Vardenafil vs Sildenafil

Beide Wirkstoffe haben Millionen Männern mit erektiler Dysfunktion geholfen - doch welcher ist der richtige? Auf den ersten Blick ähneln sich diese beiden PDE-5-Hemmer stark, aber die Unterschiede im Wirkeintritt, der Wirkungsdauer und den Nebenwirkungen können für Ihre Behandlung den Unterschied machen.
In diesem Artikel erfahren Sie:
- Was PDE-5-Hemmer sind und wie sie bei Erektionsstörungen wirken
- Wo die Unterschiede zwischen Vardenafil und Sildenafil liegen
- Welches Medikament schneller wirkt und länger anhält
- Wie Sie die richtige Dosierung für maximale Wirksamkeit finden
- Welche Nebenwirkungen auftreten können und wer vorsichtig sein sollte
- Wie sich die Kosten der beiden Potenzmittel unterscheiden
- Welche Alternativen es gibt und für wen sie geeignet sind
Was sind PDE-5-Hemmer?
PDE-5-Hemmer sind Medikamente, die gezielt das Enzym Phosphodiesterase-5 blockieren. Dieses Enzym baut normalerweise eine Substanz namens cGMP ab, die für die Entspannung der glatten Muskulatur in den Schwellkörpern des Penis zuständig ist. Wenn Sie sexuell erregt sind, wird cGMP freigesetzt und ermöglicht einen verstärkten Blutfluss in den Penis - so entsteht eine Erektion.
Bei Männern mit erektiler Dysfunktion funktioniert dieser Mechanismus nicht richtig. Die Hemmung der Phosphodiesterase-5 durch Wirkstoffe wie Vardenafil oder Sildenafil verlängert die Verfügbarkeit von cGMP, sodass mehr Blut in die Schwellkörper strömen kann und eine Erektion leichter entsteht und länger aufrechterhalten wird.
Zu den bekanntesten PDE-5-Hemmern auf dem Markt gehören:
Diese Substanzen unterscheiden sich in ihrer chemischen Struktur, was sich auf den Wirkeintritt, die Wirkungsdauer und das Nebenwirkungsprofil auswirkt.
Vardenafil vs Sildenafil: Der Vergleich
Beide Wirkstoffe gehören zur selben Medikamentenklasse, unterscheiden sich jedoch in Details, die für Ihre Entscheidung relevant sein können. Ein direkter Vergleich zeigt, welches Präparat besser zu Ihrer Situation passen kann.
Vardenafil: Eigenschaften, Wirkmechanismus und typische Anwendung
Vardenafil wurde 2003 zugelassen und wird unter dem Markennamen Levitra vertrieben. Das Medikament Vardenafil zeichnet sich durch seine hohe Selektivität für die Phosphodiesterase-5 aus - das bedeutet, es bindet stärker an dieses Enzym als an verwandte Enzyme im Körper, was theoretisch zu weniger Wechselwirkungen führen kann.
Die chemische Struktur von Vardenafil ermöglicht einen relativ schnellen Wirkeintritt. Obwohl der offizielle Wirkungseintritt von Vardenafil mit 25 bis 60 Minuten angegeben ist, haben klinische Studien gezeigt, dass viele Patienten die Wirkung bereits innerhalb von 25 bis 30 Minuten nach Einnahme des Medikaments spüren. [1]
Die Standarddosierung liegt bei 10 mg, kann aber je nach individueller Verträglichkeit und Wirksamkeit auf 5 mg reduziert oder auf 20 mg erhöht werden.
Vardenafil wird typischerweise von Männern gewählt, die:
- Einen schnellen Wirkeintritt bevorzugen
- Bereits andere Potenzmittel ausprobiert haben und eine Alternative suchen
- Mit der Wirkung von Sildenafil nicht zufrieden waren
Das Medikament ist verschreibungspflichtig und erfordert ein Rezept von einem Arzt/einer Ärztin.
Sildenafil: Eigenschaften, Wirkweise und klinische Nutzung
Sildenafil war das erste oral einnehmbare Medikament zur Behandlung der erektilen Dysfunktion und revolutionierte die Therapie von Erektionsstörungen.
