Gewichtsmanagement

Kaloriendefizit berechnen mit Formel und Beispielen

Wer sein Kaloriendefizit berechnen möchte, sollte zunächst den täglichen Energiebedarf kennen. Erfahren Sie, welche Formel dabei hilft, wie groß ein Kaloriendefizit zum Abnehmen sein kann und wie die Berechnung anhand konkreter Beispiele funktioniert.

Nadine Krappinger, deutschsprachige Autorin (Deutschland & Schweiz)

Autor Nadine Krappinger

Geprüft von Dr. Dora Matis

Veröffentlicht am:

Zuletzt aktualisiert:

ein Apfel und ein Taschenrechner

Was ein Kaloriendefizit ist und warum es zum Abnehmen nötig ist

Ein Kaloriendefizit entsteht, wenn Sie weniger Kalorien aufnehmen, als Ihr Körper täglich verbraucht. Um abzunehmen, muss diese Differenz über längere Zeit bestehen. Der Körper greift dann auf gespeicherte Energiereserven zurück, darunter auch Fett. Wie gut das funktioniert, hängt von Ihrem tatsächlichen Kalorienbedarf und Ihrer Ernährung ab. Wer sein Defizit zu hoch ansetzt, riskiert dagegen Heißhunger, Müdigkeit und Muskelverlust. Deshalb lohnt es sich, den eigenen Bedarf realistisch einzuschätzen und die Kalorienzufuhr so anzupassen, dass die Gewichtsabnahme langfristig durchzuhalten ist.

Grundumsatz, Leistungsumsatz und Gesamtumsatz verstehen

Der tägliche Kalorienbedarf setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Wichtig dabei sind der Grundumsatz, der Leistungsumsatz und der daraus entstehende Gesamtumsatz. Wer dies versteht, kann das Gewichtsplateau durchbrechen.

Was der Grundumsatz in Ruhe verbraucht

Der Grundumsatz beschreibt die Energie, die Ihr Körper in Ruhe benötigt. Er hält essenzielle Funktionen wie Atmung, Herzschlag und Körpertemperatur aufrecht. Auch im Schlaf verbraucht der Körper Energie. [1]

Was zum Leistungsumsatz gehört

Der Leistungsumsatz umfasst die zusätzliche Energie, die Sie durch Bewegung und Aktivitäten verbrauchen. Dazu zählen Sport, Spaziergänge, Hausarbeit und alltägliche Wege. Je aktiver Sie sind, desto höher fällt dieser Wert in der Regel aus.

Wie der Gesamtumsatz zur Basis für Ihr Kaloriendefizit wird

Der Gesamtumsatz ergibt sich aus Grundumsatz und Leistungsumsatz. Er zeigt, wie viele Kalorien Sie pro Tag ungefähr verbrauchen. Wenn Sie ein Kaloriendefizit erreichen möchten, muss Ihre Kalorienaufnahme unter diesem Wert liegen.

Welche Faktoren den Verbrauch beeinflussen

Ihr Kalorienverbrauch hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören:

  • Alter: Mit zunehmendem Alter kann der Energiebedarf sinken.
  • Geschlecht: Männer haben im Durchschnitt häufig einen höheren Grundumsatz.
  • Körpergröße und Gewicht: Größere und schwerere Menschen benötigen meist mehr Energie.
  • Muskelmasse: Muskeln verbrauchen auch in Ruhe Energie.
  • Aktivität: Bewegung und Sport erhöhen den täglichen Gesamtumsatz.

Auch der Körperfettanteil bei Frauen kann beeinflussen, wie sich das Körpergewicht und die Körperzusammensetzung entwickeln. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Zahl auf der Waage, sondern auch das Verhältnis von Muskelmasse und Fett. Berücksichtigen Sie diese Faktoren, wenn Sie Ihren Kalorienbedarf berechnen und Ihr Defizit festlegen.

Kaloriendefizit zum Abnehmen berechnen

 Frau bei einem Arzttermin  

Für eine erste Einschätzung können Sie Formeln verwenden, die Ihren Ruhebedarf schätzen. Danach berücksichtigen Sie Ihre Aktivität und legen ein moderates Defizit fest. Die Ergebnisse sind Richtwerte und keine exakte Messung.

