Welche Alternativen zu Sildenafil gibt es?

52 % aller Männer zwischen 40 und 70 erleben irgendwann Erektionsstörungen. [1]
Glücklicherweise sind Behandlungen gegen Potenzstörungen immer zugänglicher. Mittlerweile ist Viagra sogar online bestellbar.
Doch Sildenafil passt nicht zu jedem: Manche vertragen den Wirkstoff schlecht, andere wünschen sich eine längere Wirkdauer, wieder andere suchen eine rezeptfreie Alternative.
Die gute Nachricht: Es gibt heute eine ganze Reihe von Alternativen zu Sildenafil, die verschreibungspflichtige PDE-5-Hemmer als auch nicht-medikamentöse Erektionshilfen umfassen.
Übersicht der Sildenafil-Alternativen
Bevor wir ins Detail gehen, ein kurzer Überblick. Die Alternativen lassen sich in drei Gruppen einteilen:
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Kategorie |
Beispiele |
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Andere PDE-5-Hemmer |
Tadalafil (z. B. Cialis), Vardenafil (z. B. Levitra) und Avanafil (z. B. Spedra). Gleiche Wirkstoffklasse, aber unterschiedliche Eigenschaften bei Wirkung, Einnahme und Nebenwirkungen. |
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Nicht-medikamentöse Erektionshilfen |
Penispumpe, Penisring, Injektionen oder Muse Stäbchen. Besonders interessant für Patienten, die keine Tabletten nehmen können oder wollen. |
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Rezeptfreie Potenzmittel |
Pflanzliche Präparate gegen Erektionsstörungen wie Ginseng, L-Arginin oder Maca. Frei verkäuflich, aber mit deutlich dünnerer Studienlage. |
Wie Sildenafil wirkt
Bei sexueller Stimulation setzt der Körper Stickstoffmonoxid (NO) frei. Dieses Molekül sorgt, für eine Entspannung der glatten Muskulatur in den Blutgefäßen des Penis, sodass mehr Blut einströmen kann. So entsteht eine Erektion. Die Wirkung eines Enzyms namens Phosphodiesterase-5 (PDE-5) sorgt dafür, dass das nötige cGMP schnell wieder abgebaut wird. Die Wirkung von Sildenafil blockiert genau dieses Enzym und hält den cGMP-Spiegel hoch. Das Ergebnis: Die Durchblutung im Penis bleibt länger bestehen, die Erektion wird stabiler. [2]
Sildenafil zeigt in der Allgemeinbevölkerung Erfolgsraten von etwa 70–80 % bei der Behandlung von Erektionsstörungen. [9]
Klingt simpel, hat aber einen Haken: Sildenafil wirkt nur in einem Zeitfenster von etwa 4 bis 6 Stunden, und der Wirkstoff braucht 30 bis 60 Minuten, bis er anschlägt. Wer spontaner sein will oder einen längeren Wirkzeitraum braucht, für den sind andere PDE-5-Hemmer möglicherweise die bessere Wahl.
Gut zu wissen: Sildenafil wirkt nicht ohne sexuelle Erregung. Kein PDE-5-Hemmer erzeugt eine Erektion von allein. Er unterstützt den natürlichen Prozess, ersetzt ihn aber nicht.
Außerdem verträgt nicht jeder Patient Sildenafil gleich gut. Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Sildenafil zählen Kopfschmerzen, Gesichtsrötung und eine verstopfte Nase. Wer unter solchen Nebenwirkungen leidet, findet in den folgenden Alternativen möglicherweise eine verträglichere Lösung.
Verschreibungspflichtige Medikamente
Beim Thema Potenzmittel kaufen ist es wichtig zu wissen, dass neben Sildenafil auch Wirkstoffe wie Tadalafil oder Vardenafil zur Verfügung stehen, die sich vor allem in Funktionsmerkmalen unterscheiden und daher je nach Bedarf eine passende Alternative darstellen können. Die folgenden drei Wirkstoffe sind die gängigsten verschreibungspflichtigen Alternativen zu Viagra.
