Wie wirkt Viagra?
Viagra gehört zur Klasse der sogenannten PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-Typ-5-Hemmer). Viagra enthält den Wirkstoff Sildenafil. Es blockiert das Enzym PDE-5, das normalerweise den Abbau von cGMP fördert – einer Substanz, die für die Entspannung der glatten Muskulatur in den Blutgefäßen des Penis wichtig ist.
Durch die Hemmung von PDE-5 bleibt mehr cGMP erhalten, was zu einer verbesserten Durchblutung des Penis bei sexueller Erregung führt. Das erleichtert das Zustandekommen und Aufrechterhalten einer Erektion.
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Viagra Wirkungseintritt |
Viagra Wirkungsdauer |
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Nach 30 bis 60 Minuten |
Etwa 4 bis 6 Stunden |
Wichtige Voraussetzung: Das Potenzmittel wirkt nur bei sexueller Stimulation – ohne Erregung bleibt die Wirkung aus.
Klinische Wirksamkeit von Viagra — Was sagen Studien?
Die Wirksamkeit von Viagra® (bzw. seines Wirkstoffs Sildenafil) wurde in mehreren großen, randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien untersucht. Diese Studien dauerten in der Regel mehrere Wochen und umfassten jeweils mehrere hundert Männer mit erektiler Dysfunktion unterschiedlicher Ursache und Ausprägung. Zur Bewertung des Behandlungserfolgs kam häufig der IIEF (International Index of Erectile Function) zum Einsatz, ein international validierter Fragebogen, mit dem sich verschiedene Aspekte der männlichen Sexualfunktion wie Erektionsfähigkeit, Zufriedenheit und Orgasmusfähigkeit standardisiert erfassen lassen.
In den klinischen Studien zeigten sich dosisabhängige Erfolgsraten (gemäß EU-Produktinformationen (Viagra EPAR / SmPC-Anhang)):
- 25 mg: Verbesserung der Erektion bei etwa 60 % der Männer
- 50 mg: Verbesserung bei rund 70 %
- 100 mg: Verbesserung bei bis zu 80 %.
Quelle: EU SmPC annex (Viagra, INN sildenafil), https://ec.europa.eu/health/documents/community-register/2017/20170109136834/anx_136834_en.pdf
Dabei wurde „Erfolg” in der Regel als die Fähigkeit definiert, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen und aufrechtzuerhalten.
Die positiven Effekte zeigten sich konsistent über verschiedene Patientengruppen hinweg, d. h. unabhängig von Alter, Body-Mass-Index (BMI) oder dem Schweregrad der erektilen Dysfunktion. Auch Männer mit Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Hypertonie profitierten von der Behandlung. Insgesamt bestätigen die Studien eine gut belegte, klinisch relevante Wirksamkeit von Sildenafil bei erektiler Dysfunktion.
Wie lange wirkt Viagra?
Die Wirkung setzt in der Regel 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme ein, vorausgesetzt, es liegt sexuelle Stimulation vor.
Die Wirkdauer beträgt im Durchschnitt etwa 4 bis 6 Stunden. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Erektion über diesen Zeitraum hinweg dauerhaft anhält, sondern dass in diesem Zeitraum die Fähigkeit zur Erektion bei sexueller Erregung verbessert ist.
Die Halbwertszeit von Sildenafil liegt bei etwa 3 bis 5 Stunden. Die Halbwertszeit beschreibt die Zeit, in der die Hälfte des Wirkstoffs im Körper abgebaut wird. Nach etwa 24 Stunden ist Sildenafil bei den meisten Männern weitgehend aus dem Körper ausgeschieden.
Der Abbau erfolgt überwiegend in der Leber über das Enzymsystem CYP3A4 und die Ausscheidung hauptsächlich über den Stuhl, teilweise auch über den Urin.
Wie lange Viagra individuell wirkt, kann von verschiedenen Faktoren abhängen, darunter Alter, Stoffwechsel, Leberfunktion, Nahrungsaufnahme und Begleiterkrankungen. Eine fettreiche Mahlzeit kann den Wirkungseintritt verzögern, hat aber keinen wesentlichen Einfluss auf die Gesamtdauer der Wirkung.
In welchen Dosierungen ist Viagra erhältlich?
