Alternativen zur Behandlung von Erektionsstörungen mit Viagra
Zwischen 25 und 30 % der Männer in Deutschland leiden an Erektionsstörungen oder haben Erektionsprobleme. Mit zunehmendem Alter tritt das Problem häufiger auf, doch Erektionsprobleme kennen keine Altersgrenzen und auch junge Männer leiden darunter. Die gängigste Behandlung von Erektionsstörungen sind medizinische Potenzmittel. Darüber hinaus gibt es auch eine Reihe von natürlichen Potenzmitteln. Einige davon sind seriös und werden in der Apotheke verkauft, andere sind im besten Fall einfach nur wirkungslos und im schlimmsten Fall gefährlich.
Die bekannteste Behandlung von Erektionsstörungen ist mit Abstand Viagra, was es zu der Behandlung mit der grössten Nachfrage macht. Was viele allerdings nicht wissen: Es gibt zahlreiche Alternativen zu Viagra. Zwar ist die berühmte blaue Pille die bekannteste „Potenzpille“, jedoch gibt es darüber hinaus noch deutlich mehr, die genauso oder ähnlich wirken.
Sildenafil – das Generikum
Seit das Patent für Viagra von Pfizer ausgelaufen ist, können hiervon Generika hergestellt werden. Generika enthalten den gleichen Wirkstoff, im Fall von Viagra-Generika also Sildenafil, und unterscheiden sich lediglich in den Hilfsstoffen, im Aussehen und in der Verpackung.
Generika sind immer deutlich billiger als das patentierte Medikament. Wenn der Viagra-Preis also Anlass zur Sorge gibt, wird Sildenafil immer in Betracht gezogen. Beide Medikamente, Viagra im Original und dessen Generika, sind grundsätzlich rezeptpflichtig.
Eine Ausnahme besteht seit April 2020: Sildenafil 25 mg kann in der kleinsten Packungsgrösse nach einem persönlichen Fachgespräch direkt in einer Apotheke vor Ort abgegeben werden. Für alle höheren Dosierungen und für den Bezug über eine Online-Plattform ist ein Rezept erforderlich. Sildenafil wirkt nach ca. 30 Minuten bis zu 1 Stunde und hält bis zu 4 Stunden an. [1]
Cialis – die beliebteste Alternative
Auch Cialis gehört zu den rezeptpflichtigen Potenzmitteln, die häufig als Alternative zu Viagra verschrieben werden. Es wird auch „die Wochenendpille" genannt, da die Wirkung bis zu 36 Stunden anhalten kann. Auch Cialis gehört zur Gruppe der PDE-5-Hemmer und greift, genauso wie andere Potenzmittel, auf denselben Wirkmechanismus zurück. Der Unterschied liegt im Wirkstoff und der Wirkungsdauer.
Der Wirkstoff in Cialis heisst Tadalafil. Die Wirkweise gleicht der von Viagra, nur die Wirkdauer und benötigten Dosierungen unterscheiden sich. Cialis wird als Cialis 20 mg und Cialis 10 mg angeboten. Neben Cialis, das bei Bedarf eingenommen wird, gibt es auch die Möglichkeit, Cialis täglich zu nehmen. In diesem Fall wird Cialis in den Dosierungen Cialis 5 mg und Cialis 2,5 mg eingenommen. [2]
Der Vorteil hierbei ist, dass so die Erektionsstörungen dauerhaft behandelt werden und die Tablette nicht bei Bedarf eingenommen werden muss. Dies bietet sich vor allem für Männer in festen Beziehungen oder für Männer, die regelmässig Sex haben, an. Cialis wird von der Firma Lilly hergestellt und vertrieben.