Den Grundumsatz mit einer Formel berechnen

Eine häufig verwendete Methode ist die Mifflin-St.-Jeor-Formel. Sie schätzt den Ruheenergieverbrauch anhand von Gewicht, Körpergröße, Alter und Geschlecht. Für die Rechnung benötigen Sie Ihr Gewicht in Kilogramm, Ihre Größe in Zentimetern und Ihr Alter in Jahren. [2]

Den Aktivitätsfaktor auswählen

Multiplizieren Sie den Grundumsatz mit einem passenden Aktivitätsfaktor. Die folgenden Werte sind verbreitete Näherungen. Je nach Rechner und tatsächlichem Alltag können sie abweichen:

Aktivität

Richtwert

Beispiel

überwiegend sitzend

1,2

Büroarbeit, wenig Bewegung

leicht aktiv

1,35–1,4

Büroarbeit und kurze Spaziergänge

mäßig aktiv

1,5–1,6

regelmäßige Bewegung und Sport

sehr aktiv

1,7–1,8

körperlich anstrengender Alltag

außergewöhnlich aktiv

1,9 oder höher

sehr hohe tägliche Belastung

Beispiel: Liegt Ihr Grundumsatz bei 1.500 kcal und verwenden Sie den Faktor 1,4, ergibt sich ein geschätzter Gesamtumsatz von 2.100 kcal. Ein Defizit von 400 kcal würde einem Tagesziel von 1.700 kcal entsprechen.

Kaloriendefizit berechnen: Beispiel für Frau und Mann

An zwei Beispielen sehen Sie, wie sich der tägliche Bedarf schätzen lässt. Die Berechnungen verwenden die Mifflin-St.-Jeor-Formel und einen Aktivitätsfaktor von 1,4. Das passt als grobe Annahme zu einem eher sitzenden Alltag mit etwas zusätzlicher Bewegung. Ihre persönlichen Werte können davon abweichen.

Beispielrechnung für eine Frau

Eine 35-jährige Frau wiegt 75 kg und ist 165 cm groß.

  • 1. Grundumsatz berechnen: 10 × 75 + 6,25 × 165 − 5 × 35 − 161 = rund 1.445 kcal.
  • 2. Gesamtumsatz berechnen: 1.445 × 1,4 = rund 2.023 kcal.
  • 3. Kaloriendefizit festlegen: Bei einem angenommenen Defizit von 400 kcal ergibt sich ein Tagesziel von rund 1.623 kcal.

Damit lässt sich das Kaloriendefizit bei Frauen anhand konkreter Daten berechnen. Die Rechnung ist jedoch nur eine Schätzung. Wer sich im Alltag mehr bewegt, benötigt möglicherweise mehr Energie. Auch bei gesundheitlichen Besonderheiten kann der tatsächliche Bedarf abweichen.

Beispielrechnung für einen Mann

Ein 40-jähriger Mann wiegt 90 kg und ist 180 cm groß.

  • 1. Grundumsatz berechnen: 10 × 90 + 6,25 × 180 − 5 × 40 + 5 = 1.830 kcal.
  • 2. Gesamtumsatz berechnen: 1.830 × 1,4 = rund 2.562 kcal.
  • 3. Kaloriendefizit festlegen: Bei einem angenommenen Defizit von 400 kcal ergibt sich ein Tagesziel von rund 2.162 kcal.

So lässt sich das Kaloriendefizit bei Männern berechnen. Die Zahlen sind keine festen Vorgaben. Wer körperlich arbeitet oder intensiv trainiert, hat meist einen höheren Bedarf als jemand, der fast den ganzen Tag sitzt. [3]

Kaloriendefizit schnell abschätzen ohne Formeln

Nicht jeder möchte täglich rechnen. Ein Kalorienrechner kann die erste Orientierung erleichtern. Auch grobe Richtwerte helfen, sofern Sie sie nicht als persönliche Vorgabe verstehen. Der Bedarf hängt von Körpergröße, Gewicht, Alter und Aktivität ab.