Ursprünglich als Mittel gegen Bluthochdruck und Angina pectoris entwickelt, entdeckten Forscher während klinischer Versuche die positive Wirkung auf die Erektionsfähigkeit.
Das Potenzmittel Sildenafil blockiert ebenfalls die Phosphodiesterase-5, allerdings mit etwas geringerer Selektivität als Vardenafil. Dies führt dazu, dass Sildenafil auch andere Phosphodiesterase-Enzyme beeinflusst, was das Spektrum möglicher Nebenwirkungen leicht erweitert, etwa Sehstörungen durch die Hemmung von PDE-6 in der Netzhaut.
Die Standarddosis beträgt 50 mg, kann aber auf 25 mg reduziert oder auf 100 mg erhöht werden. Der Wirkeintritt liegt typischerweise bei 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme. Sildenafil hat sich über Jahrzehnte bewährt und ist heute auch als Generikum verfügbar, was es kostengünstiger macht.
Sildenafil eignet sich besonders für:
- Männer, die erstmals ein Potenzmittel ausprobieren möchten
- Patienten mit Diabetes oder Bluthochdruck, die eine etablierte Therapie suchen
- Personen, die Wert auf ein kostengünstigeres Arzneimittel legen
Die langjährige Erfahrung mit Sildenafil bietet Männern und Ärzt-Innen Sicherheit bei der Anwendung.
Gemeinsame Wirkweise beider Medikamente und Unterschiede im Effekt
Sowohl Vardenafil als auch Sildenafil wirken, indem sie die Phosphodiesterase-5 hemmen und so den cGMP-Spiegel in den Schwellkörpern erhöhen. Ohne sexuelle Erregung tritt keine Wirkung ein - beide Medikamente erzeugen keine spontane Erektion, sondern verstärken lediglich die natürliche Reaktion auf sexuelle Stimulation.
Der Hauptunterschied liegt in der molekularen Bindungsstärke: Vardenafil bindet etwa zehnmal stärker an PDE-5 als Sildenafil, was in manchen Fällen zu einer höheren Wirksamkeit bei niedrigeren Dosen führen kann. [2]
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Vardenafil für jeden Mann besser funktioniert – die individuelle Reaktion variiert erheblich.
Bei direkten Vergleichsstudien zeigten beide Wirkstoffe ähnliche Erfolgsraten bei der Verbesserung der Erektionsfähigkeit. Etwa 70 bis 80 % der Männer konnten mit beiden Medikamenten erfolgreich Geschlechtsverkehr haben. [3,4]
Die Wahl zwischen den beiden hängt daher oft von persönlichen Präferenzen, Verträglichkeit und praktischen Erwägungen ab.

Wirksamkeit im Vergleich
Die Wirksamkeit eines Potenzmittels hängt von mehreren Faktoren ab: Wie schnell tritt der Effekt ein? Wie lange hält er an? Und wie zuverlässig funktioniert das Medikament?
Wie schnell setzt die Wirkung bei beiden Medikamenten ein?
Vardenafil hat einen Geschwindigkeitsvorteil: Die Wirkung kann bereits nach 25 bis 30 Minuten einsetzen, bei manchen Männern sogar noch schneller. Das macht es zu einer guten Wahl für spontanere Situationen.
Sildenafil benötigt im Durchschnitt 30 bis 60 Minuten, bis die Wirkung spürbar wird. Bei einigen Patienten kann es auch bis zu 90 Minuten dauern, je nach individuellen Faktoren wie Stoffwechsel und Inhalt des Magens.
Beide Medikamente sollten idealerweise auf nüchternen Magen eingenommen werden, da fettreiche Mahlzeiten den Wirkeintritt verzögern können – Vardenafil ist hier etwas weniger anfällig als Sildenafil.
Wie lange hält die Wirkung typischerweise an?
Die Wirkungsdauer beider Medikamente liegt im ähnlichen Bereich – etwa 4 bis 6 Stunden. Klinische Studien zeigen jedoch, dass Vardenafil bei manchen Personen bis 8 Stunden lang wirksam bleiben kann. [8]
Im Gegensatz zu Tadalafil, das bis zu 36 Stunden wirken kann, sind beide Präparate eher für geplanten Geschlechtsverkehr innerhalb eines kürzeren Zeitfensters gedacht.