Tadalafil – das Cialis-Generikum
Ähnlich wie bei Pfizer ist auch das Patent der Firma Lilly Pharm für das Potenzmittel Cialis abgelaufen. So sind zahlreiche Tadalafil-Generika auf dem Markt erhältlich. Generika enthalten, wie das Original, Tadalafil als Hauptwirkstoff und gehören ebenfalls zur Gruppe der PDE-5-Hemmer, wie alle oral einzunehmenden medikamentösen Behandlungen von Erektionsschwierigkeiten. Auch bei Tadalafil-Generika beträgt die Wirkungsdauer bis zu 36 Stunden, da sie denselben Wirkstoff in derselben Dosierung enthalten.[2]
Genauso wie Cialis kann das Generikum Tadalafil täglich eingenommen werden, um dauerhafte Erektionsstörungen zu behandeln. Tadalafil wird bei täglicher Einnahme in geringeren Dosierungen eingenommen, genauer gesagt in der Dosierung von 2,5 mg oder 5 mg Tadalafil.
Levitra
Levitra ist ein weiteres Mittel zur medikamentösen Behandlung von Erektionsstörungen und gehört ebenfalls zur Gruppe der PDE-5-Hemmer. Der Wirkstoff in Levitra heisst Vardenafil. Die Wirkungsdauer ist der von Sildenafil sehr ähnlich. Levitra beginnt nach ca. 30 Minuten zu wirken und hält bis zu 4 Stunden an. Das Patent der Firma Bayer auf diesen Wirkstoff ist vor kurzem abgelaufen. Levitra ist in der Dosierung Levitra 5mg. Levitra 10mg und Levitra 20mg erhältlich.
Spedra
Spedra ist ein vergleichsweise neues Potenzmittel auf dem Markt. Der Hauptwirkstoff ist Avanafil und zählt ebenfalls zur Gruppe PDE-5-Hemmer. Spedra ist in den Dosierungen Spedra 50mg, Spedra 100mg und Spedra 200mg erhältlich. Das Medikament zeichnet sich durch seinen schnellen Wirkeintritt aus. Die Wirkung von Spedra setzt meist schon nach nur 15 Minuten ein. Da Spedra noch neu auf dem Markt ist, gibt es noch kein Generikum des Medikaments zu kaufen. [3]
Die wichtigsten PDE-5-Hemmer im Vergleich
Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil und Avanafil gehören zur gleichen Wirkstoffgruppe. Trotzdem unterscheiden sie sich vor allem beim Wirkeintritt und bei der Wirkungsdauer. Die wichtigsten Unterschiede hier in dieser Übersicht:
|
Wirkstoff |
Markenbeispiel |
Wirkeintritt |
Wirkungsdauer |
Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
|
Sildenafil |
Viagra |
ca. 30 Minuten |
bis zu 4 Stunden |
Bewährte Standardoption |
|
Tadalafil |
Cialis |
ca. 30 Minuten |
bis zu 36 Stunden |
Lange Wirkungsdauer |
|
Vardenafil |
Levitra |
ca. 30 Minuten |
bis zu 4 Stunden |
Ähnliche Wirkdauer wie Sildenafil |
|
Avanafil |
Spedra |
ab ca. 15 Minuten |
bis zu 6 Stunden |
Schneller Wirkeintritt |
Die passende Option hängt nicht nur von der Wirkungsdauer ab. Auch andere Medikamente, Vorerkrankungen und die gewünschte Häufigkeit der Einnahme können eine Rolle spielen. Deshalb sollte die Auswahl mit einem Arzt oder einer Ärztin besprochen werden.
Wann PDE-5-Hemmer nicht geeignet sind

PDE-5-Hemmer sind nicht für alle Männer geeignet. Sie dürfen nicht zusammen mit Nitraten oder anderen Stickstoffmonoxid-Donatoren eingenommen werden, wozu auch sogenannte Poppers gehören, und ebenso nicht mit Riociguat, einem Medikament gegen Lungenhochdruck. In diesen Kombinationen kann der Blutdruck gefährlich stark abfallen.
Nicht geeignet sind sie ausserdem unter anderem bei einem kürzlich zurückliegenden Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei schweren Herzerkrankungen, bei denen von sexueller Aktivität abgeraten wird, bei einem Blutdruck unter 90/50 mmHg sowie bei einer früheren NAION, einer Durchblutungsstörung des Sehnervs.
