Verschiedene Erfahrungen mit Potenzmitteln

 Männer, die unterschiedliche Erfahrungen mit Potenzmitteln teilen

  Welche Potenzmittel sind wirklich gut? 

Produkte, die damit werben, die Potenz zu verbessern, gibt es unzählige. Sie werden: Natürliche Potenzmittel, rezeptfreie Potenzmittel, potenzsteigernde Vitamine oder Aphrodisiaka genannt. Rechtlich handelt es sich bei diesen Produkten meist um Nahrungsergänzungsmittel. Medizinisch handelt es sich dabei oft um Quacksalberei. Denn in den meisten Fällen geht der Effekt dieser Nahrungsergänzungsmittel auf die Erektionsfähigkeit eines Mannes nicht über einen Placeboeffekt hinaus. 

In den manchen Fällen enthalten diese sogenannte Nahrungsergänzungsmittel teilweise rezeptpflichtige Medikamente und Wirkstoffe in teils verboten hohen Dosierungen. Bei solchen Produkten wird es dann tatsächlich sogar gesundheitlich gefährlich. 

Damit solche Gefahren vermieden werden können, wollen wir hier aufklären, woran man gute und sichere Potenzmittel erkennen kann. Die Frage ist also nicht einfach nur, welche Potenzmittel am besten wirken, sondern auch, welche Potenzmittel sicher sind. [1]

Seriöse Potenzmittel erkennen

Der einfachste Weg, seriöse Potenzmittel zu erkennen, ist sie von einem Arzt verschrieben zu bekommen. Das heißt nicht, dass Männer nicht auch gute Erfahrungen mit rezeptfreien Potenzmitteln machen können, allerdings sind diese mit großer Vorsicht zu genießen. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ist man auf der sicheren Seite.

Unwirksame und unseriöse Potenzmittel

Wir haben uns in verschiedenen Artikeln bereits ausführlicher mit dem Thema beschäftigt, so etwa in „Vitamine, die die Potenz steigern sollen“ oder in unserem Artikel zu Aphrodisiaka. Es gibt keine Wundermittel. Auch verschreibungspflichtige Medikamente sind nur ein Therapieversuch, der nicht bei jedem immer wirkt. Wir geben hier daher nur eine kurze Übersicht:

Vitamine oder Ginseng

Für natürliche Potenzmittel oder „mystische“ Mittel, wie Nashornpulver, besteht kein medizinischer Nachweis ihrer Wirksamkeit. Ihr Effekt ist meist ein reiner Placeboeffekt. [2]

Potenzsteigernde Nahrungsergänzungsmittel

Wer sich gesund ernährt, Sport treibt und auf Tabak-, Alkohol- und andersartigen Drogenkonsum verzichtet, braucht keinerlei angeblich potenzsteigernde Nahrungsergänzungsmittel, sondern eine fachärztliche medizinische Unterstützung. [3]

Rezeptfreie Potenzmittel

Rezeptfreie Potenzmittel werden häufig illegal verkauft und enthalten verschreibungspflichtige Substanzen. Ein Beispiel hierfür ist etwa Kamagra, das in der EU illegal ist, in anderen Ländern aber legal hergestellt wird. Die Einfuhr und der Erwerb sind in Deutschland strafbar. 

Wer also mit Erektionsproblemen zu kämpfen hat, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. Es gibt verschiedene Therapieansätze und Potenzmittel, mit denen Männer sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

Erfahrungen mit verschreibungspflichtigen Potenzmitteln: PDE-5-Hemmer

Die Potenzmittel für Mann, die am meisten verschrieben und verwendet werden, sind aus der Gruppe der PDE-5-Hemmer. Obwohl sich die Wirkstoffe der verschiedenen Potenzmittel unterscheiden und dementsprechend auch für verschiedene Anwendungen und Situationen verschrieben werden, funktionieren sie alle nach dem gleichen Prinzip. 