Viagra ist in mehreren standardisierten Dosierungen verfügbar. Diese werden je nach Schweregrad der erektilen Dysfunktion, der individuellen Verträglichkeit und der Patientenpräferenz ausgewählt. Die gebräuchlichsten Dosierungen sind:
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Dosierung |
Klinische Erfolgsrate (Verbesserung der Erektion) |
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25 mg |
ca. 56–62 % berichteten verbesserte Erektionen* |
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50 mg |
ca. 74–77 % berichteten verbesserte Erektionen* |
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100 mg |
ca. 82–84 % berichteten verbesserte Erektionen* |
*Gemessene Werte aus großen, placebokontrollierten klinischen Studien zur globalen Verbesserung der Erektionsfähigkeit (Goldstein et al., N Engl J Med 1998; EU-Produktinformation / SmPC-Studienanalyse).
Hinweise zur Auswahl der Dosierung
- Beginnend mit 50 mg: In der Praxis wird häufig mit 50 mg begonnen, da diese Dosis ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wirksamkeit und Verträglichkeit bietet.
- Anpassung nach Bedarf: Bei unzureichender Wirkung kann auf 100 mg erhöht werden. Wenn Nebenwirkungen auftreten oder Patienten empfindlich sind, kann eine Reduktion auf 25 mg sinnvoll sein.
- Individuelle Faktoren: Alter, Begleiterkrankungen, Leberfunktion und gleichzeitige Medikation können die Wahl der Dosis beeinflussen. Eine ärztliche Beratung ist wichtig, um die am besten geeignete Dosis zu bestimmen.
Viagra-Hersteller
Viagra wird vom US-Pharmaunternehmen Pfizer hergestellt. Es ist ein weltweit zugelassenes Originalpräparat gegen Erektionsstörungen.
Es gibt zahlreiche Generika von Viagra, die den Wirkstoff Sildenafil enthalten. Sie dürfen jedoch nicht unter dem Markennamen „Viagra” vertrieben werden.
Ist Viagra verschreibungspflichtig?Viagra ist in Deutschland rezeptpflichtig. Viagra ist nicht rezeptfrei erhältlich, und zwar aus gutem medizinischen Grund: Um die richtige Dosierung zu wählen, Nebenwirkungen zu minimieren, Wechselwirkungen und Missbrauch zu vermeiden. Dies gilt auch, wenn Sie Viagra online kaufen. |
Was ist zu beachten, bevor man Viagra einnimmt?
Vor der Anwendung ärztlich abklären, wenn:
- Sie an Herzproblemen leiden – sexuelle Aktivität kann das Herz belasten.
- Sichelzellanämie, Leukämie oder Multiples Myelom vorliegen – hier ist besondere Vorsicht geboten.
- Der Penis eine ungewöhnliche Form hat oder eine Peyronie-Krankheit besteht.
- Sie unter Magengeschwüren oder Blutgerinnungsstörungen (z. B. Hämophilie) leiden.
- Eine plötzliche Sehverschlechterung oder Sehverlust auftritt – Einnahme sofort beenden und Arzt aufsuchen.
Wie wird Viagra richtig verwendet, um die beste Wirkung zu erzielen?
- Nehmen Sie die Tablette etwa 30 bis 60 Minuten vor dem geplanten Geschlechtsverkehr mit einem Glas Wasser ein.
- Die Wirkung von Viagra setzt in der Regel nach 30 bis 60 Minuten ein und hält etwa 4 bis 6 Stunden an.
- Wichtig: Viagra wirkt nur bei sexueller Stimulation – es erhöht nicht automatisch das sexuelle Verlangen.
- Vermeiden Sie schwere, fettreiche Mahlzeiten vor der Einnahme, da diese den Wirkeintritt verzögern können.
- Übermäßiger Alkoholkonsum: Viagra und Alkohol sind keine gute Kombination, da Alkohol die Wirkung von Viagra beeinträchtigen und das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen kann.
- Nehmen Sie Viagra maximal einmal täglich ein und überschreiten Sie niemals die verschriebene Dosis.
