Cialis ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel mit dem Wirkstoff Tadalafil, das zur Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt wird [1]. Es gehört zur Gruppe der PDE-5-Hemmer und kann bei sexueller Stimulation die Durchblutung des Penis verbessern, wodurch eine Erektion leichter entstehen oder aufrechterhalten werden kann [1]. Die Wirkung in der Regel etwa 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme ein und kann bis zu 36 Stunden anhalten [1, 3].
Dieser Beitrag richtet sich an Männer, die Cialis bereits einnehmen oder eine Behandlung in Erwägung ziehen. Sie erfahren, wie der Wirkmechanismus funktioniert, wann die Wirkung einsetzt, welche Faktoren sie beeinflussen können und was zu tun ist, wenn Cialis nicht wie erwartet wirkt. Das soll betroffenen Männern dabei helfen, gemeinsam mit dem Arzt realistische Erwartungen zu entwickeln und die Behandlung zu gestalten.
Wie wirkt Cialis als PDE-5-Hemmer?
Cialis zählt zur Wirkstoffgruppe der Phosphodiesterase-5-Inhibitoren, kurz PDE-5-Hemmer. Diese Wirkweise ist die Grundlage aller Potenzmittel dieser Klasse und erklärt, warum das Medikament gezielt bei einer erektilen Dysfunktion eingesetzt wird. Um die Wirksamkeit einordnen zu können, hilft ein Blick darauf, was der Wirkstoff Tadalafil im Körper genau bewirkt.
Wirkung auf die Blutgefässe im Penis
Eine Erektion wird durch den Blutfluss in den Schwellkörpern des Penis ermöglicht. Bei sexueller Erregung wird im Gewebe der Botenstoff Stickstoffmonoxid freigesetzt, der über mehrere Zwischenschritte die glatte Muskulatur der Blutgefässe entspannt. Dadurch weiten sich die Arterien, mehr Blut strömt in den Schwellkörper ein und es entsteht eine Erektion [4].
An der Regulation dieses Prozesses ist das Enzym Phosphodiesterase-5 beteiligt. Es baut den Botenstoff cGMP ab, der die Entspannung der glatten Muskulatur vermittelt. Dadurch lässt die Erektion allmählich nach. Genau hier setzen PDE-5-Hemmer an. Tadalafil hemmt dieses Enzym, wodurch die gefässerweiternde Wirkung länger erhalten bleibt. Auf diese Weise kann das Medikament den Blutfluss in den Schwellkörpern unterstützen und eine Erektion erleichtern. Es stösst den Vorgang aber nicht von selbst an [1].
Voraussetzung sexuelle Stimulation
Cialis führt nur bei sexueller Stimulation zu einer Erektion, da es die natürlichen körperlichen Abläufe unterstützt, diese aber nicht auslöst [1].
Für Patienten bedeutet das: Das Potenzmittel schafft die körperlichen Voraussetzungen, damit bei entsprechender Erregung eine Erektion leichter zustande kommen kann. Das Arzneimittel steigert nicht die Lust oder Libido.
Wann setzt die Wirkung von Cialis ein?

Wie schnell Cialis wirkt, hängt massgeblich von der Dosierung und der Art der Einnahme ab. Der Wirkstoff Tadalafil ist in vier Dosierungen erhältlich: 2,5 mg, 5 mg, 10 mg und 20 mg [1]. Bei Bedarf werden in der Regel 10 mg oder 20 mg vor der geplanten sexuellen Aktivität eingenommen. Für die tägliche Therapie von Männern mit erektiler Dysfunktion stehen die niedrigeren Dosierungen von 2,5 mg und 5 mg zur Verfügung [3].
Generell wird die 5 mg Dosierung empfohlen, aber bei Bedarf kann diese auf 2.5 mg angepasst werden. Welche Anwendung sich eignet, hängt von individuellen Faktoren ab und sollte ärztlich besprochen werden.
Bei Bedarf: Wirkungseintritt nach 30 bis 60 Minuten
Bei der Einnahme nach Bedarf setzt die Wirkung von Cialis üblicherweise nach etwa 30 bis 60 Minuten ein [3]. Die maximale Wirkstoffkonzentration im Blut wird im Median nach rund zwei Stunden erreicht. Viele Männer bemerken die Wirkung jedoch bereits früher [1].