Eine Erektion, die vier Stunden oder länger anhält, wird als Priapismus bezeichnet und ist ein medizinischer Notfall, weil das Gewebe im Penis sonst dauerhaft geschädigt werden kann. Dasselbe gilt für eine plötzliche Sehverschlechterung oder einen plötzlichen Hörverlust.
Was ist das stärkste natürliche Potenzmittel?
Ein einzelnes natürliches Potenzmittel lässt sich nicht eindeutig als das stärkste bezeichnen. Häufig genannt werden beispielsweise Ginseng oder L-Arginin. Sie gehören zu den möglichen Erektionshilfen, ihre Wirkung ist jedoch nicht mit zugelassenen Medikamenten gegen Erektionsstörungen gleichzusetzen. Auch rezeptfreie Alternativen können sich bei Qualität, Zusammensetzung und Wirkung deutlich unterscheiden.
Wer nach Mitteln sucht, die ähnlich wie Viagra wirken, sollte deshalb genau hinschauen. Besonders bei Produkten aus dem Internet ist Vorsicht angebracht, wenn eine besonders starke oder schnelle Wirkung versprochen wird. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie warnt vor unseriösen Potenzmitteln mit nicht überprüfbaren Inhaltsstoffen. Bei anhaltenden Erektionsproblemen ist es sinnvoll, die Ursache ärztlich abklären zu lassen. [4]
Alternative Therapien zur Behandlung von Erektionsstörungen
Nicht bei jedem Mann sind Tabletten die passende Lösung. Es gibt weitere Alternativen zu Viagra, die je nach Ursache und persönlicher Situation infrage kommen. Dazu gehören lokale Medikamente, mechanische Hilfsmittel und operative Verfahren. Welche Möglichkeit geeignet ist, hängt unter anderem vom Gesundheitszustand, der Ursache der Dysfunktion und den persönlichen Vorstellungen des Anwenders ab.
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Alle Produkte ansehenMUSE - Alprostadil über die Harnröhre
MUSE enthält den Wirkstoff Alprostadil und wird als kleines Stäbchen in die Harnröhre eingeführt. Der Wirkstoff erweitert die Blutgefässe im Penis und unterstützt dadurch den Blutfluss. Eine Erektion kann bereits nach wenigen Minuten entstehen. Die Wirkung hält meist etwa 30 bis 60 Minuten an. MUSE kann eine Option sein, wenn Tabletten nicht gewünscht oder nicht geeignet sind. Dabei sollten einige Punkte beachtet werden:
- Anwendung: Das Stäbchen wird mit einem Applikator in die Harnröhre eingeführt. Eine korrekte Anwendung ist wichtig.
- Wirkeintritt: Die Wirkung kann nach etwa 5 bis 10 Minuten beginnen. Nicht jeder Anwender reagiert gleich.
- Nebenwirkungen: Schmerzen oder Brennen im Penis sind möglich. Auch Schwindel oder ein Blutdruckabfall können auftreten.
MUSE wird nicht geschluckt und unterscheidet sich damit deutlich von oralen Potenzmitteln. Es handelt sich ausserdem nicht um ein Nahrungsergänzungsmittel, sondern um ein Arzneimittel. Die Anwendung sollte ärztlich besprochen und erklärt werden. [5]
SKAT - Alprostadil direkt in den Schwellkörper
Bei der Schwellkörper-Autoinjektionstherapie wird Alprostadil mit einer sehr feinen Nadel direkt in den Schwellkörper gespritzt. Dadurch kann der Wirkstoff unmittelbar am Ort der Erektion wirken. Der Wirkungseintritt erfolgt meist innerhalb von 5 bis 15 Minuten. Die Methode kann auch dann eingesetzt werden, wenn andere Behandlungen nicht ausreichend wirken. Für die Anwendung sind einige Dinge besonders wichtig:
- Ärztliche Einweisung: Die richtige Injektionstechnik wird zunächst erklärt und geübt. Die Dosierung wird individuell festgelegt.