Erfolgsrate und wissenschaftliche Studienlage im direkten Vergleich
In einer Metaanalyse von über 20 Studien erreichten beide Medikamente vergleichbare Erfolgsraten (gemessen am erfolgreichen Geschlechtsverkehr). (65% bei Sildenafil und 59% bei Vardenafil)
Die Erektionen verbesserten sich bei Sildenafil in 76% der Probanden, bei Vardenafil in 71%. [5]
Dosierung und Einnahmehinweise für maximale Wirkung
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Aspekt |
Vardenafil |
Sildenafil |
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Verfügbare Dosierungen |
5 mg, 10 mg (Standarddosis), 20 mg (Maximaldosis) |
25 mg, 50 mg (Standarddosis), 100 mg (Maximaldosis) |
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Wirkstärke im Vergleich |
10 mg Vardenafil entsprechen ungefähr der Wirkung von 50 mg Sildenafil |
Höhere Milligrammzahlen bedeuten nicht automatisch eine stärkere Wirkung |
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Empfohlene Anfangsdosis |
In der Regel 10 mg |
In der Regel 50 mg |
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Dosisanpassung |
Anpassung je nach Alter, Begleiterkrankungen, anderen Medikamenten und individueller Verträglichkeit |
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Maximale Dosis |
20 mg pro Tag |
100 mg pro Tag |
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Einnahmezeitpunkt vor dem Geschlechtsverkehr |
25–60 Minuten vorher, optimal 30–45 Minuten |
30–60 Minuten vorher, teilweise 60–90 Minuten einplanen |
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Maximale Einnahmehäufigkeit |
Maximal einmal täglich |
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Einfluss von Nahrung, Alkohol und anderen Faktoren auf die Wirkung
Nahrung: Fettreiche Mahlzeiten verzögern den Wirkeintritt um 1 bis 2 Stunden. Vardenafil ist weniger anfällig als Sildenafil.
Alkohol: 1 bis 2 Gläser beeinträchtigen die Wirkung meist nicht. Größere Mengen hemmen die Erektionsfähigkeit und erhöhen das Risiko für Schwindel und niedrigen Blutdruck.
Grapefruitsaft: Vermeiden Sie Grapefruitsaft, da er die Konzentration der Medikamente im Blut erhöht und das Risiko für Nebenwirkungen steigert.
Nebenwirkungen im Vergleich
Die häufigsten Nebenwirkungen von Sildenafil und Vardenafil sind mild und vorübergehend.
Beide Medikamente teilen ein ähnliches Nebenwirkungsprofil:
- Kopfschmerzen: die mit Abstand häufigste Beschwerde, meist leicht bis mäßig ausgeprägt
- Gesichtsrötung (Flushing): Wärmegefühl und Rötung im Gesicht und Hals
- Verstopfte Nase: durch Schwellung der Nasenschleimhaut
- Verdauungsbeschwerden: Sodbrennen oder Magenverstimmung
- Sehstörungen: Sildenafil kann vorübergehend die Farbwahrnehmung beeinflussen (Blaustich) durch Hemmung von PDE-6 in der Netzhaut. Vardenafil verursacht diese Nebenwirkung seltener.
- Schwindel: besonders beim schnellen Aufstehen
Bei manchen Männern führen Nebenwirkungen zum Abbruch der Behandlung.
Vardenafil gilt allgemein als etwas besser verträglich und verursacht im Vergleich zu Sildenafil häufig weniger Sehstörungen (wie beispielsweise blau gefärbte Sicht).
Seltene, aber potenziell ernsthafte Nebenwirkungen und Warnsignale
- Priapismus (unter 0,1 %): Eine Erektion über 4 Stunden ist ein Notfall. Suchen Sie sofort eine Notaufnahme auf.
- Plötzlicher Hörverlust (sehr selten): Bei solchen Symptomen das Medikament absetzen und einen Arzt/eine Ärztin konsultieren.
- Plötzlicher Sehverlust (äußerst selten): Männer mit bestehenden Augenerkrankungen haben ein leicht erhöhtes Risiko.
Risikogruppen: Wer sollte besonders vorsichtig sein?
Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, anatomischen Penisanomalien, Blutgerinnungsstörungen oder schweren Leber-/Nierenerkrankungen sollten besonders vorsichtig sein und benötigen oft Dosisanpassungen.