Ein Merkmal von Tadalafil ist die lange Wirkdauer: Der Wirkstoff kann bis zu 36 Stunden im Körper aktiv bleiben [1]. Innerhalb dieses Zeitfensters kann es bei sexueller Erregung leichter sein, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten. Diese lange Wirkdauer gibt Anwendern einen grösseren zeitlichen Spielraum für sexuelle Aktivität. Wie lange und wie zuverlässig Cialis im Einzelfall wirkt, variiert.
Bei täglicher Einnahme: volle Wirkung nach etwa 5 Tagen
Bei der täglichen Einnahme wird Cialis in einer niedrigen Dosierung von meist 5 mg kontinuierlich eingenommen [1]. Auf diese Weise baut sich im Körper ein konstanter Wirkstoffspiegel auf. Die volle Wirkung ist dabei nicht sofort spürbar, sondern stellt sich erst nach etwa fünf Tagen regelmässiger Anwendung ein, wenn der Wirkstoffspiegel sein Gleichgewicht erreicht hat [2].
Der Vorteil dieser Therapieform liegt darin, dass die Einnahme unabhängig vom Zeitpunkt der sexuellen Aktivität erfolgt. Anwender müssen die Einnahme also nicht im Voraus planen, was spontane sexuelle Aktivität ermöglichen kann. Auch die tägliche Einnahme muss ärztlich abgeklärt werden.
Fun Fact: Cialis wird wegen der langen Wirkdauer auch als „Wochenendpille" bezeichnet.
Cialis bei Bedarf oder als Dauertherapie
Cialis lässt sich auf zwei grundsätzlich verschiedene Arten anwenden: bei Bedarf oder als tägliche Dauertherapie. Beide beruhen auf demselben Wirkstoff Tadalafil. Der Unterschied liegt darin, wie die Tablette in den Alltag eingebettet wird.
Die Einnahme bei Bedarf eignet sich vor allem für Männer, die das Medikament gezielt vor geplanter sexueller Aktivität einnehmen möchten. Hier wird die Tablette gezielt vor der sexuellen Aktivität eingenommen und die lange Wirkdauer sorgt für einen komfortablen zeitlichen Spielraum [1].
Die tägliche Dauertherapie (Cialis täglich) richtet sich hingegen eher an Anwender mit häufigerer sexueller Aktivität oder an Anwender, die sich nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt festlegen möchten. Da hier ein konstanter Wirkstoffspiegel besteht, entfällt die Planung der Einnahme vollständig.
Welche Form die passende ist, hängt von zahlreichen individuellen Faktoren ab. Die Entscheidung für eine der beiden Formen sollte deshalb immer gemeinsam mit dem behandelnden Arzt getroffen werden, der auch die geeignete Dosierung festlegt.
Wovon hängt ab, wie gut Cialis wirkt?
Cialis wirkt nicht bei jedem Anwender gleich zuverlässig. Wie gut Tadalafil im Einzelfall wirkt, hängt von einer Reihe individueller Faktoren ab. Sie reichen von körperlichen Voraussetzungen über bestehende Vorerkrankungen bis hin zum Lebensstil und der seelischen Verfassung. Diese Faktoren erklären, warum zwei Männer bei gleicher Dosierung unterschiedliche Erfahrungen machen können. Wer die wichtigsten Faktoren kennt, kann besser einordnen, weshalb die Wirkung variieren kann und welche Voraussetzungen sich für eine zuverlässigere Wirkung verbessern lassen.
Stoffwechsel, Alter und Vorerkrankungen
Tadalafil wird in der Leber über das Enzymsystem CYP3A4 abgebaut [1]. Wie schnell dieser Abbau erfolgt, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und beeinflusst, wie lange und intensiv die Wirkung ausfällt. Ein langsamerer Stoffwechsel kann beispielsweise dazu führen, dass die Wirkung länger anhält.
Auch das Alter spielt eine Rolle. Tadalafil selbst wirkt bei älteren Männern grundsätzlich ähnlich wie bei jüngeren. Wichtig ist eher, dass mit steigendem Alter häufiger Begleiterkrankungen auftreten, die an der erektilen Dysfunktion beteiligt sein können. Dazu zählen Vorerkrankungen wie:
- Diabetes mellitus
- Bluthochdruck
- Arteriosklerose
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Diese Erkrankungen können die Blutgefäße und - insbesondere Diabetes mellitus - auch die Nerven schädigen, die für eine normale Erektion wichtig sind. Der behandelnde Arzt wird daher vor Behandlungsbeginn untersuchen, ob Begleiterkrankungen den Erektionsstörungen zugrundeliegen und ob entsprechende Massnahmen zu treffen sind.