- Schnelle Wirkung: Eine Erektion kann bereits wenige Minuten nach der Injektion entstehen. Die genaue Dauer hängt unter anderem von der Dosis ab.
- Mögliche Risiken: Schmerzen, Blutergüsse oder eine zu lange Erektion sind möglich. Eine länger anhaltende Erektion muss medizinisch behandelt werden.
SKAT ist wirksam, erfordert aber etwas Übung und Überwindung. Deshalb kommt diese Methode nicht für jeden Mann infrage. Besonders wichtig ist, die vorgegebene Dosis nicht eigenständig zu verändern.
Vakuumpumpe - Erektion ohne Medikamente
Eine Vakuumpumpe funktioniert ganz anders als rezeptfreie Alternativen oder Medikamente. Der Penis wird in einen Zylinder eingeführt, aus dem Luft abgesaugt wird. Der entstehende Unterdruck zieht Blut in den Penis und erzeugt eine Erektion. Ein Spannungsring an der Peniswurzel kann sie anschliessend aufrechterhalten. Bei der Anwendung kommt es auf Folgendes an:
- Unterdruck erzeugen: Die Luft wird langsam aus dem Zylinder entfernt. Dadurch strömt Blut in den Penis.
- Ring verwenden: Ein Spannungsring hält die Erektion nach dem Entfernen des Zylinders. Er sollte höchstens 30 Minuten getragen werden.
- Blutungsrisiko beachten: Bei Blutgerinnungsstörungen oder bestimmten Blutverdünnern ist die Methode nicht geeignet. Das sollte vorher ärztlich geklärt werden.
Die Vakuumpumpe kommt ohne Wirkstoff aus und kann deshalb für manche Männer interessant sein. Die Anwendung braucht etwas Übung und kann sich zunächst ungewohnt anfühlen. Auch bei dieser Methode sollte auf eine sichere Handhabung geachtet werden. [6]
Penisimplantate - eine dauerhafte Lösung
Ein Penisimplantat kommt meist erst infrage, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht ausreichend helfen oder nicht gewünscht sind. Dabei wird eine Prothese operativ in den Penis eingesetzt. Je nach Modell kann sie anschliessend für den Geschlechtsverkehr aktiviert werden. Die Entscheidung für einen solchen Eingriff sollte deshalb gut überlegt werden. Vor einer Operation sollten diese Punkte geklärt werden:
- Implantat wählen: Es gibt aufblasbare und formbare Systeme. Beide funktionieren nach unterschiedlichen Prinzipien.
- Operation planen: Der Eingriff erfolgt unter Narkose oder einer geeigneten Anästhesie. Danach ist eine Erholungsphase notwendig.
- Langfristig denken: Ein Implantat ist als dauerhafte Lösung gedacht. Eine spätere Entfernung oder ein Austausch ist mit einem weiteren Eingriff verbunden.
Penisimplantate sind keine schnelle Alternative für gelegentliche Erektionsprobleme. Sie werden eher bei schweren oder therapieresistenten Fällen in Betracht gezogen. Vorher sollten Nutzen, mögliche Komplikationen und die persönlichen Erwartungen ausführlich besprochen werden.
Testosteronersatztherapie bei Hormonmangel
Testosteron ist nicht automatisch die richtige Behandlung für eine Erektionsstörung. Eine Ersatztherapie kommt vor allem dann infrage, wenn tatsächlich ein Testosteronmangel festgestellt wurde und passende Beschwerden bestehen. Dafür reicht ein einzelner niedriger Messwert nicht immer aus. Die Diagnose sollte anhand der Beschwerden und entsprechender Laboruntersuchungen gestellt werden. Bei einer möglichen Hormontherapie sind folgende Punkte wichtig:
- Mangel nachweisen: Niedrige Testosteronwerte müssen ärztlich beurteilt werden. Auch der Zeitpunkt der Blutabnahme kann relevant sein.
- Beschwerden beachten: Neben Erektionsproblemen können beispielsweise eine verminderte Libido oder andere Symptome auftreten. Die gesamte Situation wird betrachtet.