Wechselwirkungen von Vardenafil und Sildenafil mit anderen Medikamenten
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Medikament / Beispiele |
Mögliche Wechselwirkung und Empfehlung |
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Nitrate Nitroglycerin, Isosorbiddinitrat, Isosorbidmononitrat, „Poppers“ (Amyl- oder Butylnitrit) |
Strikt kontraindiziert. Die Kombination kann zu einem lebensbedrohlichen Blutdruckabfall führen. Vardenafil oder Sildenafil dürfen nicht zusammen mit Nitraten eingenommen werden. Mindestens 24 Stunden Abstand erforderlich. |
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Alpha-Blocker Tamsulosin, Alfuzosin, Doxazosin, Terazosin |
Können die blutdrucksenkende Wirkung verstärken, was zu Schwindel oder Ohnmacht führen kann. PDE-5-Hemmer sollten mindestens 6 Stunden nach dem Alpha-Blocker eingenommen werden. Ärztliche Rücksprache empfohlen. |
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CYP3A4-Hemmer Erythromycin, Clarithromycin, Ketoconazol, Itraconazol, HIV-Proteasehemmer (z. B. Ritonavir) |
Hemmen den Abbau von Vardenafil und Sildenafil und können die Wirkstoffkonzentration im Blut erhöhen. Eine Dosisreduktion kann erforderlich sein. Einnahme nur nach ärztlicher Empfehlung. |
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Weitere blutdrucksenkende Medikamente ACE-Hemmer, Betablocker, Calciumkanalblocker |
Können die blutdrucksenkende Wirkung zusätzlich verstärken. Die Kombination ist meist möglich, jedoch sollte der Blutdruck überwacht und ärztlicher Rat eingeholt werden. |
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Andere PDE-5-Hemmer Tadalafil, Avanafil, weitere Sildenafil- oder Vardenafilpräparate |
Nicht kombinieren. Die gleichzeitige Einnahme mehrerer PDE-5-Hemmer kann das Risiko von Nebenwirkungen und Blutdruckabfall erhöhen. |
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Grapefruitsaft |
Kann den Abbau über das Enzym CYP3A4 hemmen und dadurch die Wirkstoffspiegel erhöhen. Es wird empfohlen, Grapefruitsaft rund um die Einnahme zu vermeiden. |
Kontraindikationen: Wann keines der beiden Medikamente eingenommen werden sollte
Absolute Gegenanzeigen:
- Gleichzeitige Einnahme von Nitraten oder Stickstoffmonoxid-Donatoren [6]
- Bekannte Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei denen Geschlechtsverkehr nicht empfohlen wird
- Schwere Leberfunktionsstörungen
- Bestimmte seltene erbliche Augenerkrankungen (z.B. Retinitis pigmentosa)
Besondere Patientengruppen: Ältere Männer (über 65) benötigen oft niedrigere Dosen. Patienten mit Diabetes oder psychischen Erkrankungen können von beiden Medikamenten profitieren, eventuell in Kombination mit Therapie oder Beratung.
Vor- und Nachteile der beiden Präparate im direkten Vergleich
Die folgende Übersicht zeigt Ihnen auf einen Blick, welche Vor- und Nachteile Vardenafil und Sildenafil im praktischen Einsatz bieten:
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Vardenafil |
Sildenafil |
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Vorteile: • Schnellerer Wirkeintritt • Höhere Selektivität, weniger Sehstörungen • Weniger Nahrungsabhängigkeit • Kann bei Sildenafil-Non-Respondern wirken |
Vorteile: • Längste Erfahrung seit 1998 • Deutlich günstiger als Generikum • Breite Dosierungspalette • Jahrzehntelange Sicherheitsdaten |
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Nachteile: • Höherer Preis (oft noch als Markenname Levitra) • Weniger Langzeitdaten als Sildenafil |
Nachteile: • Stärkere Nahrungsabhängigkeit • Häufigere Sehstörungen • Längerer Wirkeintritt im Durchschnitt |
Vardenafil vs. Sildenafil: Was kostet mehr?
