nach der Einnahme anhalten kann. [7] Der Wirkungseintritt erfolgt nach etwa 25 bis 60 Minuten. Die Wirkdauer beträgt in der Regel vier bis sechs Stunden.
Avanafil (Spedra)
Avanafil hat unter den zugelassenen PDE-5-Hemmern den schnellsten dokumentierten Wirkungseintritt. In klinischen Studien wurde bereits 15 Minuten nach der Einnahme eine Wirkung nachgewiesen. [8] In der Fachinformation wird dennoch empfohlen, Avanafil etwa 30 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr einzunehmen. Das Präparat eignet sich besonders für Männer, die möglichst wenig Vorlaufzeit einplanen möchten. Die Wirkdauer beträgt in der Regel vier bis sechs Stunden. Ein Generikum ist derzeit nicht verfügbar.
Wann ein Wirkstoffwechsel sinnvoll sein kann
Ein Wechsel des Wirkstoffs kann sinnvoll sein, wenn Viagra nicht die gewünschte Wirkung erzielt oder wiederholt Nebenwirkungen verursacht. Auch Unterschiede beim Wirkungseintritt oder bei der Wirkdauer spielen für viele Männer eine wichtige Rolle. Da sich die einzelnen PDE-5-Hemmer in diesen Eigenschaften unterscheiden, kann ein anderer Wirkstoff besser zu den persönlichen Bedürfnissen passen. Einen Überblick über die wichtigsten Unterschiede finden Sie in unserem Ratgeber zu Viagra-Alternativen.
Wenn Viagra nicht die erhoffte Wirkung zeigt oder wiederholt Nebenwirkungen auftreten, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass eine Behandlung mit PDE-5-Hemmern grundsätzlich ungeeignet ist. Häufig ist ein Wechsel zu einem anderen Präparat aus derselben Gruppe der sinnvollere nächste Schritt.
Ein Wirkstoffwechsel kann in folgenden Situationen angezeigt sein:
Unzureichende Wirkung trotz korrekter Einnahme. Wenn Sildenafil nach mehreren Versuchen unter richtigen Bedingungen — ausreichend Zeit vor dem Geschlechtsverkehr, ohne fettreiche Mahlzeit, mit sexueller Erregung — keine befriedigende Erektion ermöglicht, kann ein anderer Wirkstoff besser ansprechen. Viele Experten empfehlen, Sildenafil zunächst sechs- bis achtmal unter optimalen Bedingungen anzuwenden, bevor die Behandlung als unzureichend wirksam beurteilt wird.
Wiederkehrende oder störende Nebenwirkungen. Kopfschmerzen oder Gesichtsrötungen treten bei allen PDE-5-Hemmern auf, da sie denselben Mechanismus nutzen. Dennoch kann das individuelle Nebenwirkungsprofil je nach Wirkstoff unterschiedlich ausgeprägt sein. Manche Männer vertragen Tadalafil besser als Sildenafil, andere umgekehrt.
Wunsch nach mehr Flexibilität. Sildenafil muss relativ eng vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden und sollte möglichst nicht nach einer fettreichen Mahlzeit genommen werden. Wer diese Planbarkeit als einschränkend empfindet, kann mit Tadalafil — mit einer Wirkdauer von bis zu 36 Stunden und ohne relevante Nahrungsinteraktion — oder mit einer täglichen Niedrigdosis mehr Spontanität gewinnen.
Schnellerer Wirkungseintritt gewünscht. Avanafil (Spedra) kann bei manchen Männern bereits nach 15 bis 30 Minuten wirken und ist damit die Option mit der kürzesten dokumentierten Anlaufzeit unter den zugelassenen PDE-5-Hemmern.
Einen Wirkstoffwechsel sollten Sie immer mit Ihrem Arzt besprechen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass Dosierung, Begleiterkrankungen und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten berücksichtigt werden. Eigenständige Dosiserhöhungen oder die gleichzeitige Einnahme mehrerer Potenzmittel sind nicht sicher und sollten vermieden werden.
Häufige Fragen zur Viagra-Nebenwirkungen
Die häufigsten Fragen rund um Nebenwirkungen und Verträglichkeit von Viagra haben wir hier übersichtlich beantwortet.
Wie lange dauern die Nebenwirkungen von Viagra an?
Die meisten Nebenwirkungen beginnen innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme und klingen wieder ab, sobald der Wirkstoff ausgeschieden wird. Wie lange die Beschwerden anhalten, hängt unter anderem von der Dosierung, dem Alter sowie dem individuellen Stoffwechsel ab.