- Kontrollen einplanen: Während der Therapie sind regelmässige ärztliche Kontrollen notwendig. Dabei werden unter anderem die Testosteronwerte überwacht.
Eine Testosterontherapie ist damit etwas anderes als frei verkäufliche Lebensmittel oder Präparate aus der Apotheke. Auch ein Online-Kauf von Testosteron oder angeblich hormonwirksamen Produkten ist keine sinnvolle Lösung. Bei nachgewiesenem Mangel sollte die Behandlung ärztlich begleitet werden.
Rezeptfreie Alternativen gegen Erektionsstörungen

Natürliche Mittel werden häufig als sanfte Alternative zu klassischen Medikamenten beworben. Dazu gehören pflanzliche Extrakte und einzelne Aminosäuren. Ihre Wirksamkeit bei erektiler Dysfunktion ist jedoch sehr unterschiedlich belegt. Wer bereits Medikamente aus der Gruppe der PDE-5-Hemmer einnimmt, sollte mögliche Kombinationen vorher ärztlich abklären.
Panax Ginseng (Red Ginseng)
Panax Ginseng ist eine Heilpflanze, deren Wurzel traditionell verwendet wird. Roter Ginseng entsteht durch eine spezielle Verarbeitung der Ginsengwurzel. Er wird häufig zur Unterstützung von Energie, Leistungsfähigkeit und Sexualfunktion angeboten. Bei Erektionsproblemen gibt es Hinweise auf einen möglichen kleinen Effekt, die Wirkung ist aber nicht mit klassischen Potenzmitteln vergleichbar. Die Verträglichkeit ist meist gut, trotzdem können beispielsweise Schlafprobleme oder Magenbeschwerden auftreten. Auch Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich.
L-Arginin
L-Arginin ist eine Aminosäure, die der Körper unter anderem für die Bildung von Stickstoffmonoxid benötigt. Dieser Botenstoff spielt bei der Erweiterung der Blutgefässe eine wichtige Rolle. Deshalb wird L-Arginin auch als Nahrungsergänzung bei Erektionsproblemen angeboten. Die EAU-Leitlinie sieht bei Männern mit leichter ED einen möglichen kleinen Effekt. Die Wirksamkeit kann jedoch individuell sehr unterschiedlich ausfallen. [7]
Pycnogenol
Pycnogenol ist ein standardisierter Extrakt aus der Rinde der französischen Strandkiefer. Er enthält verschiedene Pflanzenstoffe, darunter oligomere Procyanidine. Häufig wird er wegen seiner antioxidativen Eigenschaften vermarktet. Bei erektiler Dysfunktion wurde Pycnogenol unter anderem in Kombination mit L-Arginin untersucht. Die Daten reichen jedoch nicht aus, um daraus eine zuverlässige Wirkung als eigenständiges Potenzmittel abzuleiten.
Maca Root
Maca stammt aus den Anden und wird traditionell als pflanzliches Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Die Wurzel wird meist getrocknet und als Pulver oder Extrakt angeboten. Maca wird häufig mit Libido und sexueller Leistungsfähigkeit in Verbindung gebracht. Für eine gezielte Behandlung der Dysfunktion lässt sich daraus aber keine gesicherte Wirkung ableiten. Bei der Auswahl sollte ausserdem auf Herkunft, Dosierung und Verträglichkeit des Präparats geachtet werden.
Ashwagandha
Ashwagandha ist eine Pflanze aus der ayurvedischen Medizin und wird vor allem als Wurzelextrakt angeboten. Sie wird häufig bei Stress und allgemeiner Erschöpfung eingesetzt. Ein Zusammenhang mit der Sexualfunktion wird ebenfalls untersucht, die Datenlage zur Behandlung einer Erektionsstörung ist jedoch begrenzt. Ashwagandha sollte deshalb nicht als gleichwertiger Ersatz für bewährte Medikamente aus der Gruppe der PDE-5-Hemmer betrachtet werden. Auch mögliche Wechselwirkungen und die persönliche Gesundheit sollten berücksichtigt werden. [8]
Ginkgo Biloba
Ginkgo Biloba wird aus den Blättern des Ginkgobaums gewonnen und ist vor allem aus pflanzlichen Präparaten bekannt. Die enthaltenen Pflanzenstoffe können verschiedene biologische Prozesse beeinflussen. Für die Behandlung einer Erektionsstörung ist die Datenlage jedoch nicht überzeugend genug, um eine zuverlässige Wirkung anzunehmen. Besonders wichtig ist die mögliche Beeinflussung der Blutgerinnung. Wer entsprechende Medikamente einnimmt, sollte Ginkgo deshalb nicht ohne ärztliche Rücksprache verwenden.