Alltag und Körperbau

Grobe Orientierung

kleinere, wenig aktive Person

eher niedrigerer Bedarf

mittelgroße Person mit sitzender Arbeit

mittlerer Bedarf, abhängig von Gewicht und Alter

größere oder schwerere Person

häufig höherer Bedarf

körperlich aktive Person       

zusätzlicher Bedarf durch Bewegung

Diese Einordnung ersetzt keine Berechnung. Zwei Menschen mit gleichem Gewicht können unterschiedlich viele Kalorien benötigen. Auch eine Faustregel pro Kilogramm Körpergewicht ist ungenau, weil sie Muskelmasse, Alter und Bewegung nicht ausreichend berücksichtigt.

Ernährung im Alltag realistisch einschätzen

Wer abnehmen möchte, muss nicht jedes Lebensmittel verbannen. Hilfreicher ist eine Ernährung, die satt macht und sich langfristig umsetzen lässt. Die Clean Eating Regeln können dabei als Orientierung dienen, wenn sie eine Auswahl möglichst wenig verarbeiteter Lebensmittel fördern. Sie sind aber keine wissenschaftlich festgelegte Diätformel. Praktische Ansatzpunkte sind:

  • Eiweißreiche Mahlzeiten: Eier, Hülsenfrüchte, Joghurt oder Tofu können zur Sättigung beitragen.
  • Gemüse und Obst: Sie liefern Ballaststoffe und Volumen.
  • Getränke prüfen: Süßgetränke, Alkohol und gesüßte Kaffees können viele Kalorien enthalten.
  • Portionen beobachten: Öl, Saucen, Nüsse und kleine Snacks werden beim Schätzen leicht übersehen.

Sie müssen nicht perfekt essen, um Fortschritte zu erzielen. Entscheidend ist, dass die gesamte Kalorienaufnahme zu Ihrem Ziel passt. Eine gute Lösung ist ein Plan, der auch zu Ihrem Alltag und Ihren Vorlieben passt. [4]

Kaloriendefizit in der Praxis überprüfen

Ein berechneter Wert ist zunächst eine Arbeitshypothese. Prüfen Sie über zwei bis drei Wochen, wie sich Ihr Gewicht bei einer ähnlichen Kalorienaufnahme entwickelt. Einzelne Messungen sagen wenig aus, weil Wasserhaushalt, Verdauung und Salzaufnahme das Gewicht kurzfristig verändern können.

Den Wochenschnitt statt einzelne Tage betrachten

Wiegen Sie sich möglichst unter vergleichbaren Bedingungen, etwa morgens nach dem Toilettengang. Notieren Sie die Werte und vergleichen Sie die Wochenmittelwerte. So erkennen Sie eher einen Trend als bei täglichen Schwankungen.

Ein Ernährungstagebuch oder eine einfache Tabellenkalkulation hilft, die Kalorienaufnahme und das Gewicht gegenüberzustellen. Erfassen Sie auch Getränke, Öl, Saucen und kleine Zwischenmahlzeiten. Wenn sich über mehrere Wochen kein Abwärtstrend zeigt, prüfen Sie zuerst Portionsgrößen, Aktivität und die Schätzung des Gesamtumsatzes. Erst danach sollten Sie die Kalorienzufuhr vorsichtig anpassen.

Begriffe wie natürliche Fettkiller klingen verlockend, doch kein einzelnes Lebensmittel lässt Körperfett einfach verschwinden. Grüner Tee, Chili oder Kaffee können den Energieverbrauch allenfalls geringfügig beeinflussen. Für eine nachhaltige Gewichtsabnahme sind die gesamte Energiebilanz und die langfristige Umsetzung wichtiger.

Wie hoch das Kaloriendefizit zum Abnehmen sein sollte

 Frau, die eine Schüssel Salat isst  

Ein passendes Defizit sollte groß genug sein, um einen Gewichtsverlust zu ermöglichen, aber nicht so hoch, dass Hunger, Erschöpfung und Nährstoffmangel den Alltag bestimmen. Häufig wird mit einigen Hundert Kilokalorien unter dem geschätzten Gesamtumsatz begonnen. Wie viel für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihrem Ausgangsgewicht und Ihrer Gesundheit ab.

Ein moderates Defizit festlegen

Ein häufig genutzter Ausgangspunkt sind etwa 300 bis 500 kcal täglich. Alternativ wird ein prozentualer Anteil des Gesamtumsatzes angesetzt. Diese Richtwerte sind keine Pflicht und nicht für jede Person geeignet. Wer einen niedrigen Energiebedarf hat, sollte nicht automatisch ein großes Defizit wählen.