Tadalafil
Tadalafil (Markenname: Cialis) ist vermutlich die bekannteste Alternative zu Sildenafil. Der größte Unterschied: die Wirkdauer. Die Wirkdauer von Sildenafil lässt nach 4 bis 6 Stunden nach, Tadalafil hingegen kann bis zu 36 Stunden wirken. [3]
Es wird daher auch „Wochenend-Pille" genannt, weil eine einzige Einnahme am Freitagabend theoretisch bis Sonntagmorgen reicht.
Der Wirkstoff braucht ähnlich wie Sildenafil etwa 30 bis 60 Minuten, bis er anschlägt. Tadalafil gibt es in den Dosierungen 2,5 mg, 5 mg, 10 mg und 20 mg. Die niedrigeren Dosen eignen sich auch für die tägliche Einnahme (dazu gleich mehr).
Ein weiterer Pluspunkt: Tadalafil wird weniger durch fettreiche Mahlzeiten beeinflusst als Sildenafil. Wer also nicht auf einen leeren Magen achten möchte, ist mit diesem Wirkstoff flexibler.
An Nebenwirkungen treten häufig Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden und Muskelschmerzen auf. Bei manchen Patienten kommt es auch zu Rückenschmerzen, was bei Sildenafil seltener vorkommt.
Tadalafil ist sowohl als Marken-Medikament Cialis als auch als günstigeres Generikum erhältlich. Wenn Sie Tadalafil online in Betracht ziehen, lohnt sich ein Preisvergleich.
Tägliches Tadalafil
Eine Besonderheit von Tadalafil: Es ist der einzige PDE-5-Hemmer, der für die tägliche Anwendung zugelassen ist. Bei der Variante Tadalafil 5 mg täglich, nehmen Sie jeden Tag eine niedrig dosierte Tablette (2,5 mg oder 5 mg).
Der Vorteil: Der Wirkstoff baut sich im Körper auf einen konstanten Spiegel auf, sodass Sie dank der langfristigen Wirkung jederzeit spontan aktiv werden können, ohne vorher an die Einnahme denken zu müssen.
Diese Therapie eignet sich besonders für Männer, die regelmäßig sexuell aktiv sind (etwa zwei- bis dreimal pro Woche oder öfter). Studien zeigen, dass die tägliche Anwendung auch die Erektionsfähigkeit insgesamt verbessern kann. Die Nebenwirkungen fallen bei der Dauertherapie oft milder aus, weil die Dosis niedriger ist.
Avanafil
Avanafil (Markenname: Spedra) ist die jüngste Alternative zu Viagra auf dem Markt und hat einen klaren Vorteil: Geschwindigkeit. Der Wirkstoff kann bereits nach 15 bis 30 Minuten wirken. Für Männer, die sich weniger Planung und mehr Spontanität wünschen, ist das ein echtes Argument.
Die Wirkung hält etwa 4 bis 6 Stunden an. Avanafil ist in den Dosierungen 50 mg, 100 mg und 200 mg erhältlich. Auch bei diesem Medikament gilt: Ohne sexuelle Erregung passiert nichts.
Was die Verträglichkeit angeht, schneidet Avanafil in Studien gut ab. Die Nebenwirkungen sind in der Regel milder als bei Sildenafil oder Tadalafil. Kopfschmerzen und Gesichtsrötung kommen zwar vor, aber seltener und weniger ausgeprägt.
Der Grund: Avanafil hemmt das PDE-5-Enzym gezielter und greift weniger in andere Enzymgruppen ein.
Avanafil ist aktuell nur als Marken-Medikament Spedra erhältlich, ein Generikum gibt es noch nicht. Das macht es preislich etwas teurer als Sildenafil- oder Tadalafil-Generika.
Vardenafil
Vardenafil (Markenname: Levitra) liegt in Sachen Profil zwischen Sildenafil und Tadalafil. Der Wirkungseintritt beträgt 25 bis 60 Minuten, die Wirkdauer liegt bei 4 bis 6 Stunden. Verfügbare Dosierungen: 5 mg, 10 mg und 20 mg.
