Swingo 20

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Aristo

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SWINGO 20® 20 mg/100 mg Filmtabletten
Ethinylestradiol und Levonorgestrel

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage...

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Zur Anwendung bei Frauen

Wichtige Informationen über kombinierte hormonale Kontrazeptiva (KHK):

  • Bei korrekter Anwendung zählen sie zu den zuverlässigsten reversiblen Verhütungsmethoden.
  • Sie bewirken eine leichte Zunahme des Risikos für ein Blutgerinnsel in den Venen und Arterien, insbesondere im ersten Jahr der Anwendung oder bei Wiederaufnahme der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen.
  • Achten Sie bitte aufmerksam auf Symptome eines Blutgerinnsels und wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie vermuten, diese zu haben (siehe Abschnitt „Blutgerinnsel“).


1. Was ist Swingo 20 und wofür wird es angewendet?

  • Swingo 20 ist ein Arzneimittel zur Schwangerschaftsverhütung („Pille“).  
  • Jede Tablette enthält eine geringe Menge zweier verschiedener weiblicher Geschlechtshormone, und  zwar Levonorgestrel und Ethinylestradiol.  
  • „Pillen“, die zwei Hormone enthalten, werden als „Kombinationspillen“ bezeichnet. Swingo 20 wird  auch als niedrigdosierte „Pille“ bezeichnet, weil sie nur eine geringe Menge von Hormonen enthält.  


2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Swingo 20 beachten?

Allgemeine Bemerkungen 

Bitte lesen Sie die Informationen zu Blutgerinnseln in Abschnitt 2. bevor Sie mit der  Anwendung von Swingo 20 beginnen. Es ist besonders wichtig, die Informationen zu den  Symptomen eines Blutgerinnsels zu lesen (siehe Abschnitt 2. „Blutgerinnsel“). 

Bevor Sie Swingo 20 anwenden, wird Ihr behandelnder Arzt Sie sorgfältig zu Ihrer  Krankengeschichte und zu der Ihrer nahen Verwandten befragen. Der Arzt wird Ihren  Blutdruck messen und, abhängig von Ihrer persönlichen Situation, weitere Untersuchungen  durchführen.  

In dieser Gebrauchsinformation sind verschiedene Fälle beschrieben, bei deren Auftreten Sie  Swingo 20 absetzen sollten oder bei denen die Zuverlässigkeit von Swingo 20 herabgesetzt  sein kann. In diesen Fällen sollten Sie entweder keinen Geschlechtsverkehr haben oder  andere, nichthormonale Verhütungsmethoden anwenden, wie z. B. ein Kondom oder eine  andere Barrieremethode. Wenden Sie aber keine Kalender- oder Temperaturmethoden an.  Diese Methoden können versagen, weil Swingo 20 die monatlichen Schwankungen der  Körpertemperatur und des Gebärmutterhalsschleims verändert. 

Wie alle hormonalen Empfängnisverhütungsmittel bietet Swingo 20 keinerlei Schutz  vor einer HIV-Infektion (AIDS) oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.


Swingo 20 darf nicht angewendet werden  

Swingo 20 darf nicht angewendet werden, wenn einer der nachstehend aufgeführten Punkte auf  Sie zutrifft. Wenn einer der nachstehend aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft, müssen Sie dies  Ihrem Arzt mitteilen. Ihr Arzt wird dann mit Ihnen besprechen, welche andere Form der  Empfängnisverhütung für Sie besser geeignet ist: 

  • wenn Sie allergisch gegen Ethinylestradiol, Levonorgestrel oder einen der in Abschnitt 6.  genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Dies kann Jucken, Ausschlag oder  Schwellungen verursachen.  
  • wenn Sie ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäß der Beine (tiefe Beinvenenthrombose, TVT), der  Lunge (Lungenembolie, LE) oder eines anderen Organs haben (oder in der Vergangenheit  hatten);  
  • wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Störung der Blutgerinnung leiden – beispielsweise  Protein-C-Mangel, Protein-S-Mangel, Antithrombin-III-Mangel, Faktor-V-Leiden oder  Antiphospholipid-Antikörper;  
  • wenn Sie operiert werden müssen oder längere Zeit bettlägerig sind (siehe Abschnitt 2.  „Blutgerinnsel“);  
  • wenn Sie jemals einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten;  
  • wenn Sie eine Angina pectoris (eine Erkrankung, die schwere Brustschmerzen verursacht und ein  erstes Anzeichen auf einen Herzinfarkt sein kann) oder eine transitorische ischämische Attacke  (TIA – vorübergehende Symptome eines Schlaganfalls) haben (oder früher einmal hatten);  
  • wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer  Arterie erhöhen können: 
    - schwerer Diabetes mit Schädigung der Blutgefäße 
    - sehr hoher Blutdruck 
    - sehr hoher Blutfettspiegel (Cholesterin oder Triglyceride) 
    - eine Krankheit, die als Hyperhomocysteinämie bekannt ist
  • wenn Sie an einer bestimmten Form von Migräne (sog. „Migräne mit Aura“) leiden (oder in der  Vergangenheit gelitten haben);  
  • bei bestehender oder vorausgegangener Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis);  - bei schweren bestehenden oder vorausgegangenen Lebererkrankungen, solange sich Ihre  Leberwerte nicht wieder normalisiert haben;  
  • bei bestehendem oder vorausgegangenem Lebertumor;  
  • bei bestehendem oder vorausgegangenem Brustkrebs oder Krebs der Genitalorgane bzw. bei  Verdacht darauf;  
  • bei jeglichen ungeklärten Blutungen aus der Scheide; 
  • wenn Ihre Monatsblutung ausbleibt, möglicherweise durch Ernährung oder körperliche  Betätigung bedingt;  

Wenden Sie Swingo 20 nicht an, wenn Sie Hepatitis C haben und Arzneimittel einnehmen, die  Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir, Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir und  

Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enthalten (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von Swingo 20  zusammen mit anderen Arzneimitteln“).  

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen 

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Swingo 20 einnehmen.  

Wann besondere Vorsicht bei der Einnahme von Swingo 20 erforderlich ist  

Wann sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden?  

Suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe auf  

wenn Sie mögliche Anzeichen eines Blutgerinnsels bemerken, die bedeuten könnten, dass Sie ein  Blutgerinnsel im Bein (d. h. tiefe Beinvenenthrombose), ein Blutgerinnsel in der Lunge (d. h.  Lungenembolie), einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall haben (siehe den Abschnitt 2.  „Blutgerinnsel“ [Thrombose] unten).  