Fazit: Wenn Viagra nicht zu wirken scheint, können mögliche Gründe dafür eine falsche Anwendung, eine ungeeignete Dosierung, mangelnde sexuelle Stimulation, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder zugrunde liegende Erkrankungen sein. Besprechen Sie alle Bedenken immer mit Ihrem Arzt.
Wann sollte Viagra nicht eingenommen werden?
Das Potenzmittel Viagra darf nicht eingenommen werden bei:
- Gleichzeitiger Einnahme von Nitraten oder Stickstoffmonoxid-Donatoren
- Schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankung
- Kürzlich erlittenem Schlaganfall oder Herzinfarkt
- Schwerer Leberinsuffizienz
- Niedriger Blutdruck (unter 90/50 mm Hg)
- Bekannter Überempfindlichkeit gegen Sildenafil
- Viagra ist nicht für Frauen zugelassen.
Welche Viagra-Nebenwirkungen können auftreten?
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Sehr häufig (≥10%) |
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Häufig (1% bis 10%) |
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Gelegentlich (0,1% bis 1%) |
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Selten (0,01% bis 0,1%) |
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Sehr selten (<0,01%) |
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Anmerkung: Eine vollständige Auflistung der Viagra-Nebenwirkungen ist der Original-Packungsbeilage zu entnehmen.
Wichtig: Bei belastenden oder schwerwiegenden Nebenwirkungen von Viagra solltest du sofort einen Arzt aufsuchen. Eine übermäßige Dosierung erhöht das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen wie Herzinsuffizienz.
Kann Viagra zusammen mit anderen Medikamenten eingenommen werden?
Viagra kann Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten haben, daher ist Vorsicht geboten:
- Nitrate (zur Behandlung von Herzproblemen) dürfen niemals mit Viagra kombiniert werden, da dies zu einem lebensbedrohlichen Blutdruckabfall führen kann.
- Einige Medikamente – wie Erythromycin, Clarithromycin, Saquinavir oder Cimetidin – können den Abbau von Sildenafil verlangsamen und die Wirkung von Viagra verringern, sodass eine Dosisanpassung erforderlich ist.
- Antimykotika (z. B. Ketoconazol, Itraconazol) und bestimmte HIV-Medikamente (z. B. Ritonavir) können den Sildenafilspiegel im Blut erheblich erhöhen und sollten nicht zusammen mit Viagra eingenommen werden.
- Alpha-Blocker, die bei Prostataproblemen oder Bluthochdruck verschrieben werden, können in Kombination mit Viagra aufgrund eines plötzlichen Blutdruckabfalls Schwindel oder Ohnmacht verursachen.
Wichtig:
Informieren Sie Ihren Arzt vor Beginn der Einnahme von Viagra immer über alle Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen, einschließlich verschreibungspflichtiger Medikamente, rezeptfreier Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel.
Wo kann man Viagra kaufen?
In der Apotheke vor Ort: Mit einem Rezept von Ihrem Arzt können Sie Viagra in jeder Apotheke erwerben. Die Beratung durch den Apotheker gibt Ihnen zusätzliche Sicherheit.
Viagra online mit ärztlicher Konsultation: Zuverlässige Online-Plattformen mit Online-Arztkonsultation bieten eine gute Möglichkeit, Viagra einfach zu kaufen. Sie füllen einen medizinischen Fragebogen aus, der von einem zugelassenen Arzt geprüft wird. Bei Eignung erhalten Sie ein Rezept und das Medikament wird diskret zu Ihnen nach Hause geliefert. Beim Viagra kaufen online können Sie nach Sonderangeboten suchen und den besten Preis für Viagra finden
Warnung vor illegalen Anbietern: Viagra kaufen ohne Rezept bei unseriösen Anbietern im Internet ist gefährlich – tun Sie dies niemals. Wenn Sie versuchen, Viagra ohne Rezept zu erhalten, riskieren Sie, auf gefälschte Medikamente zu stoßen, die schädliche Inhaltsstoffe enthalten – im harmlosesten Fall wirken sie nicht, im schlimmsten Fall können sie Ihre Gesundheit ernsthaft gefährden.