PDE-5-Hemmer werden als extrem wirksam angesehen. Die unterschiedlichen PDE-5-Hemmer sind in der Regel zwischen 60 % und 80 % der Fälle effektiv. Der Wirkeintritt und die Wirkungsdauer sind zwei der Hauptunterscheidungsmerkmale der verschiedenen Medikamente. Die Nebenwirkungen und Gegenanzeigen unterscheiden sich nur marginal, obwohl besonders hier strikt auf die Verordnung des behandelnden Arztes gehört werden sollte. 

Wie wirken PDE-5-Hemmer jetzt eigentlich?

PDE-5-Hemmer wie Viagra (Sildenafil), Cialis (Tadalafil), Levitra (Vardenafil) oder Spedra (Avanafil) bauen alle auf dem gleichen Wirkprinzip auf. Dieses funktioniert wie folgt: 

Neben den PDE-5-Hemmern gibt es noch einige weniger verbreitete Methoden, die erektile Dysfunktion medikamentös zu behandeln. Auch wenn die Erfahrungen von Männern mit diesen Potenzmitteln eher durchwachsen sind, werden sie immer noch eingesetzt, meist als „letzte Option“, wenn Viagra und Co. nicht wirken. [4]

Die häufigsten Potenzmittel Erfahrungen

Der überwiegende Teil der Berichte über den Gebrauch von Potenzmitteln bezieht sich auf die Wirkung und Nebenwirkungen von Medikamenten sowie auf unterschiedliche Dosierungen und Stärken.

Ich bin leider nicht mehr in meinen jüngsten Jahren, daher hab ich angefangen zur Viagra zu greifen. Leider waren die Nebenwirkungen dann doch etwas zu stark für mich; sowas wie starke Kopfschmerzen und Nasenverstopfung sind eher das häufigste was man erwarten muss, leider aber auch Herzrasen, was mir dann schon mehr Sorgen gemacht hat. Ich erkundigte mich auch nach einer Alternative und mein Arzt hat mir das Levitra empfohlen.“

Unglücklicher junger Mann mit Erektionsproblemen

Solche Berichte über die Nebenwirkungen werden in der Tat durch die von der FDA genehmigten Kennzeichnung des Arzneimittels [5] und die Ergebnisse klinischer Studien untermauert. Eine Studie, die 2015 in International Urology and Nephrology veröffentlicht wurde, berichtete, dass Kopfschmerzen die häufigste Nebenwirkung von Sildenafil waren, die von 12 % der Männer erfahren wurde, während 10 % der Männer über eine verstopfte Nase berichteten. [6]

Doch erektile Dysfunktion kann tatsächlich Männer jeden Alters betreffen. In letzter Zeit erreichen uns immer mehr Nachrichten über Potenzmittel Erfahrungen von jungen Männern.

Laut Männerberichten über Potenzmittel ist bei jungen Männern oft Versagensangst anzutreffen. Junge, gesunde Männer nehmen Potenzmittel wie Viagra oder Sildenafil, weil sie sich sexuell unsicher fühlen.

Ich habe einfach Angst, dass ich versagen kann. Deshalb nehme ich seit zwei Jahren Sildenafil vor dem Sex.“

Diese Tendenz hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Und die Männer, die solche Potenzmittel wie Sildenafil verwenden, werden immer jünger.

Anwendung von Potenzmitteln

Eine der meistdiskutierten Fragen ist, wann genau das Potenzmittel einzunehmen ist und wie lange das Medikament für die Erektion sorgt. Anhand dieser Parameter entscheiden die Anwender in der Regel, welches Potenzmittel das beste für Männer ist.

Die meisten PDE-5-Hemmer werden kurze Zeit vor dem Sex eingenommen. Dieser Zeitraum erstreckt sich von 15 Minuten bis zu einer Stunde vor dem Geschlechtsverkehr. Dabei kommt es auf den Wirkstoff an, wann eine Tablette eingenommen werden sollte und wie lange die Wirkung danach anhält. Die meisten Potenzmittel wirken etwa vier Stunden, nur für Cialis wird eine Wirkdauer von bis zu 36 Stunden beschrieben.