Ernährung, Alkohol und Stress
Neben der körperlichen Verfassung beeinflussen auch alltägliche Faktoren, wie gut Cialis wirkt. Ein Vorteil von Tadalafil gegenüber manchen anderen Potenzmitteln ist, dass die Aufnahme im Körper nicht wesentlich von Mahlzeiten abhängt. Cialis kann also unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden, auch fetthaltige Speisen verzögern oder mindern die Wirkung nicht relevant [1].
Anders verhält es sich bei Alkohol. Ein hoher Alkoholkonsum kann die Erektionsfähigkeit generell einschränken und dadurch die Wirkung von Cialis beeinträchtigen. Zudem können sowohl Alkohol als auch Tadalafil die Blutgefässe weiten.
In Kombination kann das den Blutdruck stärker senken und Beschwerden wie Schwindel begünstigen [1]. Kleine bis mäßige Alkoholmengen werden in der Regel eigentlich gut vertagen, könne aber bei manchen Personen das Risiko für Schwindel oder einen kleinen Blutdruckabfall erhöhen.
Nicht zu unterschätzen ist zudem die seelische Verfassung. Cialis kann eine Erektion nur bei sexueller Stimulation begünstigen. Psychische Faktoren wie Stress, Anspannung, Versagensängste oder Beziehungskonflikte können sich unmittelbar auf die sexuelle Erregbarkeit auswirken. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, die seelischen Ursachen gemeinsam mit dem Arzt zu besprechen.
Wann wirkt Cialis nicht oder nur eingeschränkt?

Es gibt Situationen, in denen die Wirkung ausbleibt oder deutlich schwächer ausfällt. Dem zugrunde liegen können das Medikament selbst, die Umstände der Anwendung oder körperliche Faktoren.
Der häufigste Grund ist auch der einfachste: fehlende sexuelle Stimulation. Da Tadalafil eine Erektion nur bei sexueller Erregung ermöglicht und von selbst die Erregung nicht fördert, bleibt die Wirkung ohne entsprechende Erregung aus [1].
Zudem können Fehler in der Anwendung ein möglicher Grund sein, etwa wenn die Tablette zu kurz vor der sexuellen Aktivität eingenommen wird und der Wirkstoff seine Konzentration im Blut noch nicht aufgebaut hat. Typisch ist auch der Fall, dass bei täglicher Einnahme von Cialis das Gleichgewicht nach etwa fünf Tagen noch nicht erreicht ist [2]. In beiden Fällen ist der Zeitpunkt das Problem.
Darüber hinaus gibt es körperliche Ursachen, die die Wirkung begrenzen. Sind die Blutgefässe oder Nerven, die an der Erektion beteiligt sind, durch Erkrankungen stark beeinträchtigt, kann Tadalafil gegebenenfalls nicht mehr ausreichend funktionieren. Auch nach bestimmten Operationen im Beckenbereich kann die Wirkung eingeschränkt sein [1].
Manche Anwender sprechen trotz korrekter Anwendung nur eingeschränkt oder gar nicht auf PDE-5-Hemmer an. In solchen Fällen spricht man von sogenannten Non-Respondern [1]. Wenn davon ausgegangen wird, sollte gemeinsam mit dem Arzt geprüft werden, ob die Anwendung korrekt war. Bleibt der Effekt trotz korrekter Anwendung dauerhaft aus, ist ein ärztliches Gespräch der richtige nächste Schritt, um mögliche Ursachen abzuklären und Alternativen zu besprechen.
Cialis bei benigner Prostatahyperplasie
Tadalafil, der Wirkstoff von Cialis, wird nicht nur bei Erektionsstörungen eingesetzt. In einer niedrigen Dosierung von 5 mg zur täglichen Einnahme ist er auch zur Behandlung der Symptome einer benignen Prostatahyperplasie (gutartige Prostatavergrösserung) zugelassen [1]. Diese Erkrankung tritt vor allem bei Männern ab dem mittleren Lebensalter auf. Eine solche Prostatavergrösserung kann auf die Harnröhre und die Blase drücken und dadurch Beschwerden beim Wasserlassen verursachen, etwa einen abgeschwächten Harnstrahl oder häufigeren Harndrang [1].