Kann man einen Viagra-Kater am nächsten Tag haben?
Einige Männer berichten am Folgetag über leichte Kopfschmerzen, Müdigkeit oder ein allgemeines Unwohlsein. Einen medizinisch anerkannten „Viagra-Kater“ gibt es jedoch nicht. Häufig spielen Faktoren wie Alkohol, Schlafmangel oder eine zu hohe Dosierung eine grössere Rolle als das Medikament selbst.
Sind die Nebenwirkungen bei älteren Männern stärker?
Mit zunehmendem Alter kann Sildenafil langsamer abgebaut werden, insbesondere wenn Leber- oder Nierenfunktion eingeschränkt ist. Dadurch kann der Wirkstoff länger im Blut verbleiben und Nebenwirkungen können ausgeprägter sein. Bei älteren Patienten wird häufig eine niedrigere Anfangsdosis, beispielsweise 25 mg, erwogen und bei Bedarf angepasst.
Unterscheiden sich die Nebenwirkungen von Original-Viagra und Generika?
Nein. Enthalten Originalpräparate und Generika denselben Wirkstoff Sildenafil in derselben Dosierung, sind auch Wirkung und Nebenwirkungsprofil grundsätzlich vergleichbar. Unterschiede können lediglich bei den Hilfsstoffen oder dem Aussehen der Tabletten bestehen.
Welches Potenzmittel hat am wenigsten Nebenwirkungen?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Jeder Wirkstoff wird unterschiedlich vertragen und jeder Körper reagiert anders. Wer unter wiederkehrenden Beschwerden leidet, sollte gemeinsam mit dem Arzt prüfen, ob eine andere Behandlung sinnvoll ist.
Darf man nach der Einnahme von Viagra Auto fahren?
Grundsätzlich ja, sofern keine Beschwerden auftreten. Kommt es jedoch zu Schwindel, verschwommenem Sehen oder anderen Einschränkungen, sollten Sie kein Fahrzeug führen und auch keine Maschinen bedienen. Warten Sie, bis die Symptome vollständig abgeklungen sind.
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[1] Pfizer Inc. Sildenafil citrate (Viagra): US prescribing information. Revised 2014. https://labeling.pfizer.com/ShowLabeling.aspx?id=2454
[2] Wehr, Alexander. „Potenzpille„ Viagra: Ethisches Präparat, kein Aphrodisiakum Deutsches Ärzteblatt. 30/1998. https://www.aerzteblatt.de/archiv/potenzpille-viagra-ethisches-praeparat-kein-aphrodisiakum-a9a2be74-ed88-4710-a5e2-ad1176d21428
[3] European Commission. Viagra: Annex I – Summary of Product Characteristics. Community Register of Medicinal Products. January 2017. https://ec.europa.eu/health/documents/community-register/2017/20170109136834/anx_136834_de.pdf
[4] Swissmedic. Fachinformation Viagra (Sildenafil). Aktuelle Version. https://www.swissmedicinfo.ch/detailpage/54642032
[5] McCullough AR. Four-year review of sildenafil citrate. Rev Urol. 2002;4 Suppl 3(Suppl 3):S26-S38. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC1476025/
[6] Bundesamt für Gesundheit (BAG). Erleichterte Abgabe von Arzneimitteln der Liste B: Änderungen bei den Abgabekategorien seit Januar 2019. Bundesamt für Gesundheit. Aktualisiert November 2025. Abgerufen am 31. Juli 2026. https://www.bag.admin.ch/de/erleichterte-abgabe-von-arzneimitteln-der-liste-b
[7] Porst H, Sharlip ID, Hatzichristou D, et al. Extended duration of efficacy of vardenafil when taken 8 hours before intercourse: a randomized, double-blind, placebo-controlled study. Eur Urol. 2006;50(5):1086-1095. doi:10.1016/j.eururo.2006.05.036
[8] Hellstrom, W. J. G., Kaminetsky, J., Belkoff, L. H., Goldstein, I., Tursi, J. P., Uy, J., Peterson, C. A., Bowden, C. H., & Day, W. W. (2015). Efficacy of avanafil 15 minutes after dosing in men with erectile dysfunction: A randomized, double-blind, placebo-controlled study. Journal of Urology, 194(2), 485–492.
doi: 10.1016/j.juro.2014.12.101