Erektionshilfen bei erektiler Dysfunktion
Bei erektiler Dysfunktion gibt es heute verschiedene Erektionshilfen, die je nach Ursache und persönlicher Situation infrage kommen. Neben Medikamenten gehören dazu auch mechanische Hilfsmittel wie Vakuumpumpen sowie lokale oder operative Behandlungsmöglichkeiten. Entscheidend ist nicht nur, wie schnell eine Lösung wirkt, sondern auch, wie gut sie sich in den Alltag integrieren lässt und welche Risiken bestehen. Bei der Auswahl spielen deshalb die persönliche Gesundheit, bestehende Erkrankungen, andere Medikamente und die gewünschte Häufigkeit der Anwendung eine wichtige Rolle. Eine ärztliche Beratung hilft dabei, die passende Behandlungsmöglichkeit zu finden.
FAQ
Hier finden Sie die wichtigsten Fragen rund um Viagra-Alternativen und andere Möglichkeiten bei Erektionsproblemen. Die Antworten geben einen schnellen Überblick und helfen dabei, die verschiedenen Optionen besser einzuordnen.
Welche Viagra-Alternative wirkt am schnellsten?
Von den gängigen PDE-5-Hemmern wirkt Avanafil besonders schnell. Der Wirkungseintritt kann bereits nach etwa 15 bis 30 Minuten erfolgen. Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil benötigen meist etwas länger. Wichtig ist trotzdem, dass sexuelle Erregung vorhanden sein muss, damit die Wirkung einsetzen kann.
Sind pflanzliche Potenzmittel eine wirksame Alternative zu Viagra?
Pflanzliche Mittel können bei leichten Potenzstörungen eine Möglichkeit sein, ihre Wirksamkeit ist aber deutlich schlechter belegt. Für Ginseng und L-Arginin gibt es Hinweise auf einen kleinen möglichen Effekt. Eine vergleichbare Wirkung wie bei zugelassenen PDE-5-Hemmern lässt sich daraus nicht ableiten. Die EAU empfiehlt solche Präparate deshalb nur mit entsprechender Aufklärung über die begrenzte Wirkung.
Welche natürlichen Alternativen zu Viagra sind besonders beliebt?
Zu den bekannten natürlichen Alternativen gehören unter anderem Ginseng, L-Arginin, Maca und Ginkgo. Bei der Auswahl sollten nicht nur die Inhaltsstoffe, sondern auch die verwendeten Substanzen und deren Dosierung betrachtet werden. Wer unsicher ist, kann die Präparate mit einem Apotheker besprechen. Auch die persönliche Gesundheit sollte dabei berücksichtigt werden.
Welche Alternative ist am günstigsten in der Schweiz?
Bei den Kosten sind Generika häufig günstiger als das jeweilige Originalpräparat. Besonders Sildenafil-Generika können eine preiswerte Möglichkeit sein, wenn ein PDE-5-Hemmer infrage kommt. Der tatsächliche Preis hängt jedoch von Präparat, Dosierung und Packungsgrösse ab. Ein direkter Vergleich in der Apotheke lohnt sich daher.
Kann man verschiedene PDE-5-Hemmer kombinieren?
Mehrere PDE-5-Hemmer sollten nicht eigenständig miteinander kombiniert werden. Eine solche Kombination kann den Blutdruck stärker absenken und unerwünschte Wirkungen begünstigen. In speziellen Fällen können Ärzte andere Kombinationen von Behandlungsmethoden einsetzen. Welche Therapie geeignet ist, hängt von der individuellen Situation ab.
