
Die Folgen von Übergewicht gehen weit über ästhetische Bedenken hinaus und bergen ernsthafte Gesundheitsrisiken, darunter ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, bestimmte Krebsarten und Erkrankungen des Bewegungsapparats wie Arthrose. Zu den Symptomen von Übergewicht können auch Atemprobleme wie Schlafapnoe, Verdauungsprobleme und ein erhöhtes Risiko für Depressionen und andere psychische Erkrankungen gehören. Psychisch treten bei vielen Betroffenen Konzentrationsprobleme, soziale Unsicherheit oder gedrückte Stimmung auf.
Man gilt als übergewichtig, wenn der Body-Mass-Index (BMI) 25 kg/m² oder höher beträgt.
Der BMI berechnet sich aus dem Körpergewicht (in kg) geteilt durch die Körpergröße (in m) zum Quadrat.
Beispiel:
Eine Person wiegt 80 kg und ist 1,70 m groß.
BMI = 80 ÷ (1,70 × 1,70) = 80 ÷ 2,89 ≈ 27,7 kg/m² → entspricht Übergewicht.
Man gilt als adipös (fettleibig), wenn der BMI 30 kg/m² oder höher ist.
Einteilung nach BMI (Klassifikation von Weltgesundheitsorganisation (WHO)):
Neben dem BMI berücksichtigt man heute auch den Taillenumfang als wichtiges Kriterium, da Bauchfett das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes erhöht. Das Risiko steigt bei Frauen ab 88 cm und bei Männern ab 102 cm.

Adipositas ist ein Zustand, bei dem das Körpergewicht im Verhältnis zur Körpergröße erhöht ist, was das Risiko für Gesundheitsprobleme wie Herzkrankheiten, Diabetes und Gelenkerkrankungen steigert. Die Schweregrade der Erkrankung reichen von leichtem Übergewicht bis hin zu erheblicher Fettansammlung.
Übergewicht wird beim Wiegen am deutlichsten sichtbar. Doch die Waage ist nicht der einzige Indikator dafür, dass Ihr Körper aus der Balance geraten ist. Viele Beschwerden ergeben sich direkt aus dem zusätzlichen Körpergewicht und können Alltag und Wohlbefinden deutlich einschränken. Die häufigsten körperlichen Anzeichen von Adipositas sind:
Übergewicht und Atemnot treten häufig gemeinsam auf, da das Fettgewebe Brustkorb und Zwerchfell beeinflusst, wodurch die Atembewegungen eingeschränkt werden.
In der Folge muss der Körper mehr arbeiten, um genügend Sauerstoff zu bekommen – man wird schneller kurzatmig und beginnt laut zu atmen. Selbst geringe körperliche Anstrengungen wie beim Treppensteigen lösen bei Übergewichtigen Atemnot aus.
Ein weiteres Beispiel ist Atemnot beim Bücken bei Übergewicht. Wenn sich der Oberkörper nach vorne beugt, erhöht sich der Druck auf Brust und Bauch, wodurch das Atmen noch schwieriger wird. Dies kann besonders beim Anziehen von Schuhen oder beim Aufheben von Gegenständen auffallen.
Auch im Liegen wird die Atmung erschwert, was häufig zu Schnarchen oder sogar zu einer Schlafapnoe führt – kurzen Atemaussetzern während des Schlafs. Diese unterbrechen den erholsamen Tiefschlaf und führen dazu, dass Betroffene sich am nächsten Tag müde, unkonzentriert oder gereizt fühlen.
Die gute Nachricht: Ein Gewichtsverlust von 5–10 % des Körpergewichts entlastet das Atmungssystem deutlich, verringert Atemnot und lautes Atmen bei Übergewicht und steigert die körperliche Leistungsfähigkeit spürbar.
Haut: In Hautfalten kommt es durch Feuchtigkeit und Reibung oft zu Rötungen, Pilzinfektionen und Entzündungen. Typisch sind auch Dehnungsstreifen und dunkle, verdickte Hautstellen (Acanthosis nigricans) als Hinweis auf Insulinresistenz.
Gelenke und Muskeln: Das zusätzliche Gewicht führt zu Knie-, Hüft- und Rückenschmerzen, fördert Arthrose und schränkt die Beweglichkeit ein. Schon 10 kg Mehrgewicht erhöhen den Druck auf die Kniegelenke um das Drei- bis Vierfache.
Die Symptome von Fettleibigkeit beeinträchtigen viele Körperfunktionen – von der Verdauung über den Hormonhaushalt bis hin zur allgemeinen Leistungsfähigkeit.
Nach dem Essen fühlen sich viele Betroffene schwer oder träge, da die Verdauung länger dauert und der Magen stärker gefüllt ist. Häufig treten Blähungen, Sodbrennen oder ein Völlegefühl auf, da Fettgewebe den Druck im Bauchraum erhöht und den Rückfluss von Magensäure begünstigt.
Ödeme entstehen durch Wasseransammlungen im Gewebe – oft gefördert durch geringere Mobilität, venöse Belastung oder Stoffwechselstörungen. Bei übergewichtigen Personen ist der Blutfluss in den Beinen häufig verlangsamt, wodurch Flüssigkeit in die unteren Extremitäten austreten kann. Besonders bei längerem Sitzen oder Stehen zeigen sich die Schwellungen am Abend deutlicher.
Übergewicht beeinflusst den Hormonhaushalt – insbesondere Insulin, Östrogen und Testosteron.
Bei Frauen kommt es häufiger zu unregelmäßigen Monatszyklen oder einem Polyzystischen Ovarsyndrom (PCOS).
Ein übergewichtiger Mann leidet oft unter einem niedrigeren Energieniveau oder Testosteronspiegel, was sich sowohl auf sein Berufs- als auch auf sein Privatleben auswirken kann.
Diese Veränderungen führen zu Erschöpfung, Stimmungsschwankungen oder Libidoverlust.
Viele Menschen mit Übergewicht leiden unter ständiger Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder Antriebslosigkeit. Ursachen sind eine schlechtere Schlafqualität, hormonelle Veränderungen und ein überlastetes Herz-Kreislauf-System.
Viele Betroffene erleben Veränderungen im Selbstbild, ziehen sich sozial zurück oder entwickeln negative Denk- und Essmuster. So entsteht ein stiller, aber spürbarer Druck, der sich auf den Alltag und das Wohlbefinden auswirkt.