Es gibt keine universelle Kalorienmenge, die für alle Menschen als Mindestwert gilt. Sehr niedrige Kalorienzufuhren gehören in medizinisch begleitete Programme. Das gilt besonders bei starkem Übergewicht, wenn ein rascher Gewichtsverlust aus gesundheitlichen Gründen erwogen wird. Sehr kalorienarme Diäten sind nicht für alle geeignet und sollten fachlich begleitet werden. [5]

Wie schnell Sie mit einem Kaloriendefizit abnehmen können

Die Geschwindigkeit hängt vom tatsächlichen Defizit, dem Ausgangsgewicht und der Reaktion des Körpers ab. Ein rechnerisches Defizit von 500 kcal täglich ergibt zwar 3.500 kcal pro Woche, aber daraus lässt sich kein exakter Gewichtsverlust ableiten. Der Körper verliert nicht nur Fett, sondern auch Wasser und manchmal Muskelmasse. Mit sinkendem Gewicht verändert sich zudem der Energiebedarf. Die bekannte Faustregel, dass eine bestimmte Kalorienmenge genau einem Kilogramm Körperfett entspricht, ist deshalb nur eine grobe Vereinfachung. Aussagekräftiger ist die Entwicklung über mehrere Wochen. Ein langsamerer Verlauf bedeutet nicht automatisch, dass die Strategie nicht funktioniert.

Kaloriendefizit erreichen und im Alltag durchhalten

Ein Plan funktioniert nur, wenn er in Ihren Alltag passt. Sie können weniger essen, sich mehr bewegen oder beides kombinieren. Kleine Änderungen sind oft leichter beizubehalten als ein strenger Verzicht. Wichtig ist, dass Sie genug Energie und Nährstoffe aufnehmen.

Die Kalorienaufnahme sinnvoll verändern

Beginnen Sie bei den Gewohnheiten, die sich ohne großen Aufwand verändern lassen. Prüfen Sie beispielsweise, wie häufig Sie kalorienhaltige Getränke trinken oder nebenbei essen. Wasser und ungesüßter Tee können süße Getränke ersetzen. Das spart Kalorien, ohne dass Sie eine Mahlzeit streichen müssen.

Sättigung und Muskelmasse berücksichtigen

Eiweißreiche Lebensmittel und ballaststoffreiche Mahlzeiten helfen vielen Menschen, länger satt zu bleiben. Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Eier und Milchprodukte können dabei eine Rolle spielen. Wählen Sie Lebensmittel, die Sie gern essen, statt sich auf wenige vermeintlich perfekte Produkte zu beschränken.

Krafttraining unterstützt den Erhalt der Muskulatur während einer Gewichtsreduktion. Zusammen mit ausreichend Eiweiß kann es helfen, Muskelabbau zu begrenzen. Steigern Sie den Trainingsumfang schrittweise und gönnen Sie Ihrem Körper Erholung. Auch Alltagsbewegung zählt, selbst wenn Sie keinen intensiven Sport treiben.

Warum nehme ich trotz berechnetem Kaloriendefizit nicht ab?

Ein Rechner kann den Bedarf nur schätzen. Auch die Kalorienaufnahme wird im Alltag oft ungenau erfasst. Öl beim Braten, Saucen, Getränke und kleine Snacks können die Tagesbilanz verändern. Zusätzlich schwankt das Gewicht durch Wasser, Salz, Verdauung und hormonelle Veränderungen. Während des Zyklus oder in den Wechseljahren kann sich die Waage vorübergehend anders entwickeln. Wer gleichzeitig Krafttraining macht, kann Muskeln aufbauen und Fett verlieren, ohne dass das Gewicht deutlich sinkt. Prüfen Sie deshalb den Trend über mehrere Wochen, bevor Sie Ihren Plan ändern.

Wenn Sie Medikamente zur Gewichtsabnahme erwägen oder Abnehmmedikamente online bestellen möchten, lassen Sie sich zuerst ärztlich beraten. Kaufen Sie verschreibungspflichtige Mittel nicht bei unbekannten Anbietern.