Interessant: Obwohl die offizielle Wirkung nach 25 bis 60 Minuten einsetzt, haben Studien gezeigt, dass Vardenafil bei manchen Personen bereits nach 10 bis 15 Minuten zu wirken beginnt. Ebenso kann die Wirkdauer bei einzelnen Patienten bis zu 8 Stunden betragen. [8] Das ist natürlich individuell und keine Garantie, zeigt aber, dass Vardenafil flexibler sein kann als die Standardangaben vermuten lassen.
Die Nebenwirkungen ähneln denen von Sildenafil: Kopfschmerzen, verstopfte Nase, Schwindel. In seltenen Fällen kann es zu leichten Sehstörungen kommen. [4]
Vardenafil wird durch fettreiche Mahlzeiten stärker beeinflusst als Tadalafil, ähnlich wie Sildenafil.
Auch Levitra ist als Generikum erhältlich, was den Preis deutlich senken kann.
PDE-5-Hemmer im Vergleich

Welcher PDE-5-Hemmer der richtige ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.
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Wirkstoff |
Details |
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Sildenafil (Viagra) |
Wirkungseintritt: 30–60 Min. |
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Tadalafil (Cialis) |
Wirkungseintritt: 30–60 Min. |
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Vardenafil (Levitra) |
Wirkungseintritt: 25–60 Min. |
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Avanafil (Spedra) |
Wirkungseintritt: 15–30 Min. |
- Tadalafil ist ideal, wenn Sie Flexibilität über viele Stunden wollen.
- Avanafil punktet bei Schnelligkeit.
- Vardenafil bietet ein solides Mittelfeld.
- Und Sildenafil bleibt der am besten erforschte Wirkstoff mit jahrzehntelanger Erfahrung.
Alle vier sind als Medikamente verschreibungspflichtig, ein Rezept bekommen Sie bei Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin. Alternativ können Sie in Deutschland auch ein Online-Rezept bekommen.
Nicht-medikamentöse Erektionshilfen
Nicht jeder Patient kann oder will PDE-5-Hemmer einnehmen. Manche Medikamente sind bei bestimmten Vorerkrankungen kontraindiziert, etwa bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder gleichzeitiger Einnahme von Nitraten. [5]
Andere Männer bevorzugen schlicht eine Behandlung ohne Tabletten. Für diese Fälle gibt es verschiedene nicht-medikamentöse Erektionshilfen.
Mechanische Hilfsmittel
Mechanische Erektionshilfen sind unkompliziert in der Anwendung und kommen ohne Chemie aus. Die zwei bekanntesten:
Penispumpe
Ein Hohlzylinder wird über den Penis gestülpt. Durch Abpumpen der Luft entsteht ein Unterdruck, der Blut in den Penis zieht und so eine Erektion erzeugt. Ein Gummiring an der Basis hält das Blut anschließend im Penis. In über 80% der Anwender wird eine erfolgreiche Wirkung erzielt. [10]
Der Nachteil: Die Erektion fühlt sich für manche Patienten weniger natürlich an, und der Ring darf maximal 30 Minuten getragen werden.
Penisring
Auch einzeln (ohne Pumpe) nutzbar, wenn die Erektion zwar entsteht, aber nicht lange genug hält. Der Ring wird um die Penis-Basis gelegt und verlangsamt den Blutabfluss. Einfach, kostengünstig und rezeptfrei.
Beide mechanische Erektionshilfen können auch ergänzend zu Medikamenten eingesetzt werden.
Injektionen und lokale Applikationen
Wenn PDE-5-Hemmer nicht wirken oder nicht infrage kommen, gibt es noch die Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT). Dabei spritzt sich der Patient selbst einen Wirkstoff (meist Alprostadil) direkt in den Schwellkörper des Penis.
Die Erektion tritt nach etwa 5 bis 15 Minuten ein und hält je nach Dosis 30 bis 60 Minuten an. Die Erfolgsrate liegt bei über 80 %. [6]
Klingt abschreckend? Verständlich. Die Nadel ist allerdings sehr dünn, und die meisten Patienten berichten, dass der Schmerz minimal ist. Trotzdem: Die Anwendung erfordert eine Schulung durch den Arzt/die Ärztin.