Für eine Beschreibung der Symptome dieser schwerwiegenden Nebenwirkungen siehe den  Abschnitt 2. „So erkennen Sie ein Blutgerinnsel“. 



Informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft. 

In einigen Situationen ist besondere Vorsicht bei der Einnahme von Swingo 20 oder anderen  „Kombinationspillen“ erforderlich und es können regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt  notwendig sein.  

Wenn die Krankheit ausbricht oder sich während der Anwendung von Swingo 20 verschlimmert, sollten  Sie ebenfalls Ihren Arzt informieren.  

  • Sie sollten umgehend Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie Symptome eines Angioödems an sich  bemerken, wie Schwellungen von Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Schluckbeschwerden oder Hautausschlag möglicherweise zusammen mit Atembeschwerden.  Arzneimittel, die Estrogene enthalten, können die Symptome eines hereditären (erblichen) und  erworbenen Angioödems auslösen oder verschlimmern.  
  • wenn Sie an einem erblichen Angioödem leiden (plötzlich auftretende Schwellung der Haut, der  Schleimhäute, der inneren Organe oder des Gehirns); 
  • wenn Brustkrebs bei einer nahen Verwandten auftritt oder früher aufgetreten ist; 
  • wenn bei Ihnen eine Leber- oder Gallenblasenerkrankung bekannt ist;  
  • wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden;  
  • wenn Sie unter Depressionen leiden;  
  • wenn Sie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (chronisch entzündliche Darmerkrankung) haben;  - wenn Sie systemischen Lupus erythematodes (SLE – eine Krankheit, die Ihr natürliches  Abwehrsystem beeinträchtigt) haben;  
  • wenn Sie ein hämolytisches urämisches Syndrom (HUS – eine Störung der Blutgerinnung, die zu  Nierenversagen führt) haben;  
  • wenn Sie Sichelzellanämie (eine erbliche Erkrankung der roten Blutkörperchen) haben;
  • wenn Sie erhöhte Blutfettspiegel (Hypertriglyceridämie) haben oder diese Erkrankung in Ihrer  Familie vorgekommen ist. Hypertriglyceridämie wurde mit einem erhöhten Risiko für eine  Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) verbunden.  
  • wenn Sie operiert werden müssen oder längere Zeit bettlägerig sind (siehe Abschnitt 2.  „Blutgerinnsel“);  
  • wenn Sie vor kurzem entbunden haben, ist Ihr Risiko für Blutgerinnsel erhöht. Fragen Sie Ihren  Arzt, wie bald nach der Entbindung Sie mit der Anwendung von Swingo 20 beginnen können. 
  • wenn Sie in den Venen unter der Haut eine Entzündung haben (oberflächliche Thrombophlebitis);
  • wenn Sie Krampfadern (Varizen) haben;  
  • wenn Sie an Epilepsie leiden (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von Swingo 20 mit anderen  Arzneimitteln");
  • wenn bei Ihnen eine Erkrankung während einer Schwangerschaft oder früheren Anwendung von  Geschlechtshormonen zum ersten Mal aufgetreten ist, z. B. Schwerhörigkeit, eine Blutkrankheit,  die Porphyrie heißt, Bläschenausschlag während der Schwangerschaft (Herpes gestationis), eine  Nervenerkrankung, bei der plötzliche unwillkürliche Körperbewegungen auftreten (Chorea Sydenham); 
  • bei bestehenden oder vorausgegangenen gelblich-braunen Pigmentflecken (Chloasma), auch als  „Schwangerschaftsflecken“ bezeichnet, vorwiegend im Gesicht. In diesem Fall empfiehlt es sich,  direkte Sonnenbestrahlung oder ultraviolettes Licht zu meiden.  

BLUTGERINNSEL  

Bei der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums wie Swingo 20 ist Ihr Risiko für die  Ausbildung eines Blutgerinnsels höher als wenn Sie keines anwenden. In seltenen Fällen kann ein  Blutgerinnsel Blutgefäße verstopfen und schwerwiegende Probleme verursachen.  

Blutgerinnsel können auftreten:  

  • in Venen (sog. „Venenthrombose“, „venöse Thromboembolie“ oder VTE)  
  • in den Arterien (sog. „Arterienthrombose“, „arterielle Thromboembolie“ oder ATE)  - 

Die Ausheilung eines Blutgerinnsels ist nicht immer vollständig. Selten kann es zu schwerwiegenden  anhaltenden Beschwerden kommen, und sehr selten verlaufen Blutgerinnsel tödlich.  

Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass das Gesamtrisiko eines gesundheitsschädlichen Blutgerinnsels  aufgrund von Swingo 20 gering ist.  

SO ERKENNEN SIE EIN BLUTGERINNSEL  

Suchen Sie dringend ärztliche Hilfe auf, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen oder Symptome  bemerken. 

Tritt bei Ihnen eines dieser Anzeichen auf? 

Woran könnten Sie leiden? 

Schwellung eines Beins oder längs einer Vene  im Bein oder Fuß, vor allem, wenn  

gleichzeitig Folgendes auftritt:  

  • Schmerz oder Druckschmerz im Bein,  der möglicherweise nur beim Stehen oder  Gehen bemerkt wird;  
  • Erwärmung des betroffenen Beins; 
  • Änderung der Hautfarbe des Beins, z. B.  aufkommende Blässe, Rot- oder Blaufärbung; 

Tiefe Beinvenenthrombose 

  • plötzliche unerklärliche Atemlosigkeit oder  schnelle Atmung;  
  • plötzlicher Husten ohne offensichtliche  Ursache, bei dem Blut ausgehustet werden  kann;  
  • stechender Brustschmerz, der bei tiefem  Einatmen zunimmt;  
  • starke Benommenheit oder Schwindelgefühl; 
  • schneller oder unregelmäßiger Herzschlag; 
  • starke Magenschmerzen;  

Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit  einem Arzt, da einige dieser Symptome wie  Husten oder Kurzatmigkeit mit einer leichteren  Erkrankung wie z. B. einer Entzündung der  Atemwege (z. B. einem grippalen Infekt)  verwechselt werden können. 

