Genitalherpes

Genitalherpes gilt als eine häufige und ebenfalls als eine hoch-ansteckende Infektion. Es handelt sich um eine sexuell übertrgbare Krankheit (STD).

Ursachen- Ätiologie des Herpes genitalis

Genitalherpes (Herpes genitalis) wir durch einen Virus ausgelöst der die Herpes-Bläschen verursacht. Genitalherpes wird durch beiden Formen des humanen Herpes Simplex Virus, HSV-1 und HSV-2, verursacht. Die meisten Fälle von Genitalherpes werden jedoch durch den Herpes Virus Typ-2 ausgelöst. Eine Wiedererkrankung mit Genitalherpes wird ebenfalls häufiger durch den Typ 2 ausgelöst. Ungefähr 16% der Menschen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren haben Genitalherpes des Types 2. Man stellt bei Frauen eine altersabhängige Zunahme der HSV-2 Durchseuchung bei Frauen von 7 % (15–19 Lebensjahre) bis 28 % (40–44 Lebensjahre). Auch bei HSV-1 ist eine altersabhängige Zunahme der Prävalenz, mit weitaus größerer Durchseuchung der Bevölkerung: 20 % der unter 5jährigen, 40–60 % der 20–40jährigen.Die meisten Infizierten sind jedoch asymptomatisch. Man steckt sich meist über den Geschlechtsverkehr bzw. sexuelle Aktivitäten an.

junges Pärchen

Übertragung / Risiken des Herpes genitalis

Genitalherpes gilt als eine hochansteckende Krankheit. Wie oben erwähnt verursachen zwei Arten von Herpes Simplex Viren diese sexuell übertragbare Krankheit (STD), HSV-1 und HSV-2. HSV-1 führt in den meisten Fällen zum oralen Herpes, der am häufigsten Wunden im Mund- und Lippenbereich verursacht. Er kann aber auch Genitalherpes verursachen. Die Übertragung erfolgt aber verschieden. Die meisten Leute die an Genitalherpes erkranken hatten schon Kontakt mit dem HSV-1 Virus. Die Übertragung hier fand meist schon im Kindesalter statt. Es handelt sich fast in allen Fällen um eine Tröpfchen und Schmierinfektion die kaum verhindert werden kann.In den meisten Fällen wird der Genitalherpes durch HSV-2 Virus verursacht, das meist durch Geschlechtsverkehr oder andere sexuelle Aktivitäten übertragen wird. Es ist wichtig zu wissen, dass die HSV-1 und HSV-2 Viren Ihre Lokalisationen verändern können. HSV-1 muss nicht ausschließlich oral vorhanden sein, und HSV-2 ist nicht ausschließlich im Genitalbereich sich vorfinden. Beide Virustypen können Genitalherpes auslösen .Der Mechanismus der Herpes genitalis-Infektion wird wie folgt ausgelöst: Nach Bindung des Virus an Zellmembranrezeptoren der Nervenzelle folgt die Auflösung der viralen Hülle . Der Virusbestandteil wird in sensiblen Nervenfasern zum Zellkern der Nervenzelle transportiert. In 3 Zyklen(Sofort-, Früh- und Spätproteine) erfolgt die Übersetzung der viralen Proteine. Nach dem Krankheitsausbruch verbleibt die HSV Virus-DNA im Zellkern der Nervenzelle (Latenz), ohne weitere Viren zu produzieren. Nach einer gewissen Zeitspanne entsteht ein weiterer Krankheitsschub. Die Virusausscheidung kann auch asymptomatisch bleiben. Wie im Mechanismus der Herpes-genitalis Infektion erklärt können sowohl der HSV-1 Virus als auch HSV-2 Virus sich ausbreiten, auch wenn kein Wundausbruch vorliegt. Sie können sich über Speichel, Sperma und Vaginalsekret verbreiten . Das Virus gelangt über die Schleimhäute in den Körper und wird in die menschlichen Zellen aufgenommen. Danach bleibt es in den Nervenzellen des Beckenbereichs der infizierten Person. Das Virus bleibt im Körper, bleibt einfach zwischen den Ausbrüchen inaktiv. Wie die meisten Viren neigt auch der Genitalherpes dazu, sich sehr schnell an seine Umgebung anzupassen, was die Genitalherpes Behandlung sehr schwierig macht. Risikogruppen für die HSV-2 Infektion sind: junge sexuell aktive Menschen mit häufigem Partnerwechsel, fehlender Gebrauch von Kondomen. Auch Prostitution wie auch Homosexualität ist ein erhöhter Risikofaktor.