Original Viagra erkennen – So schützen Sie sich vor Fälschungen

Gefälschte Potenzmittel zählen weltweit zu den am häufigsten kopierten Arzneimitteln. Besonders gefährdet sind Patienten, die ohne Rezept oder über nicht zugelassene Online-Anbieter kaufen. Solche Produkte können falsche Wirkstoffmengen, unbekannte Zusatzstoffe oder gar keinen Wirkstoff enthalten – mit potenziell erheblichen Gesundheitsrisiken.
Woran erkennt man Original-Viagra?
1. Verpackung prüfen
- Pfizer-Branding auf Umkarton und Blister
- Chargen- bzw. Lot-Nummer sowie Verfallsdatum aufgedruckt
- Sicherheitsmerkmale gemäß Fälschungsschutzrichtlinie, darunter ein individueller Data-Matrix-Code (Unique Identifier) und ein Erstöffnungsschutz (tamper-evident seal), der beim Öffnen sichtbar beschädigt wird
Fehlen diese Merkmale oder wirken Druckqualität und Verpackung ungewöhnlich, ist Vorsicht geboten.
2. Tablettenmerkmale kontrollieren
Original-Viagra-Filmtabletten sind blau, rautenförmig (Diamantform) und tragen die Prägung:
- „VGR 25“,
- „VGR 50“ oder
- „VGR 100“ (je nach Dosierung).
Abweichende Farbe, Form oder fehlende Prägung sind Warnzeichen.
Wichtig: Kaufen Sie Viagra ausschließlich über zugelassene Apotheken oder seriöse Online-Anbieter mit Rezeptpflicht.
Wird Viagra in Deutschland von der Krankenkasse übernommen?
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel nicht die Kosten für Viagra. Um die blaue Pille zu kaufen, müssen Sie also selbst bezahlen.
Private Krankenkassen erstatten unter bestimmten Umständen den Preis, um Viagra zu kaufen, aber das hängt vom individuellen Tarif und Versicherungsschutz ab.
Viagra-Alternativen
Neben Viagra stehen weitere PDE5-Hemmer zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (ED) zur Verfügung. Sie alle wirken über eine verbesserte Durchblutung des Penis, unterscheiden sich jedoch in Bezug auf Wirkbeginn, Wirkdauer und individuelle Verträglichkeit.
- Cialis (Tadalafil) enthält den Wirkstoff Tadalafil und zeichnet sich durch eine besonders lange Wirkdauer von bis zu 36 Stunden aus. Dadurch ermöglicht es mehr zeitliche Flexibilität („Wochenend-Tablette“). Cialis® ist sowohl als Bedarfstherapie (10 mg/20 mg) als auch in niedriger Dosierung zur täglichen Einnahme (2,5 mg/5 mg) erhältlich. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist die Wirkungsdauer, aber auch der Preis des Medikaments. (Lesen Sie mehr dazu im Artikel über Tadalafil vs. Sildenafil.)
- Levitra (Vardenafil) wirkt ähnlich wie Sildenafil, kann jedoch bei manchen Patienten etwas schneller wirken. Die Wirkdauer beträgt in der Regel 4–5 Stunden. Es wird häufig bei Patienten eingesetzt, die mit Sildenafil keine ausreichende Wirkung erzielen oder unter Nebenwirkungen der Behandlung leiden.
- Spedra (Avanafil) ist ein modernes Medikament zur Behandlung von Erektionsstörungen mit schneller Wirkungsentfaltung (teilweise bereits nach 15–30 Minuten) und einer Wirkdauer von etwa 6 Stunden. Es gilt als selektiver und wird teils als besser verträglich beschrieben.
Als Alternative zu Viagra kommen neben anderen Medikamenten auch nicht-pharmakologische und medizinische Behandlungsformen wie mechanische Erektionshilfen (z. B. Vakuumpumpen oder Penisringe), die Schwellkörper-Injektionstherapie mit Alprostadil, die intraurethrale Therapie (MUSE), eine Hormontherapie bei Testosteronmangel, operative Penisimplantate sowie psychosexuelle Therapie bei psychogenen Ursachen infrage.
Packungsbeilage
Packungsbeilage von Viagra 25 mg/50 mg/100 mg Pfizer zum Herunterladen.
Informationen zu Viagra:
- Viagra Wirkung
- Viagra Anwendung
- Viagra Nebenwirkungen
- Viagra-Generika
- Viagra ohne Rezept
- Viagra Preis