Eine schmerzfreie Alternative zur Injektion ist das Muse-Stäbchen. Dabei wird ein kleines Alprostadil-Pellet in die Harnröhre eingeführt. Die Wirkung setzt nach etwa 10 Minuten ein. Die Erfolgsrate liegt etwas niedriger als bei der Injektion (rund 40–60 %), dafür entfällt das Spritzen.
Rezeptfreie Potenzmittel als Alternative

Die Suche nach einem Potenzmittel ohne Rezept ist nachvollziehbar. Der Gang zum Arzt/zur Ärztin kostet Überwindung, und frei verkäufliche Potenzmittel versprechen eine unkomplizierte Lösung. Allerdings ist bei rezeptfreien Potenzmitteln Vorsicht geboten: Die wissenschaftliche Evidenz ist bei den meisten Präparaten dünn, und „natürlich" bedeutet nicht automatisch „sicher".
Hier ein Überblick über die gängigsten rezeptfreien Alternativen:
L-Arginin
Diese Aminosäure ist eine Vorstufe von Stickstoffmonoxid (NO), dem Molekül, das die Blutgefäße im Penis erweitert. Die Idee: Mehr L-Arginin = mehr NO = bessere Durchblutung = stabilere Erektion. Einige Studien deuten darauf hin, dass L-Arginin in höheren Dosen (etwa 2,5 bis 5 g täglich) leichte Verbesserungen der Erektionsfähigkeit bewirken kann, besonders in Kombination mit Pycnogenol (Pinienrindenextrakt). [13] Die Effekte sind aber weit von denen eines PDE-5-Hemmers entfernt. Als alleinige Behandlung bei deutlichen Erektionsproblemen reicht L-Arginin nicht aus.
Ginseng (speziell roter koreanischer Ginseng)
Von allen pflanzlichen Potenzmitteln hat Ginseng noch die stärkste Studienlage. Eine Metaanalyse aus 2021 kommt zu dem Schluss, dass Ginseng die Erektionsfunktion moderat verbessern kann. Die Effektstärke liegt aber auch hier unter der von verschreibungspflichtigen Medikamenten. Ginseng kann zudem Wechselwirkungen mit Blutverdünnern haben. [11]
Maca
Das Wurzelpulver aus den Anden wird oft als natürliches Potenzmittel vermarktet. Die Datenlage? Sehr begrenzt. Einige Studien berichten von gesteigertem sexuellem Verlangen [12], aber es gibt kaum Belege dafür, dass Maca die Erektion selbst verbessert. Als Nahrungsergänzung gilt Maca als sicher, Wunder sollte man aber nicht erwarten.
Risiken bei rezeptfreien Potenzmitteln
Produkte, die online als „natürliche Viagra-Alternativen" beworben werden, enthalten gelegentlich nicht deklarierte pharmazeutische Wirkstoffe, darunter auch Sildenafil selbst. Das ist nicht nur illegal, sondern kann gefährlich sein, wenn Sie die Dosis nicht kennen oder Gegenanzeigen vorliegen. Kaufen Sie rezeptfreie Präparate nur bei seriösen Quellen, um gesundheitliche Risiken zu minimieren, und sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin.
Welche dieser Viagra-Alternativen passt zu Ihnen?
Bei so vielen Optionen stellt sich die Frage: Welche Alternative zu Sildenafil passt zu mir? Eine pauschale Antwort gibt es nicht, aber ein paar Orientierungspunkte helfen:
- Spontanität wichtig? Tadalafil (bis zu 36 Stunden Wirkung) ist in in puncto Flexibilität besser als Viagra.
- Schneller Wirkungseintritt gewünscht? Avanafil (wirkt ab 15 Minuten) ist der schnellste PDE-5-Hemmer.
- Wenig Nebenwirkungen? Avanafil zeigt in Studien das mildeste Nebenwirkungs-Profil.
- Keine Medikamente möglich? Mechanische Erektionshilfen wie Penispumpe oder Penisring sind medikamentenfrei.