Lungenembolie 

Symptome, die meistens in einem Auge  auftreten:  

  • sofortiger Verlust des Sehvermögens oder 
  • schmerzloses verschwommenes Sehen,  welches zu einem Verlust des Sehvermögens  fortschreiten kann; 

Thrombose einer Netzhautvene (Blutgerinnsel in  einer Vene im Auge) 

  • Brustschmerz, Unwohlsein, Druck,  
  • Schweregefühl;  
  • Enge- oder Völlegefühl in Brust, Arm oder  unterhalb des Brustbeins;  
  • Völlegefühl, Verdauungsstörungen oder  Erstickungsgefühl;  
  • in den Rücken, Kiefer, Hals, Arm und Magen  ausstrahlende Beschwerden im Oberkörper;  Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindelgefühl;  
  • extreme Schwäche, Angst oder Kurzatmigkeit;  
  • schnelle oder unregelmäßige Herzschläge; 

Herzinfarkt 

  • plötzliche Schwäche oder Taubheitsgefühl des  Gesichtes, Arms oder Beins, die auf einer  Körperseite besonders ausgeprägt ist;  
  • plötzliche Verwirrtheit, Sprech- oder  Verständnisschwierigkeiten;  
  • plötzliche Sehstörungen in einem oder beiden  Augen;  
  • plötzliche Gehschwierigkeiten, Schwindelgefühl, Gleichgewichtsverlust oder  Koordinationsstörungen;  
  • plötzliche schwere oder länger anhaltende  Kopfschmerzen unbekannter Ursache;  
  • Verlust des Bewusstseins oder Ohnmacht mit  oder ohne Krampfanfall;  

In manchen Fällen können die Symptome eines  Schlaganfalls kurzfristig sein und mit einer  nahezu sofortigen und vollständigen Erholung  einhergehen. Sie sollten sich aber trotzdem  dringend in ärztliche Behandlung begeben, da Sie  erneut einen Schlaganfall erleiden könnten. 

Schlaganfall 

  • Schwellung und leicht bläuliche Verfärbung  einer Extremität;  
  • starke Magenschmerzen (akutes Abdomen) 

Blutgerinnsel, die andere Blutgefäße verstopfen

 

BLUTGERINNSEL IN EINER VENE  

Was kann passieren, wenn sich in einer Vene ein Blutgerinnsel bildet?  

  • Die Anwendung kombinierter hormonaler Kontrazeptiva wurde mit einem höheren Risiko für  Blutgerinnsel in einer Vene (Venenthrombose) in Verbindung gebracht. Diese Nebenwirkungen  kommen jedoch nur selten vor. Meistens treten sie im ersten Jahr der Anwendung eines  kombinierten hormonalen Kontrazeptivums auf.  
  • Wenn es in einer Vene im Bein oder Fuß zu einem Blutgerinnsel kommt, kann dieses eine tiefe  Beinvenenthrombose (TVT) verursachen.  
  • Wenn ein Blutgerinnsel vom Bein in die Lunge wandert und sich dort festsetzt, kann es eine  Lungenembolie verursachen.  
  • Sehr selten kann sich ein Blutgerinnsel in einer Vene eines anderen Organs wie z. B. dem Auge  (Thrombose einer Netzhautvene) bilden. 

Wann ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene am größten? 

Das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene ist im ersten Jahr der erstmaligen  Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums am größten. Das Risiko kann außerdem  erhöht sein, wenn Sie die Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums (gleiches oder  anderes Arzneimittel) nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen wieder aufnehmen.  Nach dem ersten Jahr sinkt das Risiko, es bleibt aber stets geringfügig höher als wenn kein kombiniertes  hormonales Kontrazeptivum angewendet würde.  

Wenn Sie die Anwendung von Swingo 20 beenden, kehrt das Risiko für ein Blutgerinnsel in wenigen  Wochen auf den Normalwert zurück.  

Wie groß ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels?  

Das Risiko ist abhängig von Ihrem natürlichen Risiko für VTE und der Art des von Ihnen angewendeten  kombinierten hormonalen Kontrazeptivums.  

Das Gesamtrisiko für ein Blutgerinnsel in Bein oder Lunge (TVT oder LE) mit Swingo 20 ist gering.  

  • Ungefähr 2 von 10.000 Frauen, die weder schwanger sind noch ein kombiniertes hormonales  Kontrazeptivum anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.  
  • Ungefähr 5-7 von 10.000 Frauen, die ein Levonorgestrel enthaltendes kombiniertes hormonales  Kontrazeptivum wie Swingo 20 anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.
  • Das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels ist entsprechend Ihrer persönlichen medizinischen  Vorgeschichte unterschiedlich hoch (siehe folgenden Abschnitt „Faktoren, die das Risiko für ein  Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen“).  

Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels  pro Jahr 

Frauen, die kein kombiniertes hormonales  Präparat in Form einer Pille/eines Pflasters/eines  Rings anwenden und nicht schwanger sind 

Ungefähr 2 von 10.000 Frauen 

Frauen, die eine Levonorgestrel enthaltende  kombinierte hormonale Pille anwenden 

Ungefähr 5-7 von 10.000 Frauen 

Frauen, die Swingo 20 anwenden 

Ungefähr 5-7 von 10.000 Frauen 


Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen  

Das Risiko für ein Blutgerinnsel mit Swingo 20 ist gering, wird aber durch einige Erkrankungen und  Risikofaktoren erhöht. Das Risiko ist erhöht:  

  • wenn Sie stark übergewichtig sind (Body-Mass-Index oder BMI über 30 kg/m2); 
  • wenn bei einem Ihrer nächsten Angehörigen in jungen Jahren (d. h. jünger als 50 Jahre) ein  Blutgerinnsel im Bein, in der Lunge oder in einem anderen Organ aufgetreten ist. In diesem Fall  haben Sie womöglich eine erbliche Blutgerinnungsstörung.  
  • wenn Sie operiert werden müssen oder aufgrund einer Verletzung oder Krankheit längere Zeit  bettlägerig sind oder ein Bein eingegipst ist. Es kann erforderlich sein, dass die Anwendung von  Swingo 20 mehrere Wochen vor einer Operation oder bei eingeschränkter Beweglichkeit beendet  werden muss. Wenn Sie die Anwendung von Swingo 20 beenden müssen, fragen Sie Ihren Arzt,  wann Sie die Anwendung wieder aufnehmen können.  
  • wenn Sie älter werden (insbesondere ab einem Alter von ungefähr 35 Jahren); 
  • wenn Sie vor wenigen Wochen entbunden haben.  

Das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels steigt mit der Anzahl der vorliegenden Erkrankungen und  Risikofaktoren.  

Flugreisen (>4 Stunden) können Ihr Risiko für ein Blutgerinnsel vorübergehend erhöhen, insbesondere  wenn bei Ihnen weitere der aufgeführten Faktoren vorliegen.  

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, auch wenn Sie  sich nicht sicher sind. Ihr Arzt kann dann entscheiden Swingo 20 abzusetzen. 