Übergewichtige Menschen fühlen sich unwohl im eigenen Körper und meiden Spiegel oder Fotos, weil sie das veränderte Erscheinungsbild als schmerzhaft empfinden. Diese Unzufriedenheit kann den Tagesablauf beeinflussen: Kleidung wird zur Versteckstrategie, Freizeitaktivitäten werden ausgespart, und Gedanken kreisen häufig um Figur und Gewicht.
Bei fortgeschrittener Übergewichtigkeit verstärken körperliche Begleiterscheinungen – etwa lautes Atmen durch Übergewicht – das Schamgefühl und die Selbstwahrnehmung zusätzlich.
Selbstzweifel entstehen, die Leistungsbereitschaft sinkt, und berufliche oder private Herausforderungen werden als belastender empfunden. Dies führt oft zu einem Teufelskreis von Adipositas-Symptomen: Ein geringes Selbstwertgefühl mindert die Motivation, sich zu bewegen und gesund zu ernähren, was das Problem weiter verschlimmert.
Emotionales Essen verbindet die Symptome und Folgen von Adipositas. Essen als Bewältigungsstrategie kommt häufig vor: Stress, Langeweile oder negative Gefühle werden durch Konsum von kalorienreicher Nahrung reguliert. Diese Muster verstärken das Gewicht und erzeugen eine belastende Spirale aus Stimmungstief und Essanfällen.
Aus Scham oder Angst vor Stigmatisierung meiden Menschen mit Übergewicht Treffen, Sportgruppen oder öffentliche Veranstaltungen. Solche Rückzugsprozesse reduzieren soziale Unterstützung, verstärken Isolation und können depressive Verstimmungen befördern.
Der erste Schritt ist eine medizinische Diagnose der Adipositas, um mögliche Ursachen wie Hormonstörungen, Stoffwechselerkrankungen oder die Auswirkungen von Medikamenten zu identifizieren. Dazu gehören Blutuntersuchungen, eine Analyse des BMI und Körperfettanteils sowie ggf. kardiologische oder endokrinologische Tests.
Die Behandlung wird in folgenden Bereichen durchgeführt:
Ein nachhaltiger Therapieerfolg bei Übergewicht erfordert eine ganzheitliche, medizinisch fundierte Herangehensweise. Übergewicht ist kein rein kosmetisches Problem, sondern Ausdruck einer metabolischen Dysregulation, bei der Fettstoffwechsel, Insulinsensitivität und hormonelle Steuerung aus dem Gleichgewicht geraten. Eine Reduktion des Körpergewichts um bereits 5–10 % kann messbare Verbesserungen der Blutzuckerwerte, Blutdruckregulation und Lipidprofile bewirken.
Die Umstellung der Ernährung sollte individuell erfolgen und auf einer Reduktion schnell verfügbarer Kohlenhydrate, einer ausreichenden Eiweißzufuhr und einem Einsatz von Mikronährstoffen basieren. Ballaststoffe fördern das Sättigungsgefühl, während eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr den Stoffwechsel unterstützt. Intermittierendes Fasten oder eine mediterrane Ernährungsweise zeigen in Studien positive Effekte auf Insulinresistenz und Entzündungsmarker.
Es versteht sich von selbst, dass eine gesunde Ernährung nicht nur dabei hilft, mit den Symptomen von Übergewicht umzugehen, sondern auch die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden fördert.
Übergewicht beeinflusst die Sekretion von Leptin, Ghrelin und Insulin – Hormone, die Hunger- und Sättigungssignale steuern. Eine langfristige Gewichtsreduktion erfordert daher mehr als Kalorienzählen: Sie zielt auf eine Normalisierung dieser hormonellen Achsen ab. Bewegung, Schlafhygiene und Stressreduktion wirken hier regulierend.

Bei therapieresistentem Übergewicht können Appetitzügler oder GLP-1-Rezeptoragonisten (z. B. Liraglutid, Semaglutid) in Betracht gezogen werden. Diese greifen in das hormonelle Hunger-Sättigungssystem ein und werden ärztlich kontrolliert eingesetzt. Ergänzend können Mittel zur Fetthemmung oder Stoffwechselaktivierung verordnet werden.
Moderne Schlankheitsmedikamente sind der effektivste Weg, um die Symptome von Übergewicht zu bekämpfen und das Körpergewicht unter Kontrolle zu bringen.
Eine kontinuierliche ärztliche Begleitung ist wichtig, um Erfolge zu stabilisieren und Rückfälle zu vermeiden. Schulungsprogramme, telemedizinische Betreuung und psychologische Unterstützung erhöhen die Adhärenz und fördern eine nachhaltige Veränderung des Lebensstils.
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Erscheinungsdatum:14.01.2026
Letzte Änderung: 14.01.2026
Zuletzt überprüft: 29.11.2025
Geprüft von Dr. Walter Brinker
Verfasst von Olena Goriacheva
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