Der Wirkmechanismus ist derselbe wie bei der Behandlung von Erektionsstörungen. Als PDE-5-fördert Tadalafil die Entspannung der glatten Muskulatur in Prostata, Harnblase und Harnröhre sowie ihrer Blutgefäße. Dadurch kann sich dieser Bereich entspannen, was die genannten Beschwerden beim Wasserlassen lindern kann [1].
Ob Cialis im Einzelfall zur Behandlung einer benignen Prostatahyperplasie geeignet ist, entscheidet immer der behandelnde Arzt. Für Männer, die gleichzeitig unter einer erektilen Dysfunktion und den Symptomen einer Prostatavergrösserung leiden, kann die tägliche Einnahme beide Beschwerdebilder zugleich adressieren.
Wechselwirkungen, die die Wirkung von Cialis beeinflussen
Wie jedes Arzneimittel kann Cialis mit anderen Medikamenten wechselwirken. Im Falle von Cialis sind auch Wechselwirkungen mit gewissen Lebensmitteln möglich. Solche Wechselwirkungen können die Wirkung von Tadalafil abschwächen, unerwünscht verstärken oder ein ernsthaftes gesundheitliches Risiko darstellen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie den behandelnden Arzt vor der Verordnung über alle eingenommenen Medikamente informieren. Manche Kombinationen sind unproblematisch, andere erfordern eine Anpassung der Dosierung und einige dürfen keinesfalls zusammen mit Cialis angewendet werden.
Nitrate, Blutdrucksenker und Enzymhemmer
Die wichtigste Wechselwirkung betrifft Nitrate. Diese Wirkstoffe, etwa Nitroglycerin, werden bei Herzerkrankungen wie Angina pectoris eingesetzt und erweitern die Blutgefässe, um das Herz zu entlasten. Da auch Tadalafil gefässerweiternd wirkt, kann die gleichzeitige Einnahme zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen.
Die Kombination von Cialis mit Nitraten ist deshalb streng untersagt und darf unter keinen Umständen erfolgen. Ähnliches gilt für sogenannte Stickstoffmonoxid-Donatoren sowie für bestimmte Medikamente gegen Lungenhochdruck, insbesondere Riociguat, da auch sie den Blutdruck deutlich senken können [1].
Auch klassische Blutdrucksenker können in Kombination mit Cialis den blutdrucksenkenden Effekt verstärken. Eine besondere Rolle spielen dabei die sogenannten Alphablocker. In Kombination können sie zu einem starken Blutdruckabfall und zu Schwindel führen. Die Kombination von Cialis mit blutdrucksenkenden Mitteln ist zwar nicht grundsätzlich verboten, erfordert aber eine ärztliche Einschätzung und häufig auch eine angepasste Dosierung [1].
Zudem können Wechselwirkungen mit Substanzen auftreten, die den Abbau von Tadalafil beeinflussen. Dazu gehören insbesondere Enzymblocker, die das CYP3A4-System beeinflussen. Dazu gehören bestimmte Mittel gegen Pilzinfektionen, einige Antibiotika und auch Medikamente zur Behandlung von HIV. Sie können den Abbau von Tadalafil im Blut verlangsamen und dadurch die Wirkstoffkonzentration erhöhen. Das steigert das Risiko für Nebenwirkungen [1].
Auch Grapefruitsaft kann den Abbau von Cialis hemmen und dadurch die Wirkstoffkonzentration erhöhen, was das Risiko für Nebenwirkungen steigern kann [1].
Häufig gestellte Fragen zur Cialis Wirkung
Rund um die Wirkung von Cialis tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf. Die folgenden Antworten fassen die wichtigsten Informationen zusammen. Sie ersetzen kein ärztliches Beratungsgespräch, geben aber eine erste Orientierung.
Wirkt Cialis stärker als Viagra?
Ein direkter Vergleich von Cialis vs. Viagra im Sinne von „stärker" oder „schwächer" greift zu kurz, denn Cialis und Viagra unterscheiden sich vor allem in der Wirkdauer. Beide Präparate gehören zur selben Wirkstoffgruppe der PDE-5-Hemmer. Der Unterschied liegt in der Wirkdauer der Wirkstoffe. Viagra enthält Sildenafil und wirkt in der Regel etwa vier bis sechs Stunden [5]. Cialis mit dem Wirkstoff Tadalafil besitzt eine deutlich längere Halbwertszeit von rund 17,5 Stunden und kann bis zu 36 Stunden wirken [1]. Welches Präparat besser geeignet ist, hängt von individuellen Faktoren ab. Die Entscheidung wird immer gemeinsam mit dem Arzt getroffen.