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn es bei einem der oben erwähnten Punkte während der Anwendung von  Swingo 20 zu einer Veränderung kommt, zum Beispiel wenn bei einem nahen Angehörigen aus  unbekannter Ursache eine Thrombose auftritt oder wenn Sie stark zunehmen. 

BLUTGERINNSEL IN EINER ARTERIE  

Was kann passieren, wenn sich in einer Arterie ein Blutgerinnsel bildet?  

Genau wie ein Blutgerinnsel in einer Vene kann auch ein Gerinnsel in einer Arterie schwerwiegende  Probleme verursachen. Es kann zum Beispiel einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hervorrufen.  

Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Arterie erhöhen  

Es ist wichtig zu beachten, dass das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgrund der  Anwendung von Swingo 20 sehr gering ist, jedoch ansteigen kann:  

  • mit zunehmendem Alter (älter als 35 Jahre);  
  • wenn Sie rauchen. Bei der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums wie  Swingo 20 wird geraten, mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn Sie nicht mit dem Rauchen  aufhören können und älter als 35 Jahre sind, kann Ihr Arzt Ihnen raten, eine andere Art von  Verhütungsmittel anzuwenden;  
  • wenn Sie übergewichtig sind;  
  • wenn Sie einen hohen Blutdruck haben;  
  • wenn einer Ihrer nächsten Angehörigen in jungen Jahren (jünger als 50 Jahre) einen Herzinfarkt  oder Schlaganfall hatte. In diesem Fall könnten Sie ebenfalls ein erhöhtes Risiko für einen  Herzinfarkt oder Schlaganfall haben;  
  • wenn Sie oder einer Ihrer nächsten Angehörigen einen hohen Blutfettspiegel (Cholesterin oder  Triglyceride) haben;  
  • wenn Sie Migräne und insbesondere Migräne mit Aura haben;  
  • wenn Sie an Herzproblemen leiden (Herzklappenerkrankung, Rhythmusstörung namens  Vorhofflimmern);  
  • wenn Sie Zucker (Diabetes) haben.  

Wenn mehr als einer dieser Punkte auf Sie zutrifft oder eine dieser Erkrankungen besonders schwer ist, kann Ihr Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels zusätzlich erhöht sein.  

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn es bei einem der oben erwähnten Punkte während der Anwendung von  Swingo 20 zu einer Veränderung kommt, zum Beispiel wenn Sie mit dem Rauchen anfangen, bei einem  nahen Angehörigen aus unbekannter Ursache eine Thrombose auftritt oder wenn Sie stark zunehmen.  

Psychiatrische Erkrankungen  

Manche Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel wie Swingo 20 anwenden, berichten über Depression  oder depressive Verstimmung. Depressionen können schwerwiegend sein und gelegentlich zu  Selbsttötungsgedanken führen. Wenn bei Ihnen Stimmungsschwankungen und depressive Symptome  auftreten, lassen Sie sich so rasch wie möglich von Ihrem Arzt medizinisch beraten.  

Swingo 20 und Krebs 

  • Gebärmutterhalskrebs wurde bei Langzeitanwenderinnen etwas häufiger beobachtet als bei Nicht Anwenderinnen von oralen Kontrazeptiva; aber es ist nicht geklärt, in wie weit unterschiedliches  Sexualverhalten oder andere Faktoren wie das humane Papilloma-Virus (HPV) dazu beitragen.  Brustkrebs wird bei Frauen, die „Kombinationspillen“ nehmen, etwas häufiger beobachtet, aber  es ist nicht bekannt, ob dies durch die Behandlung verursacht wird. Das Auftreten von  Brusttumoren nimmt nach Absetzen von hormonalen „Kombinationspillen“ ab. Es ist wichtig,  dass Sie regelmäßig Ihre Brüste untersuchen. Wenn Sie Knoten spüren, müssen Sie Ihren Arzt  aufsuchen.  
  • In seltenen Fällen wurden gutartige (nicht krebsartige) Lebertumoren und noch seltener bösartige  (krebsartige) Lebertumoren bei Anwenderinnen von „Kombinationspillen“ festgestellt. Suchen  Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie ungewöhnlich starke Bauchschmerzen haben.  

Zwischenblutungen

Bei der Anwendung von Swingo 20 kann es in den ersten Monaten zu unerwarteten Blutungen kommen  (Blutungen außerhalb der siebentägigen Einnahmepause). Wenn diese Blutungen nach mehr als 3 Monaten  weiterhin auftreten oder wenn sie nach einigen Monaten erneut beginnen, muss Ihr Arzt die Ursache  ermitteln.  

Was ist zu beachten, wenn keine Blutung während der einnahmefreien Zeit auftritt? 

Wenn Sie alle Tabletten ordnungsgemäß eingenommen haben, nicht erbrochen oder schweren Durchfall  gehabt und keine anderen Arzneimittel eingenommen haben, ist eine Schwangerschaft sehr  unwahrscheinlich.  

Wenn jedoch die Blutung in zwei aufeinanderfolgenden Zyklen ausbleibt, kann es sein, dass Sie schwanger  sind. Sie sollten dann unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen, da vor einer weiteren Einnahme der „Pille“ eine  Schwangerschaft ausgeschlossen werden muss. Beginnen Sie erst mit einer neuen Blisterpackung, wenn  Sie sicher sind, dass Sie nicht schwanger sind.  

Einnahme von Swingo 20 zusammen mit anderen Arzneimitteln  

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere  Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel  einzunehmen/anzuwenden. Informieren Sie auch jeden anderen Arzt oder Zahnarzt, der Ihnen andere  Arzneimittel verschreibt (oder den Apotheker), dass Sie Swingo 20 einnehmen. Diese können Ihnen sagen, ob Sie zusätzliche empfängnisverhütende Vorsichtsmaßnahmen anwenden müssen (z. B. Kondome) und,  falls ja, wie lange.  

Einige Arzneimittel können einen Einfluss auf die Blutspiegel von Swingo 20 haben und zu einer  Minderung der empfängnisverhütenden Wirksamkeit von Swingo 20 oder zu unerwarteten Blutungen  führen. Dazu gehören:  

  • Arzneimittel zur Behandlung von:  

- gastrointestinalen Bewegungsstörungen (z. B. Metoclopramid);  

- Epilepsie (z. B. Primidon, Phenytoin, Barbiturate, Carbamazepin, Oxcarbazepin, Topiramat  oder Felbamat);  

- Tuberkulose (z. B. Rifampicin);  

- HIV- und Hepatitis C-Virus-Infektionen (sogenannte Proteaseinhibitoren und nicht nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren wie Ritonavir, Nevirapin);  

- Pilzinfektionen (Griseofulvin, Azolantimykotika z. B. Itraconazol, Voriconazol, Fluconazol); - bakteriellen Infektionen (Makrolidantibiotika, z. B. Clarithromycin, Erythromycin)  - bestimmten Herzerkrankungen, hohem Blutdruck (Kalziumkanalblocker, z. B. Verapamil,  Diltiazem); 

- Arthritis, Arthrosis (Etoricoxib); 

  • das pflanzliche Heilmittel Johanniskraut  

Die gleichzeitige Einnahme der „Pille“ und des Antibiotikums Troleadomycin kann das Risiko eines  Gallenstaus erhöhen.  