Risiken und Grenzen eines Kaloriendefizits

Ein Kaloriendefizit ist kein Selbstzweck. Wird die Nahrungsaufnahme zu stark reduziert, können Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Nährstoffmangel und Muskelverlust auftreten. Ein gesunder Körper benötigt ausreichend Energie für seine Funktionen, die Verdauung und den Kreislauf. Achten Sie deshalb nicht nur auf die Kalorien, sondern auch auf die Qualität Ihrer Ernährung. GLP-1 Medikamente können bei bestimmten Erkrankungen eine medizinische Option sein, ersetzen aber keine individuelle Betreuung. Sie wirken auf Appetit und Sättigung und sind nicht für jede Person geeignet. [6]

Risiken eines zu großen Kaloriendefizits

Wer dauerhaft deutlich zu wenig isst, riskiert Heißhunger, Kraftverlust und eine unzureichende Versorgung mit wichtigen Nährstoffen. Das kann es schwerer machen, das Gewicht langfristig zu halten. Mögliche Warnzeichen sind:

  • Ständige Müdigkeit: Sie fühlen sich erschöpft oder ungewöhnlich schwach.
  • Starker Hunger: Sie denken häufig ans Essen und haben kaum Sättigung.
  • Kraftverlust: Training und Alltag fallen zunehmend schwer.
  • Kreislaufprobleme: Schwindel oder Schwäche sollten ernst genommen werden.

Sogenannte beste Abnehmpillensind keine einheitlich definierte medizinische Kategorie. Lassen Sie sich nicht von Werbeversprechen zu schnellem Gewichtsverlust leiten. Medikamente zur Gewichtsreduktion haben mögliche Nebenwirkungen und sollten nur nach medizinischer Prüfung eingesetzt werden.

Für wen ein Kaloriendefizit nicht geeignet ist

Ein eigenständig geplantes Defizit ist nicht für alle Menschen passend. Schwangere und Stillende sowie Kinder und Jugendliche sollten eine gezielte Gewichtsreduktion nur nach fachlicher Beratung angehen. Bei Untergewicht ist eine weitere Gewichtsabnahme in der Regel nicht sinnvoll. Menschen mit einer Essstörung sollten eine Kalorienrestriktion mit ihrem Behandlungsteam besprechen. Bei chronischen Erkrankungen ist eine ärztliche Einschätzung sinnvoll. Besondere Vorsicht ist nötig bei:

  • Schwangerschaft und Stillzeit: Der Energiebedarf verändert sich.
  • Essstörungen: Kalorienzählen kann problematische Verhaltensmuster verstärken.
  • Untergewicht: Eine weitere Gewichtsabnahme kann gesundheitlich schaden.
  • Chronischen Erkrankungen: Medikamente und Ernährungsbedarf müssen berücksichtigt werden.

Wer wissen möchte, wie Semaglutid wirkt, sollte sich an medizinisch geprüfte Informationen und eine ärztliche Beratung halten. Der Wirkstoff beeinflusst unter anderem die Appetitregulation und kann die Magenentleerung verlangsamen. Ob eine Behandlung geeignet ist, hängt von der medizinischen Situation ab.

Häufige Fragen

In den folgenden Fragen finden Sie Antworten zu den wichtigsten Themen rund um das Kaloriendefizit. Die wichtigsten Fragen und Antworten hier im Überblick:

Wie berechne ich mein Kaloriendefizit am einfachsten?

Am einfachsten geht es mit einem Kalorienrechner. Geben Sie Ihr Alter, Ihre Größe, Ihr Gewicht und Ihre tägliche Aktivität ein, um Ihren Kalorienbedarf zu ermitteln. Anschließend können Sie Ihr benötigtes Kaloriendefizit berechnen, indem Sie einen passenden Wert vom Gesamtumsatz abziehen. So erhalten Sie einen ersten Richtwert für Ihren Alltag.

Wie hoch sollte mein Kaloriendefizit zum Abnehmen sein?

Ein Defizit von etwa 300 bis 500 kcal täglich ist für viele Menschen ein guter Anfang. Wenn Sie ein moderates Kaloriendefizit berechnen, sollten Sie Ihren Energiebedarf und Ihre persönliche Situation berücksichtigen. Das optimale Kaloriendefizit zu berechnen bedeutet nicht, möglichst wenig zu essen. Wichtig ist, dass Sie ausreichend Nährstoffe aufnehmen und sich im Alltag weiterhin wohlfühlen.