Generisches Sildenafil kostet etwa 3 bis 8 Euro pro Tablette (50 mg), Vardenafil-Generika etwa 6 bis 10 Euro (10 mg). Bei zweimal wöchentlicher Anwendung: Sildenafil ca. 300 bis 900 Euro/Jahr, Vardenafil ca. 600 bis 1000 Euro/Jahr.
Praktische Entscheidungshilfe: Welches Medikament passt zu wem?
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Vardenafil ist sinnvoll bei: |
Sildenafil ist sinnvoll bei: |
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Wunsch nach Spontaneität |
Erstanwendung |
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Sehstörungen mit Sildenafil |
Kostenbewusstsein |
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Fettreichen Mahlzeiten |
Wunsch nach etabliertem Medikament mit Langzeitdaten |
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Unzureichender Sildenafil-Wirkung |
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Alternativen zu Vardenafil und Sildenafil
Wenn Vardenafil oder Sildenafil nicht helfen, nicht genug helfen oder nicht vertragen werden, gibt es andere Möglichkeiten. Dazu gehören Medikamente aus der gleichen Wirkstoffklasse und auch Therapien ohne Medikamente.

Andere PDE-5-Hemmer
Andere PDE-5-Hemmer sind Tadalafil und Avanafil. Tadalafil wirkt bis zu 36 Stunden. Man kann es auch jeden Tag in niedriger Dosierung nehmen. Avanafil wirkt schneller und wird von manchen Patienten besser vertragen.
Nicht-medikamentöse Optionen
Mechanische Erektionshilfen wie Vakuumpumpen, Penisimplantate, Injektionstherapie oder Psychotherapie bei psychogen bedingten Erektionsproblemen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen
Viele Patienten haben ähnliche Fragen zur Wahl zwischen Vardenafil und Sildenafil. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Anliegen:
Ist Vardenafil stärker oder wirksamer als Sildenafil?
Vardenafil bindet zehnmal stärker an PDE-5, aber Studien zeigen ähnliche Erfolgsraten (70-80 %) für beide Wirkstoffe. 10 mg Vardenafil entsprechen etwa 50 mg Sildenafil. [7]
Welches Präparat wirkt schneller und länger?
Vardenafil wirkt schneller (25-30 Minuten vs. 30-60 Minuten). Die Wirkungsdauer ist bei beiden ähnlich (4-6 Stunden).
Zahlt die Krankenkasse Sildenafil oder Vardenafil in Deutschland?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten normalerweise nicht. Ausnahmen nur bei nachweislich organischer Ursache nach Operationen oder neurologischen Erkrankungen. Das Rezept ist immer erforderlich.
Kann ich Vardenafil und Sildenafil gleichzeitig oder abwechselnd einnehmen?
Gleichzeitige Einnahme ist verboten und gefährlich. Abwechselnder Gebrauch ist möglich, aber wenig sinnvoll. Wählen Sie ein Medikament und bleiben Sie dabei für zuverlässige Beurteilung.
Kann ich eines der Medikamente auf Reisen mitnehmen oder online kaufen?
Ja, Sie können diese Medikamente in der Regel auf Reisen mitnehmen, wenn sie für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind. Es empfiehlt sich, die Tabletten in der Originalverpackung aufzubewahren und eine Kopie des Rezepts oder der Bestellbestätigung mitzuführen. Transportieren Sie Medikamente möglichst im Handgepäck, damit sie bei Bedarf jederzeit verfügbar sind. Prüfen Sie vor internationalen Reisen die Einfuhrbestimmungen des Ziellandes, da die Regeln je nach Land variieren können.
Man kann diese Medikamente online bestellen. In den meisten europäischen Ländern braucht man dafür einen Arzt und ein Rezept. Kaufen Sie Medikamente nur bei seriösen Anbietern.
Kann ich Vardenafil oder Sildenafil bei Bluthochdruck (Hypertonie) einnehmen?
Männer mit kontrollierter Hypertonie können beide Medikamente in der Regel sicher verwenden, sollten aber ihren Arzt/ihre Ärztin konsultieren.
Bei unkontrollierter Hypertonie ist Vorsicht geboten. Beide Wirkstoffe können den Blutdruck leicht senken, was bei Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie sogar therapeutisch genutzt wird. Sildenafil ist auch zur Behandlung dieser speziellen Form der Hypertonie zugelassen.