Swingo 20 kann die Wirksamkeit bestimmter anderer Arzneimittel beeinflussen, z. B.: 

  • Arzneimittel, die Ciclosporin enthalten;  
  • das Antiepileptikum Lamotrigin (dies könnte zu einer erhöhten Häufigkeit von Krampfanfällen  führen); 
  • Melatonin; 
  • Midazolam;  
  • Theophyllin;  
  • Tizanidin;  

Wenden Sie Swingo 20 nicht an, wenn Sie Hepatitis C haben und Arzneimittel einnehmen, die  Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir, Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir und  

Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enthalten, da diese Arzneimittel zu erhöhten Leberfunktionswerten  bei Bluttests führen können (erhöhte ALT-Leberenzyme). 

Ihr Arzt wird Ihnen eine andere Art der Verhütung empfehlen, bevor die Therapie mit diesen  Arzneimitteln gestartet wird.  

Ca. 2 Wochen nach Behandlungsende kann Swingo 20 wieder angewendet werden. Siehe Abschnitt 2.  „Swingo 20 darf nicht angewendet werden“. 

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.  

Einnahme von Swingo 20 zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken  

Swingo 20 kann zusammen mit oder ohne Nahrungsmittel eingenommen werden, wenn notwendig mit  etwas Wasser. Swingo 20 sollte nicht zusammen mit Grapefruitsaft eingenommen werden.  

Labortests  

Hormonale Verhütungsmittel können die Ergebnisse bestimmter Labortests beeinflussen. Informieren Sie  daher Ihren Arzt oder das Laborpersonal, dass Sie die „Pille“ einnehmen, wenn bei Ihnen ein Bluttest  durchgeführt werden muss. 

Schwangerschaft und Stillzeit  

Schwangerschaft  

Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Swingo 20 nicht einnehmen. Falls Sie während der Einnahme von  Swingo 20 schwanger werden, müssen Sie die Einnahme von Swingo 20 sofort beenden und Ihren Arzt  aufsuchen. Wenn Sie schwanger werden möchten, können Sie Swingo 20 jederzeit absetzen (siehe auch  „Wenn Sie die Einnahme von Swingo 20 abbrechen wollen“).  

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.  

Stillzeit  

Frauen sollten Swingo 20 nicht in der Stillzeit anwenden, außer nach Anweisung des Arztes. Fragen Sie  Ihren Arzt, wenn Sie stillen und die „Pille“ einnehmen möchten.  

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.  

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen  

Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Anwendung von Swingo 20 Auswirkungen auf die  Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen hat.  

Swingo 20 enthält Lactose  

Jede Tablette enthält 34,73 mg Lactose (als Lactose Monohydrat).  

Bitte nehmen Sie Swingo 20 erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an  einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.  


3. Wie ist Swingo 20 einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem  Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.  

Jede Blisterpackung enthält 21 Tabletten. Nehmen Sie die Tabletten exakt in der Reihenfolge, die durch die  Pfeile auf der Folie vorgegeben ist, ein.  

Nehmen Sie 1 Tablette Swingo 20 täglich für 21 Tage, gegebenenfalls zusammen mit etwas Wasser ein.  Die Einnahme der Tabletten sollte jeden Tag etwa zur gleichen Zeit erfolgen. Dabei spielt es keine Rolle,  ob Sie die Tabletten nüchtern oder zu den Mahlzeiten einnehmen.  

Nehmen Sie alle 21 Tabletten ein, dann machen Sie eine 7-tägige Pause. In diesen 7 tablettenfreien Tagen  sollte die Monatsblutung beginnen. Diese so genannte Entzugsblutung beginnt normalerweise am 2. oder  3. Tag der Einnahmepause. Beginnen Sie die nächste Blisterpackung am 8. Tag nach der letzten Tablette  Swingo 20 (d. h. nach der 7-tägigen Einnahmepause), auch wenn die Blutung noch anhält. Das bedeutet,  

dass Sie mit der nächsten Blisterpackung immer am gleichen Wochentag beginnen und die Entzugsblutung  jeden Monat am gleichen Tag einsetzen sollte. 

Wenn Sie Swingo 20 wie beschrieben anwenden, sind Sie gegen eine Schwangerschaft auch während der  7-tägigen Einnahmepause geschützt.  

Eine Blisterpackung enthält 21 Tabletten. Die Wochentage, an denen die Tabletten jeweils einzunehmen  sind, sind neben jeder Tablette auf dem Streifen aufgedruckt. Wenn Sie mit der Einnahme z. B. an einem Mittwoch beginnen, drücken Sie die erste Tablette an der Stelle der Packung heraus, die mit „Mi" (für  Mittwoch) gekennzeichnet ist. Folgen Sie der Pfeilrichtung auf der Blisterpackung bis alle 21 Tabletten  eingenommen sind.  

Wann können Sie mit der ersten Blisterpackung beginnen 

Wenn Sie im vergangenen Monat noch kein hormonhaltiges Verhütungsmittel angewendet haben  
Beginnen Sie mit der Einnahme von Swingo 20 am ersten Tag Ihres Zyklus (d. h. am ersten Tag Ihrer  Monatsblutung). Wenn Sie mit der Einnahme von Swingo 20 an diesem Tag (dem ersten Ihrer  Monatsblutung) beginnen, besteht ein sofortiger Empfängnisschutz. Sie können auch zwischen Zyklustag 2 und 5 beginnen, müssen dann aber während der ersten 7 Tage der Einnahme zusätzliche  empfängnisverhütende Maßnahmen (z. B. ein Kondom) anwenden.  


Wenn Sie von einem anderen kombinierten hormonalen Verhütungsmittel („Pille“ mit zwei hormonellen Wirkstoffen) oder von einem empfängnisverhütenden Vaginalring oder einem Pflaster wechseln  Sie können mit der Einnahme von Swingo 20 vorzugsweise am Tag nach Einnahme der letzten Tablette  (die letzte Tablette, die Wirkstoffe enthält) Ihrer zuvor eingenommenen „Pille“ bzw. am Tag nach dem  Entfernen des Vaginalringes oder des Pflasters beginnen, spätestens aber am Tag nach den einnahmefreien  (ring- oder pflasterfreien) Tagen Ihres Vorgängerpräparates (oder nach Einnahme der letzten  wirkstofffreien Tablette Ihres Vorgängerpräparates).  


