Was ist Kamagra und ist es legal?

Kamagra ist ein in Deutschland, der EU, dem Vereinigten Königreich und den USA illegales Medikament. Kamagra kann schwere gesundheitliche und mitunter lebensgefährliche Folgen nach sich ziehen. Es ist das bekannteste Nachahmungsprodukt des Potenzmittels Viagra. Inzwischen ist es so beliebt, dass bereits die Fälschung nachgeahmt wird.

Warum ist Kamagra illegal?

Kamagra verfügt über keine gültige Zertifizierung der zuständigen Arzneimittelbehörden. Weder in den USA, dem Vereinigten Königreich, in der Schweiz, noch in der EU hat eine Arzneimittelaufsicht ein Zertifikat für Kamagra vergeben. Daher ist sowohl der Vertrieb als auch der Erwerb illegal und strafbar.

Das ist zumindest die einfache Antwort. Der Grund dafür, warum keine einzige Behörde ein Zertifikat ausgestellt hat, liegt vor allem darin, dass die Produktionsqualität nicht sichergestellt werden kann. Denn Kamagra wird in Indien hergestellt und ist dort auch legal. Wenn Sie allerdings versuchen, in Deutschland Kamagra zu bestellen, dann werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit gefälschte oder schlecht produzierte Medikamente erhalten.

Es lässt sich bei einer Internetbestellung von Kamagra oder Generika, generell rezeptpflichtigen Medikamenten, die ohne Rezept ausgegeben werden, niemals sicherstellen, welche Inhaltsstoffe darin enthalten sind. Im besten Fall sind „nur“ die angepriesenen Wirkstoffe nicht enthalten. Sehr häufig sind allerdings nichtdeklarierte Stoffe enthalten oder Wirkstoffe in viel zu hohen Dosen. Besonders bei als „rein pflanzlich“, oder „traditionell“ beworbenen Medikamenten finden sich häufig chemische Wirkstoffe in extrem hohen Dosen in den Präparaten.

Es gibt dementsprechend einige Berichte von Männern, die Kamagra einnahmen und daraufhin teils schwere gesundheitliche Schäden erlitten. Ein Fall berichtet von einem Mann, der mit einer Bleivergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurde und es sich später herausstellte, dass er Kamagra eingenommen hatte. Im Jahr 2016 gab es einen Todesfall in Thailand, bei dem ein Zusammenhang mit Kamagra-Konsum nahelag.

Der kriminelle Handel mit Kamagra und gefälschten Medikamenten boomt

Ein Kilo Kamagra ist auf dem Schwarzmarkt zischen 90.000 € und 100.000 € wert, im Vergleich dazu  kostet ein Kilo Kokain „gerade mal“ 65.000 €. Die Gewinnmargen sind sogar noch überwältigender. Die Herstellungskosten eines Kilos Kamagra liegen bei geschätzten 60 €, die von Kokain dagegen bei etwa 1.470 €. Das geht aus dem BKA-Bericht „Arzneimittelkriminalität: Ein Wachstumsmarkt“ hervor. Die Anreize für den illegalen Vertrieb von Arzneimitteln sind fraglos gegeben.

Allein im März 2020 wurden in drei Zollämtern 1.255 Sendungen mit über 83.000 Tabletten, Kapseln oder Ampullen gefälschter und illegal vertriebener Arzneimittel festgestellt. Dabei handelte es sich in vielen Fällen um Potenzmittel. Das Problem mit gefälschten Arzneimitteln ist nicht nur, dass die Kunden sich selbst in Gefahr bringen, sondern der Kauf gefälschter Medikamente auch direkt die organisierte Kriminalität unterstützt. (Quelle)

Warum kaufen Menschen gefälschte und gefährliche Medikamente?

Es gibt eine Reihe von Gründen, warum ein Anreiz besteht, lieber gefälschte Medikamente als das Original zu kaufen. Ein Grund ist, dass die Nachahmungen meist deutlich billiger sind als die Originalpräparate. Eine Tablette Kamagra ist bereits ab ein paar Euro erhältlich, wogegen Viagra als Original deutlich teurer ist.

Ein anderer Punkt ist, dass rund um die erektile Dysfunktion immer noch ein enormes gesellschaftliches Stigma besteht. Viele Männer wollen nicht zum Arzt gehen, um sich ein passendes Medikament verschreiben zu lassen und nehmen sich der Sache daher auf eigene Faust an. Gleichzeitig gibt es eine ganze Reihe unseriöser „Apotheken“ im Internet, die Kamagra und andere illegale Medikamente stark bewerben.