Welches Mittel hat am wenigsten Nebenwirkungen?
Das lässt sich nicht pauschal sagen, da die Verträglichkeit von Person zu Person unterschiedlich ist. In Studien treten bei den zugelassenen PDE-5-Hemmern überwiegend leichte und vorübergehende Nebenwirkungen auf. Tadalafil wird in Vergleichen häufig mit einer guten Verträglichkeit in Verbindung gebracht, während andere Präparate ebenfalls gut verträglich sein können. Entscheidend sind unter anderem bestehende Erkrankungen, andere Medikamente und die gewählte Dosis.
Welche Ursachen können hinter Erektionsproblemen stecken?
Erektionsprobleme können verschiedene Ursachen haben, etwa Gefässerkrankungen, hormonelle Veränderungen, psychische Belastungen oder bestimmte Medikamente. Deshalb sollte eine länger anhaltende Änderung der Potenz nicht einfach nur mit einem neuen Präparat behandelt werden. Eine ärztliche Abklärung kann helfen, die eigentliche Ursache zu erkennen. Das ist besonders wichtig, wenn zusätzlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen.
Welche anderen Möglichkeiten gibt es neben Viagra?
Neben Tabletten gibt es weitere Möglichkeiten wie eine Penispumpe oder in bestimmten Fällen eine Penisprothese. Eine Penispumpe erzeugt mithilfe eines Unterdrucks eine Erektion und kommt ohne Medikamente aus. Eine Penisprothese wird dagegen meist erst erwogen, wenn andere Behandlungen nicht ausreichend helfen oder nicht infrage kommen. Welche Möglichkeit sinnvoll ist, sollte individuell mit einem Arzt besprochen werden.
Was sollte man vor der Einnahme einer Alternative beachten?
Vor der Einnahme sollte geprüft werden, ob das Präparat für die eigene Situation geeignet ist. Bei rezeptfreien Produkten ist ausserdem ein genauer Blick auf Herkunft, Dosierung und Zusammensetzung sinnvoll. Bei dieser Frage kann auch der Apotheker weiterhelfen. Besonders wichtig ist, mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten vorher abzuklären.
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[1] PharmaWiki: Sildenafil. https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Sildenafil
[2] Gelbe Liste: Tadalafil. Informationen zum Wirkstoff Tadalafil, seiner Wirkung und Anwendung. https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Tadalafil_47299
[3] PatientenInfo-Service: Spedra 50 mg. Informationen zu Wirkstoff, Anwendung, Einnahme und möglichen Nebenwirkungen. https://www.patienteninfo-service.de/a-z-liste/s/spedraR-50-mg
[4] Urologenportal: Urologen warnen vor unseriöser Werbebroschüre (26.05.2010). Informationen zu unseriösen Wunderpillen und nicht überprüfbaren Inhaltsstoffen. https://www.urologenportal.de/pressebereich/pressemitteilungen/presse-aktuell/presse-archiv/pressearchiv2010/wunderpillen.html
[5] Compendium.ch: Caverject. Informationen zu Alprostadil und der Anwendung bei erektiler Dysfunktion. https://compendium.ch/product/1238362-caverject-trockensub-10-mcg-mit-solvens
[6] IMS GmbH Inspired Medical Systems: Elektrische Erektionshilfe. Informationen zur Vakuum-Erektionshilfe bei erektiler Dysfunktion und ihrer Anwendung.https://www.insmedsys.de/verordnungsfaehig/erektile-dysfunktion/elektrische-erektionshilfe/
[7] PharmaWiki: Arginin. Informationen zu Wirkung, Anwendungsgebieten und möglichen Nebenwirkungen von L-Arginin. https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Arginin
[8] PharmaWiki: Ashwagandha. Informationen zu Herkunft, Anwendung, Inhaltsstoffen und möglichen Nebenwirkungen. https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Ashwagandha