Wenn Sie von einem Mittel, das nur ein Hormon (Gelbkörperhormon) enthält (sog. „Minipille“, einem  Injektionspräparat, einem Implantat oder einem gestagenfreisetzenden Intrauterinsystem [„Spirale“])  wechseln  
Sie können die „Minipille“ an jedem beliebigen Tag absetzen und am nächsten Tag direkt mit der  Einnahme von Swingo 20 beginnen. Nach Umstellung von einem Implantat oder einer „Spirale“ beginnen  Sie mit der Einnahme von Swingo 20 an dem Tag, an dem das Implantat oder die „Spirale“ entfernt wird,  nach einer Injektion zu dem Zeitpunkt, an dem normalerweise die nächste Injektion erfolgen müsste. In  allen Fällen müssen Sie während der ersten 7 Tage der Tabletteneinnahme eine zusätzliche Methode zur  Empfängnisverhütung anwenden (z. B. ein Kondom).  


Wenn Sie eine Fehlgeburt oder einen Schwangerschaftsabbruch in den ersten drei Monaten der  Schwangerschaft hatten  
Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. 


Wenn Sie gerade ein Kind bekommen haben oder eine Fehlgeburt nach dem dritten  Schwangerschaftsmonat hatten
Beginnen Sie die Einnahme von Swingo 20 nicht früher als 21 bis 28 Tage nach der Geburt bzw. der  Fehlgeburt. Wenn Sie nach dem 28. Tag mit der Einnahme beginnen, müssen Sie während der ersten 7  Swingo 20-Einnahmetage zusätzlich eine Barrieremethode (z. B. ein Kondom) zur Empfängnisverhütung  anwenden.  

Wenn Sie nach einer Geburt bereits Geschlechtsverkehr hatten, bevor Sie mit der Einnahme von Swingo 20 begonnen haben, müssen Sie sicher sein, dass Sie nicht schwanger sind, oder Sie müssen Ihre nächste  Monatsblutung abwarten, bevor Sie Swingo 20 einnehmen.  


Wenn Sie nach der Geburt des Kindes stillen und (wieder) mit der Einnahme von Swingo 20 beginnen  wollen  
Lesen Sie den Abschnitt „Stillzeit“.  


Wenn Sie nicht sicher sind, wann Sie beginnen können, fragen Sie Ihren Arzt.  

Wenn Sie eine größere Menge von Swingo 20 eingenommen haben, als Sie sollten 

Es liegen keine Berichte zu schwerwiegenden schädlichen Folgen nach Einnahme von zu vielen  Swingo 20-Tabletten vor.  

Wenn Sie mehrere Tabletten auf einmal eingenommen haben, kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen.  Bei jungen Mädchen können Blutungen aus der Scheide auftreten.  

Wenn Sie zu viele Tabletten Swingo 20 eingenommen haben oder feststellen, dass ein Kind versehentlich  Tabletten verschluckt hat, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.  

Wenn Sie die Einnahme von Swingo 20 vergessen haben 

  • Wenn Sie die Einnahmezeit einmalig um weniger als 12 Stunden überschritten haben, ist die  empfängnisverhütende Wirkung noch gewährleistet. Sie müssen die Einnahme der vergessenen  Tablette so schnell wie möglich nachholen und die folgenden Tabletten dann wieder zur gewohnten  Zeit einnehmen.  
  • Wenn Sie die Einnahmezeit um mehr als 12 Stunden überschritten haben, ist die  empfängnisverhütende Wirkung nicht mehr gewährleistet. Je mehr Tabletten Sie vergessen haben,  desto größer ist das Risiko einer Schwangerschaft. Aus diesem Grund sollten Sie die folgenden  Regeln beachten: 
    - Die Einnahme der Tabletten sollte nie für mehr als 7 Tage unterbrochen werden. 
    - Erst nach 7 Tagen ununterbrochener Einnahme der Tabletten ist die Wirksamkeit von  Swingo 20 gewährleistet.  

Wenn Sie die Einnahmezeit um mehr als 12 Stunden zwischen Tag 1 und 7 überschritten haben (beachten  Sie auch das Diagramm
Holen Sie die Tabletteneinnahme so schnell wie möglich nach, auch wenn dies bedeutet, dass Sie zwei  Tabletten zur gleichen Zeit einnehmen müssen. Setzen Sie danach die Tabletteneinnahme wie gewohnt  fort. Sie müssen jedoch in den nächsten 7 Tagen zusätzlich eine empfängnisverhütende Barrieremethode,  z. B. ein Kondom, anwenden. Wenn Sie in der Woche vor der vergessenen Einnahme Geschlechtsverkehr  hatten, muss an die Möglichkeit einer Schwangerschaft gedacht werden. Je mehr Tabletten Sie vergessen  haben und je näher dies zur Einnahmepause passiert ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer  Schwangerschaft. Informieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt.  


Wenn Sie die Einnahmezeit um mehr als 12 Stunden zwischen Tag 8 und 14 überschritten haben (beachten  Sie auch das Diagramm)
Holen Sie die Tabletteneinnahme so schnell wie möglich nach, auch wenn dies bedeutet, dass Sie zwei  Tabletten zur gleichen Zeit einnehmen müssen. Setzen Sie die Tabletteneinnahme wie gewohnt fort.  Vorausgesetzt Sie haben die Tabletten in den 7 Tagen vor der vergessenen Tablette korrekt eingenommen, müssen Sie keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen anwenden. Wenn Sie jedoch diese Tabletten nicht  korrekt eingenommen haben oder mehr als eine Tablette vergessen haben, müssen Sie während der  nächsten 7 Tage zusätzliche empfängnisverhütende Schutzmaßnahmen (z. B. ein Kondom) anwenden.  


Wenn Sie die Einnahmezeit um mehr als 12 Stunden zwischen Tag 15 und 21 überschritten haben  (beachten Sie auch das Diagramm)
Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erhöht sich, je näher Sie der Einnahmepause sind.  Allerdings kann eine Schwangerschaft immer noch durch Anpassung der Einnahme verhindert werden.  Wenn Sie die nachfolgenden Hinweise beachten, müssen Sie keine zusätzlichen empfängnisverhütenden  Maßnahmen verwenden, vorausgesetzt, Sie haben die Tabletten in den 7 Tagen vor der vergessenen  Einnahme korrekt angewendet. Wenn Sie diese Tabletten nicht korrekt eingenommen haben oder Sie mehr  als eine Tablette vergessen haben, sollten Sie ausschließlich die erste der beiden nachfolgenden  Möglichkeiten verwenden und zusätzliche empfängnisverhütende Schutzmaßnahmen während der nächsten  7 Tage anwenden.  

