Schluss mit Rauchen- So werden Sie rauchfrei!

Aufhören zu rauchen

Laut der BZgA sterben in Deutschland jedes Jahr mehr als 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2018 weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die Gefahren und Risiken des Rauchens hin und weist auf die enorm hohe Rückfallquote der Nikotinabhängigen hin. Viele Versuche das Rauchen aufzuhören scheitern deswegen, weil die Betroffenen überall mit dem Rauchen konfrontiert werden und weil sie vermeintlichen Stresssituationen ausgesetzt sind, die sie nur durch den Griff zur Zigarette aushalten können um sich zu entspannen.

Raucherentwöhnung mit Champix

Die physischen und psychischen Komponenten machen es vielen Nikotinabhängigen einfach unmöglich mit dem Rauchen aufzuhören. Erst wenn ein schwerwiegender Krankheitsbefund vorliegt, hören viele Betroffene auf zu rauchen und oft noch nicht mal dann können einige von der Zigarette ablassen. Es gibt Menschen mit Lungenkrebs oder Gesichtstumoren im Endstadium, die weiterhin Rauchen, weil ihnen der Tod weniger wichtig ist als ihre Zigaretten.

Natürlich ist das Suchtverhalten nicht bei jedem gleich. Der eine hat weniger Probleme mit dem Aufhören und der andere kann, selbst wenn sein Leben auf dem Spiel steht, einfach nicht die Finger von der Zigarette lassen. Das sind nun zwei Extrembeispiele, doch eigentlich kommt es auf die Ursache und die Anzahl der Jahre als Raucher an.

Was passiert beim Inhalieren von Zigaretten?

Das Alkaloid Nikotin wird beim Rauchen freigesetzt. An Teer Partikel gebunden, gelangt es durch Inhalation in die Lunge und von dort in den Blutkreislauf. Nur wenige Sekunden später erreichen die Moleküle des Nikotins das Gehirn und lagern sich an bestimmte Nervenzellen an, die dann aktiviert werden.

Nikotin bezeichnet man als psychotrope Substanz, denn sie beeinflusst die Psyche sowie psychische Funktionen. Als Alkaloid gehört es in die gleiche Wirkstoffgruppe wie Kokain, Atropin (Tollkirsche, Stechapfel, Medizin), Koffein und auchTheobromin (Tee). Die Substanz wirkt direkt auf das „Belohnungszentrum“ im Gehirn, aber auch auf den Bereich, in dem Funktionen wie Lernen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis angesiedelt sind (präfrontaler Cortex). Dieser Effekt hält jedoch nur kurz an. Bereits in kleinsten Mengen wirkt es anregend auf das Nervensystem und bewirkt die Ausschüttung von Adrenalin. Daher macht Rauchen glücklich und steigert subjektiv die Fähigkeit zur verbesserten Konzentrationsfähigkeit.

Wie man mit dem Rauchen aufhört

Jeder Raucher der aufhören will zu rauchen muss zuerst einmal sein Rauchverhalten genau kennenlernen. Bei welchen Situationen greife ich zur Zigarette? Wenn das Muster erkannt wurde sollte man versuchen genau in diesen Situationen nicht zu rauchen. Wir haben hier einige typische Raucher Situationen zusammengestellt und ein paar Ideen wie Sie diesen entgehen können.

Ich rauche morgens zum Kaffee
Ich trinke stattdessen Tee oder konzentriere mich ausschließlich auf den Genuss..
Ich rauche fast immer Ich stehe nach dem Essen zügig auf nach dem Essen.
Ich stehe nach dem Essen zügig auf nach dem Essen. und putze mir die Zähne.
Ich rauche in den Pausen.
In der ersten Zeit werde ich meine Pausen in der Gesellschaft von Nicht- rauchern verbringen.
Ich rauche nach Feierabend zur Entspannung.
Ich schneide einen Apfel in dünne Scheiben und genieße diese Stück für Stück / ich suche mir eine Freizeitbeschäftigung, bei der ich meine Hände einsetzen muss (z.B. malen).
Ich rauche immer beim Autofahren
Ich höre eine neue CD im Auto / ich fahre stattdessen mit dem Bus oder mit einem Kollegen

Wie abhängig sind Sie?

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Der Nikotinentzug

Ein Raucher, der aufhören möchten, muss schlussendlich erkennen, dass er drogenabhängig ist. Nikotin ist eine süchtig machende Droge und sobald der Raucher über einen gewissen Zeitraum geraucht hat, fordert der Körper die Aufrechterhaltung eines gewissen Nikotin Gehaltes im Körper. Wenn der geforderte Nikotingehalt unterschritten wird, macht der Raucher verschiedene Stadien des Entzugs durch. Je geringer die Nikotinmenge im Blut, desto heftiger sind die Entzugserscheinungen. Solange noch die geringste Menge an Nikotin im Körper ist, kämpft er nach mehr Nikotin zu Ergänzung der Menge im Blut.