Verbessert Vardenafil oder Sildenafil dauerhaft meine Potenz?
Nein, beide Medikamente verbessern die Potenz nur vorübergehend während ihrer Wirkungsdauer. Sie beheben nicht die zugrunde liegenden Ursachen der erektilen Dysfunktion.
Allerdings kann die erfolgreiche Anwendung das Selbstvertrauen stärken und psychologische Blockaden abbauen, was langfristig einen positiven Effekt auf die Potenz haben kann.
Was soll ich tun, wenn die Medikamente meine Erektionsprobleme nicht lösen?
Wenn weder Vardenafil noch Sildenafil Ihre Erektionsprobleme ausreichend verbessern, gibt es mehrere Optionen: Ihr Arzt/Ihre Ärztin kann die Dosis anpassen, einen anderen PDE-5-Hemmer wie Tadalafil verschreiben, oder andere Mittel gegen erektile Dysfunktion wie Injektionstherapie oder mechanische Erektionshilfen empfehlen. Manchmal liegt auch eine noch nicht diagnostizierte Grunderkrankung vor.
Wo finde ich verlässliche Informationen über Vardenafil und Sildenafil?
Verlässliche Informationen finden Sie in den offiziellen Packungsbeilagen, auf Websites von Gesundheitsbehörden wie der EMA oder dem BfArM, sowie bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt. Weitere Informationen bieten seriöse medizinische Fachportale. Vermeiden Sie Informationen aus unsicheren Internetforen oder von illegalen Anbietern.
Fazit
Vardenafil vs Sildenafil: Beide PDE-5-Hemmer sind wirksame Optionen zur Behandlung der erektilen Dysfunktion. Vardenafil bietet schnelleren Wirkeintritt und höhere Selektivität, Sildenafil jahrzehntelange Erfahrung und günstige Generika.
Die Wahl sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin treffen, basierend auf Ihren persönlichen Bedürfnissen und Ihrem Gesundheitszustand.
Quellen:
- Debruyne FM, Gittelman M, Sperling H, Börner M, Beneke M. Time to onset of action of vardenafil: a retrospective analysis of the pivotal trials for the orodispersible and film-coated tablet formulations. J Sex Med. 2011;8(10):2912-2923. doi:10.1111/j.1743-6109.2011.02462.x
- Corbin JD, Beasley A, Blount MA, Francis SH. Vardenafil: structural basis for higher potency over sildenafil in inhibiting cGMP-specific phosphodiesterase-5 (PDE5). Neurochem Int. 2004;45(6):859-863. DOI: 10.1016/j.neuint.2004.03.016
- Brisson TE, Broderick GA, Thiel DD, Heckman MG, Pinkstaff DM. Vardenafil rescue rates of sildenafil nonresponders: Objective assessment of 327 patients with erectile dysfunction. Urology. 2006;68(2):397-401. doi:10.1016/j.urology.2006.03.005
- Sairam K, Kulinskaya E, Hanbury D, Boustead G, McNicholas T. Oral sildenafil (Viagra™) in male erectile dysfunction: use, efficacy and safety profile in an unselected cohort presenting to a British district general hospital. BMC Urol. 2002;2:4. doi:10.1186/1471-2490-2-4
- Moore RA, Derry S, McQuay HJ. Indirect comparison of interventions using published randomised trials: systematic review of PDE-5 inhibitors for erectile dysfunction. BMC Urol. 2005;5:18. doi:10.1186/1471-2490-5-18
- Bolt Pharmacy. "Why Sildenafil Is Contraindicated with Nitrates: Critical Safety Information." Bolt Pharmacy. Februar 2026. https://www.boltpharmacy.co.uk/guide/why-is-sildenafil-contraindicated-with-nitrates
- Sandoz GmbH. "Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels: Vardenafil Sandoz Filmtabletten." BASG. März 2025. https://medikamente.basg.gv.at/documents/137776__DOTC_FACH_INFO.pdf
- Porst H, Sharlip ID, Hatzichristou D, et al. Extended duration of efficacy of vardenafil when taken 8 hours before intercourse: a randomized, double-blind, placebo-controlled study. Eur Urol. 2006;50(5):1086-1095. doi:10.1016/j.eururo.2006.05.036. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0302283806006518?via%3Dihub