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  • 02.02.2023
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  • 30.01.2023
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  • 18.01.2023
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  • 17.01.2023
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  • Haarausfall bei Männern

    Dass Männer häufiger als Frauen unter Haarausfall leiden, hat mit dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron zu tun. Im hohen Alter leiden über 80 Prozent der Männer unter Haarverlust. Ab 50 Jahren betrifft es jeden zweiten Mann. Die ersten Anzeichen machen sich im Schnitt ab dem 25. Lebensjahr bemerkbar.

    Haarausfall nagt bei fast allen Betroffenen am Selbstwertgefühl und fühlt nicht selten zu einem geminderten Wohlbefinden. Auch wenn viele vor allem den anfänglichen Ausfall weglachen, ist das Bedauern um die verlorenen Haare bei fast allen Betroffenen groß.



    Wann spricht man von Haarausfall?

    Durchschnittlich verliert ein Mensch um die 100 Haare täglich. Haare wachsen unter normalen Umständen durchgängig, das heißt, dass wenn ein Haar ausfällt, das nächste direkt aus derselben Haarwurzel nachwächst. Fallen mehr als 100 Haare pro Tag aus, spricht man von Alopezie oder permanenten Haarausfall. Dabei wachsen die Haare nicht nach und der Ausfall verursacht kahle Stellen.

    Die meisten Männer verlieren ihr Haar lokal, wie zum Beispiel am Hinterkopf oder an den Schläfen. Meistens geht das Haar als erstes am Ansatz zurück und lichtet sich am Oberkopf.

    In fast allen Fällen ist der Haarausfall bei Männern erblich bedingt. In den Erbinformationen ist bestimmt, wie lang unser Haar werden kann, ob es lockig oder glatt ist. Die Haare bestehen aus dem Eiweißmolekül Keratin und sind weitgehend leblos. Die Haarwurzeln unter der Kopfhaut sind die treibende Kraft und bestimmen je nach Genetik den Haarwuchs oder eben auch den Ausfall.



    Wie wird Haarausfall diagnostiziert?

    Bei der Diagnose bestimmt der Arzt das Muster der Ausdünnung, analysiert die Krankengeschichte des Patienten und fragt nach dem Vorkommen des Symptoms in der Familie. Durch den Dermatologen kann zusätzlich das Ausmaß der Verkümmerung der Haarfollikel bestimmt werden.


    Welche Arten von Haarausfall gibt es?

    Die drei häufigsten Arten von Haarausfall sind:


    Erblich bedingter Haarausfall

    Die Androgenetische Alopezie (AGA) ist ein durch Androgene (männliche Hormone) hervorgerufener Haarausfall und eine normale Begleitung des Alterns, von der etwa 80% aller Männer betroffen sind.

    Charakteristiken: Zurücktreten der Stirn-Haar-Grenze an den Schläfen mit der Ausbildung von Geheimratsecken. Im weiteren Verlauf zunehmende Haarlichtung in der Scheitelregion. Erblich bedingter Haarausfall weist auf eine Überempfindlichkeit gegen das Steroid Dihydrotestosteron oder DHT hin. Die Wachstumsphase der Haare ist bei dieser Art von androgenetischem Haarausfall verkürzt und der Haarausfall setzt frühzeitig ein.


    Diffuser Haarausfall
    Bei der diffusen Alopezie fallen die Haare vom gesamten Kopf ab. Dieser Haarausfall tritt jedoch öfter bei Frauen auf und muss nicht ein ganzes Leben lang andauern.


    Kreisrunder Haarausfall

    Unter Alopecia Areata versteht man einen begrenzten, runden, krankhaften Haarausfall. Auslöser ist eine Autoimmunerkrankung, von der in Deutschland um die 1,4 Millionen Menschen betroffen sind. Charakteristiken: Bei 80% der betroffenen Personen ausgehend vom Kopf; bei Männern auch im Bartbereich. Kreisrunde, glatte, eingesunkene und kahle Stellen treten hervor, die im Randbereich kurze, abgebrochene Haare aufweisen.



    Haarausfall durch die Schilddrüse

    Auch bei einer Schilddrüsen Unter- oder Überfunktion kann Haarausfall ein Begleitsymptom sein. Vor allem Frauen sind davon betroffen. Durch die Schilddrüsenüberfunktion werden mehr Hormone produziert. Diese Hormone beschleunigen zwar das Haarwachstum, aber die Haare fallen schnell wieder aus. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion sind Haare und Haut trocken und rau. Die Haare sind stumpf und fallen aus.



    Haarausfall durch Eisenmangel

    Auch ein Eisenmangel kann eine Unterversorgung der Haarfollikel verursachen, was wiederum zu Haarausfall führt. In vielen Fällen kann man den Haarausfall hier durch eine Umstellung der Ernährung oder durch die Einnahme gezielter Präparate stoppen.



    Haarausfall durch Stress

    Auch Stress, sowohl körperlicher als auch emotionaler, können Haarausfall hervorrufen. Hierbei sind besonders Frauen betroffen. Bei 40% der Frauen ist der Haarausfall auf Stress zurückzuführen. Die Botenstoffe, die durch Stress ausgeschüttet werden, können die Haarwurzel und Follikel Schäden, was zu Haarausfall führt.



    Haarausfall durch Rauchen

    Rauchen kann ebenfalls zu Haarausfall beitragen, da durch das Rauchen die Durchblutung gehemmt und die Nährstoffversorgung der Haarwurzel behindert wird. Sie sollten Ihrem Arzt immer mitteilen, wenn Sie rauchen.



    Haarausfall durch falsche Ernährung

    Auch einseitige Ernährung kann Haarausfall verursachen. Nährstoffe sind für die Haarfollikel um den Haarzyklus wichtig. Ernähren Sie sich sehr einseitig, wird die Wachstumsphase verkürzt und Haare fallen aus. Auch hier kann durch eine Umstellung der Ernährung der Haarausfall gestoppt werden.



    Krankheiten, die Haarausfall begünstigen

    Zeitlich begrenzter, kreisrunder Haarausfall kann als Folge folgender Krankheiten auftauchen:

    • Impetigo Contagiosa
    • Karbunkel
    • Wundrose
    • Gürtelrose



    Haarausfall. Was nun?

    Zuerst sollten Sie herausfinden, woher der Haarausfall kommt. Ein Dermatologe ist hierfür der richtige Ansprechpartner. Maßnahmen, die Sie sofort und selbstständig ergreifen können, sind das Rauchen einzustellen und auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten.

    Um den Haarausfall aber nachhaltig stoppen zu können, müssen Sie die tatsächliche Ursache kennen und unter Beirat einer Fachperson die nötigen Schritte einleiten. Ein Arzt wird Ihnen sagen können, ob und welche medikamentöse Behandlung Ihrem Haarausfall entgegenwirken kann.



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    Medizinisch geprüft von:

    Dr. Marcus Horstmann, geboren in Hannover, studierte Medizin in Berlin und absolvierte anschließend die Facharztausbildung für Urologie und Allgemeinchirurgie. Durch seine Tätigkeit als Abteilungsleiter in verschiedenen Krankenhäusern sammelte er 17 Jahre lang viel Erfahrung. Seine urologisch-chirurgischen Fähigkeiten schließen unter anderem Roboterchirurgie, Begradigung von Penisabweichungen oder die Implantation künstlicher Schließmuskel mit ein. 


    Zuletzt überprüft: 11.10.2022

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