Aufgrund dieser langen Wirkdauer gibt es von Cialis auch eine Version in einer kleineren Dosis, die täglich eingenommen wird. Hierbei fällt der Aspekt, den viele Männer immer wieder kritisieren, den Geschlechtsverkehr im Vorhinein planen zu müssen, weg. 

Für wen sich welches Medikament und welche Form der Verabreichung am besten eignet, entscheidet am Ende das behandelnde medizinische Fachpersonal.

Erfahrungen mit Generika – Gut oder schlecht?

Eine weitere häufige Sorge von ED-Medikamentenkonsumenten ist, ob Generika genauso wirksam sind wie Originalmedikamente. Solche Anfragen zielen darauf ab zu unterscheiden, welche Potenzmittel am besten wirken.

Was sind Generika Medikamente?

Generika sind verschreibungspflichtige Medikamente, die günstiger als die Originale zu kaufen sind. Aufgrund des niedrigeren Preises sind viele Männer häufig skeptisch. Viele vermuten hinter diesen Preisen Betrugsversuche oder illegale Medikamente. Wie oben bereits beschrieben, gibt es gute Gründe beim Medikamentenkauf auf der Hut zu sein, bei Generika ist diese Vorsicht allerdings nicht gerechtfertigt.

Sind Generika Medikamente legal?

Generika sind legal zugelassene und vertriebene Medikamente. Sie durchlaufen dieselben Sicherheits- und Qualitätstests, die auch Originalpräparate durchlaufen. Sie werden unter denselben strengen Sicherheitsbestimmungen hergestellt und verkauft. Warum sind sie dann aber so billig? Ganz einfach. 

Generika kommen dann auf dem Markt, wenn die Patente für Originalpräparate auslaufen. Die Firmen, die Generika herstellen, müssen also nicht für die Entwicklungskosten des Medikaments aufkommen. Diese Kosten sind in der Regel enorm hoch. Die geringeren Herstellungskosten von Generika können die Firmen dann einfach an die Kunden weitergeben

In Bezug auf die Wirksamkeit berichten Männer, dass ihre Erfahrungen mit Sildenafil denen von Viagra ähnlich sind. Bei Cialis ist von einer ähnlichen Situation auszugehen. Vor Generika muss sich also niemand fürchten.

Quellen

[1] Ärzte Zeitung, Thomas Müller, 23.11.2015, „Natürliche Erektionshilfen haben’s in sich“; https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Natuerliche-Erektionshilfen-habens-in-sich-235628.html 

[2] Journal of sexual Medicine, Rany Shamloul, 7.1.2010, “Natural aphrodisiacs”; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19796015/ 

[3] Der Urologe B, F. Sommer et al., Dezember 2002, „Sport und Bewegung in der Prävention urologischer Erkrankungen“; https://link.springer.com/article/10.1007/BF03191336 

[4] Deutsche Apothekerzeitung, Ralf Schlenger, 26.06.2020, „PDE-5-Hemmer – Gibt es einen besten?“; https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/06/26/pde5-hemmer-gibt-es-einen-besten/chapter:2

[5] Label: VIAGRA (sildenafil citrate) tablets. FDA. 03/2014 https://www.accessdata.fda.gov/drugsatfda_docs/label/2014/20895s039s042lbl.pdf

[6] Efficacy and safety of sildenafil in men with erectile dysfunction and spinal cord injury: results from a clinical trial." Int Urol Nephrol. 2015 Jul;47(7):1235–41


Medizinisch geprüft von:

 Dr. Marcus Horstmann, geboren in Hannover, studierte Medizin in Berlin und absolvierte anschließend die Facharztausbildung für Urologie und Allgemeinchirurgie. Durch seine Tätigkeit als Abteilungsleiter in verschiedenen Krankenhäusern sammelte er 17 Jahre lang viel Erfahrung. Seine urologisch-chirurgischen Fähigkeiten schließen unter anderem Roboterchirurgie, Begradigung von Penisabweichungen oder die Implantation künstlicher Schließmuskel mit ein. 



Aktualisiert am 09.01.2023