Wie schnell nimmt man mit 500 kcal Defizit ab?

Ein tägliches Defizit von 500 kcal ergibt rechnerisch 3.500 kcal pro Woche. Wie viel Gewicht Sie tatsächlich verlieren, lässt sich daraus aber nicht genau ableiten. Wasserhaushalt, Verdauung und Energieverbrauch beeinflussen das Ergebnis ebenfalls. Achten Sie deshalb auf die Entwicklung über mehrere Wochen.

Wie viele Kalorien darf ich am Tag essen, um abzunehmen?

Das hängt davon ab, wie viel Energie Ihr Körper täglich verbraucht. Alter, Körpergröße, Gewicht, Geschlecht und Bewegung spielen dabei eine Rolle. Wenn Sie Ihr richtiges Kaloriendefizit berechnen möchten, sollten Sie zuerst Ihren Gesamtumsatz schätzen. Ziehen Sie davon einen passenden Wert ab, statt Ihre Kalorienzufuhr willkürlich stark zu reduzieren.

Wie lange dauert es, bis ich im Kaloriendefizit abnehme?

Manche bemerken bereits nach wenigen Tagen eine Veränderung auf der Waage. Das Gewicht schwankt allerdings auch durch Wasser und Verdauung. Ein aussagekräftigeres Bild erhalten Sie, wenn Sie Ihre Entwicklung über zwei bis drei Wochen beobachten. Bleibt der Trend aus, können Sie Ihre Kalorienaufnahme und Ihre Aktivität überprüfen.

Wie viel Defizit brauche ich für ein Kilo weniger pro Woche?

Für ein Kilogramm Gewichtsverlust pro Woche wäre rechnerisch ein großes tägliches Defizit nötig. Ein maximales Kaloriendefizit zu berechnen, sollte jedoch nicht das Ziel sein. Ein zu hoher Wert kann zu Müdigkeit, starkem Hunger und Muskelverlust führen. Ein langsamerer Gewichtsverlust ist häufig leichter durchzuhalten.

Wie berechne ich das Kaloriendefizit als Mann?

Wer sein Kaloriendefizit als Mann berechnen möchte, sollte Alter, Größe, Gewicht und Aktivität berücksichtigen. Mit einer geeigneten Formel lässt sich zunächst der Grundumsatz schätzen. Danach wird der Gesamtumsatz berechnet und ein passendes Defizit abgezogen. Auch hier gilt: Die Werte sind Richtwerte und müssen zum persönlichen Alltag passen.

Kann ich auch ohne Sport ein Kaloriendefizit erreichen?

Ja, das ist möglich. Entscheidend ist, dass Sie weniger Kalorien aufnehmen, als Sie verbrauchen. Spaziergänge, Treppensteigen und andere Alltagsbewegungen erhöhen den Energieverbrauch ebenfalls. Eine Kombination aus angepasster Ernährung und mehr Bewegung kann das Abnehmen erleichtern. Auch einfache Rezepte mit sättigenden Lebensmitteln helfen dabei, die Ernährung langfristig umzustellen.

Kann ich im Kaloriendefizit Muskeln aufbauen?

Ja, unter bestimmten Bedingungen ist das möglich. Besonders Trainingsanfänger können mit Krafttraining, ausreichend Eiweiß und genügend Erholung Muskeln aufbauen. Ein zu großes Defizit erschwert den Muskelaufbau und kann Muskelverlust begünstigen. Planen Sie Ihre Ernährung und Fitness deshalb so, dass sie zu Ihrem Leben passen.

Wie finde ich mein persönliches Kaloriendefizit?

Um Ihr benötigtes Kaloriendefizit zu berechnen, können Sie zunächst Ihren Gesamtumsatz schätzen und mit einem moderaten Defizit beginnen. Beobachten Sie anschließend Ihr Gewicht, Ihr Hungergefühl und Ihre Energie im Alltag. Passen Sie die Kalorienzufuhr bei Bedarf vorsichtig an. So finden Sie eher einen Wert, den Sie langfristig einhalten können.

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