- Leichte erektile Dysfunktion? Lebensstiländerungen (mehr Bewegung, weniger Alkohol, Rauchstopp) kombiniert mit L-Arginin können – nach Einwilligung Ihres Arztes/Ihrer Ärztin – als erster Schritt versucht werden.
- Kosten im Blick? Sildenafil- und Tadalafil-Generika sind die günstigsten verschreibungspflichtigen Optionen.
In jedem Fall gilt: Lassen Sie sich vor der Wahl einer Behandlung ärztlich beraten. Erektile Dysfunktion kann ein Frühwarnzeichen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein. Eine gründliche Abklärung ist kein Luxus, sondern sinnvolle Vorsorge.
Sie können übrigens ED-Medikamente online kaufen oder ein Online-Rezept bekommen, nachdem ein Arzt/eine Ärztin Ihre Angaben geprüft hat.
Häufig gestellte Fragen
Hier beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Sildenafil-Alternativen, Rezepte und Potenzmittel.
Kann ich Potenzmittel online kaufen?
Ja, verschreibungspflichtige Potenzmittel können Sie über zugelassene Online-Plattformen wie Apomeds beziehen. Wenn Sie zum Beispiel Sildenafil online kaufen möchten, füllen Sie einen medizinischen Fragebogen aus, ein Arzt/eine Ärztin prüft Ihre Angaben und stellt bei Einwilligung ein Rezept aus. Das Medikament wird dann direkt an Sie versandt. So ist das Kaufen von Potenzmitteln heute einfacher und diskreter als je zuvor.
Wer verschreibt Sildenafil?
Sildenafil und alle anderen PDE-5-Hemmer sind in Deutschland verschreibungspflichtig. Ein Rezept können Sie bei Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin, einem Urologen/einer Urologin oder über ein Online-Rezept bekommen. Eine blaue Pille rezeptfrei zu kaufen ist immer illegal.
Welche Alternative wirkt am schnellsten?
Avanafil hat den schnellsten Wirkungseintritt unter den PDE-5-Hemmern: 15 bis 30 Minuten nach der Einnahme. Zum Vergleich: Sildenafil und Tadalafil brauchen 30 bis 60 Minuten.
Kann ich verschiedene Medikamente kombinieren?
Nein. Zwei PDE-5-Hemmer gleichzeitig einzunehmen, ist nicht erlaubt und kann zu gefährlichem Blutdruckabfall führen. Auch die Kombination mit Nitraten (z. B. bei Angina pectoris) ist kontraindiziert und birgt ernste Risiken für das Herz-Kreislauf-System. Besprechen Sie alle Medikamente, die Sie einnehmen, mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin.
Welche Alternative hat am wenigsten Nebenwirkungen?
In klinischen Studien zeigt Avanafil das günstigste Nebenwirkungen-Profil unter den PDE-5-Hemmern. [7] Aber: Jeder Körper reagiert anders. Was bei einer Person gut verträglich ist, kann bei einer anderen stärkere Beschwerden auslösen. Ihre Ärztin/Ihr Arzt kann Sie individuell beraten.
Welche Sildenafil-Alternative ist am effektivsten?
Alle vier PDE-5-Hemmer haben vergleichbare Wirksamkeitsraten von 60–80 %. Der Unterschied liegt weniger in der Potenz des Wirkstoffs, sondern in den Begleiteigenschaften: Wirkdauer, Verträglichkeit, Einfluss von Nahrung. Falls ein PDE-5-Hemmer bei Ihnen nicht wirkt, kann ein anderer trotzdem Erfolg bringen.
Welches Potenzmittel wirkt am schnellsten?
Unter den verschreibungspflichtigen Medikamenten ist Avanafil mit 15 bis 30 Minuten der Spitzenreiter. Bei den nicht-medikamentösen Methoden ist die SKAT-Injektion mit 5 bis 15 Minuten am schnellsten. Rezeptfreie Potenzmittel wie L-Arginin oder Ginseng wirken nicht akut, sondern erst nach mehrwöchiger regelmäßiger Einnahme, und auch dann nur mild.