  1. Holen Sie die Einnahme der letzten vergessenen Tablette so schnell wie möglich nach, auch wenn  dies bedeutet, dass Sie zwei Tabletten zur gleichen Zeit einnehmen müssen. Die folgenden  Tabletten nehmen Sie dann wieder zur gewohnten Zeit ein. Anstatt danach mit der  Einnahmepause fortzufahren, beginnen Sie direkt mit der Einnahme der Tabletten aus der  nächsten Blisterpackung. Höchstwahrscheinlich kommt es erst am Ende der zweiten  Blisterpackung zu einer Abbruchblutung, jedoch treten möglicherweise leichte oder  menstruationsähnliche Blutungen während der Einnahme aus der zweiten Blisterpackung auf. 
  1. Sie können die Einnahme der Tabletten auch abbrechen und direkt eine Einnahmepause von  7 Tagen einlegen (zählen Sie auch den Tag mit, an dem Sie Ihre Tablette vergessen haben).  Wenn Sie mit der neuen Blisterpackung am gewohnten Tag beginnen möchten, machen Sie eine  Einnahmepause von weniger als 7 Tagen.


Wenn Sie mehr als eine Tablette vergessen haben und keine Abbruchblutung während der Einnahmepause  haben, muss an die Möglichkeit einer Schwangerschaft gedacht werden.  

Wenn eine Schwangerschaft ausgeschlossen ist, nehmen Sie die folgenden Tabletten wieder zur gewohnten  Zeit ein. In keinem Fall darf der Zeitraum, in dem keine Tabletten eingenommen werden, länger sein als 7 Tage.  



Was müssen Sie beachten, wenn Sie an Erbrechen oder schwerem Durchfall leiden?

Wenn Sie in den ersten 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme einer Tablette erbrechen oder wenn schwerer  Durchfall auftritt, sind die Wirkstoffe der „Pille“ möglicherweise noch nicht vollständig von Ihrem Körper  aufgenommen worden. Diese Situation ist ähnlich wie das Vergessen einer Tablette. Nach Erbrechen oder  Durchfall müssen Sie so schnell wie möglich eine Tablette aus einer anderen Blisterpackung einnehmen,  wenn möglich innerhalb von 12 Stunden nach dem üblichen Einnahmezeitpunkt der „Pille“. Wenn dies  nicht möglich ist oder 12 Stunden überschritten sind, folgen Sie den Anweisungen im Abschnitt 3. „Wenn Sie die Einnahme von Swingo 20 vergessen haben“.  

Verschieben der Blutungstage: Was müssen Sie beachten?  

Auch wenn es nicht empfohlen wird, können Sie Ihre Monatsblutung hinausschieben, indem Sie unter  Auslassung der Einnahmepause direkt mit der Einnahme aus der nächsten Blisterpackung Swingo 20  fortfahren und diesen bis zum Ende aufbrauchen. Während der Einnahme aus dieser zweiten  Blisterpackung kann es zu leichten oder menstruationsähnlichen Blutungen kommen. Nach der darauf  folgenden regulären 7-tägigen Einnahmepause kann die Einnahme von Swingo 20 wie üblich fortgesetzt  werden.  

Sie sollten Ihren Arzt um Rat fragen, bevor Sie sich entscheiden, die Blutung zu verschieben.  

Ändern des Wochentages, an dem Ihre Monatsblutung einsetzt: Was müssen Sie beachten? 

Wenn Sie den Wochentag, an dem Ihre Periode beginnt, ändern wollen, können Sie die Einnahmepause um  beliebig viele Tage verkürzen. Je kürzer die Einnahmepause, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass  es nicht zu einer Abbruchblutung kommt und dass während der Einnahme aus der folgenden  Blisterpackung leichte oder menstruationsähnliche Blutungen auftreten. Die Einnahmepause darf jedoch  nie länger als 7 Tage sein.  

Wenn Sie sich über die Vorgehensweise nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt.  

Wenn Sie die Einnahme von Swingo 20 abbrechen wollen  

Sie können die Einnahme von Swingo 20 zu jeder Zeit beenden. Wenn Sie nicht schwanger werden wollen,  sprechen Sie mit Ihrem Arzt über andere sichere Verhütungsmethoden. Wenn Sie schwanger werden  möchten, beenden Sie die Einnahme von Swingo 20 und warten Ihre Monatsblutung ab, bevor Sie  versuchen, schwanger zu werden. So können Sie das Datum der voraussichtlichen Entbindung einfacher  berechnen.  

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder  Apotheker. 


4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem  auftreten müssen.  

Wenn Sie Nebenwirkungen bekommen, insbesondere wenn diese schwerwiegend und anhaltend sind, oder  wenn sich Ihr Gesundheitszustand verändert, und Sie dieses auf Swingo 20 zurückführen, sprechen Sie  bitte mit Ihrem Arzt.  

Schwere Nebenwirkungen  

Sie sollten umgehend Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie eines der folgenden Symptome eines Angioödems an  sich bemerken: Schwellungen von Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Schluckbeschwerden oder  Hautausschlag möglicherweise zusammen mit Atembeschwerden (siehe auch den Abschnitt 2.  „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).  

Alle Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva anwenden, haben ein erhöhtes Risiko für  Blutgerinnsel in den Venen (venöse Thromboembolie [VTE]) oder Arterien (arterielle Thromboembolie  [ATE]). Weitere Einzelheiten zu den verschiedenen Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung  kombinierter hormonaler Kontrazeptiva siehe Abschnitt 2. „Was müssen Sie vor der Einnahme von  Swingo 20 beachten?“. 

Die Anwendung von „Pillen“, die die gleichen Wirkstoffe wie Swingo 20 enthalten, ist am häufigsten mit den Nebenwirkungen Kopfschmerz, Schmier- und Zwischenblutungen verbunden.  