Symptome bei Genitalherpes

Die Hauptmerkmale des Genitalherpes sind Blasen. Die Bläschen können überall im Genitalbereich auftreten. In den meisten Fällen treten diese jedoch auf der Penisvorhaut, dem Penisschaft, im Vaginal- und Vulvabereich auf wie auch in der Analregion. Der erste Ausbruch von Blasen tritt in der Regel zwei Tage nach der Infektion der infizierten Person mit dem Virus auf. In vielen Fällen kann es jedoch zu einem verzögerten Auftreten von Bläschen bis zu 30 Tage später kommen. Bei Männern befinden sich die Blasen in der Regel auf dem Penis, dem Hodensack oder/und dem Gesäß. Bei Frauen befinden sich die Blasen in der Nähe oder um die Vagina, den Anus und/oder um das Gesäß herum.

Folgende Symptome können sowohl bei Männer als auch bei Frauen auftreten:

Eine Mutter mit Genitalherpes kann auch ihr Baby während der vaginalen Geburt infizieren. Die allgemeinen Genitalherpes Symptome eines mitHerpes geborenen Babys sind Geschwüre im Gesicht, in den Genitalien und im Körper. Babys, die mit genitalem Herpes geboren wurden, können jedoch schwere Komplikationen entwickeln, die zu folgenden Erkrankungen und Zustände führen können:

Für schwangere Frauen ist es sehr wichtig, ihren behandelnden Frauenarzt zu informieren, wenn Genitalherpes vorliegt. Es werden im Anschluss alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet, um zu verhindern, dass Herpes auf das Baby übertragen wird. Am häufigsten wird dann die Geburt durch Kaiserschnitt und nicht durch den vaginalen Geburtesverlauf vollzogen.

Genitalherpes Behandlung und Prophylaxe

Es gibt keine endgültige Heilung für Genitalherpes. Genitalherpes Behandlungen werden verwendet, um die Symptome zu lindern. Ebenfalls wird auch dadurch der Ausbruch von Schmerzen verringert und die Heilungszeit verkürzt. Die Behandlung reduziert die Ausbrüche, kann das Virus aber nicht gänzlich abtöten .Es ist sinnvoll möglichst schnell am besten bei Ausbruch der ersten klinischen Symptome ein Virostatikum einzusetzen. Ein Virostatikum ist ein Medikament dass die Vermehrung von Viren unterbindet. Bei möglichst schneller Gabe eines Virostatikum – nach erfolgter klinischer Diagnose-, beträgt die Therapiedauer fünf Tage: Aciclovir 200 mg 1-1-1-1-1 p.o.., Aciclovir 400 mg 1-1-1 p.o., Famciclovir 250 mg 1-1-1 p.o. oder Valaciclovir 500 mg 1-0-1 p.o. .Bei schwerem Krankheitsverlauf und bei einer Encephalitis wird intravenös therapiert. Die systemische Gabe eines Virostatikums lindert die Symptome und beschleunigt die Abheilung der Läsionen. Es kann kann aber die Wahrscheinlichkeit des Krankheitsrezidivs nicht beeinflussen. Für eine erfolgreiche antivirale systemische Therapie ist ein sehr früher Therapiebeginn entscheidend

Therapie bei rezidivierendem Herpes genitalis:

Bei rezidivierenden Eruptionen kann die Dauer und Schwere der Beschwerden durch eine antivirale Behandlung marginal reduziert werden, insbesondere während der Prodromalphase. Wiederkehrende Ausbrüche können mit einem der Folgenden behandelt werden:

Lokale Therapie:

Die lokale antivirale Therapie hat nur einen geringen klinischen Effekt und wird nicht empfohlen.

Vermeidung (Prophylaxe) des Herpes genitalis:

Experimentelle Therapie:

Impfungen zeigen im Tierversuch vielversprechende Ergebnisse, mehrere Impfstoffe sind in der klinischen Prüfung. Die Genitalherpes Behandlung zu Hause beim Duschen und Baden in warmem Wasser kann die Verwendung von milden Reinigungsmitteln beinhalten. Es ist wichtig, den infizierten Bereich sauber und trocken zu halten, sowie lose und weiche Baumwollkleidung zu tragen, um die infizierte Stelle zu schonen.

Medizinisch geprüft von:

Dr. med. Dimitrios Bakolas, Facharzt für Urologie, Andrologie und medikamentöser Tumortherapie. Dr. med. Bakolas wurde 1970 in Heidelberg geboren. Er studierte Humanmedizin an den Universitäten Mainz und Heidelberg/Mannheim. Danach arbeitet er bis zum Erreichen des Facharztes für Urologie 2005 am Klinikum Darmstadt, Wiesbaden, Limburg/Lahn, Sindelfingen sowie auch in Neustadt/Weinstrasse. Dr.med. Dimitrios Bakolas ist seit 2020 bei Apomeds dabei.

Aktualisiert am: 22.05.2021