Fazit
Das Potenzmittel Sildenafil ist seit Jahrzehnten bewährt, aber längst nicht die einzige Option.
Ob Tadalafil für lange Wirkdauer, Avanafil für schnellen Wirkungseintritt, mechanische Erektionshilfen ohne Chemie oder rezeptfreie Präparate als sanfter Einstieg: Für fast jedes Bedürfnis gibt es eine passende Alternative. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin, um die Lösung zu finden, die zu Ihrer Gesundheit und Ihrem Lebensstil passt.
Quellen:
- Zhang Y, Zang N, Xiang Y, et al. A comprehensive analysis of erectile dysfunction prevalence and the impact of prostate conditions on ED among US adults: evidence from NHANES 2001-2004. Front Endocrinol (Lausanne). 2025;15:1412369. doi: 10.3389/fendo.2024.1412369
- Burnett AL. Phosphodiesterase 5 mechanisms and therapeutic applications. Am J Cardiol. 2005;96(12B):29M-31M. doi: 10.1016/j.amjcard.2005.07.008
- Young JM, Feldman RA, Auerbach SM, et al. Tadalafil improved erectile function at twenty-four and thirty-six hours after dosing in men with erectile dysfunction: US trial. J Androl. 2005;26(3):310-318. doi: 10.2164/jandrol.04126
- Nagao K, Ishii N, Kamidono S, Osada T; Vardenafil (Levitra) Clinical Trial Group. Safety and efficacy of vardenafil in patients with erectile dysfunction: result of a bridging study in Japan. Int J Urol. 2004;11(7):515-524. doi: 10.1111/j.1442-2042.2004.00833.x
- Morrisette MJ, Dunn SP. Phosphodiesterase Type 5 Inhibitors and Oral Nitrates in Male Patients with Ischemic Heart Disease. Curr Cardiol Rep. 2023;25(6):553-560. doi: 10.1007/s11886-023-01873-y
- Purvis K, Egdetveit I, Christiansen E. Intracavernosal therapy for erectile failure--impact of treatment and reasons for drop-out and dissatisfaction. Int J Impot Res. 1999;11(5):287-299. doi: 10.1038/sj.ijir.3900435
- Katz EG, Tan RB, Rittenberg D, Hellstrom WJ. Avanafil for erectile dysfunction in elderly and younger adults: differential pharmacology and clinical utility. Ther Clin Risk Manag. 2014;10:701-711. doi: 10.2147/TCRM.S57610
- Porst H, Sharlip ID, Hatzichristou D, et al. Extended duration of efficacy of vardenafil when taken 8 hours before intercourse: a randomized, double-blind, placebo-controlled study. Eur Urol. 2006;50(5):1086-1095. doi:10.1016/j.eururo.2006.05.036
- McCullough AR. Four-year review of sildenafil citrate. Rev Urol. 2002;4 Suppl 3(Suppl 3):S26-S38. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC1476025/
- Hoyland K, Vasdev N, Adshead J. The use of vacuum erection devices in erectile dysfunction after radical prostatectomy. Rev Urol. 2013;15(2):67-71. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3784970/
- Lee HW, Lee MS, Kim TH, et al. Ginseng for erectile dysfunction. Cochrane Database Syst Rev. 2021;4(4):CD012654. Published 2021 Apr 19. DOI: 10.1002/14651858.CD012654.pub2
- Shin BC, Lee MS, Yang EJ, Lim HS, Ernst E. Maca (L. meyenii) for improving sexual function: a systematic review. BMC Complement Altern Med. 2010;10:44. Published 2010 Aug 6. doi: 10.1186/1472-6882-10-44
- Rhim HC, Kim MS, Park YJ, et al. The Potential Role of Arginine Supplements on Erectile Dysfunction: A Systemic Review and Meta-Analysis [published correction appears in J Sex Med. 2020 Mar;17(3):560. doi: 10.1016/j.jsxm.2020.01.021.]. J Sex Med. 2019;16(2):223-234. DOI: 10.1016/j.jsxm.2018.12.002