Ist das Nikotin aus dem Blut, sind die Entzugserscheinungen weg. In gewissen Momenten kann es sein, dass der Betroffene noch den Drang nach einer Zigarette verspürt, aber hier ist die Gewohnheit und nicht die körperliche Abhängigkeit zu sehen. Daher nützt es nichts, wenn man das Rauchen einschränkt oder auf Ersatz wie Nikotinpflaster oder E-Zigaretten zurückgreift, denn dann geht es wieder mit den Entzugserscheinungen des Körpers los. Somit verharrt der Betroffene in einem chronischen Entzug Zustand und sein Körper möchte immer wieder die gewisse Menge im Blut haben, durch die er zufriedengestellt wird für eine kurze Zeit, bis der Wert sinkt und er wieder mehr Nikotin möchte.

Nach spätestens 2 Wochen des Nichtrauchens ist der Stoff Nikotin aus dem Blut und die Entzugserscheinungen bleiben komplett aus. Was jedoch bleibt ist die Gewohnheit oder psychische Komponente wie etwa Nervosität, Unsicherheit oder die allgemeine Akzeptanz (wenn man sich in Raucherkreisen befindet).

Medikamente, die den Entzugserscheinungen entgegenwirken

Champix

Bei dem Markenmedikament Champix von Pfizer handelt es sich um eine hochwirksame Arznei zur Unterstützung der Raucherentwöhnung. Der Wirkstoff Vareniclin senkt im Gehirn das Verlangen nach Nikotin und lindert Entzugserscheinungen. Vareniclin bindet sich an die Nikotinrezeptoren im Gehirn und wirkt an diesen Rezeptoren wie Nikotin. Dadurch werden die typischen Symptome des Rauchverlangens gelindert. Champix ist jedoch frei von Nikotin. Da es wenige Entzugserscheinungen (gelegentliche Kopfschmerzen, Nervosität und Unruhe) gibt, entsteht weniger Not wieder zur Zigarette zu greifen. Laut Erfahrungsberichten hat dieses Medikament sehr gute Ergebnisse bei langjährigen Rauchern gezeigt, was auf den Wirkstoff Vareniclin zurückzuführen ist. Mit diesem Medikament sind Sie endlich Nichtraucher!

Tipps zur Raucherentwöhnung

Folgende Tipps helfen Ihnen in Ihrer Startphase als Nichtraucher

  • Halten Sie sich am ersten Tag mit langen Spaziergängen, Schwimmen oder Radfahren auf Trab
  • Rufen Sie Ihre Wohnung zur „rauchfreien Zone“ aus. • Waschen Sie alle Ihre Kleidungsstücke, um den Rauchgestank herauszubekommen.
  • Kaufen Sie frische, duftende Blumen.
  • Jetzt ist Beschäftigung – vor allem für Ihre Hände – besonders wichtig: Stellen Sie Dinge bereit, mit denen Sie herumspielen können. Bieten Sie Ihrem Mund kalorienarme Kleinigkeiten wie Kaugummi, Pfefferminz, Obst oder Rohkost an
  • Gehen Sie zum Zahnarzt (den Termin haben Sie schon vereinbart) und lassen Sie Ihre Zähne reinigen und polieren.
  • Fertigen Sie eine Liste mit Dingen an, die Sie sich wünschen, und den dazugehörigen Preisen. Überlegen Sie, was Sie pro Tag für Zigaretten ausgegeben haben, und berechnen Sie dann, wie schnell Sie sich den Schal, die CD oder den Restaurantbesuch durch das eingesparte Geld „verdient“ haben (wenn der Schal zum Beispiel 30,– € kostet und Sie pro Tag etwa 25 Zigaretten geraucht haben, haben Sie sich den Schal in einer Woche erspart)
  • Vielleicht stellen Sie auch ein gläsernes Sparschwein auf und werfen täglich Ihr „Zigarettengeld“ hinein. Dann haben Sie die Ersparnis buchstäblich vor Augen.
  • Meiden Sie vorübergehend die Gesellschaft von Rauchern, die Ihren Ausstieg gefährden könnten.
  • Seien Sie zurückhaltend mit Alkohol: Er weicht das Durchhaltevermögen auf!
  • Stellen Sie Fotos von geliebten Menschen oder Postkarten mit persönlich bedeutsamen Motiven dahin, wo vorher die Aschenbecher standen!
  • Wenn es zu Ihrem Alltag gehört, erbitten Sie göttlichen Beistand oder meditieren Sie.
  • Feiern Sie Ihr „Jubiläumsdatum“ – zuerst in kurzen (wöchentlichen) Abständen, später in größeren.

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