Verstärkt eine höhere Dosis die Wirkung von Cialis?
Nein, eine höhere Dosis führt nicht automatisch zu einer stärkeren Wirkung. Ist die für den Einzelfall passende Dosis erreicht, bringt eine weitere Steigerung keinen zusätzlichen Nutzen, sondern erhöht das Risiko für Nebenwirkungen. Häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen und Gesichtsrötung. Gerade Nebenwirkungen wie Rücken- und Muskelschmerzen treten häufiger bei höheren Dosen auf. Auch Magen-Darm-Beschwerden können auftreten [1]. Daher sollte die Dosierung niemals eigenständig erhöht werden, sondern immer gemeinsam mit dem Arzt angepasst werden.
Wichtig zu wissen: Eine Erektion, die länger als 4 Stunden anhält, ist ein medizinischer Notfall und muss umgehend behandelt werden, um bleibende Schäden zu vermeiden [1].
Kann die Wirkung von Cialis mit der Zeit nachlassen?
Nach aktuellem Kenntnisstand entwickelt der Körper unter Tadalafil keine klinisch relevante Gewöhnung, die eine regelmäßige Dosissteigerung erforderlich machen würde. Wenn der Anwender dennoch den Eindruck hat, dass die Wirkung mit der Zeit nachlässt, können dem andere Gründe wie eine fortschreitende Grunderkrankung oder veränderte Lebensumstände zugrunde liegen. In solchen Fällen ist es sinnvoll, die Situation ärztlich abklären zu lassen.
Lässt sich die Wirkung von Cialis durch Generika ersetzen?
Ja. Nach dem Ablauf des Patentschutzes sind zahlreiche Generika mit dem Wirkstoff Tadalafil verfügbar. Sie enthalten denselben Wirkstoff in derselben Menge und müssen nachweislich dieselbe Wirkung wie das Originalpräparat erzielen (Bioäquivalenz). In der Wirkung besteht damit kein relevanter Unterschied, Generika sind allerdings meist deutlich günstiger. Dennoch sind sie, wie das Originalpräparat Cialis, in der Schweiz verschreibungspflichtig [1]. Nur mit einem gültigen Rezept kann man in einer Apotheke Cialis kaufen.
Was passiert, wenn Cialis trotz richtiger Einnahme nicht wirkt?
Bleibt die erwünschte Wirkung trotz korrekter Einnahme aus, sollte zunächst mit dem Arzt geprüft werden, ob die relevanten Faktoren wie Zeitpunkt, Dosierung und Anwendung tatsächlich gestimmt haben. Bleibt der Effekt dauerhaft aus, können unbehandelte Grunderkrankungen ein Grund sein. In manchen Fällen kann auch ein Wechsel auf einen anderen PDE-5-Hemmer oder eine alternative Therapieform infrage kommen. Wichtig ist, dass diese Schritte nicht in Eigenregie durchgeführt, sondern immer ärztlich begleitet werden.
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[1] Compendium.ch. (2026). Cialis® Filmtabletten (Tadalafil): Fachinformation. HCI Solutions AG. Abgerufen am 17. Juli 2026, von https://compendium.ch/de/product/index/1003520-cialis-cpr-pell-10-mg
[2] Eli Lilly (Suisse) SA. (o. D.). Cialis® (Tadalafil): Pharmakokinetische Eigenschaften. Lilly Medical. Abgerufen am 17. Juli 2026, von https://medical.lilly.com/de/products/answers/cialis-tadalafil-pharmakokinetische-eigenschaften-89164
[3] Gelbe Liste Online. (o. D.). Tadalafil: Anwendung, Wirkung, Nebenwirkungen. Vidal MMI Germany GmbH. Abgerufen am 17. Juli 2026, von https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Tadalafil_47299
[4] PharmaWiki. (o. D.). Tadalafil. Abgerufen am 17. Juli 2026, von https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Tadalafil
[5] Gelbe Liste Online. (o. D.). Sildenafil: Anwendung, Wirkung, Nebenwirkungen. Vidal MMI Germany GmbH. Abgerufen am 17. Juli 2026, von https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Sildenafil_27420