Weitere mögliche Nebenwirkungen, die bei Anwendung dieser „Pillen“ auftreten können, sind:  

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Anwenderinnen betreffen 

  • Vaginitis, einschließlich Candidiasis  
  • Stimmungsschwankungen, einschließlich Depression  
  • Nervosität  
  • Schwindelgefühl  
  • Übelkeit  
  • Abdominalschmerzen  
  • Akne  
  • Brustschmerzen  
  • Empfindlichkeit der Brust  
  • Brustdrüsensekretion  
  • Dysmenorrhoe  
  • Veränderungen des Menstruationsflusses  
  • Änderungen am Gebärmutterhals und der zervikalen Sekretion  
  • Amenorrhoe  
  • Gewichtsveränderungen (Zu- oder Abnahme)  

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Anwenderinnen betreffen  

  • Veränderung der Libido  
  • Änderungen des Appetits (gesteigert/verringert)  
  • Abdominalkrämpfe und Blähungen  
  • Erbrechen, Durchfall  
  • Hautausschlag  
  • Nesselsucht (Juckreiz)  
  • Brustvergrößerung  
  • Flüssigkeitsretention  
  • Chloasma  
  • Hirsutismus  
  • Alopezie  
  • Blutdruckanstieg  
  • Veränderung der Blutfettwerte, einschließlich Hypertriglyceridämie  

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Anwenderinnen betreffen  

  • allergische Reaktionen  
  • Glucoseintoleranz  
  • Kontaktlinsenunverträglichkeit  
  • cholestatischer Ikterus  
  • Erythema nodosum  
  • Überempfindlichkeit  
  • Zunahme des Geschlechtstriebs (Libidozunahme)  
  • Ausfluss aus der Scheide oder Brust  
  • Hautrötungen, Flecken auf bzw. Knötchen unter der Haut  
  • Gewichtsabnahme  
  • Gesundheitsschädliche Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie, zum Beispiel:
    - in einem Bein oder Fuß (d. h. TVT) 
    - in einer Lunge (d. h. LE) 
    - Herzinfarkt 
    - Schlaganfall 
    - Mini Schlaganfall oder vorübergehende, einem Schlaganfall ähnelnde Symptome, die als  transitorische ischämische Attacke (TIA) bezeichnet werden. 
    - Blutgerinnsel in der Leber, dem Magen/Darm, den Nieren oder dem Auge
    - Die Wahrscheinlichkeit für ein Blutgerinnsel kann erhöht sein, wenn Sie an anderen  Erkrankungen leiden, die dieses Risiko erhöhen (weitere Informationen zu den Erkrankungen,  die das Risiko für ein Blutgerinnsel erhöhen und die Symptome eines Blutgerinnsels siehe  Abschnitt 2.).  

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Anwenderinnen betreffen 

  • Urtikaria  
  • Angioödem  
  • anaphylaktische Reaktionen  
  • Erythema multiforme  
  • hepatozelluläre Karzinome  
  • benigne Lebertumoren (z. B. fokale noduläre Hyperplasie, Leberadenom)  

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

  • Verschlechterung eines systemischen Lupus erythematodes  
  • Herpes gestationis  
  • Verschlechterung einer Chorea minor (Sydenham)  
  • Sehnerventzündung (kann zu teilweisem/komplettem Verlust des Sehvermögens führen)  - ischämische Colitis  
  • Verschlechterung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis  ulcerosa)  
  • Pankreatitis einschließlich schwerer Hypertriglyceridämie  
  • Gallenblasenerkrankungen einschließlich Gallensteine (kombinierte orale Kontrazeptiva können das  Auftreten einer Gallenblasenerkrankung verursachen oder den Verlauf einer bereits vorhandenen  Erkrankung erschweren)  
  • Verschlechterung variköser Venen  
  • Hämolytisch-urämisches Syndrom  
  • Otosklerose  
  • Verschlechterung einer Porphyrie  

Die folgenden schweren Nebenwirkungen wurden etwas häufiger bei Frauen, die die „Pille“ einnehmen,  berichtet, allerdings ist ungeklärt, ob diese Erhöhung der Häufigkeit durch die Anwendung ausgelöst  wird (siehe auch Abschnitt 2. „Wann besondere Vorsicht bei der Einnahme von Swingo 20 erforderlich  ist“).  

  • Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs  
  • Erhöhter Blutdruck  
  • Leberfunktionsstörungen, Lebertumoren  

Auch die nachfolgenden Erkrankungen wurden mit der „Pille“ in Verbindung gebracht:  Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Epilepsie, Migräne, Endometriose (mit Symptomen sehr schmerzhafter  Monatsblutungen), gutartige Gebärmuttertumoren, Porphyrie (eine Stoffwechselerkrankung, die  Bauchschmerzen und neurologische Störungen hervorruft), systemischer Lupus erythematodes (bei dem  körpereigene Organe und Gewebe vom Immunsystem angegriffen und geschädigt werden), Herpes in  der späten Schwangerschaft, Chorea Minor (Sydenham’sche Chorea; schnelle, unwillkürliche zuckende  oder ruckartige Bewegungen), hämolytisch-urämisches Syndrom (eine Erkrankung, die nach durch  E. coli Bakterien ausgelösten Durchfall auftritt), Leberprobleme, die als Gelbsucht sichtbar werden,  Fettstoffwechselstörungen, eine Form der Schwerhörigkeit (Otosklerose).  

Die Estrogene in der „Pille“ können bei Frauen, die an einer erblichen plötzlich auftretenden  Schwellung der Haut, der Schleimhäute, der inneren Organe oder des Gehirns (hereditäres Angioödem)  leiden, die Symptome des Angioödems auslösen oder verschlimmern (siehe Abschnitt 2. „Wann  besondere Vorsicht bei der Einnahme von Swingo 20 erforderlich ist“).  

Meldung von Nebenwirkungen  

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für  Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.  

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.  Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die  Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.  


5.Wie ist Swingo 20 aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.  

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Blisterpackung nach „Verwendbar  bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.  

Nicht über 25 °C lagern.  

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das  Waschbecken). Fragen Sie Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. 


6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Swingo 20 enthält  

Die Wirkstoffe sind:  
Jede Filmtablette enthält 20 µg Ethinylestradiol und 100 µg Levonorgestrel  

Die sonstigen Bestandteile sind:
Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Gelatine, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich] 
Tablettenüberzug: Hypromellose, Macrogol 4000, Titandioxid (E171)  

Wie Swingo 20 aussieht und Inhalt der Packung  

Swingo 20 sind weiße, runde und nach außen gewölbte Filmtabletten.  


Swingo 20 ist in folgenden Packungsgrößen erhältlich:  

Packung mit 21 Filmtabletten  

Packung mit 3 x 21 Filmtabletten  

Packung mit 6 x 21 Filmtabletten  


Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.  


Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller 

Aristo Pharma GmbH  

Wallenroder Straße 8–10  

13435 Berlin  

Deutschland  

Tel.: +49 30 71094-4200  

Fax: + 49 30 71094-4250  


Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2020.