Vielen Menschen ist nicht bewusst welche Medikamente illegal sind und welche nicht. Unseriöse Akteure holen sich teilweise seriöse Medien an Bord und machen diese zu Komplizen für ihre illegalen Geschäfte. Wenn Sie „warum ist Kamagra illegal“ in Google eingeben, finden Sie eine Lokalzeitung, die titelt „Ist Kamagra legal?“. Diese Frage wird an einer Stelle auch verneint, im restlichen Artikel aber wird der Kauf immer wieder beworben (Quelle).

Leider ist das kein Einzelfall, denn an vielen Stellen finden sich „Werbungen“,  von scheinbar seriösen Publikationen, für den Kauf von illegalen Potenzmitteln. Meist erwähnen diese an der ein oder anderen Stelle, dass Kamagra illegal ist, verlinken aber gleichzeitig Seiten, auf denen das Mittel erworben werden kann und behandeln das Thema scheinbar seriös. Bei vielen Käufern herrscht daher Unwissenheit über die Illegalität und die enormen Risken von Kamagra.

Wie erkenne ich eine seriöse Internet-Apotheke?

Eine seriöse Internet-Apotheke vertreibt nur legale Medikamente und verlangt für alle rezeptpflichtigen Medikamente ein Rezept. Des Weiteren dürfen seriöse Internet-Apotheken nicht mit Überschriften wie „Viagra rezeptfrei“ werben und sie müssen zusätzlich auf ihrer Internetseite die Zertifizierung aus dem jeweiligen EU-Land auflisten. Diese Zertifizierungen müssen verlinkt sein und dürfen nicht aus einer einfachen Graphik bestehen. Außerdem muss ein Impressum mit allen wichtigen Daten vorhanden sein in welchem ein zuständiger Apotheker und die verantwortliche Apothekenkammer angegeben sein muss. Wenn eines dieser Kriterien nicht erfüllt ist, sollten Sie sehr vorsichtig sein.

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Warum ist es wichtig, eine zertifizierte Internet-Apotheke auszuwählen?

Die Gefahren, die von unseriösen Apotheken ausgehen, sind ähnlich derer gefälschter Medikamente: Die Qualitätsüberprüfung und der verantwortungsvolle Handel sind nicht gegeben. Zertifizierte und seriöse Versandapotheken können für unrechtmäßiges Handeln zur Verantwortung gezogen werden und müssen mit harten Strafen rechnen, sollten sie geltendes Recht brechen.

So wird sichergestellt, dass die Kunden und Patienten nicht durch fahrlässiges oder böswilliges Verhalten in Gefahr gebracht werden. Bei einer zertifizierten Internet-Apotheke wie Apomeds kann sich der Kunde darauf verlassen, nur zertifizierte und legale Medikamente zu erhalten.

Welche Bestimmungen gelten für Versandapotheken in der EU?

Für Versandapotheken im Internet gelten dieselben Regeln, die auch für Vor-Ort Apotheken gelten. Die Preisbindung der Medikamente ist allerdings etwas lockerer, sodass Internet-Apotheken auch Rabattaktionen anbieten dürfen welche sich allerdings nur in einem bestimmten Rahmen bewegen dürfen. Eine Übersicht über die Bestimmungen für Versandapotheken und Merkmale, an denen Sie seriöse Versandapotheken erkennen, finden Sie beim Bundesverband deutscher Versandapotheken.

Innerhalb der EU lassen nicht alle Länder den Versand von Medikamenten zu. Die deutsche Apotheker Zeitung hat eine Auflistung der Länder, inklusive Deutschland, zwischen denen der Versand von rezeptpflichtigen Medikamenten erlaubt ist, veröffentlicht.

 

Legale Alternativen zu Kamagra

Die folgenden Medikamente als „legale Alternativen zu Kamagra“ darzustellen ist möglicherweise irreführend, denn eigentlich ist Kamagra ja die illegale Alternative zu diesen legalen Medikamenten. Kamagra verwendet denselben Wirkstoff wie Viagra, aber auch zu diesem gibt es natürlich Alternativen mit verschiedenen Vor- und Nachteilen.

Legale Medikamente für die Behandlung von erektiler Dysfunktion:

Diese Medikamente sind alle verschreibungs- und rezeptpflichtig. Bei Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.


Medizinisch geprüft von:

Dr. Marcus Horstmann, geboren in Hannover, studierte Medizin in Berlin und absolvierte anschließend die Facharztausbildung für Urologie und Allgemeinchirurgie. Durch seine Tätigkeit als Abteilungsleiter in verschiedenen Krankenhäusern sammelte er 17 Jahre lang viel Erfahrung. Seine urologisch-chirurgischen Fähigkeiten schließen unter anderem Roboterchirurgie, Begradigung von Penisabweichungen oder die Implantation künstlicher Schließmuskel mit ein. Er hat sich mit Health & Go zusammengetan, um dazu beizutragen Lifestyle-Gesundheit fürMänner überall zugänglicher zu machen.